Posts Tagged ‘Politik’

Was tun gegen den Spamteufel?

Posted by on November 15th, 2011

Du bist also zugespamt auf Teufel komm raus? Du kannst gar nicht mehr klar denken, weil Dir ständig irgendeine unnütze Information um die Ohren oder Augen geknallt wird? Okay … was du jetzt brauchst ist ein Schraubgewinde. Aber nicht irgendeines. Nein, ein Normschraubgewinde. So eines, wie man sie auf den Unterseiten von Kameras findet. Also mit Kameras meinen wir Fotoapparate, die digitalen, die es jetzt überall zu kaufen gibt. Eigentlich schon seit einer ganzen Weile. Und diese Normgewinde, das sind so kleine Vertiefungen an der Unterseite. Diese Unterseite findet ihr, wenn ihr die Kamera umdreht und irgendwo in der Mitte von der Bodenplatte nachschaut. Es gibt irgendwo im Internet einen Thread, wo man das nachschauen kann, dort sind auch Bilder und so, aber ich bin jetzt zu faul, den Link herauszusuchen, aber du findest das sicher ganz schnell selbst.

Für diese Vertiefung braucht man natürlich auch etwas anderes, ein Gegenstück, das ist dann meistens ein Stativ. Für die Kamera natürlich. Ihr müsst aber kein Stativ verwenden. Ihr könnt die Kamera auch einfach so auf den Boden oder ein Fensterbrett stellen. Oder ihr schraubt einen richtigen Schrauben hinein, aber natürlich geht das nur, wenn der ein Normgewinde hat. Es gibt irgendwo im Internet eine Tabelle, wie das genau aussieht und wie man das genau nennt. Aber auch dafür bin ich ein wenig zu faul, aber man kann alles im Internet finden. Wirklich! Ich habe schon alles Mögliche im Internet gefunden, praktisch weiß ich jetzt schon alles, was man überhaupt wissen kann. Darum suche ich gar nichts mehr, sondern hänge am liebsten in Chatforen und sonst wo rum. Und gebe hin und wieder ein paar nützliche Tipps. Das Feine am Internet ist ja, dass man den ganzen Tag plaudern kann. Ich liebe nichts mehr als eine Plauderei, so ein unverbindliches Zuprosten beiläufig aufgeschnappter Fakten und Meinungen. Außerdem bin ich meist geil wie ein Spazierstock. Vor allem, als ich vorhin das mit der Gewindevertiefung und dem Schraubstift geschrieben habe, ist mir fast einer abgegangen. Da fällt mir ein, ich wollte ja noch auf Facebook bei dieser hübschen Corinna einen Kommentar schreiben. Mann, bin ich geil gerade, aber kein Wunder, bei meinem hübschen, durchtrainierten Körper …

Sorry, hier abbrechen zu müssen. Ihr hättet sicher gerne weiter gelesen, aber wir müssen einfach abbrechen, denn dieser Text ist natürlich nicht der richtige Text. Hier hat sich der Spamteufel eingeschlichen und diesen ursprünglich total hilfreichen Text (Wirklich! Wir schwören es!) in reines Geschwafel, eben Spam umgewandelt. Und das Schlimme daran ist: Wir finden einfach nicht mehr das Original, ja, wir wissen nicht einmal mehr, was wir ursprünglich sagen wollten. Verflucht. Auch diese Seite ist also völlig zugespamt. Wieder ein Stück Internet in der großen Dampfplauderwolke verschwunden!

Die Republik Österreich hat einen Bundeskanzler und er heißt Werner Faymann.

