Archive for the ‘Mustard’ Category

The Eastermovie-factsheet

Posted by on April 26th, 2011

Schusswechsel_MatrattelDIE HARTESTEN FACTS ZUM FILMGENRE OSTERN-WESTERN:

- Eggio Morricone komponierte die Filmmusik von ‘Für eine Hand voll Dotter’, ‘Für ein paar Dotter mehr’ und ‘Spiel mir das Lied von dem, was nach dem Tod kommt’.

- Die Hauptrolle in ‘Der mit dem Eiermann tanzt’ spielte Kevin Ostner, Hollywoods attraktivster Hasendarsteller.

- Clint Easterwood spielte auch in ein paar Filmen mit. Etwa ‘Kocht es heißer!’, ‘Dirty Hasi’ oder ‘Ungebraten’.

- Karl-May-Filme (Winnetou und Old Hasenpfotenhand Teile I bis XXIV) wurden mit einem Budget von weniger als 83 Eiern gedreht.

- Eierbad Spencer und Terence Grabhill waren beliebte Darsteller in Ostern-Western-Komödien, in denen es meist leider nur darum ging, einem magersüchtigen Jesusdarsteller eins überzubraten.

- In ‘Die glorreichen Sieben’ geht es um den weißbärtigen und schöpferisch tätigen Vater eines langhaarigen Westernhelden, der in nur sieben Tagen eine fast echte Westernstadt erbaut, die sich dann aber als billige Kulisse entpuppt. Schade.

- Das Genre Italo-Ostern-Western konnte sich nie wirklich durchsetzen, da sich ja Italien eher von Nord nach Süd, als von Ost nach West erstreckt.

- Für fast jedes Eierwurf-Duell wurden Stuntmen bzw. Doubles eingesetzt. Begründung der Regisseure: “Zu gefährlich.”

- Reitszenen auf Hasen mussten oft nachgedreht werden, da Hasen nie so genau das machen, was Regisseure eigentlich wollen (Rammeln, Haken schlagen, Wiederauferstehung feiern).

- Der klassische Duellablauf: Linker Haken – Rechter Haken – In der Luft herumschnüffeln – Hakenschlagend davonlaufen – Fertig.

- Darsteller, die ihre Waffen (Eier) besonders schnell ziehen konnten, ließen diese dann auch besonders oft runterfallen.

- Als Filmrequisiten kamen fast nie echte Goldeier zum Einsatz. Jetzt danach zu suchen macht also wirklich keinen Sinn, ganz im Ernst … Und ich muss jetzt los, ähm sorry!

Sebastian Klug

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Hautu bikahm totälli inäfischänt!

Posted by on April 5th, 2011

drawfunction 240Es scheint kein Weg daran vorbei zu führen, die Serie von guten und ganz besonders guten Lebenstipps und Ratschlägen reißt nicht ab. Es wird uns wohl nichts übrig bleiben als früher oder später den Weg allen Mainstreams zu gehen und den großen Hydra-Lebensratgeber: Part II („Wie kriege ich das Weltall in ein Stück Zucker?“) zu machen. Vorerst aber eine weitere kleine Lektion, destilliert  aus dem alltäglichen Wahnsinn in der Hydra-Chefküche* und sonstwo: Wie werde ich total ineffizient?!

Erstens: Warte stets auf den Applaus!
Du hast eine zündende Idee. Gut so! Aber es wäre völlig falsch, auf dein eigenes Urteil zu vertrauen, das könnte glatt noch zu einem akuten Anfall von Eigeninitiative führen. Schreib ein Mail an deine Freunde, Kollegen, Mitstreiter. Da 70 Prozent aller Mails routinemäßig nicht beantwortet werden, kannst du mit einem gemächlichen Versickern deiner Idee im Nirwana des Konjunktivs rechnen. (Und sollte irgendeine Kritik kommen, dann lass Dich selbstverständlich sofort entmutigen.)

Zweitens: Fokussiere Dich nie auf eine Sache!
Du arbeitest an einem Projekt (z.B. ein revolutionäres, soziales Implosionstool), und wie alle engagierten Vorhaben hat auch das seine mühsamen Seiten. Hör sofort auf, wenn es mühsam wird! Fang stattdessen irgendetwas anderes an, was sich gerade anbietet. Und hör dann wieder auf, wenn es mühsam wird usw. Du weißt, wie es weitergeht. Herrlich uferlos.

