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Posts Tagged ‘Studenten’

Revolution Rocks!

Posted by evakiel on Oktober 29th, 2009

h7ghh_300Exklusiv für die große StudentInnendemo vom 28.10.2009 produzierte HYDRA eine einmalige Unterstützungs-Sonderausgabe. Dienstbeflissene Redakteure der HYDRA waren bis in die späten Nachtstunden rund um das Audimax der Universität Wien unterwegs, um die StudentInnen bei ihrem Kampf mit aufmunternden Witzen zu unterstützen oder sie durch beissende Satire ( (c) Heute) von ihrem tristen Schicksal abzulenken. Gemeinsam erklärte man sich solidarisch mit so gut wie fast allem und rang der bitteren, von Politikerhand verschuldeten Lage ein gequältes Lächeln ab. 

Die reguläre Ausgabe (und s/w-ausdruckfreundlichere Version) findet ihr unter “Print” als Download, an dieser Stelle veröffentlichen wir exklusiv die “Grind Heft Hydra” Version, die wir aus Zeitgründen nicht mehr produzieren konnten (leider, leider).  

Die Aktion wurde ausnahmslos positiv aufgenommen, die 500 Gratisexemplare (wir können den verarmten StudentInnen nicht die letzten Cents auch noch wegnehmen) wurden unseren HYDRANTEN praktisch aus der Hand gerissen. Begleitend dazu fingen wir erste begeisterte Wortmeldungen ein. So meinte etwa Caroline, 21 Jahre, aus Kärntnen: ”Bildung ist schon wichtig, deswegen stehe ich mir hier ja die Beine in den Leib (sagt man so, hach, ich bin so aufgeregt, ich werde interviewt),  aber das Ganze mit Humor zu nehmen ist auch wichtig.” Und Jochen, 19 Jahre, aus Dresden sagte: “Wusste ich gar nicht, dass die Österreicher auch witzig sein können. Außer Piefkewitze habe ich in diesem Drecksland noch keinen ernsthaften Versuch mich zu erheitern erlebt.” Und Aurora, 22 Jahre, bildhübsche Studentin mit Wohnsitz im 1. Bezirk meinte: “Tolle Sache, gibt’s das auch als Zäpfchen?”  Liliane, angehende Juristin aus der Steiermark meint schließlich: “Gut, dass auch wer zwischendurch mal lachen kann, das ganze Thema ist ohnehin von so vielen Spaßbremsern besetzt. Ich will eine Revolution, bei der alle mal was zu lachen haben.”

hydra at demo 10 09 300Ein besonderen Dank an dieser Stelle den HYDRANTINNEN, die sich für diese Aktion engagiert haben: Justus, Karin, Lilly, Peter, Stefan, sowie Christoph, Verena und Bennie. Eva

Hoch mit den Fäustchen!

Posted by matrattel on Oktober 28th, 2009

mustard revolutionDas basisdemokratische, antiheteronorm … normo … normalo … dings eben Redaktionskollektiv Hydra hat umgehend nach Bekanntwerden der Besetzungen diverser Hochschulen Arbeitsgruppen zu folgenden sensationellen Spitzenthemen gebildet: 

“Besetzung als politisches Kampfmittel”
“Besatzung als polnisches Krampfmittel”
“Besetzung als Ausdruck nonkonsumistischer Leitkultur” (sic!)
“Wessen Uni? Keine Ahnung!!”

Die Berichte der einzelnen ArGes zu den Besetzungen mussten leider wegen Unterbesetzung entfallen. Nach einem politischen Willkürakt in Form spontaner Solidarisierung ohne demokratische Kontrolle konnte nicht mehr getagt werden und auch nicht mehr genachtet und auch sonst nichts, fuck! Immerhin, die Gruppe „Wessen Uni?“ präsentierte ihr Ergebnis. Es lautet: “Vermutlich der Bundesimmobiliengesellschaft, aber genau wissen wir das auch nicht. Vielleicht auch einem KHG-Kompagnon? Man weiß es eben wirklich nicht so genau.” Dem Ergebnis wurde vorsichtshalber zugestimmt, gleichzeitig wurde dieses Ergebnis für “Jetzt eigentlich nicht so gut. Also jetzt das Ergebnis der Arbeitsgruppe, nicht der Abstimmung.” befunden.

Nach eingehender und ausschließlicher Verwirrung im Plenum wurde dem Antrag auf erneute Abstimmung knallhart stattgegeben und die Solidaritätsadresse gelangte somit unumwunden und abermals zur ebensolchen (Abstimmung nämlich), die allerdings wegen „irgendeinem völlig unerwarteten Scheißdrecksgewitter“ unterbrochen werden musste (Angst, Panik, Lesben usw).

Im Anschluss wurden auf Antrag Komitees gebildet, die erörterten ob Wahlen in basisdemokratischen Strukturen diskriminierend sein können, wenn sie nicht offen durchgeführt werden. Die Komitees erklärten sich im Anschluss für nicht zuständig, nichtsdestotrotz seien sie “ziemlich sexy-geile Strukturen”. Diese Aussage wurde von Seiten der einen politischen Seite für inakzeptabel befunden, von Seite der anderen politischen Seite aber auch. Von Seiten der Saiten drang der leise Wunsch nach Erhöhung der Spannung sanft an das revolutionäre Ohr.

Schließlich konnte man sich mit einer recht klassisch-altbackenen Mehrheit zum Antrag durchringen, demzufolge Komitees “hochvernünftige Institutionen, aber nicht sexy-geil” seien. Dieser Antrag wurde mit fast gar keiner Gegenstimme als “nicht ganz ungeil” abgesegnet. Schlussendlich wurde über das Wahlprozedere auf vollkommen untotalitäre Art und Weise  gemeinsam abgestimmt und der unumwundenen Erklärung “unserer endlosen Solidarität mit eh allem” ward furios Bahn gebrochen!

Nie wieder Faschismus in Österreich!
Nie wieder Fleischlaberl in der Mensa!
Hoch die internationale Unisolidarität!
Lang lebe der Kaiser!

Für die ArGe “Wessen Uni?” zeichnen: mazirki/matrattel/kiel

 
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