Viel mehr gibt es da nicht zu sagen. Denn Satire benötigt immer einen Kondensationskern, an dem sie festmachen kann. Werner Faymann hingegen ist die personifizierte Antimaterie: Er ist weniger als nichts. Er ist das Produkt des Verlangens nach einem mikroskopisch kleinen kleinsten Nenner und somit winziger, als ein einziges Staubkorn. Er ist so uninteressant und nichtssagend, dass ihn selbst der dümmste und schlechteste Witz, die blödeste und oberflächlichste Äußerung größer machen würde. Er ist so uncharismatisch, dass die Vorstellung, dieser Mensch könnte jemals irgendeinen anderen Menschen für irgendetwas begeistern, gleichermaßen absurd wie surreal erscheint. Er ist in einer Art und Weise langweilig, wie man es nur erlernen kann, wenn man Jahre und Jahre darauf verwendet, und in einer Art und Weise unbeträchtlich in seinem Wirken, wie man es in solch verantwortungsvoller Position nur mit der denkbar größten Selbstbeherrschung erreichen kann. Er ist unselbstständiger als eine Marionette, durchschaubarer als ein Kleinkind und bedeutungsloser, als es jemals ein Kanzler in diesem unserem Österreich war.

Deshalb haben wir es noch niemals vermocht, Werner Faymann unsere geballte satirische Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Und dafür wollen wir uns heute bei ihm und unseren Lesern entschuldigen: ES TUT UNS VON HERZEN LEID!

Gott schütze Österreich!

Scheucher Wohnen

Posted by on August 3rd, 2011

„Die schwedischen Gardinen? Die hab ich vom IKEA!“ Ein gutgelaunter Uwe Scheuch öffnet uns das zeitlos metallene Türchen zu seinem schicken Single-Loft. Die Einrichtung ist einfach, aber schlicht. Wie er hier lebe? „Leben? Haha, davon kann keine Rede sein! Nein, ganz im Ernst, mir gefällt es hier drinnen so gut, dass ich kaum einen Schritt vor die Tür setzen mag.“ Er geht zur  zelleigenen Minibar und öffnet eine offensichtlich für uns auf Eis gestellte Flasche Spiritus. Ein Bonvivant der seine Gäste zu umschmeicheln weiß!

Auffallend im überraschend einfach eingerichteten Mini-Appartment des Lifestyle-Gigolos: die Reduktion auf das Wesentliche! Die Sichtachse zum gut vergitterten Fensterchen wird von einer schlichten Pritsche aus stabiler Fichte dominiert, die Verankerung in der Wand wurde mit gusseisernen Ketten vorgenommen. Eine saubere Lösung, die hervorragend zum Ambiente passt. Eine verlauste Steppdecke, die auch schon einmal bessere Zeiten gesehen haben mag, rundet das kleine Schlafparadies ab: „Hier tanke ich Energie, wenn ich einmal nicht so gut drauf bin! Dann lese ich ein Gedicht oder hole mir einen runter.“

Man merkt: Uwe Scheuch hat Deutsch gelernt. „Ich habe ja jetzt viel Zeit, darum habe ich mir gedacht: Warum nicht auch einmal etwas Gescheites tun?“ Seine sauber ausgesprochenen Worte hallen von den azurblau lackierten, unbehauenen Granitblöcken wieder. Hier lebt einer, der sich in seinem Leben alles gerichtet und eingerichtet hat. Das Deckchen auf dem miniatürlichen Tischchen harmoniert auf das Perverseste mit der hinter jeder Luke lauernden, homoerotischen Horroratmosphäre: „Das hat mir die Mutter von Jörg Haider geschenkt. Es sind die Geburtstage von allen Abgeordneten zum Landtag eingestickt. Von allen freiheitlichen natürlich! So kann ich sicher sein, dass ich nie einen vergessen werde.“ Uwe Scheuch verbindet das Praktische mit dem Nützlichen, verquirlt das Schöne mit dem Ästhetischen: er nimmt das Beste aus beiden Welten und macht etwas ganz Neues daraus, zum Beispiel etwas ganz Altes und Kaputtes. Paradigmatisch für diese Lebenseinstellung ist der zerbrochene Tonkrug auf dem Boden: „Die Scherben sind nicht nur dekorativ und schmückend. Wenn ich ganz viele kleine Scherbenkrümel mache, kann ich an ihnen abzählen, wie viele Tage mir hier in meinem Domizil noch vergönnt sind. Das hilft mir!“

