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Schimpfen zwischen Katharsis und Regress

Posted by on November 28th, 2011

Das kann nicht angehen, das ist schlichtweg unfassbar! Da mühen sich meine KollegInnen mit ihrem epochalen Werk zur Malediktologie ab, um in letzter Konsequenz das wichtigste Thema, der grundlegendste Fragestellung einfach zu vergessen. Aber streng genommen ist es natürlich streng unwissenschaftlich von mir, mich in dieser Causa zu Wort zu melden, bin ich doch nach einem furiosen Wortgefecht mit dieser unsäglichen Wogl-Watritsch jäh verstorben (nachzulesen auf Seite 132 in der „Kritik des Schimpfens“, die dementsprechend ohne Heinz Novak abgeschlossen werden musste, Anm. d. Hrsg.), aber ich kann meine KollegInnen nun mal nicht so mir nichts dir nichts ins Bockshorn laufen lassen.

Die entscheidende Fragestellung, das große Dilemma, die epochale Kluft der Malediktologie entspinnt sich zwischen den Polen Katharsis und Regress. Auf der einen Seite ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Schimpfen eine Katharsis zeitigt. Wer schimpft, betreibt Spannungsabbau. Innerlich aufgestaute Aggressionen werden abgeführt, ja, verdampfen auf verbalem Wege. Nicht nur für grobianische Naturen, sondern für jede Art von erregbarem Charakter gilt dies. Was im Übrigen die Frage aufwirft, wie denn dies physiologisch gehen soll?!

Man nehme etwa folgendes Fallbeispiel: Nach einem harten Tag im Büro (gedacht als Krönung eines seit Jahrzehnten währenden, unerträglichen Büroalltags) wird man beim Betreten der wohnhäuslichen Müllkammer von einer offensichtlich gehirnamputierten Hausbesorgerin angepöbelt. Der chronische Stress, der sich in psychosomatischen Dauerbeschwerden bis hin zur Gehirnfäule, Hinkebeinen oder krummen Buckeln äußert, soll dann durch ein elegantes „Dreckige Hausbesorgerfotze“ oder ein schlichtes „Putztrampel“ bereits kuriert sein? Natürlich nicht. Aber hätte man in den unzählbaren Jahren bis hin zur skoliotischen Wirbelverkrümmung und den chronischen Magengeschwüren öfter mal einen Fluch, einen Schimpf oder eine rücksichtlose Pauschalverunglimpfung riskiert, wäre es womöglich nicht ganz so schlimm gekommen.

Wissenschaftlich erwiesen ist: Wer sich oft und viel ärgert, wird früher krank als etwa ein Holzfäller in Kanada. Und noch kränker wird, wer seinen Ärger stumm in sich hineinstopft, anstatt ihn unflätig über die Flure wehen zu lassen. Das gesundheitsförderliche Potential des Schimpfens steht also außer Frage, doch warum gilt das Beleidigen als Wortflatulenz, als unflätige Unsitte, als „bad manner“? Warum wird Schimpfen verpönt und geächtet – bis hin zur zivilrechtlichen Klage?

Schließlich leben wir in Zeiten, wo nebst der Schönheit vor allem die Gesundheit als Lifestylegötze angebetet wird. Da sollte man doch erwarten dürfen, dass wirkungsvolle Schimpfwörter in jeder nächstgelegenen Apotheke ganz oben auf der Verkaufstheke liegen und man jeden Menschen, der einem nicht mit einem herzhaftem „Arschloch, dreckiges!“ begrüßt, aus gutem Grunde meiden sollte. Muss doch als erwiesen gelten, dass jene einen ungesunden Lebensstil pflegen!

Das große Missverständnis besteht darin, dass Zivilisation als Prozess der Disziplinierung und Selbstdisziplinierung betrachtet wird, als Sublimationskette von Bedürfnissen und Ausdrucksformen. Gesittet ist, wer die Arschbacken zusammen klemmt, auf das kein Tönchen entweichen möge, wer die persönliche, ungeschönte Meinung verschluckt und den Finger beim geräuschlosen Teetassentrinken wegspreizt. In etwa dieser Reihenfolge.