Drittens: Mach es nie selbst!
Ein ganz wichtiger Punkt. Du hast die Ideen, die anderen sollen sie umsetzen. Funktioniert immer, also genauer gesagt: funktioniert nie. Warum sollte irgendjemand die kümmerlichen Ausdünstungen deines Kreativorgans umsetzen? Schließlich hat jeder ein Recht darauf, sich nur für die eigenen Ideen zu begeistern. Frag dich selbst: Würdest Du für die Ideen eines anderen auch nur einen Finger krumm machen? (Wie? Du bist der Auffassung, Du wärst absolut genial und überdies: Du hast ja schon so viel geleistet für die Sache! Sorry, das denken ohnehin alle.)

Viertens: Erledige Deine Aufgaben immer nur bruchstückhaft!
Ein Königsweg zur absoluten Ineffizienz! Nehmen wir ein Beispiel. Du hast den Auftrag eine Location für eine königliche Hochzeit zu checken. Also schlägst Du in einem Mail mal ein Quartier vor. Dann beginnst Du launig mit deinen Freunden, Kollegen, Mitstreitern über die Vor- und Nachteile des Quartiers zu plaudern. Irgendwann (nach ca. sieben Mails) kommt die Frage auf, wer sich eigentlich drum kümmern soll. Heissa! Wieder Stoff für ein halbes Dutzend Mails. Schließlich kommt jemand zufällig drauf, dass die Location viel zu teuer ist, worauf man eigentlich schon nach drei Klicks kommen hätte können. Schade! Jetzt kann man sich keine launigen E-Mails mehr schicken.

Fünftens: Denk nie pragmatisch! Nie!
Bleiben wir bei dem allseits beliebten Location-Beispiel. Also es gäbe da schon ein paar Locations für eine königliche Hochzeit, aber wie es eben so ist, nichts im Leben ist perfekt. Einmal ist der Palast zu groß, das andere mal gibt es zu wenige Parkplätze für die 300 dreiachsigen Rolls Royce Limousinen oder das Catering hat einen schlechten Ruf. Geh jetzt bloß keine Kompromisse ein! Du besorgst dir eine Liste mit 5.632 Palästen in ganz Europa und rufst alle der Reihe nach an. Die 2.347 Paläste, die eventuell zusagen, besuchst Du dann. Bleiben am Ende 731 Paläste übrig. Zu diesem Zeitpunkt schreiben wir das Jahr 2014, die Hochzeit wäre allerdings übernächste Woche. Aber Hey, du hast wahnsinnig viel Zeit für diese „Lösung“ durch das große Arschloch der Ineffizienz geschissen. Gut so!

Sechstens: Erst Tippen, dann Denken!
Der elementarste Rat ganz zum Schluss. Warum erst gründlich über etwas nachdenken oder gar ein paar Freunde, Kollegen, Mitstreiter anrufen? Schreib sofort hin, was Du Dir denkst. Wofür gibt es Mails?! Sicher, vor 20 Jahren wäre das ein bisschen anders gelaufen. Stell Dir vor, Du hast eine Idee, kritzelst sie auf einen Wisch, steckst ihn in ein Kuvert, schreibst eine Adresse drauf, kaufst eine Marke, frankierst das Teil, gehst zum Postkasten. Dann wartest Du drei Tage, mit etwas Glück erhältst Du eine Woche später eine schriftliche Antwort. Zum Beispiel: „Bist Du absolut bescheuert, mir deswegen einen Brief zu schreiben?! Hättest Du nicht anrufen können, Du Arsch?!!!“ Zum Glück sind diese dunklen Zeiten lange vorbei. Vorher nachdenken, dann tippen ist total 1987, igitti!

So! Probiert das mal aus, im Job, in Beziehungen, bei Freunden, am dreimal gefickten Arsch der Welt … ihr werdet sehen, es funktioniert immer. Und wenn nicht, bei uns ist immer ein Plätzchen für Euch frei. Denn vergesst nie unser geheimes Motto: “HYDRA: Wider den neoliberalen Effizienzfetisch!”**

* Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, Hirntoten oder biosynthetischen Avataren sind unbeabsichtigt und keinesfalls intendiert.
** Okay, das ist nicht unser geheimes Motto. Sonst wäre es ja nicht geheim. Überweist uns 100 Euro auf unser Konto, dann verraten wir Euch das echte und wahre Geheimmotto der Hydra. Ohne Scheiß jetzt.