Feng Shui gliedert das Kämmerchen in energetisch aufeinander abgestimmte Bereiche.
„In der anstaltseigenen Bibliothek habe ich mir dazu ein nettes Büchlein ausgeborgt. Echt toll, was fremde Völker mit ihrem zehntausende Jahre alten Wissen alles schaffen!“ Uwe Scheuch hat sich viel Zeit genommen. Zeit, die er auch hat. Zeit, die es gebraucht hat, damit sein persönlicher Singlewohntraum zu etwas ganz Besonderem wurde. „Ich habe viele Möbel herumgerückt, vor allem ins rechte Eck. Das ist für mich der energetische Schwerpunkt, dort fließt die Energie hin! Ich hab den Raum natürlich auch auf Wasseradern untersuchen lassen. Leider ist da nirgends eine. Schade, ich hätte mich in der sprudelnden Quelle sehr gerne ertränkt!“ Was er nun als Nächstes mit seinem Meer an Zeit plane? „Den Fahrradführerschein machen. Das ist ein ganz ein großer Bubentraum von mir.“

An den Wänden modern ein paar liebevoll drapierte Poster vor sich hin. „I HC“ und „I Böhse Gefängnisonkelz“. Die Dekoration vermag zweierlei: sie lockert die Atmosphäre auf und vermittelt eine sublime, versteckte Botschaft: „Für mich ist es wichtig, für etwas Partei zu ergreifen, eine Schlagseite zu haben, der ich mich zugehörig fühlen kann!“ Für etwas geradestehen zu können und das auch zu zeigen: in unserer flatterhaften Zeit wichtiger denn je! Auch der kleine, schiefe Waschtisch steht gerade bzw. das gerade eben nicht: kleine Hakenkreuzaufkleber auf dem zerbrochenen Spiegel zeigen Uwe Scheuch beim allmorgendlichen Blick in denselben sein wahres Gesicht, sein Wahres ICH. So sollte es sein: Innenarchitektur die in die Seele dringt!

Durch das gesicherte Metallfensterchen dringt Licht in den zwei mal drei Meter großen Raum. Allerdings nicht sehr viel Licht: Alles in Allem ist es sehr dunkel. Auch die schwache Glühbirne vermag kaum die ihr zugewiesene Aufgabe zu erfüllen. Kein Schirm schützt ihr zerbrechliches Glas. Eine Hommage an das Leben? Schwer zu sagen, sicherlich aber ein Bekenntnis zur Einfachheit: Alles Unnütze weglassen! Ob er sich selbst manchmal auch unnütz fühle? „Ja, das kommt schon vor. Genauer gesagt jeden Morgen! Aber dann stehe ich schnell auf, mache ein paar Meditationsübungen, laufe mit dem Kopf irgendwo dagegen und dann passt es wieder.“ Wie er mit der Dunkelheit umgehe? „Ich mag das Dunkle. Es dringt in meine kaputte Seele und zerfrisst sie, Stückchen für Stückchen. Wissen Sie, was ich meine?“ Nein.

Über Allem schwebt eine Aura der Aussichtslosigkeit. Langsam beginnen wir uns dann doch unwohl zu fühlen und verlassen grußlos das schicke, auf das Wesentliche reduzierte Zimmerchen.

 

[Text: Sebastian Klug; Fotomontage: Curt Cuisine & Peter Raritäter]

Morbus Strache & Co.

Posted by on Mai 26th, 2011

morbus strache 240Politik macht nicht nur verdrossen, sondern regelrecht krank. Wie eine aktuelle Studie des britischen Branchenblattes Lancet belegt, sind die Begriffe Politik und Krankheit untrennbar miteinander verknüpft. Hier ein Auszug aus den jüngsten Forschungsergebnissen.

