Archive for the ‘Mustard’ Category

BLUTMOND JUNI

Posted by on Juni 16th, 2011

Du Junimond hast uns gebracht
Blutende Scheibe auf dunkler Nacht
Hast Dunkelheit zum Tag gemacht
Mit deiner scheißpenetranten Pracht.

Und während wir zum Himmel schauen
Im Griechenland, im mäßig lauen
Verbreitet Schrecken sich und Grauen
Als Ikaros ward schlimm verhauen.

Denn der verbrannt am Himmelszelt
Am Umgang sich mit schnödem Geld
Und fiel herunter auf die Welt
Wo einen Deppen man ihn schelt (eig. schilt).

Und einen riesengroßen Narren:
„Während wir EU-andern sparen
Du den gesamteuropäischen Karren
Der Wirtschaft in den Dreck gefahren!“

Seht Tragödien, bang und bänger:
Die Nasen wachsen lang und länger!
Und der Blutmond ist Empfänger dieser Himmelszeltedränger
Die mit ihren Dummheitssamen ihn nun machen schwang und schwänger. (???)

Äh, zur Erklärung muss ich fügen:
Dieses Bild stand für das Lügen!
Und das schier ewigliche Rügen
Sich mit wenigstem zu begnügen.

Und der Blutmond ist ’ne Metapher
Nun: für das Blut und auch die Gaffer!
Die zu Einsparungen rougher
Selbst nie wären tough enougher.

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Keine Zeit

Posted by on Juni 8th, 2011

not time toulouse 550Ich habe heute definitiv keine Zeit für einen Beitrag auf dieser Website. Woher soll ich die Zeit auch nehmen? Ich habe heute früh einen Termin in Tokyo, mittags bin ich beim Lunch in Kopenhagen und abends treffe ich mich mit dem Argentinischen Landwirtschaftsminister. In Sydney.

Im Ernst. Ich habe so wenig Zeit, dass ich praktisch jeden Tag ein Minuszeitbudget verwalte. Ein paar Minuten die hier fehlen, ein halbe Stunde dort. Ich bin derart im Zeitverzug, dass ich, gäbe es einen Schöpfer, diesen täglich eine Rechnung präsentieren müsste, wie viele Stunden er mir schuldet, weil er idiotischer Weise eine Stunde nur mit 60 Minuten und den Tag bloß mit 24 Stunden erschaffen hat. Aber alleine dieser Beschwerdebrief würde so viel Zeit verschlingen, dass es den Aufwand nicht lohnt. Andererseits, man soll einen lohnenden lawsuit nie von der Bettkante stoßen.

Ich habe so wenig Zeit, dass mir zwischen den Terminen oft nicht einmal Zeit zum Luftholen bleibt. Ja, ich habe so wenig Zeit, dass mir nicht einmal Zeit bleibt, um auf die Uhr zu schauen, wie viel Zeit mir noch bleibt. Ich habe in der Tat so wenig Zeit, dass ich noch nie in meinem Leben in ein Uhrenfachgeschäft gegangen bin, um mir eine Seiko Quarz aus der Edition Swarovski (Griffini-Prasser) zu kaufen. Und diese danach in einem Anfall von Erleuchtung wutentbrannt zu zertreten.

Mein Zeitbudget ist so begrenzt, dass ich begonnen habe, freie Sekunden in meinem iPhone-Kalender einzutragen. Und weil es dort keinen Sekundeneintrag gibt, habe ich eine Klage gegen aPple eingebracht, für die ich natürlich keine Zeit habe. Aber daran sind wiederum nur aPple und das iPhone schuld. Stunden scheiße ich täglich damit herum. Stunden, die ich nicht habe!!!

Ich habe so wenig Zeit, dass ich nicht einmal Zeit habe, diesen Satz hier hinzuschreiben. Ich habe ihn nur, hastend von einem Termin zum nächsten, flüchtig und atemlos gedacht, dann ist er mir aus dem Kopf gefallen, und irgendein arbeitsunwilliger, sozialschmarotzender Freizeitimperialist hat ihn aufgeklaubt und abgeschrieben.