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Ohrwaschelkaktus

Posted by on März 21st, 2011

Physiognomie ist ein fröhlicher Freizeitratesport, bei dem es darum geht, anhand markanter Gesichtszüge den Charakter eines Menschen zu erraten. Nun, man könnte auch ein Gespräch mit der betreffenden Person führen und sich so etwas erwerben, das Markt- und Meinungsforscher irreführend als „Meinung“ bezeichnen, aber natürlich ist das nicht annähernd so präzise wie das fröhliche Grimassenraten.

Physiognomie hat meistens Hochsaison, kurz bevor man anfängt auch „Rassen“ munter mit Charaktereigenschaften zu verzieren*. Physiognomie sollte aber nicht mit Fistognomie verwechselt werden, dabei geht es nämlich darum, kleine Fäuste, kleine Männer und kleine Schwänze in einen Topf zu werfen, diesen zu erhitzen und das Ganze kräftig zu würzen.

Sehen wir uns nun einige Beispiele für markante Physiognomien an:

physiognomie 250Das Trapezgesicht, wie z.B. Dwayne Johnson oder Helmut Kohl
Das Trapezgesicht verrät, dass man lange Jahre ein langes Gesicht gemacht hat, weil die anderen stets den Längeren hatten. Also schoben sich die Wangenbacken bis hinunter zu den Arschbacken. Was dann auch stets eine Leistung war.
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Das Dreiecksgesicht, wie z.B. Barack Obama oder Gunkl
Das Dreiecksgesicht verrät, dass Barack Obama in Wahrheit Chinese ist, aber Sushi trotzdem verachtet. Klar doch, wurde ja auch von den Japanern erfunden. Gunkl hingegen hätte seine Seele niemals Alfred Dorfer verkaufen dürfen.
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Buschige Augenbrauen, wie z. B. Leonid Breschnew oder Theo Waigel
Buschige Augenbrauen haben meist Männer, denen kein entsprechender Bart gewachsen ist. In Kompensation mussten die Augenbrauen dran glauben. Ein leichter Hang zur Verbuschung des eigenen Lebensumfeldes konnte nicht nachgewiesen werden, obwohl George W. Bush und Leonid Breschnew gerne von CSU-Chef Edmund Stoiber verwechselt werden.

Abstehende Ohren, wie z.B. Prinz Charles oder Prinz Charles
Sind kennzeichnend für Überflieger bzw. verhinderte Flugzeugpiloten. Würde man Prinz Charles aus einer Höhe von 10.000 Meter fallen lassen, würde er in einem Anflugwinkel von exakt 34 Grad sanft auf dem Erdboden landen. Ein Antrag, dieses Experiment bei allen Angehörigen königlicher Familien durchzuführen, wurde von der HYDRA bereits bei der UNO eingebracht.

Große Lippen, wie z.B. Angelina Jolie oder Dolly Zaster
Große Lippen sind meist ein Beleg für die Kurzsichtigkeit von Schönheitschirurgen. Unter großen Lippen leidende Menschen nennt man hingegen oft Schmetterlingskinder, weil sie ihr Umfeld ausnahmslos als stachelig erleben und versuchen, dieses mit Hilfe einer dicken Fleischwulst im Gesicht sanft zu stimmen.

Bärte, wie z.B. Lew Tolstoj oder der freundliche Fundamentalist nebenan
Lange, struppige Bärte sind stets ein Zeichen für ultimative Verbohrtheit. Ausufernde Romane schreiben oder Bomben in U-Bahnstationen platzieren, sind als verzweifelte Hilferufe aufzufassen, weil man erneut den Rasierer nicht gefunden hat.
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Asymmetrische Gesichtszüge, wie z.B. Ellen Barkin oder sämtliche Frauen Picassos
„Warum habe ich mich mit diesem Arsch eingelassen?!“, ist die Frage, die Frauen mit asymmetrischen Gesichtszügen permanent verfolgt. Über diesen Gram verschiebt sich das Gesicht so nachhaltig, dass man sich eigentlich nur noch in eine mit Farbe bekleckerte Leinwand verwandeln müsste, um Millionen wert zu sein. Männer erreichen dieses Ziel meist mit nachhaltigem Alkoholkonsum.

Wir sehen also, die Physiognomie ist eine Wissenschaft, die Bedeutsames zutage fördert. Einen schönen guten Abend noch.

* Wir danken dem Kurier vom 20. 3. 2011 für die bescheuerte Anregung.

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Das allerneueste Fremdenrecht

Posted by on Februar 24th, 2011

Wer weiß, was dieses Bild zeigt, kriegt ein Hydra-Leckerli ...

