FAQ
Wie immer, wie üblich, gibt es da ein paar Fragen, die nicht so leicht beantwortbar sind…
Was ist die Hydra?
Ein mythologisches Monster natürlich. Tsstsstss. Ach, so, genau, unser Magazin heißt so. HYDRA ist ein vierteljährlich erscheinendes Magazin über Kunst und Populärkultur, herausgegeben vom “Kulturverein Hydra zur Förderung von Humor, Ironie und Satire.” Der Verein ist (politisch) unabhängig und seine MitarbeiterInnen arbeiten ehrenamtlich.
Wer macht die Hydra?
Wir sind ein Team von hochbezahlten Managern, die neben ihren waghalsigen Überseespekulationen viel zu viel Freizeit haben. Wir tun eigentlich den ganzen Tag nichts weiter, als auszuprobieren, mit welchen Scheinen welcher Währung sich am besten dicke Zigarren anzünden lassen. In unserer geheimen Superheldenexistenz sind wir aber arme Schlucker, die gerne witzige Sachen lesen, manchmal auch selbst eine dürftige Idee haben und diese dann sofort jemanden auf die Nase binden wollen. Darum: Wichtigstes Werkzeug eines Komikers: Der Bindfaden.
Was will der Verein “Hydra”?
Ziel des Vereins ist die Förderung von humoristischer Kunst und Kultur. Okay, das mit der Kunst und Kultur ist übertrieben, aber der Humor … Nun, eigentlich machen wir keine Satire im engeren Sinne, denn dann wären wir Kabarettisten geworden und hätten unseren Allerwertesten längst dem ORF verkauft. Der Verein ist nichts weiter als der stumme Gehilfe des Magazins. Und dieses wiederum ist ein ironisch-kontraproduktives Medienprojekt vom ersten bis zum letzten Pixel.
Und was will die Hydra (die Zeitschrift dieses Mal) eigentlich?
Gute Frage. Wir danken dem innovativen, risikofreudigen, aufgeschlossenen Journalisten einer renommierten österreichischen Tageszeitung für diese kleine Zwischenfrage. Also genau gesagt, lautete seine Frage: „Ist das nicht alles ein alter Hut. Ich meine, ihr schreibt ja auch nur über Dinge…“ Well, da ist was dran. Wir denken kurz drüber nach, wie das wäre, wenn wir statt über Dinge über Undinge schreiben würden … aber bis dorthin versuchen wir einfach, den Themen Satire, Ironie und Humor ein paar neue Seiten abzugewinnen, die sich nicht bloß darauf beschränken, jemanden ans Bein zu pinkeln. Wie wär’s etwa, wenn man das gesamte Unterfangen, eine Zeitschrift herausbringen zu wollen, als Witz betrachtet?
Satire schön und gut, aber unter Humor versteht man ja etwas anderes?
Danke, nächste Frage bitte.
Was ist denn eigentlich Eure Zielgruppe?
Jung, urban, dehydriert, konservativ und aufgeschlossen. Unsere Zielgruppe trinkt gerne ein Bier über den Durst, kann aber auch härterer Stoff sein. 99% der Hydra-Leserschaft kauft Markenkleidung, um sie gleich danach in die Mülltonne zu werfen. Generell ist unsere Zielgruppe sehr konsumaffin, aber kann auch enthaltsam leben, vor allem während der Tiefschlafphase. Unsere Zielgruppe liebt Mariah Carey und findet Philosophie zum Kotzen. Mitunter ist es aber auch genau umgekehrt. Vom Osten zieht übrigens ein Sturmtief auf, morgen wird es aber trotzdem sonnig sein. Definitiv zu unserer Zielgruppe gehören alle Männer, die im Auto in der Nase bohren und sich ein bisschen dafür schämen. Ebenso Frauen, die über Männerwitze lachen, Männer, die über Frauenwitze lachen, sowie Männer, die über ihren eigenen Schwanz lachen. (Und natürlich, nicht zu vergessen, Frauen, die über den Schwanz ihres Partners lachen. Die allerdings ganz besonders.)
Kann ich auch zu einem Hydranten werden?
Vergiss es. Hast du dir so ein Ding schon mal angeschaut? Hat keine Hände, keine Füße, steht den ganzen Tag stumm am Trottoir. Das ist doch kein Leben so.
Wieso kann man hier nicht posten?
Wieso, wieso! Wir sind doch nicht die Post. Geht dorthin, wenn ihr einen Brief aufgeben wollt. Zudem sagte schon Konfuzius: Wer postet, der rostet. Drittens geht es ja. Schreibt Eva, schreibt Sebastian, schreibt Alice, schreibt einfach so, was auch immer Euch belanglos erscheint, schon seid Ihr in der wunderbaren Bassenawelt des Web 2.0 angekommen.
Warum kann man einzelne HYDRA-Beiträge hier nicht lesen?
Kann man ja! Nein, kann man nicht. Aber eigentlich doch. Ein paar Artikel zumindest, meist handelt es sich dabei allerdings um extended versions oder outlets (wegen Druckfehler in der 7. Zeile oder so). Denn jede Ausgabe der HYDRA ist ein einzigartiges, durchaus auch haptisches Erlebnis. Nur wer befühlen und begrapschen kann, wie sich ein Heft vom anderen unterscheidet, wie sich die mitunter richtig zu zanken beginnen, der versteht auch den tieferen Sinn (den ganz tiefen nämlich, ich spreche hier von Glocken und Gehänge) unseres ironischen, kleinen Medienprojekts.
Warum gibt es Hydra nicht auf MySpace, Youtube usw.?
Wenn die Welt eine Sau wäre, so wäre das Internet das Dorf, durch das diese Sau getrieben wird. Wir sagen also: Nicht mit uns. Wir sind anachronistisch durch und durch. Modern, dynamisch, am Puls der Zeit? Tjaha! Dazu nehmen wir uns einfach nicht wichtig genug. Wir sind reaktionär, konservativ, superrückständig. Ach, waren das schöne Zeiten, damals am Lagerfeuer, die Keule, der Lendenschurz, das Manifest von Karl Marx und die Negative Dialektik von T. W. Adorno im Carharrt-Täschchen. Nachts in der Höhle dann freie Liebe und die Dialektik der sexuellen Differenz. Aber dieser Kater am nächsten Morgen … Nein, das ist auch nichts für uns.
Was heißt eigentlich FAQ??
Äh, keine Ahnung. Aber wir wissen, was „FAQ YOU“ heißt. Hey, no offense meaning. Wer wird denn gleich?