Es ist nicht einfach, die Ursachen dafür zu benennen. Die Soziologie bietet uns hier bloß niederschmetternde Erklärungen. Eine eindeutige Bejahung dieser Sichtweise finden wir in „Über den Prozess der Zivilisation“ von Norbert Elias, gleich hinter dem Aufsatz über das Serviettenfalten als Ausdruck höfischer Leitkultur. Wir können aber ebenso Niklas Luhmann befragen. Um von ihm zu erfahren, dass soziale Systeme den einzigen Sinn haben, sich auszudifferenzieren, um damit Umweltkomplexität zu adaptieren bzw. kompensieren. Je komplexer unser Lebensumfeld, desto mehr Techniken entwickeln wir, um einen Furz oder eine Beleidigung zu unterdrücken. Ergo nehmen wir nach Luhmann Magengeschwüre in Kauf, um mit unserem sozialen Umfeld in Gleichgewicht zu bleiben. Ja, geht es noch deprimierender?

Weitaus erhellender ist hier die Sichtweise von Pierre Bourdieu. Soziale Distinktionsmerkmale, die „feinen Unterschiede“ also, sind in erster Linie dazu da, damit sich Bevölkerungssegmente voneinander abgrenzen können. Eben die Schimpfer von den Nicht-Schimpfern, die Furzer von den Furzunterdrückern, die Nasenbohrer von den Fingerabspreitzern. Die Unterdrückung des ureigensten Bedürfnisses zu schimpfen ist also gewissermaßen der Eintrittszettel in die höheren Kreise der Gesellschaft, wo das unausweichlich Unflätige dann nur hinter verschlossenen Türen geschieht. Dort also , wo sich die Macht ihrer selbst gewiss ist. Bzw. zumindest dort, wo die Macht genau weiß, dass sie die Ehrenbeleidigungsklage auf jeden Fall gewinnt, weil sie sich die besseren Anwälte leisten kann.

Aber Schimpfunterdrückung ist nicht automatisch bereits Sublimation und damit gehobener Zivilisationsstatus, nein, dies geschieht erst mittels der sozialen Ächtung des Schimpfens durch eine „schimpffreie“ Oberschicht. Das ist das Instrumentarium, mit der sich die Elite vom steuerschuldenzahlenden Bodensatz abzugrenzen versucht. Nach dem Motto: Zeig mir wie du schimpfst, und ich sag’ dir deine  Gehaltskategorie.

Darum gilt: Schimpfen an sich ist eine Universalkonstante, gewissermaßen das Überdruckventil im Kochtopf Menschheit, um die Worte meines Klug zu verwenden (vgl. S. 101 in der „Kritik des Schimpfens“, Anm. d. Hrsg.). Die soziale Ächtung des Schimpfens hingegen ist Ausdruck der Abgrenzungs- und Unterdrückungsmechanismen zwischen sozialen Lagen, namentlich von „Oben“ nach „Unten“. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verkehrt, im Schimpfen auch einen revolutionären Gestus zu vermuten (der uns hier aber nicht beschäftigt, wesentliche Anregungen dazu liefern uns allerdings die Kollegen Gaspar, S. 57ff, bzw. Ramm, S. 127ff., in der „Kritik des Schimpfens“).

Ich meine also: In diese Richtung muss die Malediktologie forschen, will sie der Welt auch in Zukunft noch etwas Bedeutsames mitteilen. Diesen Hinweis möchte ich meinen Kollegen aus der tiefen, finsteren Gruft, in die mich diese Schimpfdilettantin Wogl_Watritsch befördert hat, noch mitgeben. Und beuge mich dabei zähneknirschend dem Umstand, dass dieser „Nachruf“ an sich ein wenig unwissenschaftlich ist, wie es ein Leben nach dem Tod nun einmal ist.

Herzlichst,
Heinz Novak (sel.)