Wer weiß, was dieses Bild zeigt, kriegt ein Hydra-Leckerli ...

Das neue Fremdengesetz wird doch noch einmal völlig umgeschrieben. Innenministerin Maria Fekter bestätigte heute gegenüber der HYDRA, dass sie das „alles“ so nicht „gemeint“ habe. Selbstverständlich werde man die zahlreiche Kritik am neuen Fremdengesetz „ernst“ nehmen. Hier die neuerlichen Änderungen im Detail!

Anwesenheitspflicht: Menschen, die auf der Suche nach Schutz nach Österreich kommen, sollen in Zukunft bereits in der Heimat stets anwesend und jederzeit auffindbar sein. Wir „haben“ da ein Modell in Planung, bestätigt die Ministerin. Von „Hausarrest“ will Fekter aber nichts wissen. Man denke eher daran, sämtliche Familienhäuser östlich der EU-Außengrenzen mit Brettern zuzunageln. Die Abstimmung mit den Behörden der Nachbarländer könnte „allerdings“ ein klein „wenig“ heikel werden, räumte Außenminister Michael Spindelegger ein. Für ein Wählerstimmenleckerli sei „er“ jedoch für „alles“ zu haben, so der Minister.

Rechtsberatung: Asylsuchende sollen auch weiterhin kostenlos über ihre Rechte belehrt werden. Mir „schweben“ als Beispiel die coolen US-amerikanischen Krimiserien „vor“, so die Ministerin. „Sie haben das Recht zu schweigen, und auch das Recht, während sie die Klappe halten, das Land auf der Stelle zu verlassen.“ An „dieser“ Formulierung, so Fekter, müsse man aber „noch“ feilen. Auf jeden Fall werde man den Flüchtlingen nichts dafür in Rechnung stellen. Noch nicht.

Aufenthaltssicherheit: Wurde laut Fekter ersatzlos gestrichen. Ich bin Innenministerin, nicht Versicherungsvertreterin, soll die Ministerin bei einem inoffiziellen Bankett verlautbart haben. HYDRA liegen unveröffentlichte Dokumente vor, laut denen der Begriff „Aufenthaltssicherheit“ in Zukunft überhaupt vom Sachbestand eines Aufenthalts abgekoppelt werden soll. In einer Expertise heißt es etwa: „… überhaupt wäre es für das Staatswohl besser, jederzeit jedes beliebige Individuum irgendwohin abschieben zu können … man denke nur an den ersparten Bürokratieaufwand … und unsere Fluglinien wären sonst sowieso bald wieder pleite …“

Schubhaft: Man werde „einen“ Vertrag mit Libro abschließen, so die Innenministerin, damit Filzstifte und Malblöcke in ausreichender Zahl in Schubhaftgefängnissen vorhanden seien. Es könnte immerhin sein, dass Kinder doch länger als „ein bis zwei Tage“ in Schubhaft genommen werden. Mit den entstandenen, gewiss fröhlichen Kinderzeichnungen könne man dann gleich die Zellen für nachfolgende Familien dekorieren. Dem Terminus „lebenslange Schubhaft“ kann Fekter jedoch „nichts“ abgewinnen. Sehr alte Menschen könne man getrost auf freien Fuß setzen, schließlich kämen diese mit ihren Rollstühlen ohnehin nicht weit.

Integration: „Es gibt Internet“, stellte die Ministerin unmissverständlich klar. Damit scheint nicht nur die Frage geklärt, wie MigrantInnen bereits vor ihrer Einreise zu perfekten Deutschkenntnissen gelangen können, auch für die österreichische Schul- und Bildungspolitik scheint dieses Verdikt richtungsweisend zu sein. Wer Internet hat, braucht keine Schul- oder Ausbildungsangebote, weswegen es glatter Irrsinn wäre, hier über Budgeterhöhungen nachzudenken.

Gerüchte, dass die Rot-Weiß-Rot-Karte in Zukunft als deutlich sichtbare Plakette auf Mantel oder Burka getragen werden müssen, wurden bislang nicht bestätigt. „Diese Zeiten sind vorbei“, bestätigte ein Ministeriumssprecher. Und sein PR-Berater ergänzt: „So plump sind wir zum Glück nicht mehr.“

Für Hydra berichtete
Eva Kiel

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Stilfragen der Humoristik

Posted by on Februar 16th, 2011

birnenmatrattel 350Die Leute kommen immer wieder zu uns und fragen: „Hydra … wo ist denn da eigentlich der Witz? Habt ihr überhaupt eine Ahnung von guten Humor?“ Nun, wir können beruhigen, die Hydra hat Humor. Wir haben ihn extra aus Nicaragua importieren lassen, wo er auf  probiotischen Witzknollenfeldern angebaut und geerntet wurde, um danach auf rostigen Ex-Kriegsschiffen direkt nach Europa transportiert zu werden. Jeder Hydra-Witz ist fair getradet und international geerdet. Darüberhinaus führen wir auch Homor, Hümor und Homür in unserem Sortiment.