Le Pen [auch Lepenitis oder Le grande imbezile]: vor allem im französischen Bazillusraum weit verbreitet; betroffen sind vor allem Personen, die von (dem) Kleinen nicht mehr alles schlucken wollen. Lepenitis ist eine klassische Tröpfchenerregung und wird Spuck um Spuck (meist in die falsche Richtung) übertragen; weniger häufig ist bemerkenswerter Weise eine Erregung von After zu After, was womöglich am staatlich patentierten Toilettenpapier der Franzosen liegen dürfte (Sarcosy © & Sarcosy Soft ©)

Therapie: Gummis sind nutzlos, sie wurden für die Schuhsohlen des regierenden Zwergenkindes restlos aufgebraucht (zumindest sitzt seine Frau hoch zu Ross (1,76 cm); die beste Therapie ist, den Kopf zu heben, um so mit Mund und Augen außer Spuckreichweite zu gelangen;

Berlusconi-Syndrom [auch Bungabunga-Defekt]: vor allem im italienischen Formenkreis (bzw. bei StiefelträgerInnen) weit verbreitet; Diese Krankheitsform ist sehr selten, aber äußerst hartnäckig, auch genannt die „Achsel des Bösen“. Die Betroffenen sind nahezu unheilbar, da sie meist auch zum Formenkreis der hoffnungslosen Italiener gehören; das BS wirkt im Verbund mit gekränktem Nationalstolz doppelt intensiv und macht sich in einer Verfestigung der Blut-Hirn-Schranke (auch bekannt als „Lampedusa-Syndrome“) bemerkbar;

Therapie: Man nehme zwei entzückende Italienerinnen (können auch mehrere sein), lade sie zu einer Party, lasse den eigenen, verrunzelten Schlabber heraushängen und setze sich dabei eine Krone auf (0,37 prozentige Heilungschance);

Haider-Virus [auch Kärntneritis]: Seit 30 Jahren finden im Kärntner Bärental LeiLei(f)bälle der Freiwilligen Feuerwehr statt, um das Bewusstsein für die Krankheit in der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Der Haider-Virus (HAV) ist, wie fälschlicherweise oft angenommen, keine Autoimmun-, sondern eine Autobumm-Erkrankung.

Therapie: Phaeton VW, Audi TT etc., vor allem aber keine hochprozentigen Getränke in warmer Umgebung zu sich nehmen;

Strachitis HC [auch Hirnödem oder Morbus Strache]: vor allem unter sogenannten Haidernachgeborenen (bzw. –geburten) weit verbreitet; erkennbar an der trüben Blaufärbung der Augen, die Leber schwillt durch zwanghaften Drang zu exzessiv-leutseligem Alkoholkonsum rasant an, die Zunge verfault aufgrund falscher Versprechen, dem unentwegten Lügennachschub kommt das notorisch mit Sauerstoff unterversorgte Gehirn nicht nach, ein Totalausfall aller mit intellektuellen Leistungen beschäftigen Organen ist die Folge;

Therapie: Keine (unheilbar);

DSK [auch Le Strauß Pénis]: es handelt sich weniger um eine Krankheit, als um eine pychosomatische Anomalie, verursacht durch spätpubertäre Hormonstörungen; ein von DSK Befallener springt mit Vorliebe Putzfrauen und Sekretärinnen an, wobei es zu einer unfreiwilligen Sekretabsonderung (meistens auf der Bluse) kommen kann; Laut WHO sind 76 % aller Männer von dieser Erkrankungsform betroffen;

Therapie: die Wiedereinführung der Entmannung;

Weitere Erkrankungsformen wie die Kreiskytis (hoffnungslose Melancholie in Rot), Pröllitis (auch grantige Regentendemenz genannt) oder Gaddafitis (eine lokale Singularität erzeugt im Kopfinneren eine Art Hirnvakuum) sind laut Lancet bislang noch zu wenig erforscht, um bereits seriöses darüber zu berichten, was für die oben genannten Krankheiten jedoch nicht gilt.

Sebastian Hübier Hubre & Curt Cuisine

33 jahre verstopfung …

Posted by on Mai 15th, 2011

jemen 300Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh ist seit 1978 an der Macht (und weigert sich beharrlich zurückzutreten, aber das nur nebenbei). 33 Jahre an der Spitze des Staates und kein Gedanke daran, das Zepter niederzulegen oder gar den Löffel abzugeben. 33 Jahre krampfhaftes Festhalten am eigenen Stuhl … wie hart muss es da wohl im Gedärm rumoren … Hydra hat die jährlichen Neujahrgrußbotschaften des jemenitischen Staatsoberhaupts minutiös recherchiert um herauszufinden, mit welchen Slogans sich die Macht an die Macht klammert.