 5. Dezember 2011

Hilde Sochor liest  aus der „Kritik des Schimpfens“

Buchpräsentation mit Gewinnspiel

Die bekannte Volksschauspielerin liest aus der neuesten Veröffentlichung des Wiener Satirekollektivs „Hydra“. Die einstündige Lesung wird ergänzt durch einen Überraschungsbesuch und einem Gewinnspiel.

Ab 18.30 Uhr

Fachbuchhandlung des ÖGB-Verlags, Rathausstraße 21, 1010 Wien

www.oegbverlag.at

Ab sofort hier bestellbar:

Kritik des Schimpfens
140 Seiten, A5 hoch
ISBN 978-3-85450-278-4
14,80 Euro
Verlag Der Apfel

Was tun gegen den Spamteufel?

Posted by on November 15th, 2011

Du bist also zugespamt auf Teufel komm raus? Du kannst gar nicht mehr klar denken, weil Dir ständig irgendeine unnütze Information um die Ohren oder Augen geknallt wird? Okay … was du jetzt brauchst ist ein Schraubgewinde. Aber nicht irgendeines. Nein, ein Normschraubgewinde. So eines, wie man sie auf den Unterseiten von Kameras findet. Also mit Kameras meinen wir Fotoapparate, die digitalen, die es jetzt überall zu kaufen gibt. Eigentlich schon seit einer ganzen Weile. Und diese Normgewinde, das sind so kleine Vertiefungen an der Unterseite. Diese Unterseite findet ihr, wenn ihr die Kamera umdreht und irgendwo in der Mitte von der Bodenplatte nachschaut. Es gibt irgendwo im Internet einen Thread, wo man das nachschauen kann, dort sind auch Bilder und so, aber ich bin jetzt zu faul, den Link herauszusuchen, aber du findest das sicher ganz schnell selbst.

Für diese Vertiefung braucht man natürlich auch etwas anderes, ein Gegenstück, das ist dann meistens ein Stativ. Für die Kamera natürlich. Ihr müsst aber kein Stativ verwenden. Ihr könnt die Kamera auch einfach so auf den Boden oder ein Fensterbrett stellen. Oder ihr schraubt einen richtigen Schrauben hinein, aber natürlich geht das nur, wenn der ein Normgewinde hat. Es gibt irgendwo im Internet eine Tabelle, wie das genau aussieht und wie man das genau nennt. Aber auch dafür bin ich ein wenig zu faul, aber man kann alles im Internet finden. Wirklich! Ich habe schon alles Mögliche im Internet gefunden, praktisch weiß ich jetzt schon alles, was man überhaupt wissen kann. Darum suche ich gar nichts mehr, sondern hänge am liebsten in Chatforen und sonst wo rum. Und gebe hin und wieder ein paar nützliche Tipps. Das Feine am Internet ist ja, dass man den ganzen Tag plaudern kann. Ich liebe nichts mehr als eine Plauderei, so ein unverbindliches Zuprosten beiläufig aufgeschnappter Fakten und Meinungen. Außerdem bin ich meist geil wie ein Spazierstock. Vor allem, als ich vorhin das mit der Gewindevertiefung und dem Schraubstift geschrieben habe, ist mir fast einer abgegangen. Da fällt mir ein, ich wollte ja noch auf Facebook bei dieser hübschen Corinna einen Kommentar schreiben. Mann, bin ich geil gerade, aber kein Wunder, bei meinem hübschen, durchtrainierten Körper …

Sorry, hier abbrechen zu müssen. Ihr hättet sicher gerne weiter gelesen, aber wir müssen einfach abbrechen, denn dieser Text ist natürlich nicht der richtige Text. Hier hat sich der Spamteufel eingeschlichen und diesen ursprünglich total hilfreichen Text (Wirklich! Wir schwören es!) in reines Geschwafel, eben Spam umgewandelt. Und das Schlimme daran ist: Wir finden einfach nicht mehr das Original, ja, wir wissen nicht einmal mehr, was wir ursprünglich sagen wollten. Verflucht. Auch diese Seite ist also völlig zugespamt. Wieder ein Stück Internet in der großen Dampfplauderwolke verschwunden!