Ich gehe noch weiter und behaupte: Jeder Mensch, der Zeit zum Luftholen hat, der nicht pro Tag Termine für 25 Arbeitsstunden hat, ist ein kläglicher Versager, ein Pausendoodle, ein SebastianguckindieLuft, ein Wirtschaftsparasit, ein Sozialschädling der übelsten Sorte. Aber natürlich habe ich keine Zeit, diesen Gedanken bis zu seinem faschistischen Ende zu denken.

Aber wenigstens habe ich gerade Ihnen ein paar Minuten Ihrer Zeit geklaut. Das beruhigt eigentlich doch ungemein. Denn … ihre Zeit möchte ich haben.

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Looking for Homor

Posted by on Mai 24th, 2011

voyeuristic 400Pedro P. hat seinen Homor verloren. Entsetzt wachte er heute Morgen auf, blickte überall umher, aber er fand ihn einfach nicht. Pedro wusste genau: Ohne Homor kann man den Tag nicht überstehen. Panisch begann er unter dem Sofakissen, der Zuckerdose oder dem Dreckwäschehaufen vor der Waschmaschine zu suchen. Aber ein Homor ist nichts, was man verlegt wie eineiige Socken.

Pedro suchte dennoch weiter. In der Küchenkredenz, unter dem Sofatisch. Aber der Homor war nirgends zu finden. Er schlug die Tageszeitung auf, las die Schlagzeilen: „Exklusiv: Nackte Kindfrau mit Katze im Arsch! Außerdem: Soll man Mehl zum Backen sieben?“ Pedro schlug die Zeitung mürrisch wieder zu. Auch hier war der Homor nicht.

Pedro blickte auf seinen Gehaltszettel und … wieder nichts! Kein Homor zu finden. Tschuldigung … Allmählich reichte es Pedro. Er überlegte sich ernsthaft, einen Brief zu schreiben … Tschuldigung, darf ich hier kurz unterbrechen … Pedro wusste noch nicht, an wen, aber … Ich unterbreche wirklich ungern, aber …
Ja, was ist denn!?
Tschuldigung, ich wollte nur sagen …
Ja?
Ich bin die vergessene Pointe aus dem letzten Beitrag.
Was denn? Welche Pointe? Es gab keine Pointe im letzten Beitrag.
Ja, eben. Hier bin ich. Ich habe mich verirrt. 
Was heißt hier verirrt?! Eine Pointe, die nicht existiert, kann sich nicht verirren: Sie existiert nicht!
Ich aber doch!
Trotzig auch noch sein, wie?!
Bitte, ich kann ja wieder gehen.
Ja, gut, hau ab, verschwinde aus diesem Beitrag!
Ja, aber, es ist nur so …
Was ist denn noch?!
Ich wäre so gerne …
Was?
Ich wäre so gerne die Pointe in einem Sebastian-Kurz-Witz.
Geh bitte, Sebastian-Kurz-Witze sind out! Schnee von Gestern. Absolut laaaangweilig. Keine Sau interessiert sich mehr für diesen Typen!
Aber er ist doch noch Staatssekretär …
Und?
Na, wenn er wieder ein Interview gibt? Irgendwas Blödes sagt?
Was? Hat er etwa schon etwas Vernünftiges gesagt?
Nein, aber ich meine nur.
Ja, bitte, das kennen wir schon. Eine Pointe mit Meinung. So weit kommt’s noch.
Ich könnte auch eine Pointe in einem Spindelegger-Witz sein.
Ja, ja, eine spindeldürre Pointe vielleicht.
Der war schlecht.
Ja, aber es war eine Pointe. Deine Pointe! Begnüg dich damit! Das Leben ist nun mal unfair.
Nein, diese Pointe bin ich nicht. Das reicht mir nicht. Ich will eine gute, ein richtig knallige Pointe sein.
Hör mal, um eine gute Pointe zu werden, braucht es mehr als nur Humor, es braucht …
Ja?
Na, es braucht Homor.
Simpson?
Nein, Homor! H. O. M. O. R.
Also wie Humor, nur mit einem O.
Wenn Du es darauf runterbrechen willst.
Also ich weiß auch nicht, wo soll denn da der Witz sein?
Typisch Pointe! Ihr Pointen müsst immer alles irgendwie kleiner machen, oder? Stets bereit für ein billigen Lacher, der die Dinge in den Dreck zieht, sie klein und mickrig macht.
Kurz irgendwie.
Der war schlecht! Der war echt schlecht.
Du kannst mich ruhig beleidigen. Mach nur. Wie du meinst. Aber ohne mich kriegst du diesen Text hier nie fertig … ohne mich hast du einfach keinen guten Ausstieg.
Was? Wie meinen? Du glaubst echt, ich brauche Dich, um diesen Scheißtext fertig zu kriegen. Hör mal zu, Du kleine Pointenfotze! Ich brauche Dich nicht, niemand braucht Dich! Genau das unterscheidet Homor von Humor. Homor braucht keine Pointe.  Homor scheißt auf Pointen. Homor darf alles, kann alles, macht alles.
Ein Schweinchen, das alles macht.
Klappe, du Arsch! KLAPPE, DU ARSCH! HALTE DEINE GOTTVERDAMMTE SCHEISSKLAPPE!
Echt, Witze. Wenn sie nicht lustig sind, glauben sie, dass es mit ein wenig Lautstärke oder Drastik noch richten können.
RAUS! RAUS AUS MEINEM TEXT! VERPISS DICH! HAU AB, DU VERHURTE DRECKSARSCHSAUPOINTE! WIXGESICHT! ARSCHWITZ!










