Warum darf man nicht nasebohren – aber Augenschleim herausholen ist akzeptiert?

Maskentragende Gesichter lenken die Aufmerksamkeit vermehrt auf das menschliche Auge- auch für die Wissenschaft. Die österreichischen Top-Doktoren Dr. Richard und Dr. Roland stellen fest, dass das öffentliche Herausholen von Augenschleim gesellschaftlich weniger verpönt ist, als das Bohren nach Nasensekret. 

 

Warum?

Ist das Auge sozial höher angesehen, als die Nase? Hat es etwas mit der Magie des Horusauges aus dem alten Ägypten zu tun? Liegt es daran, dass die Eingänge der Nase gleichzeitig deren Ausgänge sind, gleichsam eine olfaktorische Kloake? Oder stirdlt man lieber im Grünen und im Blauen und im Braunen, wie Sebastian Kurz?   

Kollektive Scham und Selbstermächtigung

Dr. Richard  räumt ein, dass die Forschung auf diesem Gebiet sehr uneinheitlich ist, hält aber fest, dass die Gesellschaft durch den Mund-Nasen-Schutz an einem Wendepunkt angelangt ist. Bis Anfang 2020 ging die Wissenschaft davon aus, dass die Geste des tiefen Bohrens in der Nase eine Konfrontation mit der kollektiven Schamkultur darstellen würde. Man würde schließlich auch nicht in der Öffentlichkeit im eigenen (oder fremden) After bohren. Liberalere Strömungen in der Augen-Nasen-Forschung plädierten dafür, im selbständigen Bohren in der eigenen Nase einen Meilenstein der Selbstermächtigung des Individuums zu erkennen. Nasen sind mitten im Gesicht aber immer noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen.  

 

Bleib dein ökosoziales Gleichgewicht

Da Wissenschaft oft kompliziert ist, tut sich auf diesem Gebiet ein breites Feld populärwissenschaftlicher Deutungen auf. Die Gängigste ist, dass sich die Nase selbst reinigt und in diese Autonomie nicht eingegriffen werden soll. Greift man selbst (oder erlaubt es Nahestehenden) mit dem Finger in die Nase (mRNAsen-Verfahren), wird dieses Gleichgewicht gestört. Dies hat zur Folge, dass sich die Nase zukünftig auf die fingernden Helferlein verlässt und man nie wieder ohne Bohren auskommt. Prof. Martin Sellner von den Q.Anon-ymen Aluholikern mahnt: wenn man einen reinlässt kommen alle! 

 

Hygienekonzept für Christkindlmärkte

 

Nach hektischen Telefonaten mit dem Weltwirtschaftsforum Davos, der MA48 und der MA2412 steht fest: die Wiener Christkindlmärkte dürfen dieses Jahr doch noch 2 Tage lang stattfinden. „A Wiener is a Wiener is a Glühbirn, äh Glühwein“, zeigt sich der Wiener Bürgermeister zufrieden. 

Einigen konnte man sich auf einen 3-Stufen-Plan, präsentiert wurde dieser bei Kerzenlicht („Corona braucht mehr Romantik”) und einem Medienvertreter von der BZ („Nur Transparenz hüft gegn Corona”). Außerdem wurde die Vorläufigkeit der Regelung betont („Weihnachten is a in jeder Zeitzone anders“). Harald Mahrer, in seiner Funktion als Präsident der Österreichischen Nationalbank, kommentiert das Vorhaben freudig „Christkindlmärkte sind das A und O der Leute. Insbesondere jener Leute, die die verschiedenen europäischen Euromünzen sammeln.“ 

Der 3-Stufen-Plan

  1. Jede_r Besucher_in darf nur einen Punsch trinken. 
  2. Dieser Punsch muss aus einem geschlossenen Gefäß getrunken werden. 
  3. Diese Gefäß ist ein Fass. 

 

Bei Erfolg wird der 3-Stufen-Plan im nächsten Jahr beibehalten. Mehrere Landeshauptstädte, darunter Ischgl, zeigten sich bereits interessiert.

Bundesregierung präsentiert Adventkalender- Verordnung

Angesichts rasant steigender Infektionszahlen sieht sich die Bundesregierung gezwungen, einen weiteren schwerwiegenden Eingriff vorzunehmen, um unser Gesundheitssystem funktionsfähig zu erhalten. Üblicherweise dauert die besinnliche Adventzeit vier Kerzen lang, die aktuelle Situation verlangt jedoch andere Dimensionen.