Um das zu beweisen, haben wir einen Witzologen angestellt, der sich mit Humor aller Art beschäftigt. Er hat für uns eine vergleichende Studie angefertigt, in der er die Charakteristik des derzeit im Handel erhältlichen Humors analysierte. Hier ist sein Ergebnis, das keine offene Fragen lässt, welchen Humor es heute gibt und welcher Platz dabei der Hydra gebührt.

Der klassische Witz
Wie viele Burgenländer (Ostfriesen, Schwule, Frauen, Juden, Politiker etc.) braucht man, um eine Glühbirne reinzuschrauben? Antwort: Drei! Einer hält die Glühbirne, die anderen beiden drehen den Tisch.

Der österreichische Kabarett-Witz I (Version Dorfer)
Meischberger, Plech und Grasser drehen eine Glühbirne rein. (vom Band eingespieltes Lachen) Meischberger sagt Plech, was zu tun ist. Plech erkundigt sich, wo seine Leistung war. (vom Band eingespieltes Lachen) Grasser erklärt, dass er supersauber sei und mit der Sache nichts zu tun habe. (vom Band eingespieltes Lachen) Das Zimmer bleibt dunkel. (frenetischer Applaus; vom Band)

Der österreichische Kabarett-Witz II (Version Hader)
Grüß Gott, mein Name ist Josef Hader, ich schraube Glühbirnen rein. Gibt’s Fragen?

Der österreichische Kabarett-Witz III (Version Qualtinger)
Also wir haben ja vor 1945 keine einzige Glühbirne irgendwo reingedreht. Nein, niemals. Und nach 1945, da hätten wir uns alle Finger nach einer Glühbirne abgeleckt. Aber die ham’s ja alle wegbr … die waren nimmer mehr da. Bitte – es geht mi nix an. Ich mache meine Arbeit, ich kümmere mich nicht um Politik, ich schaue nur ironisch zu und behalte es für mich.

Der deutsche Comedy-Witz I
Göring, Göbbels und Osterwelle wollen eine Glühbirne reindrehen. Sie rufen im KZ an und lassen alle jüdischen Elektroinstallateure erschießen. (Nur die Schwulen nicht.) Dann feiern sie ausgelassen (mit Prosecco und Weizenbier) ihren Endsieg. Das Zimmer bleibt dunkel.

Der deutsche Comedy-Witz II
Die Glühbirne also. Das ist auch so ein Teil. So ein Scheißteil. Ich sage, wer braucht den schon Glühbirnen! Mit den Glühbirnen ist es wie mit den Weibern. Oder wie mit den Hunden. Weiber, Glühbirnen und Hunde! Wer braucht so ein Scheißteil! So ein Drecksscheißteil! Ich sage, sollen das doch die Ossis machen! (frenetischer Applaus & Jubel; nicht vom Band)

Der deutsche Satire-Witz (Version Titanic)
Angela Merkel schmust mit einem pädophilen Priester. Dem fällt eine Glühbirne aus dem Arsch. Auf der steht ganz klein eingraviert: „Ich bremse auch für Mohammedaner!“ (Coverentwurf der Ausgabe 7/2011)

Der katholische Witz
Max, Sibylle und Petra wollen eine Glühbirne reinschrauben. Frage: Wen muss Pater Hermann anfassen, damit es hell im Zimmer wird?

Der Managerwitz
Wie viele Mitarbeiter muss die Vorstandsdirektion der Glühbirnenfabrik entlassen, damit die Aktienkurse wieder steigen und sich die gewinnorientierten Leistungsanteile der Managergehälter verdreifachen? Antwort: Alle natürlich. Die Firma wird aufgelassen (nur PR-Abteilung und Sekretariat bleiben erhalten) und in einer chinesischen Freihandelszone neu errichtet. (He, Moment mal, das ist ja gar kein Witz!)