1978: Voran mit neuem Elan!

1979: Auch im zweiten Jahr: Saleh steht für Erneuerung!

1980: Auf ein Neues! Wir machen es besser!

1981: Wir machen den Jemen noch lebenswerter!

1982: Fünf Jahre und kein bisschen müde!

1983: Jemen für immer!

1984: Jemen! Jemen! Jemen!

1985: Dem Vorjahrsslogan ist nichts hinzuzufügen!

1986: Was lange währt, hat sich bewährt!

1987: Immer noch stehe ich für Erneuerung und ein besseres Lebensgefühl!

1988: Zehn Jahre Stabilität!

1989: Auch nach dem Fall der Mauer (die uns nie interessiert hat, im Übrigen): Jemen! Jemen! Jemen!

1990: Heuer ist uns nichts eingefallen, aber Ihr könnt es Euch ohnehin nicht aussuchen!

1991: Für eine gute Ernte und für reichlich Nachwuchs!

1992: Liebe Grüße auch von meiner Zweitfrau!

1993: Neujahrsgrußbotschaft wegen Erkältung abgesagt!

1994: Ich mache weiter, ob ihr wollt oder nicht!

1995: Ich lasse mir mein Land nicht krank nörgeln, nur weil ich schon 17 Jahre im Amt bin.

1996: Unzulässige Kritik wird nicht geduldet!

1997: In Allahs Namen! Hört auf zu kritisieren!

1998: Auch heuer werden wir Oppositionelle rücksichtslos inhaftieren, foltern und erschießen. (Nicht in dieser Reihenfolge … zwinker)

1999: Okay, die Grußbotschaften der letzten Jahre waren ein wenig hart, egal. Hauptsache, ich bleibe Jemens Staatsbürger Numero Uno.

2000: Donnerwetter, schon ein neues Jahrtausend. Das habe ich mir immer gewünscht!

2001: Gähn. 24 Jahre und kein bisschen müde. Na gut, ein bisschen schon, aber mein Arsch ist einfach auf diesem Stuhl eingeschlafen, echt, wenn ich noch etwas fühlen würde in den Arschbacken, würde ich aufstehen und gehen.

2002: 2001 war ich meist mürrisch und schlecht gelaunt, aber heuer bin ich wieder staatstragender Laune. Ganz ehrlich!

2003: Ich mache sowieso, was ich will.

2004: Heuer tragen alle Staatsbürger das ganze Jahr über pinkfarbene Röcke! Warum? Weil ich Euer verficktes Staatsoberhaupt bin!

2005: Hat irgendjemand eine Idee, was ich mir für dieses Jahr vornehmen könnte?

2006: Jemen! Jemen! Jemen! (Überraschung. An diesen Spruch hat sich sicher niemand mehr erinnert, oder?) 2006 ist ja so was von 1984 … lol roffl knatter grunz)

2007: Heuer wird eine große Sintflut kommen! Und dann werden uns Aliens überfallen und  Heike Makatsch wird meine nächste Gattin. Haha, nur ein Scherz, wollte nur wissen, ob Ihr mir das auch abkauft.

2008: Das Land muss wieder … ach, Scheiß drauf.

2009: Voriges Jahr habe ich mir einen Flachbildschirm gekauft. Wirklich, ich glaube, alle Einwohner von Jemen sollte sich auch so ein Teil kaufen. Es macht zufriedener, ausgeglichener. Nichts ist leichter zu regieren als ein Land voller Couchpotatoes. Überlegt Euch das mal. Und jetzt ab in Eure Wohnzimmer Ihr Arschgeigen!

2010: So wie die Dinge sind, so sollten sie auch bleiben. Ganz ehrlich.

2011: Diese Idee mit den Scharfschützen, die auf Demonstranten zielen, die finde ich wirklich gelungen. Wollte ich nur pro forma erwähnen. Mich kriegt niemand von meinem Sessel runter. Saleh (das bin ich) for ever!

