Posts Tagged ‘Poesie’

weltmeistergedichte!

Posted by on Juni 8th, 2010

Erneut rettet Hydra die schöne Welt der Lyrik. Heutzutage, wo kein Kind und keine Sau mehr ein Lyrikbändchen aufschlägt, bringen wir die Lyrik zurück zu den Basics, zurück in den lebensnahen Alltag, zurück zu den Dingen, die uns poetisch verunfallte Menschen wirklich bewegen. Zurück also zum Fußball! Wir präsentieren Herrn Hammers  Weltmeistergedichte. Folge 1: Frankreich!

Frankreichs Tormann heißt Lloris
Das weiß fast jedes Kind.
Aber warum das so is,
das weiß nur der Wind.

Denn zwei „L“ am Wortbeginn
Tun beim Lesen weh.
Nein, die machen wenig Sinn.
Oder ists ein Schmäh?

Evra, Gallas, Abidal
Stehen in der Kette.
Diese Abwehr ist fatal,
spielt mäßig – Jede Wette!

Kommen wir zum Mittelfeld,
hier spielt Herr Ribery.
Der Franck von Bayern hat an Lauf
Spielt gut wie zuvor nie.

Doch is er schiach, fast wie die Nacht,
Entstellt durch lauter Narben.
Drum hat er nur mit Nutten Sex,
Muss in der Liebe darben.

Im Sturm, da stehen Anelka,
Cisse, Govou, Gignac.
Natürlich ist auch Henry da,
der Rest ist eher Gack.

Und schließlich noch Herr Domenech,
der hat zwar viel Charisma
doch weiß als Coach er einen Dreck –
so wird das nix. Das wiss ma!

Herr Hammer

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babsi rosenkranz 4ever!

Posted by on März 30th, 2010

rosenkranz gedichtMit Tränen in den feuchten Augen, weil wir gerade in eine Pfütze gefallen sind, präsentieren wir unsere vierte und letzte Finalistin. Radegund wurde in einem Keller geboren und großgezogen, aber das ist nicht weiter schlimm, weil ihre ganze Familie im Keller lebte. Es war auch kein böser Patriarch daran schuld, sondern die Landesbank, die den Kredit fürs Eigenheim wegen nicht rechtzeitig getilgter Raten kündigte und Radegunds Familie in den Ruin trieb. Tja, hahahaha, wen wundert es, dass Radegund so eine richtige, lausige Verlierermentalität entwickelt hat und gerne Regenwürmer quält (ausländische, versteht sich). Radegund hat aber auch eine sensible Seite, sie dichtet. Nicht ganz richtig, aber immerhin.

Jedenfalls: Wir gratulieren, Radegund, auch du wirst an unserer großen Schlußverlosung nach der Präsidentinnenwahl teilnehmen.

zur “räson” hat man sie gedrängt,
ihr garst’ge strafen umgehängt.
sie musste sich entschuldigen
der demokratie huldigen!

und alles nur, weil dieses kasblatt
ihre ideen als “straftat” abtat.
ich frage mich: was soll sie sagen
um nicht mit dichand sich zu plagen?

sie sagt halt einfach wie es ist
und spart sich diesen linken mist
von freiheit, würd’, demokratie
den schwachsinn glaubert ich ihr nie.

ich sag nur eins: die frau, die kanns.
ich mag dich, barb’ra rosenkranz!

Radegund, 10 Jahre

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ein 3. hoch auf die 1. frau im staate!

Posted by on März 24th, 2010

gedichte rosenkranzMit stolzgeschwellter Brust, um nicht zu sagen mit Brust und Keule präsentieren wir unseren dritten Finalisten. Gernot kommt aus der Kulturwüste Baden (bei Wien), wo er eine Kindheit unter denkbar ungünstigen Umständen durchleiden musste. Sein Vater war ein anarchosozialer Schmarotzer und Störenfried, seine Mutter eine Ausländerfreundin und Linkslinkslinkalternative. Schön früh musste Gernot „positive Gefühle“ für andere Kulturen entwickeln, wie er uns schrieb, was in ihm, wie er uns ebenfalls schrieb, vor allem ein „großes Kotzen“ auslöste. Gernot versteht sich allerdings selbst nicht so recht, denn er weiß nicht, ob er Präsidentin Rosenkranz verteufeln oder anhimmeln soll. Sein Gedicht schafft den bewundernswerten Spagat zwischen beiden Extremen, was unsere Jury dann schließlich von seiner poetischen Qualität überzeugt hat. (Aber für Gernot selbst müssen wir sagen: Was für ein bemitleidenswertes Opfer linksliberaler Weicheierziehung.)