Der Feuilleton-Witz (z.B. Leitartikel in der „Presse“)
Die Glühbirne hat kein Österreicher erfunden. Das tut zwar gar nichts zur Sache, aber ich habe mir das jetzt aus den Fingern gesogen, um eine gute Einleitung für meinen Kommentar zu haben. In Österreich haben ja immer schon die falschen Menschen mitgeredet, wenn es um Kunst, Politik, Sport oder Glühbirnen geht (mich hätte man fragen sollen, mich, mich, mich!). Darum weiß heutzutage niemand in Österreich, wie man eine Glühbirne richtig elegant in die Fassung schraubt. Sind alles Trotteln (außer mir), aber das würde ich so nicht hinschreiben, denn das wäre gar nicht elegant und darum nicht mein Stil.

Der österreichische Society-Witz
Gehen drei Glühbirnen zu einer Party. Die erste Glühbirne trifft Richard Lugner und zerplatzt auf der Stelle. Die zweite Glühbirne trifft Dominik Heinzl und lässt sich mit ihm vor laufender Kamera fotografieren, während Heinzl ein paar anzügliche Witze über Glühbirnenfassungen macht. Die dritte Glühbirne kokst inzwischen auf der Toilette mit ein paar Vorstandsdirektoren.

Der linke Witz
Marx, Castro und Che Guevara versuchen eine Glühbirne in die Fassung zu drehen. Sagt Marx: „Dieses Scheißteil ist rechtsdrehend, das fasse ich nicht an.“ Castro und Che Guevara setzen sich an den Tisch und diskutieren über den Kampf der Arbeiterklassen mit der Glühbirne. Maria Vassilakou fährt mit einem probiotisch hergestellten Fahrrad ins Zimmer und lächelt freundlich in die Kamera (neben ihr steht Dominik Heinzl und erzählt ein paar Witze über die fetten Ärsche von Griechinnen).

Der Hydra-Witz
Drei Elektroninstallateure betreten ein Zimmer, in dem sich ein Tisch, eine Glühbirne und eine leere Fassung befinden. Der erste Elektroinstallateur sucht die Wände nach einem Ausweg ab. Der zweite Elektroinstallateur kotzt sich auf die Schuhe (harte Nacht gestern, der Westbahnhof musste eröffnet werden). Er versucht, nicht auf die Sauerei am Teppich zu starren, tut es dann aber doch, weil er total lustige Muster in seiner Kotze entdeckt. Ihm fallen eine Menge Wortwitze dazu ein, aber am Ende druckt er die Kotze auf ein T-Shirt, das überraschenderweise keiner kaufen will. Der dritte Elektroinstallateur hält inzwischen eine Pressekonferenz ab, in der er der Welt erklärt, dass die Glühbirne erfolgreich in die Fassung geschraubt werden konnte. Im Zimmer ist es einstweilen immer noch finster.

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frauen, machos, glühbirnen

Posted by on Januar 25th, 2011

la differanceSteigen wir gleich mitten hinein ins Thema, springen wir regelrecht in den Themenpool … und nehmen wir zum Beispiel einen typischen Frauenwitz: „Wie viele Frauen braucht man etwa um eine Glühbirne hineinzuschrauben?“ Sehen sie, was ich meine? Oder nehmen wir einen anderen Frauenwitz: „Buddha, Mohammed und Jesus stehen vor der Himmelspforte.“ Sehen Sie! Sehen Sie! Frauenwitze gibt es nicht!

Sie werden sagen, das war ja gar nicht die Frage. Die Frage ist doch, muss vielmehr sein, ist, um genau zu sein, also da war diese Sache mit der Schlange. Die war weiblich. Und da war da der Apfel. Der war männlich. Also war der Stengel des Apfels dessen Schwanz. (Daher auch das berühmte Goethe-Zitat: „Das also war des Apfels Schwanz!“) Und die lange, gewundene, glitschige, aalglatte, sich schlängelnde Schlange war, war … na, ja, Titten waren das jedenfalls nicht! Aber nicht jedes Gleichnis kann so hinken wie ein hinkendes Gleichnis.

Wurst! Genau. Da haben wir es wieder! Gerade da unterscheiden sich ja die einen von den anderen. Die Spreu und der Weizen. Die mit dem Vorbau und die ohne … (die mit dem Unterbiss sozusagen). Also man kann ruhig sagen, getrost sagen, ja, man kann sich regelrecht darauf versteifen, dass es einen Unterschied gibt. Den kleinen. Der den Unterschied macht. Vive la differance. Vive la femme. Viva la fatale! Viva la error! 404!