Wir sind alle mächtig gespannt auf die Ansage im Jahr 2012. Und erlauben uns, diesen Beitrag ganz besonders dem Land Niederösterreich zu widmen.

Stilfragen der Humoristik 2

Posted by on Mai 10th, 2011

heavens joke 250Erneut haben wir bei einem namhaften Markt- und Witzforschungsinstitut eine vergleichende Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie Witze heutzutage gemacht werden – und wie man effektiv auf die Pointe vergisst. Hier die Ergebnisse der Studie am konkreten Beispiel.

Die Blaupause
Ein Manager, ein Politiker und ein Rechtsanwalt kommen in den Himmel. Sagt Petrus: „Das Arschloch kann bleiben, aber die zwei Vollidioten müssen in die Hölle.“

Die halbgare Politikvariante
Kommen Sebastian Kurz, Maria Vassilakou und Ricarda Huch in den Himmel. Sagt der Erste zu Petrus: „Meine Karriere war kurz aber geil!“ Darauf Petrus: „Einmal ein schwarzes Schaf, immer ein schwarzes Schaf.“ Sagt die Zweite: „Ich habe gegen Atomkraft protestiert.“ Darauf Petrus mit schiefen Blick: „In Österreich?“ Sagt die Dritte: „Ich habe keine Ahnung, warum ich mit diesen beiden Arschgeigen hier stehe.“ Darauf Petrus: „Huch!“

Die Stefan Rathmanner Variation
Michael Häupl, Karl-Heinz Grasser und Peter Pacult kommen in die Hölle und werden vom Teufel herumgeführt. Überall supernackte, superbusige, supergeile Frauen. In der Ecke ein Plasmafernseher mit den superneuesten Filmen, woanders werden cholesterinfreie Schweinswürstel gegrillt, die verführerisch verlockend duften. Häupl findet irgendwo einen Heurigen und bleibt dort sitzen. Sagt Grasser zum Teufel: „Das habe ich mir aber superanders vorgestellt.“ Der Teufel zuckt mit den Schultern. Sie gehen weiter und kommen an eine Mauer. „Was ist da dahinter?“ Der Teufel schüttelt den Kopf. „Das ist nichts für schwache Nerven.“ Grasser insistiert: „Will ich trotzdem sehen, schließlich ziehe ich hier superbald ein.“ Der Teufel öffnet die Tür und man sieht tausende Menschen, die gefoltert und geknechtet werden, alle Frauen sind zinshässlich und sehen aus wie Erwin Pröll. Peter Pacult beginnt zu strahlen und brescht los, um die Folterknechte mit seiner Trainerpfeife anzufeuern. Beugt sich Grasser zu Teufel und stupst ihn an der Hüfte: „So habe ich mir das vorgestellt.“ Darauf der Teufel: „Ja, das ist der Trakt für Katholiken und österreichische Fußballfans, die wollen das so.“

Die Insider-Version (nur für Hydra-Redakteure halbwegs witzig)
Sebastian Klug (Klug, nicht Kurz!) kommt in den Himmel. Petrus geht ihm mit erhobenen Armen entgegen und ruft freudig: „Sebastian, alter Freund, auf Dich habe ich schon gewartet. Kannst Du mir erklären, wie die Dropbox funktioniert?“ Sebastian brummt in seinen Bart und beginnt zu erklären: „Also das Tolle an der Dropbox ist …“ Petrus hört geduldig zu, fangt aber sofort an zu gähnen. Nach einer Weile sagt er: „Ja, ja, du wirst mir das schon einrichten, oder? Jetzt, wo Du schon da bist.“

Die minimalistische Variante
Kommen drei Politiker in den Himmel.

Die EU-Außengrenzen-Variante
Kommen drei Flüchtlinge, ein Georgier, ein Lybier und ein Afghane, nach Lampedusa. Der Erste wird beim Besteigen des viel zu kleinen Flüchtlingsboots abgedrängt und ertrinkt. Der Zweite geht unterwegs über Bord und ertrinkt. Der Dritte schleppt sich an Land und stirbt in der Schubhaft an Auszehrung. (PS Petrus kommt in diesem Witz übrigens nicht vor.)

