Posts Tagged ‘Lyrik’

BLUTMOND JUNI

Posted by on Juni 16th, 2011

Du Junimond hast uns gebracht
Blutende Scheibe auf dunkler Nacht
Hast Dunkelheit zum Tag gemacht
Mit deiner scheißpenetranten Pracht.

Und während wir zum Himmel schauen
Im Griechenland, im mäßig lauen
Verbreitet Schrecken sich und Grauen
Als Ikaros ward schlimm verhauen.

Denn der verbrannt am Himmelszelt
Am Umgang sich mit schnödem Geld
Und fiel herunter auf die Welt
Wo einen Deppen man ihn schelt (eig. schilt).

Und einen riesengroßen Narren:
„Während wir EU-andern sparen
Du den gesamteuropäischen Karren
Der Wirtschaft in den Dreck gefahren!“

Seht Tragödien, bang und bänger:
Die Nasen wachsen lang und länger!
Und der Blutmond ist Empfänger dieser Himmelszeltedränger
Die mit ihren Dummheitssamen ihn nun machen schwang und schwänger. (???)

Äh, zur Erklärung muss ich fügen:
Dieses Bild stand für das Lügen!
Und das schier ewigliche Rügen
Sich mit wenigstem zu begnügen.

Und der Blutmond ist ’ne Metapher
Nun: für das Blut und auch die Gaffer!
Die zu Einsparungen rougher
Selbst nie wären tough enougher.

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hydra goes lyrik!

Posted by on Januar 7th, 2011

chat 260 bGlaubt es oder nicht, HYDRA gibt heuer erstmals ein Lyrikbändchen heraus. Die zarten, empfindsamen Romantiker im Hydra-Team lieben es zu reimen und zu dichten. Da das gemeinsame Oeuvre bereits 2.236 Gedichte umfasst, werden wir wohl nicht drum herum kommen, diese Gedichte exklusiv verlegen zu lassen.

Vorbestellungen auf diesen Gedichtband werden gerne unter office@hydrazine.at entgegen genommen. Hier dreieinhalb erste Kostproben.

Die Postweihnacht

So eine Postweihnacht-
sparty ist ein Fest,
bei dems bestimmt nie kracht,
man fünf g’rad sein lässt.

Man sitzt im Kreis und spricht
von den Verwandten
- man mag sie, naja …  nicht -
und manchmal Bekannten.

Alles war voll der Scheiß
und so heuchlerisch.
Die Suppe war zu heiß,
das Festessen Fisch.

Alle Studis fuhr’n heim,
Oma besuchen,
wo sie bis Sonntag blei’m
und essen: Kuchen.

Überhaupt wurd viel ge-
völlert und -fressen,
sehr teure und bill’ge
Delikatessen.

Kaum ist Weihnachten ‘rum,
flieht man das Idyll,
schaut kurz ein bisserl dumm
und entsorgt den Müll.

Dann heißt’s Partys besuch-
en und wehklagen,
gehüllt in feines Tuch
mit ’nem Reizmagen-

syndrom und Geschichten
über Kitsch und Streit.
Ja, nichts ließ sich schlichten,
alle sind entzweit.

Dabei entsteht viel Hass.
Und wirklich, ich wag’
es ihnen zu sagen, dass
ich Weihnachten mag.

Ja, ich mag das ganz echt,
Herzen und Kerzen,
und gedünsteten Hecht,
Knatsch und die Terzen …
… mein Gott, der Reim ist schlecht?!

Von Max von Zirkowitsch

Die Leiden des jungen Grasser

Gegen Vertuschung, für mehr Licht
für mehr Transparenz im Dickicht.
Wiener Sportklub gegen Lainz
knapper Sieg – 2 zu 1!

Gegen Drogen, für Benzin
gegen Grasser, für (ihn) Strychnin.
gegen Spekulationen, für Kalkül
gegen Rhythmus, für selbstbestimmtes Taktgefühl!

Von Peter Pampfinger

Toni Innauer slight return

Stunk und Zoff,
das liebt Horst Skoff!

Wachs und faule Eier,
Go, go, go, Hermann Maier!

Sexy Girls im heißen Schauer?
Toni Innauer!

Wen wollen wir schänden?
Alte Sportlegenden!

Von Konrad „Sportskanone“ Gregor

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So wird Weihnachten ein Gedicht!

Posted by on Dezember 21st, 2009

Auf die Plätze, Fertig, Besinnlichkeit! Hydra hat die ultimativen Gedichte, um Euch in andächtige Stimmung zu bringen. Nie war Weihnachten schöner, nie besinnlicher. (Danke! Danke! Wir tun was wir können, um die vermeintlich großen Dinge des Lebens in das schäbige, kleine Licht zu stellen, wo sie hingehören.) 

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Weihnachten du bist nicht mehr
was du einmal warst
obwohl scheißegal eigentlich.

 Sebastian von der Klugenweide

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Mariä, Josef und der Stier
Tranken alle reichlich Bier
Niemand hätte das geglaubt.

Sebastian von der Klugenweide

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Weihnachtsmann, magst du mir bringen
Geschenke und soll ich dir singen
etwas vor gar laut und schön
man soll doch meine Demut seh’n!

Liebes Kind, was soll ich sagen
außer nein und nein und nochmals nein!??

Sebastian von der Klugenweide

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Ein Schneemann steht im Walde,
ganz still und stumm,
er hat aus mangelndem Schamgefühl
kein Röckchen an.

Sag’, was mag da baumeln an
diesem nudistischen Schneemann?
Keine Angst meine Liebe,
es ist nur eine kalte Rübe …

Sir Curtis Cuisine

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Weihnachtszeit, du bist im Kommen
Oder auch im Gehen
Je nachdem
Kann man jetzt so nicht sagen

Sebastian von der Klugenweide

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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl im Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.
Zumindest hat er das gedacht,
Das Kind nun auf den Boden kracht.
Hört wie es plärrt, hört wie es schreit!
Schmerzensreiche Weihnachtszeit.

Sebastian von der Klugenweide

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Aus den Boxen Wham,
Vor der Kasse nur Gedränge,
dann lieber Punsch.

Schnee in allen Lagen,
mehr Punsch als Blut im Blut,
Frohe Weihnacht.

Keine Geschenke,
nur Besinnung und Ruhe,
Hydra feiert.

Päckchen unterm Baum,
lassen die Kinder frohlocken,
de Gfrasta.

Andreas von Wiesenhofer

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Letzte Weihnacht, gab’ ich dir mein Herz,
aber am sehr nächsten Tag lagst du schon flach,
mit Horst oder Fritz oder irgendeinem Typen aus dem Rhiz.

Dieses Jahr mache ich es mir einfach selber. (selber.)

Unbekannter Dichter

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Rasch! Tauscht die Geschenke um,
Den Weihnachtsbaum werft raus,
Lästern tuts weil sie’s nicht glaubt, drum
Bringt die Großmama nach Haus,
Josef hat alles gestanden.

 Andreas von Wiesenhofer

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Verräterisch knistert’s im Laub.
Jemand den ich nicht nennen darf.
Mit Verlaub.
Jemand der mich zu Boden warf.
Ich schrie: “Raub! Raub!!”

Doch halt! Ich sag’s!
Es war der Wind
das “himmlische” Kind.

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