404! Das ist ja auch wieder so eine sexistische Unflätigkeit. Die Zahl 404 zeigt doch ganz unzweideutig zwei Männer beim Penetrieren einer Frau von beiden Seiten. Wenn man ganz genau hinschaut, kann man sogar die Pornostars Lee Standfest, Lorne Stallion und Tamara Whale erkennen.

Wussten Sie übrigens, dass männliche Pornostars weitaus mehr bezahlt kriegen als weibliche Pornostars? Die Gehaltsdifferenz ist laut Studien in etwa so hoch wie  bei österreichischen Führungskräften, also so in etwa 30 Prozent. Eine Frau erhält für dieselbe Leistung um 30% weniger Lohn als ein Mann. Während ein Mann für die gleiche Leistung um 30% mehr Lohn als eine Frau erhält. Wir schreiben das deswegen so gestelzt genau hin, weil das nämlich gar nicht stimmen kann! Schon mal die Mehrwertssteuer auszurechnen versucht?! Eben. 30% mehr und 30% weniger sind zwei verschiedene Paar Schuhe!

Ich behaupte, dass 67% aller Frauen problemlos die Mehrwertssteuer ausrechnen können, weil sie das ohnehin meistens für ihren faulen Schlampsack von einem Ehemann tut, während nur 34% der Männer das können, weil, na, na, … weil das natürlich ohnehin ihre Frauen erledigen. 89% aller sexistischen Diskriminierungen finden gar nicht statt, weil es so etwas wie vorauseilenden Gehorsam und eben den kleinen Unterschied gibt. „Schatz, findest Du wirklich, ich sollte das Hemd wechseln?“ – „Stöhn.“ Da haben wir es wieder! Einwandfrei belegt. Frauen ticken anders. Männer sind eher so etwas wie Digitaluhren (eine Batterie rein und fertig), während Frauen eher alten, analogen Weckern gleichen (tick, tack, tick, tack, rrrrrriiiiiinnnnnnggggg!)

Also. Es hat gar keinen Sinn, darüber zu streiten! Frauen sind definitiv gleicher als Männer, während Männer viel verschiedener sind, besonders dann, wenn sie verschieden sind. Ganz besonders unterschiedlich sind Männer im Vergleich zu Frauen, wenn es darum geht zu sagen, dass Frauen, die sich selbst als solche bezeichnen, und wohl kaum eine Frau würde sich nicht als Frau bezeichnen wollen, außer sie … da fällt mir ein, kennen Sie schon die Geschichte von Laura? Also, nein, die muss ich ihnen jetzt erzählen! Also Laura arbeitet in diesem Büro, und echt, sie ist die einzige, die etwas auf dem Kasten hat. Braucht mal jemand eine Info, weiß jemand nicht weiter … wen fragen sie? Eben. Laura! Aber wenn es darum geht … ich langweile Sie, oder? Diese Geschichte interessiert Sie nicht die Bohne, oder? Ja, weil Sie ein Mann sind. Ein M. A. N. N. Ein ausgefressener, fetter, patriarchalischer, lascher, plumper, gieriger, sexistischer, stets zu kurz gekommener, hirnloser, empathisch verkümmerter Scheißhaufen von einem Machoarschdrecksmann!

So, jetzt wissen sie, wie ich darüber denke! Lasst uns jetzt bitte ganz entspannt über die Frage diskutieren, wie wir unsere Gesellschaft ein wenig gendersensibler gestalten können.

Emma Kiel,
nein, Eva! Eva Kiel! (Und wer mich jetzt eine hysterische Gurke nennt, kriegt eine gescheuert!)

http://www.20000frauen.at/

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die goldene klobürste

Posted by on Januar 5th, 2011

die goldene klobürsteLetztendlich läuft alles auf eine goldene Klobürste hinaus. Ich meine, das ist die letzte Bastion, die endgültige Gewissheit. Man ist entweder ein Typ für goldene Klobürsten oder man ist es nicht. So einfach ist das. Die goldene Klobürste ist der Beweis für Gottes Inexistenz. Weil es Typen gibt, die sich am Ende auch noch eine goldene Klobürste anschaffen, die sich das nicht nur leisten können, sondern die das einfach können, weil es möglich ist … dann ist alles aus. Eine Welt, in der goldene Klobürsten existieren, in so einer Welt ist kein Platz für einen Gott … nicht einmal als Kloputzfrau aus Ecuador oder Mazedonien. Nein, keine Chance!