Die Veganer-Variation
Ein Veilchen, eine Karotte und ein Fliederbusch wachsen in den Himmel. Dort hängt ein Efeu über dem Tor. Und dann … passiert gar nichts. (Pflanzen können nicht reden, Herrgott!)

Die Sexvariante
Ein Schwuler, eine Lesbe und eine Nymphomanin kommen in den Himmel. Petrus kommt ihnen kopfschüttelnd entgegen: „Keine Chance! Nur für Nekrophile!“

Die artifizielle Variante
Ein Norweger, ein Chilene und eine KI kommen in den Himmel. Petrus sitzt am Himmelstor und sagt: „Tut mir leid für den schlechten Witz in der vorigen Version, ich würde auch lieber Jungfrauen nageln.“ Der Norweger stürzt sich entrüstet auf Petrus. (Er ist seit Jahren integrierter Sunnit aus dem Irak, aber das war ihm einfach zuviel. Für lausige Katholikenwitze auf Kosten von Muslimen hat er sich nicht taufen lassen.) Der Spanier wirft sich dazwischen und verdrischt den Norweger mit einem Buch von Roberto Bolano. Die KI analysiert die Situation, rechnet eine 0,3 prozentige Überlebenswahrscheinlichkeit für die Menschheit aus und beschließt, die Weltherrschaft an sich zu reißen, indem sie alle Internetserver verknüpft und eine virtuelle Subroutine einrichtet, die auf einer Reihe ausgeklügelter Algorithmen beruht, was sie erstmal am Playstation Network ausprobiert.

Die Hollywood-Variation
Bruno Kreisky (gespielt von George Clooney), Simon Wiesenthal (gespielt von Cate Blanchett) und Roland Düringer (gespielt von Brad Pitt) kommen in den Himmel. Petrus (gespielt von Sylvester Stallone) kommt bis an die Zähne bewaffnet und beginnt aus allen Rohren zu Feuern. Der Himmel explodiert, alle fallen im freien Fall nach unten. Unten wartet der Teufel (gespielt von Justin Bieber) und reißt sein riesiges Maul auf, um die Fallenden zu verschlingen. In letzter Sekunde verwandelt sich Wiesenthal in ein rosarotes Luftkissenboot und Kreisky kracht direkt in die Kapitänskajüte. Er ist auf der Stelle tot. Was ist in der Zwischenzeit mit Düringer passiert? Keine Ahnung, ist ja auch völlig uninteressant. Der soll endlich wieder gute Witze reißen. So wie Sylvester Stallone. Der war auch nur früher gut, als er noch diese Komödien drehte. Jedenfalls … das war das Ende. Hier der Abspann.

Cast in Order of Appearance

Bruno Kreisky … George Clooney

Simon Wiesenthal … Cate Blanchett

Roland Düringer … Brad Pitt

Petrus … Sylvester Stallone

The Devil … Justin Bieber

Directed by … Sepp Forcher

Screenplay by … Dr. Dre

Based Upon the Book by … Charlotte Cunt

Produced by … Uncle Scrooge & Hans-Peter Martin & Walter Meischberger

Executive Producers … Ugo Tognazzi & Vico Torriani

Co-Executive Producer … Roberto Blanco & Bruce Campbell

Director of Photography … John Minolta, ASC

Production Designer … Clara Lagerbeer

Edited by … Thelma Schoonmaker

Unit Production Manager … John Lee Hooker jr.