 

Aus vier werden vierzig

 

Der Advent dauert diese Saison vierzig statt vier Wochen lang. Findige Beamte der Legistikabteilung des Bundeskanzleramts entwickelten dieses Konzept, um die leidende österreichischen Bevölkerung in der die Wartezeit auf das Christkind, das dieses Mal erst Mitte Juni 2021 kommt, staatlich zu unterstützen. Weihnachten muss dieses Jahr eben später stattfinden. Aber nicht die Entbehrung soll im Vordergrund stehen. Dompfarrer Toni Faber sieht der Verordnung enthusiastisch gelassen entgegen: „Advent steht für Ankunft. Ob die Niederkunft Jesu nun wie bisher 16 Tage nach Maria Empfängnis stattfindet, oder ein paar Wochen später.. außerdem wissen wir alle, dass vom christlichen Staat verordnete Vorfreude die schönste Freude ist.“

Regelungsinhalt der Verordnung, die auf Basis des CoVid19-Gesetzes erging, lautet: 

  • 1 Die Adventkalender für die Saison 2020/ 2021 haben 240 Türen. Bereits
    produzierte Adventkalender, die der geforderten Türenanzahl nicht entsprechen, dürfen nur aus unverschiebbaren konfessionellen Gründen verkauft und konsumiert werden. zB von Adventisten.
  • 2 Bei Zuwiderhandeln gegen die in dieser VO kundgemachten Verkaufsgrößenangaben droht eine Verwaltungsstrafe von EUR 1.000- EUR 10.000,-
  • 3 Zuständig zur Einhaltung dieser VO ist der von der Bundesregierung beeidete Santaclausologe, Martin HoHoHo.

 

Anschlag auf Weihnachten vereiteln – Deradikalisierung JETZT

 

Nicht nur die Pandemie gefährdet Weihnachten. Nachdem sonst nichts offen hat und Christkindl-Märkte und Liliputbahn (Hydra berichtete) still stehen, bleibt nach Einschätzung des BVT nur mehr ein relevantes Anschlagsziel: Die Online-Versand-Zustell-Zentralen – sie wurden aufgrund der jahrelangen Christkind-Outsourcing Politik systemrelevanter als das System.

 

Erste Hass-Videos gegen Weihnachtspakete

 

Die häufig aufwendig mit Firmenlogos verzierten Pakete sind sofort als Weihnachtsgeschenke zu identifizieren und werden immer häufiger Ziel von Sabotageakten von WeihnachtsverweigerInnen. Die in der Zustelldienstzentrale eigens eingerichtete Stelle zur Deradikalisierung für Feiertags-Fundamentalisten vermerkte eine Häufung im Vergleich zum Vorjahr. 

 

Deradikalisierung innerhalb des Systems

 

Frau Isabella Nordmann-Tanne, Direktorin der Deradikalisierungsstelle und Konifere in ihrem Gebiet, meint: „Das Verschwindenlassen von Weihnachtspaketen ist eine weitverbreitete Technik. Wir versuchen, mit unserem Prämiensystem entgegen zu wirken. Nach 1.000 erfolgreich zugestellten Weihnachtspaketen bekommt jedeR ZustellerIn ein Schokoschirmchen.“

 

Die Radikalisierung der WeihnachtsgegnerInnen erfolgt oftmals in bitterer Not, eisiger Kälte und am Rande der Christbaumverkaufsstände. Die Christbaumverkäufer sind erbost, dass die Zustellung von Christbäumen über die bekannten Zustelldienste nicht möglich ist und sie diese nach wie vor selbst zur Post tragen müssen. In ihrer Perspektivlosigkeit (nach Weihnachten ist vor Weihnachten) sind sie recht anfällig für Fundamentalisten. Unterstützt wird die Weihnachtsverweigerungsideologie durch die Spenden eines großen Förderers. Der ultrakonservative Hassprediger G.Rinch betreibt weltweit Weihnachtszerstörungsvereine, die auch die hiesige Community unterstützen. Über die näheren Insights des BVT wird aus ermittlungstaktischen Gründen jedoch ein Schleier aus Lametta gelegt.

 

Weihnachten 2021 – technisch gelöst

 

Wirtschaftskammerchef Harald Mahrer möchte ZustellerInnen künftig besser vor Gefährdung schützen, durch Kündigung. Bis 2021 wird das neue Onlineportal Kaufhaus Österreich über die Funktion „Zustellung mit Eurofighter “ verfügen, sodass auf ZustellerInnen aus Fleisch und Blut verzichtet werden kann.

„Die Zukunft liegt im österreichischen High-Tech!“

 

Was tun für die IMMUNABWEHR?

 

Tipp 1: Schlaf & Stressreduktion

Die Schulmedizin hat es trotz ihrer Milliarden und spitzen  Nadeln zu nichts gebracht und empfiehlt daher Belangloses wie Schlaf. Schlaf ist eine super Prophylaxe gegen Aerosole aller Art -vorausgesetzt man schläft nicht im Kitzloch oder mit Donald Trump. Und haben nicht schon die Goten geschlafen, und daraufhin die Hunnen abgewehrt?

