
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Hydra - Das endgute Satiremagazin &#187; Magazin</title>
	<atom:link href="http://hydrazine.at/tag/magazin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://hydrazine.at</link>
	<description>19.5.2012/5 Jahre Hydra/1.6.2012/Hydra liest Lotte</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 May 2012 13:54:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Grammeln, Geld und Gaffa</title>
		<link>http://hydrazine.at/2008/11/grammeln-geld-und-gaffa/</link>
		<comments>http://hydrazine.at/2008/11/grammeln-geld-und-gaffa/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 13:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alice</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Alice]]></category>
		<category><![CDATA[Hydra]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Tontechnik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://austrianspace.net/hydra/?p=707</guid>
		<description><![CDATA[Alice besucht Menschen aus der &#8220;zweiten Reihe&#8221;. Dieses Mal: Der Tontechniker Exklusiver Vorabdruck aus Hydra #4 (very extended Version) Wenn wir an der Tür vorbeigekommen sind und erwartungsfroh gen Bühne blicken, hat einer schon seit Stunden die Fäden, äh.. Kabel in der Hand: Der Tontechniker. Nun steht er wie immer im Dunkel, dezent, bescheiden, ohne dass wir das groß bedenken. Bis es pfeift zumindest &#8230; Alexander Bossew beschallt seit 18 Jahren von Alternative bis Hochkultur, von Firmenevents bis Theater so ziemlich alles, was ein Mikro braucht. Hydra: Du bist Tontechniker. Warum? Alexander Bossew: Ich wollte nicht in einem Büro sitzen und gratis auf Konzerte gehen. Ich habe erstmal Geologie studiert, da war ich viel draußen, habe aber bemerkt, dass ich deswegen auch nicht gratis auf Konzerte komme. Dann war ich mit der Band eines Studiokollegen im Proberaum, und habe festgestellt, dass der Sound irrsinnig mies ist. Da habe ich eben am Mischpult herumgedreht, mit dem Ergebnis, dass der Sound noch mieser war. Und die Boxen kaputt. Hydra: Du hast also nichts Technisches gelernt? AB: Nein, das war meine erste tontechnische Erfahrung. Mir war klar, dass ich mich näher damit beschäftigen muss. Ich dachte, wenn ich da lange genug herumschraub´, wird die Band berühmt und wir verdienen alle Geld. Und ich kann mein Studium sausen lassen. Hydra: Das hat ja funktioniert. AB: Ja, ich hab´s mir allerdings einfacher vorgestellt. Ich musste schon ein oder zwei Dinge lernen, Empirisch. Nach dem Ausschlussverfahren, was man alles besser nicht macht. Als ich entdeckt habe, dass einen auch die Salzburger Festspiele engagieren können, musste ich dann ein Schein machen. Die &#8220;Ausbildung zum Tontechniker und Elektroakustiker&#8221;. Die haben einen Nachweis verlangt. Hydra: Wo hast du angefangen? AB: Im BACH, in der &#8220;Kulturgruppe&#8221;, da haben wir immer die Kassettendemotapes durchgehört. Dann kam das WUK, Museumsquartier Halle E und G, Salzburger Festspiele, Donaufestival, die alte Szene Wien, Viennale, Theaterproduktionen, Industrie. Hydra: Da bist ja jetzt komplett etabliert. AB: Etabliert? Etabliert sind eine Menge. Hydra: Ja aber nicht so viele, die mir Gästelisten bringen. AB: [lacht] Stimmt. Aber etabliert bist du, ökonomisch, wenn du Kiddy Contest aufnimmst. Oder Fendrich bedienst. Oder die volkstümliche Musikschiene machst. Also den Kommerz. Hydra: Angenommen ich habe eine Veranstaltung und komm drauf, ich brauche einen Tontechniker, wie komme ich zu dir? AB: Über Mundpropaganda. Unter den Musikern und Kollegen und Kolleginnen, mit denen man Jobs austauscht. Wenn du einen guten Job machst, entwickelt sich da was weiter. Und ich arbeite viel für &#8220;Audiorama&#8221; vom Hans Holler, und &#8220;Sound Art Service&#8221;, als Angestellter. In