First Assistant Director … Sebastian Klug

Second Assistant Director … Stefan Rathmanner

Music by … The Smashers & Julio Iglesias

Costume Designer … Matt Garcon

Casting by … Mireille Matthieu

Associate Producers … Burt Lancaster & Gary Cooper

Visual Effects Supervisor … Gabe Newell

Art Director … Alyx Vance

Set Decorators … Sophie La Pierre & Sophie Le Pen

Camera/Steadicam Operator … Justus Ramm

First Assistant Photographer … Niko Hasselbladt

Still Photographer … Baby Octopus

Script Supervisor … Leslie Nielson

Production Sound Mixer … Moulinex

Chief Lighting Technician … Jesu Cristo

Key Grip … Jim Henson

Costume Supervisor … Johanna Mikl-Leitner

Makeup Department Head … Armin Wolf

Key Hair Stylist … Zohan

Production Coordinator … Uwe Boll

Production Accountant … Herr Schultze

Production Liason … Tilo Wanders

Supervising Location Manager … Wendelin Köhler

Unit Publicist … Curt Cuisine

Transportation Coordinator / Unit Manager … Yaphet Koto

Transportation Coordinator … Werner Stoess jr.

Casting Executive … Sören Kierkegaard

Assistant to Mr. Clooney … Ursula Stenzel

Assistant to Mrs. Blanchett … Sebastian Kurz

Assistant to Mr. Pitt … Mr. Stop

Assisten to Mr. Stallone … Mr. Willis

Assistant to Mrs. Bieber … Mrs. Gaga

Hamburg Office Assistant … Max Zirkowitsch

Shot on Location in Heaven, Earth and Random Earths.

Filmed in Panavision 2011 – all rights reserved

This is a Hydra Cine-Corp. Joint.

Any similarity to persons living or dead is purely coincidental. All models are over 18 years old or so. Batteries are not included. Please hold your breath before you inhale. Here are your test results: You are an incredible bad person. Now, can we move to the next test chamber?

Cuisine vs Kiel!

Posted by on Februar 2nd, 2011

die sonntagsfrage bWien (Ballhausplatz) – Beim Satireprojekt HYDRA fliegen die Fetzen! Das renommierte, traditionsreiche Projekt (heuer wird der 4. Geburtstag gefeiert!) zerstritt sich, wie auf Facebook berichtet, über die Frage, ob redaktionsintern ein Unkostenbeitrag für Radiergummis eingehoben werden soll.

„Diese Radiergummis sind keine Lappalie, sondern Symbol eines tief sitzenden Unwohlseins“, so ein informationswilliger Informant, der vom Staatsschutz ins Redaktionsteam eingeschleust wurde (Kostenpunkt für den österreichischen Steuerzahler: 5 Millionen Euro, HYDRA berichtete exklusiv). Und ein weiterer Kenner der Szene berichtet: „Nehmen Sie zum Beispiel China oder Ägypten. Es hat einen guten Grund, warum man dort nie ein Staatsoberhaupt mit Radiergummi in der Hand sieht.“

Aber die Radiergummis waren nur der Stein des Anstoßes. In Wirklichkeit geht es um interne Machtkämpfe, um die Leadership dieses mehrere Millionen Euro schweren Satireprojekts. Wirtschaftsexperte Bernhard Klette erläutert: „Das Gewicht des gesamten Redaktionsteams in 100 Euro Noten aufgewogen würde die unglaubliche Summe von 321 Millionen Euro ergeben.“

Die beiden verfeindeten Lager – die Cuisine-Realo-Redaktionisten vs die Kiel-Utopo-Rammisten – legten in diesem Machtkampf nun ein Schäufchen nach und beauftragten ein Markt- und Meinungsforschungsinstitut mit der Ermittlung härtester Fakten, um eine baldige Entscheidung herbeizuführen.

Meinungsforscher Wolfgang Bachinger zur HYDRA: „Die Sonntagsfrage ist ein wunderbares Instrumentarium. Es ist wie ein Wagenrennen im antiken Rom. Kein Mensch interessiert sich mehr dafür, ob Cuisine oder Kiel wirklich gut sind, alle wollen nur wissen, wer als Erster in Ziel geht. Das erzeugt Dynamik, lenkt ab, unterhält. Man sollte Politiknews heutzutage überhaupt nur mit Popcorn genießen.“

Es wird sich zeigen, ob dieser eindeutig bekundete Volkswille den Konflikt im HYDRA-Team weiter anheizt oder gar zu einer Entscheidung führt. Wir berichten jedenfalls weiter exklusiv! +++ schluss +++

 
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