Leider geht Schlaf nicht auf Kasse. Aber solange Astra Zeneca kein Patent drauf hat, dürfen auch wir Sozialversicherten noch büseln.

 

Fazit: wir fordern staatlich entlohnte Eichhörnchen, die uns Winterschlaf beibringen!

 

Tipp 2: Sunkist Multivitamin

 

 

Sunkist gibt es schon seit 1908, hat also schon viele Seuchen überstanden, selbst ATV Saturday Night Fever. Ein Sunkist enthält beeindruckende 8% Frucht, außerdem Antioxidationsmittel und gleich mehrere Stabilisatoren – Das hält einen nicht nur stabil, sondern schützt auch vor etwaigem unbemerkten Oxidieren. Durch den Strohhalm kommen all die guten Sachen gleich deep throat in den Rachenraum. Dort verpicken sie sich mit Spucke zu Agent Orange, einem wirkungsvollen Mittel der US-Gesundheitsbehörden gegen den viralen Kommunismus.

Fazit: Ein Sunkist ist immerhin so gesund wie 0,032 Banane. Statt Glühwein dieses Jahr einfach mit warmem köstlichen Sunkist besaufen!

 

 

Tipp 3: Brokkoli-Kurkuma- Einlauf

 

Rollen wir das Problem also von hinten auf. Ein Einlauf ist der beste Service für unseren mächtigen Auspuff: den Popsch. Und er macht Spaß, vor allem wenn man den Brokkoli ganz lässt. Man sollte sich jemanden suchen, der bei der nicht unheiklen Prozedur hilft und der schon Schlimmeres gesehen hat. Etwa einen Steuerberater.

Fazit: was für enttäuschte GrünwählerInnen, die seit Wochen nicht mehr gut aufs Klo gehen können.

 

Tipp 4: Kinder

 

(c) SPÖ Wien

Kinder sind bekanntlich fast immun gegen Corona ((c) Dr. Dr. med. Donald Trump, Msc), deswegen empfiehlt sich eine gesunde Ernährung mit mindestens fünf Portionen Kindern pro Tag.

Fazit: Kinder sind teuer, aber leicht herzustellen. Darum fordern wir gemeinsam mit der FPÖ ein Bekenntnis zur Volksernährung: Kinder statt Rinder!

Der Brustwarzen-Milchmann. Kunststück oder ein Stück Kunst.

Jeder stößt in seinem Leben auf Menschen, die etwas Besonderes haben oder können. Kommen diese ExotInnen aus unserem engeren sozialen Umfeld, schwanken die Emotionen zwischen Bewunderung über Neid bis zu Missgunst. Die Erfahrungen mit außergewöhnlichen Personen, zu denen eine gewisse emotionale Unabhängigkeit besteht, sind für uns weniger ein Phänomen von einem anderen Stern, als mehr die schlichte Natürlichkeit der Besonderheit. So würden z.B. 68% aller Partnerinnen, das Fremdvögeln ihres Mannes mit einem Star, nicht als sexuellen Betrug bewerten… (Hat zwar wenig damit zu tun, ist aber trotzdem interessant). Der Mensch mag Extravaganz. Individualität ist in unserer Gesellschaft zu einem selbstverständlichen Identitätsmerkmal herangewachsen, ähnlich dem Trend des Wählengehens zur Bundestagswahl. Zwischen Individualität, die toleriert wird und Besonderheit, die peinlich ist, scheint der Grat schmaler zu sein, als …. na….was anderes, was so richtig extrem schmal ist.
Wir haben 160 Leute getroffen und beobachtet, was sie fühlen, wenn sie einen Mann Milch geben sehen – aus seiner Brustwarze natürlich.
Eine heitere, glamouröse aber höfliche Nacht sollte es werden. Als hätten die Veranstalter der Releaseparty am 06.11.09 den Titel „BUSEN?“ im Nachhinein formuliert. Wie erste Pressestimmen wenig Tage später titelten: „Scham und Schmerz der Skandalfeier“, wird heute totgeschwiegen, was damals geschah.
Die Party wird an ihrem Höhepunkt um 01:35 durch eine Stimme am Mikrofon, auf den Nullpunkt gezogen. Er trägt eine braune Bundfaltenhose und ein weißes T-Shirt. Ab und zu nippt er an einer gelben Bierdose und lässt Testblicke durch den Raum schweifen, als ahnte er schon, dass sich bald etwas ändert. „Er ist ein normaler Typ, ein Piefke“, erzählt ein junges Mädchen mit Erbrochenem im Nacken. Angestrengt versucht der normale Typ, den Lautstärkepegel der Masse durch die Ankündigung, er würde Milch aus seiner Brustwarze geben können, zu übertönen. Die Skandalfeier musste Überraschungen bereit halten, weshalb man die sonst nervigen Geburtstagsgrüße für Mandy und Ronny aus dem DJ-Mikro ausnahmsweise für einen Augenblick akzeptiert. Es zieht sich gefühlte 1,5 Liter Bier lang, bis die Auktion und der Wetteinsatz abgeschlossen sind und der vermeintliche Individualist mit dokumentierendem Live-Stream beginnt, seine Brustwarzen zu melken. Die Anstrengungen vom Auspressen seines Warzenhofes zeichnen Falten in sein Gesicht. Dominierend jedoch hinterlässt er den Stolz einer Mutter, äähhh eines Vaters, der sein Kind stillt.
Eine Zeugin wird auf Brusthöhe geholt, als sie im Schock aufschreit und in abwinkendes Gelächter verfällt. Er gibt Milch. Keinen Strahl, nicht gespritzt, aber in Tropfen kleckernd.