Ich meine, gottverdammt, da hat man sich also die Villa ausstaffiert mit Stuck und Marmor, kleine Cupidorotznasen tanzen um die Garageneinfahrt herum, im Keller das Dampfbad mit angeschlossenem Sportbecken und natürlich ist der ostseitige Wintergarten nicht bloß mit ausfahrbaren Markisen ausgestattet, nein, das Scheißding lässt sich auf 300 Quadratmeter aufblasen! Hat hier jemand was von einem Gärtner gesagt? Ein Scheißgärtnerzinshaus und ein Scheißputzfrauendiensthaus und ein Scheißchauffeurdiensthaus stehen auch noch auf dem Grundstück. Und in der Villa hängen die Gauguins neben den Chaissacs, und die Van Goghs neben den Klees, und ein verfickter Liechtenstein sowieso. Um am Klo schließlich, weil man ja nicht einfach so in einem ästhetischen Nirvana kacken kann, am Klo findet sich die verfickte, die goldene Klobürste.

So ist das. Man muss sie nicht haben, um ein goldener Klobürstentyp zu sein. Es reicht, sie haben zu wollen. Darum teilt sich die Menschheit in zwei Kategorien ein. Die mit und die ohne. Die, die wollen, und die anderen … das wurde uns nur zu deutlich bewusst, als wir unlängst vor diesem Riesenhaufen Scheiße standen … wir, das waren Zirkowitsch und Klug, Pampfinger und Sofinger, Ramm und dieser Kellner (hab’ jetzt vergessen wie der hieß), außerdem der heilige Andreas mit seinem Bart, und all die anderen, auch die hübschen Mädels, na, ihr wisst schon, die Clique eben, das Rudel, die Panzerknackerbande … gemeinsam standen wir also vor diesem riesengroßen Haufen aus Scheiße … Mann, war der riesig! Dieser Haufen war so groß, ich fass’ es gar nicht, ist kaum zu beschreiben, man konnte nicht einmal diese Scheißsonnenfinsternis sehen, so groß war der! Und auf jedem Häufchen Scheiße stand ein kleines Zettelchen mit dem Titel: „Mein Vorsatz für das Jahr 2011!“

Lange Zeit waren wir ratlos, standen wir einfach belämmert da, überfordert von diesem Augenblick, wie bei unserer ersten Butterfahrt, ihr wisst schon … das ist, wenn Burschen zu Männern und Mädchen zu heißen Bräuten werden. Wir waren wie paralysiert. Aber dann ging einer los, schwenkte seine Klobürste und sagte: „Es hilft nichts, da müssen wir durch. Diese Scheiße muss weg. Wollen wir uns das ganze Jahr über tyrannisieren lassen von diesem Kult, dass irgendetwas passieren muss? Dass wir irgendetwas zu vollbringen haben! Diese Erfolgstress-Businessclass-Zampano-Arschfick-Geschichte? Ich frage Euch!“

Ja, er fragte uns. Und er hatte natürlich recht. Wollen wir uns davon tyrannisieren lassen? Nur weil wir Scheiß-Euro-Payer sind? Wollen wir uns das bieten lassen? Wollen wir das mit uns machen lassen? Nein, wollen wir nicht. Denn wir müssen nichts. Wir müssen gar nichts. Wir dürfen einfach nur … so sein, wie wir sind. Keine verfickten Vorsätze! Keine Pläne! Keine Vorhaben!

Aber dann sah ich, dass einer der Jungs seine Klobürste nicht heben wollte. Er drückste ständig damit herum, hielt sie hinter seinem Rücken versteckt. Ich sah noch mal hin. Und da leck mich doch am Arsch, sie war aus Gold! Aus purem Gold! Nicht zu fassen! In den eigenen Reihen! Satire aus Gold! Das geht einfach nicht an! Das darf nicht sein! Aber … es half nichts … so ist es geschehen … wir müssen einsehen, dass die goldene Klobürste eine Tatsache ist. Vielleicht sogar die Tatsache schlechthin. Denkt daran, wenn Ihr das nächste Mal eine Klobürste kauft … überlegt Euch … nehmt Ihr wirklich nur irgendeine, die billigste  womöglich? Oder wollt Ihr etwa auch, dass sie zu Eurem schönen Scheißhaus passt? Und wenn ja, dann wisst Ihr immerhin, wo Ihr steht … und vielleicht sogar, was Euch 2011 erwartet.

Nur das Beste für 2011 (und eine goldene Klobürste), wünscht Euch
Eva Kiel

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