letzter Zeit aber immer mehr Selbständig. Hydra: Was muß man dir zahlen, wenn man dich für eine Abend haben will? AB: Das kommt darauf an. Ob du eine arme oder reiche Band bist. Je nachdem wieviel Vorarbeit zu leisten ist, das Minimum ist zweihundert Euro. Und nach oben gibt es logischerweise keine Grenze. [lacht] Hydra: Du bist Live Tontechniker in erster Linie? AB: Ja. Ich hab die letzte Platte von &#8220;Maische&#8221; aufgenommen, das war schon o.k. Aber es liegt mir nicht, von ein und demselben Song 30.000 Versionen vor mir zu haben, und zu entscheiden, welche auf Platte kommt. Weil jede Version hat ihre Berechtigung. Das zu entscheiden überlasse ich lieber Berufeneren. Hydra: Wie bist du im Umgang mit Bands? Streng oder Lieb? AB: Wie sie´s brauchen. Grundsätzlich schon sehr freundlich, aber wenn ich merke, das bringt nichts muss ich halt mehr Ultimaten stellen, wegen der physikalischen Grundregeln. Wenn jemand leise singt, hast du das Schlagzeug im Gesangsmikro lauter als die Stimme. Das klingt dann nicht so super. Da bin ich autoritär, auch bei internationalen Bands. Es gilt: je handwerklich besser die Bands, desto leichter hat´s der Mischer. Je schlechter, desto mehr musst herumrudern Hydra: Plauder’ doch aus dem Nähkästchen! Die schlimmste Band? AB (ziert sich): OK, also XiuXiu beim letzten Donaufestival. Beide sehr arrogant und unsympathisch, und von ihrem Setup echt zum Verzweifeln. Sie stehen auf einer riesigen Bühne innerhalb von zwei Quadratmeter samt ihrem Schlagzeug und Instrumenten und singen gaaanz leise. Das war nicht zu mischen! Ich hab ihnen also beim Soundcheck drei Vorschläge gemacht: entweder lauter singen, oder leiser spielen, oder zwei Meter auseinander gehen. Die Antwort: &#8220;We don´t think that either of that is possible for us!&#8221; Gut, Ohren zu und durch. Der John vom rhiz (Tontechniker dort selbst, Anm. der Red.) kam dann beim Konzert und meinte, das Schlagzeug sei aber schon ein bisserl zu laut. Ich war froh, dass überhaupt etwas rauskommt. Hydra: Wie ist denn das Verhältnis Ton und Licht? Sagen die Tontechniker über die Lichtler, das die noch weniger können als sie selbst? AB: Quatsch! Die können eben etwas anderes! Das sind zwei Universen, wir respektieren uns, und in Wirklichkeit weiß der eine vom anderen nicht, was er genau tut. Es gibt Notwendigkeiten für Licht und es gibt Notwendigkeiten für Ton, da kann es schon mal passieren, daß etwas kollidiert. Aber das beredet man dann. Mich haben sie immer gleich am Mischpult geparkt. Hydra: Bei den Salzburger Festspielen bist du ja nicht der Obertonmeister, da bist du einer von den &#8220;Stagehands&#8221;. Wie ist das mit den Hierarchien, wo ihr doch alle per du seid in der Szene. AB: Am Anfang war ich natürlich auch &#8220;Stagehand&#8221;. Obwohl mich haben sie immer gleich am Mischpult geparkt. Wahrscheinlich weil ich handwerklich doch nicht so gut war. Zuerst war ich einer von vielen, aber jetzt betreue ich eine Außenspielstätte, dort bin ich der &#8220;Meister&#8221;. Was nach mehr klingt, als es ist. Denn wir sind zu zweit. Also die Salzburger Festspiele haben schon den Plan, daß sie gerne eine ausgeprägte Hierarchie hätten. Aber in Wirklichkeit ist das wurscht, und jeder macht alles. Hydra: Mit wem warst du auf Tour, und wie ist das? AB: Mit Sofa Surfers und Jimi Tenor. Du geierst mit dem Nightliner herum, mischt am Abend, danach hast &#8220;Privatleben&#8221;, dann wieder in den Bus, fährst weiter, suchst dir in der Früh ein Dusche, frühstückst…Tourleben eben. Hydra: Ist das ein hartes Leben? AB: Überhaupt nicht. Hydra:Ist es großartig? AB: Ja. Wobei, das eine schließt das andere [...]]]></description>
		<wfw:commentRss>http://hydrazine.at/2008/11/grammeln-geld-und-gaffa/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