Jedenfalls: Wir gratulieren, Gernot, auch du wirst an unserer großen Schlußverlosung nach der Präsidentinnenwahl teilnehmen.

Strache, Mölzer, Rosenkranz,
Laden heute ein zum Tanz.
Seht wie sie das Tanzbein schwingen,
Und um eure Stimmen ringen.

Immer zu nur rechts herum,
Ihnen ist es nicht zu dumm.
Wie sie sich im Veitstanz drehen,
Vergeht den Tänzern Hör’n und Seh’n.

Schauet, wie sie schwindlig werden,
Weil sie sich zu toll gebärden.
Und schon reckt’s die rechten Recken,
Verzweifelt suchen sie nach Ecken.

Schaut, Barbara, das kleine Licht,
Schafft es in die Ecke nicht.
Die Hausfrau fängt nun an zu spei’n,
Genau aufs Mikro! Muss das sein?

Die braune Brühe sich ergießet,
Und landauf, landab hinfließet.
Baden ist auch zugekotzt,
Uns hat sie noch nichts abgetrotzt!

Gernot, 9 Jahre

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noch ein hoch auf barbara rosenkranz!

Posted by on März 18th, 2010

hydraland2Mit freudvoller Kraft, um nicht zu sagen Kraft durch Freude präsentieren wir unseren zweiten Finalisten. Adalbert ist 11jähriger Schulabbrecher aus dem 10. Wiener Gemeindebezirk. Die täglichen Erziehungsmassnahmen seines Vaters haben ihn zu einer Tournee motiviert, die ihn unter die idyllischsten Wiener Brücken führte. In dieser Zeit auch lernte er den deutschen Grund und Boden unseres Landes kennen und lieben. Er hat uns sein Gedicht geschickt mit der festen Zuversicht, dass er Finalsieger werden wird. Immerhin, wir gratulieren jetzt schon Werenfried, du wirst an unserer großen Schlußverlosung nach der Präsidentinnenwahl teilnehmen.

Hier ist Adalberts (titelloses) Gedicht:

die gute barb’ra rosenkranz
zieht nicht ein ihren deutschen schwanz.
warum? weil das verbotsgesetz
das recht aufs freie wort verletzt!

denn früher war nicht alles schlecht,
das schreib ich hier mit fug und recht
und adolfs arbeitspolitik
war fundament für den endsieg.

auch autobahnen ließ er bauen
für deutsche männer, kinder, frauen.
ja, selbst der gutmensch nutzt sie viel
mit seinem elektromobil!

doch das zu loben wurd’ verboten
von diesen linken idioten.
sie meinen, hitler tat nicht recht
und seine pläne wären schlecht.

drum wollen sie uns heut verbieten
zu ehren adolf, diese nieten.
den jud wollt er vergasen? geh!
das glaub ich erst, wenn ich es seh.

Adalbert, 11 Jahre

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ein hoch auf unsere präsidentin!

Posted by on März 12th, 2010

hydralandMit Stolz und Freude, um nicht zu sagen mit Freude und Stolz präsentieren wir unseren ersten Finalisten. Werenfried kommt aus dem Realgymnasium in der Seyswarthstraße 88. Er hat uns geschrieben, dass er gerne durch die Natur wandert, Vater und Mutter ehrt und stramme Waden bei einem Mädchen nicht hässlich in seinen Augen sind. Er schätzt auch gute Bücher und Unterhaltung, soferne wahre Tugenden darin nicht zu kurz kommen. Wir gratulieren, Werenfried, du wirst an unserer großen Schlußverlosung nach der Präsidentinnenwahl teilnehmen.

Und hier ist Werenfrieds (titelloses) Gedicht:

Ich tanze einen Freudentanz
zu Ehren Barbara Rosenkranz.
Die Krone ist auf unserer Seite,
das wird eine Fischer-Pleite!

Mit ihrem strammen deutschen Mann
kommt sie bei jung und Alt gut an.
Und ihre fast ein Dutzend Gschrappn,
die haun den Linken in die Papp’n!

Drum macht vom Wahlrecht ihr Gebrauch,
wählt Rosenkranz – ich tät es auch.
Und macht die Ostmark stark und stramm
für uns’ren Deutschen Menschenstamm!

Werenfried, 14 Jahre

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