BINGO: Episode 69!

Posted by on November 10th, 2011

EPISODE: 69!

„Mutter?!“ – „Ja genau, mein Schatz, ich bin kurz vor Hütteldorf! Überraschung sozusagen!“  Lotte verdreht die Augen und erwidert mit leicht genervter Stimme: „Ach, wie ich deine Überraschungen liebe!“ – „Ich freu’ mich auch sehr, dich zu sehn“, ertönt es von der anderen Seite der Telefonlinie.

Lottes Mutter Lisa war seit dem Tod ihres Mann Herbert – Gott hab’ ihn selig! – wie ausgewechselt. Es schien, als hätten die Jahre, in denen sie ihren krebskranken Mann pflegte, die Augen für die Kurzlebigkeit der menschlichen Existenz geöffnet. Sie fing an, weit weit weg auf Urlaub zu fliegen – mit Herbert wäre das ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Sie trat einer EDV-Schulung für Pensionisten bei und hatte sich sogar einen Twitteraccount angelegt. Und sie liebte es, Lotte mit kurzfristig angekündigten Besuchen zu „überraschen“.

„Dingdong“ tönt es von der Tür, während Lotte mit einer Hand im Waschbecken steckt, um eine Verstopfung zu entfernen, und mit der anderen Hand noch eine minimale Staubschicht, die kein Jugendlicher der Welt als solche erkennen würde, wegzuwischen. „Ich komme schon, Mutti!“ – „Mei, du Liebe, ich hab dich schon so vermisst, ich musste dich einfach sehen, außerdem hab’ ich auch was vor in Wien, aber hilf mir erst einmal meinen Mantel auszuziehen … setzen wir uns doch ins Wohnzimmer.“

Bevor Lisa verrät, weswegen sie eigentlich gekommen ist, muss sie noch die wichtigsten Infos aus der Ortschaft loswerden. Siggi, der Bürgermeister, war vom Landeshauptmann geehrt worden, und Tante Gitti soll in der Kirche einen Schwächeanfall bekommen haben, der die gesamte Pfarrgemeinde erschüttert hat. „Sogar ein Krankenwagen war da, aber der polnische Pfarrer hat nur ‚Keine Sorgen, keine Sorgen’ gerufen und Tante Gitti zu zwei Runden Rosenkranzbetten eingeteilt!“ Lottes Augen rollen leicht gelangweilt nach oben.

„Aber jetzt, meine Kleine, möchte ich dir verraten, wieso ich nach Wien gekommen bin: Ich habe angefangen, Bingo zu spielen.“ – „Bingo!?“ Lotte lacht: „Mama, das ist doch nur was für Leute, die auch gar nichts mit ihrem Leben anzufangen wissen“ – „Na, na, sei nicht so voreingenommen mein Kind. Ich bin zwar alt, aber ich weiß noch immer was Spaß macht und wo man sich amüsieren kann. Du kommst heute mit, bitte schön.“ – „Na gut, Mutti, ich hab ja eh nichts vor. Und vielleicht wird es ja auch lustig, aber ich sag dir gleich, ich hab’ keine Ahnung, wie man das spielt.“ Lisa lächelt gönnerhaft. „Kleines, das ist gar kein Problem. Die werden dir vor Ort schon alles beibringen!“

Kurz vor acht machen sich beide auf den Weg ins Café „Latte“. Bei ihrer Ankunft hat sich schon ein Grüppchen von gut 30 Personen versammelt, die auf sieben Stehtische verteilt munteren Smalltalk führen. Um Punkt neun Uhr klimpert ein Mann um die 40 an seinem Glas und heißt die Gäste willkommen. „Ich bin der Hans … für alle, die mich noch nicht kennen!“ – „Hallo Hans!“, kommt es erwartungsfroh von den Stehtischen. „Und ich grüße euch alle recht herzlich. Ich hoffe, es haben sich schon die einen oder anderen Pärchen gebildet. Wenn noch jemand frei sein sollte, bitte ich die Hand zu heben.“ Da Lisa heftig in eine Konversation über Zahnhaftcreme mit einem Lotte unbekannten Mann steht, hebt sie die Hand und blitzartig kommt schon der 24jährige Thomas, ein Student, wie sie später erfährt, zu ihr und bietet seine Dienste an.

