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Killergemüse

Posted by on Mai 30th, 2011

matrattel vdlm 400Der „Standard“ listet auf, dass neben Gurken auch Paradeiser, Cherrytomaten sowie Melanzani potentiell gefährlich sind. In der Nacht von Samstag auf Sonntag etwa lauerten zwei Melanzani dem ahnungslosen Pensionisten Hubert M. auf und versetzten ihm einen Schlag in die Magengrube. Hubert M. hatte auf der Stelle Diarrhöe. Nach dem flüchtigen Gemüse wird derzeit gefahndet.

„Alle verhaften!“, forderte inzwischen „Heute“-Chefredakteur Wolfgang Ainetter. Sein mutiger Vorstoß stieß bei der Wiener Bundespolizeidirektion indessen auf wenig Gegenliebe. „Wir haben nicht das geeignete Equipment dafür“, ließ ein Insider durchblicken. Gurken seien heimtückisch, kaum lege man ihnen Handschellen an, seien sie auch schon wieder entwischt. Ein in aller Eile veranstaltetes Fortbildungsseminar zum Thema „Wie verhafte ich Gurken“ dürfte ein gewaltiger Reinfall gewesen sein. Nach völlig erfolglosen Versuchen, die Gurken dingfest zu machen, setzten die Beamten „Warnschüsse“ ein. Die AKH-Notaufnahme war bis zu den Morgenstunden völlig überlastet.

Unter „Schock“ stehe laut „Krone“ die heimische Bio-Szene. „Gestern noch war es nur eine harmlose Gurke, ich habe mit ihr gekuschelt und sie mit ins Bett genommen“, berichtet Hilde K., eine heimische Bio-Bäuerin, die sich seit dem Wochenende nicht mehr in ihr eigenes Bett traut. „Die liegt dort immer noch und wartet auf mich!“ Ebenfalls auf „krone.at“ war der Hinweis zu lesen, dass man sich nicht wundern dürfe, dass immer mehr vergammelte und verdorbene Früchtchen aus deutschen Landen bei uns eintreffen. „Man muss ja nur mal an die Uni gehen!“, empörte sich ein anonymer Poster im Krone-Forum.

Makaber: Ebenfalls im Umlauf sind bereits erste Witze rund um den Gurkenwahn. Nach dem Motto „Sagt ein Schweinsschnitzel zum Gurkensalat …“ werden vor allem in Betriebskantinen diverser Magistratsabteilungen geschmacklose Bonmots herumgereicht. Ebenfalls geplant: Die deutsche Skandalautorin Charlotte Bosch will sich unter dem Arbeitstitel „Keuchgebiete“ mit den “großen“ Themen Tod, Sex und Gemüse auseinandersetzen.

Fazit: Letztendlich stehen im Raum Wien und Umgebung sagenhafte neun Bio-Gemüsehändler unter Verdacht, deutsches Killergemüse importiert zu haben (siehe Liste auf http://derstandard.at/1304553170306/EHEC-Keim-Gurken-im-heimischen-Handel-unter-EHEC-Verdacht). Zu Recht also leben, wie „Heute“ berichtet, Hundertausende in Angst und Schrecken. HYDRA empfiehlt, die nächsten vier Jahrzehnte die Finger von jeglichem Gemüse zu lassen. Köstliche Alternativen sind indes keine Mangelware, z.B. der von Jamie Olive immer wieder empfohlene „Zigarettensalat“.

Heißer Käse, müde Milch

Posted by on Februar 26th, 2010

  Käse-Aufreger in Wienkäseladys Käsession: 40 Jahre zu spät, 140.000 Euro Schaden

 Ein bisserl Schweinemilch, zwei Latex-Verpackungen – und sonst nicht viel mehr. Das Käseprojekt, das noch bis April in der ehrwürdigen Wiener Käsession Besucher “anregen” sollte, ist eigentlich keine acht Zeilen der Beschreibung wert.

Deutlich mehr Beachtung sollte aber der Umstand finden, dass dieser “Schmarrn” (O-Ton eines Secessiongastes [wobei sich der Mann begrifflich geirrt hat, ein Käse ist nicht automatisch ein Käseschmarrn, wenn schon, dann Käsespätzle]) die Steuerzahler ziemlich viel Geld kostet. Also der Republik, deren populistische Vertreter fast täglich lautstark die Spar-Solidarität von Pensionisten, Studenten, Mittelschicht und noch auch sogar von Banken einfordern [da muss ich sogar beim Abtippen lachen].

Laut “Hydra”-Recherchen entgehen dem Staat täglich 2.500 Euro an Einnahmen, weil die Käsessionsleitung der Räumlichkeiten gratis mit Käse füllt. Käse, den man anderweitig hätte bezahlen müssen! Der Gesamtschaden in nur 58 Tagen: 140.000 Euro. [Der Rest der Meldung ist fad, also wirklich fad zum stinken, diese verlogene Betulichkeit jeden Tag, diese Hochgemotze zum Skandal und dann noch diese Bigotterie, nicht zuzugegeben, dass man sich wegen ein bisschen Sex, äh, Käse aufregt, sondern stattdessen so tut, als würde man sich wegen dem Geld aufregen, als wäre das besser; im Gegenteil: um so biederer, echt... Aber am Ende kommt noch ein Absatz, der uns interessiert ...]

Gleich noch zwei Künstler-Gruppen bemühen sich etwas krampfhaft, Wien zu schocken: Das Trio Doe, Sarg und Gras, lässt an der Westbahnstraße 22 mit einer echten Pistole auf Käse-Fotografien (zu erstehen um 550 Euro) schießen … [Donnerblitz! Schöne Grüße an den Herrn Gras für die gelungene PR, demnächst übrigens als Kooperationsparter der HYDRA-Corp.]

[Das Ganze war übrigens eine "Heute"-Meldung im fast O-Ton. Hach, wir lieben dieses Käseblatt!]

 
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