Galaktorrhö bei witzigen Menschen Galaktorrhö bei witzigen Menschen

Ungeduldig wird die Musik aufgedreht und die Wetteinsätze inklusive des Auktionsertrages wandern in die prallgefüllten Kassen der Veranstalter.

Die Menschen mögen, nein erwarten Individualität und Sensationalismus, aber bitte nicht ohne Feuerwerk, einen Zirkusdirektor und erst recht nicht Etwas, was den eigenen Bruder, Vater oder Freund betreffen könnte. Zwischen einem schönen Kunststück und einem Stück Kunst scheint ein Haufen aus Stückchen zu liegen. Dieser stinkt und entscheidet, wohin der Weg geht und ob man einen Schritt drüber steigt.
Wir sind ein Qualitätsmedium und haben recherchiert, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.
Galactorrhea bezeichnet das Phänomen der milchgebenden Brust bei Frau und Mann. Die Hyperfunktion des Hormons Prolaktin, freigesetzt in der Hypophyse, bedingt den Milchfluss (während der Schwangerschaft der Frau recht normal). Es handelt sich hier nicht um ein evolutionsbedingtes Rudiment beim Mann, sondern um eine Besonderheit, die auf die Hormonproduktion zurückzuführen ist, also was bei jedem Menschen auftritt – nur in verschiedenem Maße. Die Universität Calgary befasste sich zudem mit den psychologischen Auswirkungen von tropfenden Brüsten beim Mann und meint, dass der Milchfluss ohne äußere Einwirkungen zu traumatischen Schäden beim Mann führen kann. Kein Grund zur Sorge, wenn nicht ein Hirntumor die Ursache ist.
Nicht so bei unserem Individualisten. In der Vorführung seiner Besonderheit war durchaus äußeres Einwirken von Nöten, damit sich das weiße Gold, wie es die Gewerkschaft der Milchbauern bezeichnet, extrasomatisch blicken ließ.
Die Stimmung im Raum wird von den reflektierten Gästen als drückendes Fremdschämen empfunden und als peinliche Infantilität von den Leuten an diesen Fäden… achja Sozialmarionetten, beschrieben.
In unserer hochindividuellen Gesellschaft hat jeder alles gesehen und jeder alles erlebt. Im nächsten Kleinkunsttheater beklatscht man die Expressivität der Reste einer Soljanka, die der „Künstler“ live gebärt und trotzdem werden kontroverse Gespräche zu intimen Themen mit „klar, was soll die falsche Anonymität“ versucht abzureißen.
Wir beklatschen den Kleinkünstler wohl das letzte Mal, wenn sich herausstellt, dass er an einer Darmkolik sterben muss. Und wir werden Galaktorrhea Erkrankten wohl ein kleines Lächeln schenken, wenn wir es selbst an uns ausprobiert haben.
Zurück bleibt ein normaler junger Mann, mit entzündeten Brustwarzen und einer Krankheit, die auf wenig Toleranz in der Gesellschaft stößt.
Die HYDRA möchte sich als Veranstalter selbstverständlich zu dem Ereignis positionieren und bittet den Hausmeister J. Ramm zur Stellungnahme: „Also icke, ick hätt’ mir ja nbisschen mehr Rotze da ausse Titte vorjestellt“ (verschluckt sich dabei am Auswurf seines Raucherhustens).
Aus der Redaktion plaudert S. Klug ungefragt: „Nun, ein Schwulen-Porno, Luftballons die von der Decke fallen und milchgebende Männer, das ist eine Trilogie wie ich finde“.