Erst jetzt bemerkt Lotte, dass eigentlich keine Stühle vorhanden sind, bloß Gymnastikmatten an der Seite. Fragend blickt sie zu ihrer Mutter, doch die erwidert ihre Frage nur mit einem nickenden Blick und lächelt.

„So, Leute, lasst es uns angehen!“ Während Hans diese Worte spricht, lässt er seine Hosen fallen. Lotte bemerkt, dass er damit nicht alleine ist. Alle Gäste lassen ihre Hüllen fallen. Bange fragt sie Thomas: „Was soll das?“ Der antwortet kurz: „Du hast keine Ahnung, oder? Zieh dich einfach aus und ich erklär’ dir alles!“ Zögernd willigt Lotte ein.

Hans beginnt aus einer schwarzen Kiste Bingokugeln zu ziehen. „Nummer 69“, verkündet er. Ein allgemeines Gelächter geht durch den Raum. Lotte schaut sich verwundert um. Alle Pärchen nehmen die Position „69“ ein und geben sich dem Geschlechtsakt hin. „Bist du bereit?“, fragt Thomas vorsichtig, Lotte erwidert: „Hehe, klar, aber ich liege oben!“

Nach 15 und etlichen „Ohhs!“ und „Ahhhs!“ ruft Hans „47“. Lotte verwundert: „Wie geht denn die?“ Thomas antwortet: „Kneel and conquer, baby! Knie dich einfach hin!“ Er hingegen kniet nur mit dem linken Bein, das rechte hat er angewinkelt. So umschlingt er Lottes Oberschenkel und fährt mit seinem erigierten Penis ihn ihre Scheide. „Ohhhhh!“ Lotte schließt die Augen und lässt sich treiben. Das von überall kommende, andauernde Stöhnen treibt sie in ungeahnte Höhen.

Es folgen noch Zahlenkonstrukte wie „53“ oder auch „Lazy lie-in“, bei der Lotte vor Sinnlichkeit fast zu quicken beginnt , die „39“ alias „Lover’s Limbo“, bei der Hans für alle, die es für nötig empfinden, eine Runde Viagra ausgibt . Oder die „13“, auch bekannt als „Tongue twister“, bei der Thomas sie an Stellen berührt, die vorher noch nie ein Mann zu berühren in der Lage war. Schließlich die „35“ aka „the love bullet“, bei der Thomas Lotte den letzten Schuss seines Liebessaftes hinein schießt.

Nach gut zwei Stunden Herumgerammle ist der gesamte Raum in Liebesschweiß getränkt und eine für Lotte unbekannte Wärme, die durch die unzähligen Partnersexakte entstanden ist, breitet sich aus. Thomas flüstert Lotte Ins Ohr: „Gruppensexorgien sind doch echt das Geilste wo gibt!“ Lotte erwidert: „Bingo, Kleiner!“

[Bartlomiej Szatkowski]

PS Ihr könnt immer noch mitschreiben! Informiert Euch unter http://www.sexfick.at/

Schirm eingeschleppt!

Posted by on Oktober 31st, 2011

Lahore/Grosny/Antalya -  Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) fordert einen „Schutzschirm“ gegen illegale Migration in die EU. Da diese aber in der Geiselhaft von korrupten Bonzen (Lobbyisten) und großteils Fremden (EU-Inlandsausländer) ist, schritt Mikl-Leitner selbst zur Tat.

In einer Gemeinschaftsaktion mit dem Österreichischen Bundesheer drang sie in den Urdu Bazaar in Lahore (Pakistan) ein und erwarb einen kompletten Schutzschirm, um die Grenzen der EU vor Regen, Schnee und anderem Fremdmaterial abzuschirmen.

„Da haben wir ganz schön handeln müssen, dieser Tschusch wollte ursprünglich 10 Euro dafür, stellen sie sich das vor, 10 Euro! Beim Nachbarstand hätt’s die um 5 gegeben, fünf!“

Unfassbar, oder? So ein sauteurer Schirm. Hydra hat sich das Produkt genauer angeschaut und muss sagen: Hier hat unsere Innenministerin gut eingekauft. Überraschend mag die Farbe sein, aber Mikl-Leitner wäre nicht die erste Dame, der aufgefallen ist, dass Pink das Resultat ist, wenn man die Farben Rot, Weiß und dann noch einen Tupfer Rot mischt. Mit diesem Schirm ist Österreich jetzt jedenfalls fit für den Migrationstsunami …

[Text & Montage: Weecee, Bart & Cuisine]

The Austrian Superheroes!

Posted by on Oktober 30th, 2011

Nicht nur in Amerika, auch in Europa und ganz besonders in Österreich kommen kostümierte Superhelden immer mehr in Mode. Nicht alle von ihnen sind Vollidioten, die eine Massenschlägerei vom Zaun brechen, um eine Katze aus einer kniehohen Hecke zu befreien. Nein, es gibt auch kostümierte Vigilantes, die einiges am Kasten haben. Meistens aber eher etwas auf der hohen Kante. Wir stellen Euch vier österreichische Superhelden vor.

Raymann: Wurde vor zwei Monaten erstmals bei dem Versuch beobachtet, einen Bankräuber durch undurchdringliches, nachdenklich-nichtssagendes Anstarren zur Entwaffnung zu zwingen. Der Ausgang dieses ersten, heroischen Einsatzes ist nicht überliefert. Doch der Namen Raymann klebt an dem kostümierten Superhelden seither wie die Arschkarte am Kanzler. Raymanns offenkundige Superkraft besteht darin, belanglos-nachdenklich zu schauen, dabei eine Zögerlichkeit zu verstrahlen, die praktisch alles zum Erliegen bringt. Raymann ließ bereits Großmütter beim Stricken, Bankbeamte beim Geldnoten zählen und  Abgeordnete beim Tetris-Spielen einschlafen. Ein typisch österreichischer Superheld also. Und einer, den Österreich auch dringend nötig hat.

The Erwin: Dieser Superheld ist angeblich durch Zuchtauslese entstanden. Ein Mastochse wurde mit den Genen eines Habsburgermonarchen befruchtet. Das Resultat: „The Erwin“. Ein Machtberserker, wie er im Buche steht, z.B. im niederösterreichischen Feldwegealmanach. Und so ist es auch: Wo Erwin hingeht, wächst kein fremdes Gras mehr. In seinem Einflussbereich wird alles zu Erwin, egal ob lebende oder tote Materie. Betritt er ein Krankenhaus, ist es nachher ein Erwinhaus. Schüttelt er einem Pfarrer die Hand, wird dieser zum Parteipfarrer, berührte eine Unze Gold, ist das nachher Bonzengold, und benützt er irgendwo eine Toilette, scheißt man dort nur noch schwarz wie die Nacht. Erwin ist also eine Art Umfärbungssuperheld, ein Meister der Gesinnung. Die Welt wäre ärmer ohne ihn, sie ist es aber definitiv mit ihm.

Der rote Pilz: Warum der rote Pilz so heißt, ist ein doppeltes Mysterium. Zum einen besitzt er keine erkennbaren Superkräfte, außer der Fähigkeit, binnen Sekundenbruchteilen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu beantragen. Und dabei auch noch im Schlaf zu wissen, dass im Wort „Untersuchungsausschuss“ sechs „s“ und fünf „u“ enthalten sind. Was ein einsamer Weltrekord in dieser seltenen, dennoch olympiatauglichen Kategorie ist. Wo waren wir? Untersuchungsausschüsse: Sie sind die Waffe dieses Superhelden. Kein parlamentarischer Geisterfahrer, kein Schmiergeldempfänger, kein gedächtnisschwacher Lobbyist, dem der rote Pilz nicht mit einem Untersuchungsausschuss gehörig eine verpasst hat. Man darf sich das übrigens ruhig wie das Märchen von der Ameise Pauli und dem Elefanten vorstellen … das zweite Mysterium gilt der Farbe des Pilzes. In der Tat gibt es auf der ganzen Welt keinen grünen Pilz, sondern maximal rote, weiße, braune oder schwarze Pilze. Wäre es da nicht völliger Unfug, von einem Grünen Pilz zu sprechen?

Blauarschbube: Wo es so viele Superhelden gibt, da muss es auch einen Superschurken geben. Und wer könnte ein besserer Superschurke sein als Blauarschbube? Aufgezogen von einer alleinstehenden Apothekerin, entwickelte der in seiner Jugend stets einsame Blauarschbube bald einen enormen Hass auf die Welt. Früh lernte er, wie man durch Unterstellungen, infame Lügen und Hetzkampagnen gewaltiges Unheil anrichten kann. In diversen Anstalten für geistig abnorme Rechtsverdreher und verhaltensgestörte Individuen fand Blauarschbube schnell willfährige Handlanger (kein Superschurke ohne minderbemittelte Ganoventruppe!), die er zu einem internationalen Verbrechersyndikat namens FPÖ zusammenstellte. Dieses Syndikat hat sich seither auf die Produktion zweier Hauptexportartikel spezialisiert, korrupte Politiker und Sündenböcke. Denn Blauarschbube hat den Masterplan. Er will nicht einfach böse sein, nein, er will das Böse – und dennoch als der gute Junge durchrutschen. Und das geht eben nur mit Sündenböcken. It’s part of the game …

Soweit unsere erste Superheldeninventur. Wenn Ihr noch weitere Superhelden aus Österreich kennt, schickt Sie uns doch mit Foto und Kurzbiografie an office@hydrazine.at

Acht Absurde Fakten über Gaddafi

Posted by on Oktober 28th, 2011

  

1. Gaddafi führte auf Reisen stets ein Zelt mit sich. Dieses vermochte er aber wegen der komplizierten Aufbau-Anleitung kaum jemals selbst aufzustellen, weswegen er meist gezwungen war, in den üblichen Neun-Sterne-Suites zu übernachten.

2. Gaddafi hielt sich eine Leibwache bestehend aus 40 weiblichen Bodyguards, die mit ihrem durchwegs katastrophalen Äußeren potentielle Attentäter schon von weitem abschrecken sollten (sg. Buchverkäuferinnen bzw. Amazonen).

3. Gaddafi war ein Freund grotesker Kostümierungen, die er allesamt am Bazar von Tripolis zu absoluten Ladenhüter-Schnäppchenpreisen erfeilschte (siehe auch: Wüstenklima-Niemals-Schluss-Verkauf!).

4. Gaddafi konnte weder lesen noch schreiben, weswegen er jeden einzelnen seiner Befehle in den warmen Wüstensand zeichnen musste.

5. Gaddafi litt an extremer Flugangst der übelsten Sorte, seltsamerweise aber nur bei Flügen über britischem Hoheitsgebiet.

6. Gaddafi konnte nicht mit ‘normalen’ Zahlen rechnen: Das arabeske Jahresbudget für Libyen erstellte er deshalb stets an seinem kleinen Abakus.

7. Gaddafi konnte nicht sprechen. Deshalb stammelte er oft unverständliches Zeug, das von internationalen Diplomaten oftmals fälschlich als eine rustikale Variante von Libysch mißinterpretiert wurde.

8. Gaddafis charakteristische geschwollene Augenlider stammten vom Durchlesen besonders langer und blödsinniger Listen.

[Sebastian Klug]

 
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