Das ist aber jetzt kein witziges Ende.
Mir wurscht! Abflug!
Mit mir wäre es besser geworden.
Ich fass es nicht, dass Du immer noch in meinen Text reinscheißt …
Ich will ja nur helfen.
Wegen Dir Arsch ist dieser Text viel zu lange geworden. Glaubst Du, dass den noch irgendwer liest? Ich meine, wo sind wir denn hier, verdammt? Im verfickten Internet, oder? Nicht im Feuilleton der Züricher Zeitung! Nicht in einer verschissenen Wochenendbeilage! Drei Sätze, dann ist Schluss! Mehr geht einfach nicht.
Na, komm, schau Dir mal die anderen Beiträge hier an. Alle viel zu lang.
Ich fang jetzt nicht mit Dir zu diskutieren an.
Schade.
Jetzt schmoll hier nicht auch noch herum … aber sag’ mal, bist Du eigentlich ein Junge oder ein Mädchen?
Wieso fragst Du?
Nur so.
Ich weiß auch nicht. Diese Frage hab’ ich mir noch nie gestellt.
Du könntest ja mal den Fummel ausziehen. Dann wissen wir es.
Meinst Du echt?
Ja, ja, mach schon … ja, so ist’s gut … aber Hey, Wow, da sind ja richtige, Du meine Güte … ja, leck mich doch …
Was machst Du denn da?
Na, komm schon, hab’ Dich nicht so …
Oh, Gott … Nein!
Oh, Baby, gottverdammt …
Oh, Nein …
Oh doch!
Oh, Nein!
Oh doch …
Nein.
Doch.
Nein.
Dooohohoaarghhh!




Pfff … jetzt ist mir leichter. Willst Du auch eine Zigarette?
Ja, gerne. Aber sag’ mal, was ist eigentlich aus dem Anfang geworden?
Dem Anfang?
Na da oben, dieser Text mit Pedro und so.
Ach Gott, der war eh nicht auszuhalten.
Na, dann ist’s ja gut.
Ja, jetzt ist alles fein.

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Vom fortschrittlichen Stuhlgang

Posted by on Mai 17th, 2011

hydra for max kacke 350Genosse Proletarier, wenn auch dich die Sorgen deiner Klassenkameraden nicht kalt lassen, wenn der Fortschritt sich auch den Weg durch dein Gedärm bahnt, unbezwingbar, wie das kommende Morgenrot einer besseren Welt, dann sei der frohen Kunde aus dem Heimatland des Proletariats, das international sein wird oder nichts, eingedenk! Dem freien Sowjetvolk gelang die massierte Produktion des ersten fortschrittlichen Aborts.

Künftig kann der Zärtlichkeit unter den Völkern auch beim Abkoten Ausdruck verliehen werden, so dass Zusammenhalt und Klassenbewusstsein sich dort vereint wissen, wo kein richtiges Leben im falschen möglich ist, und doch der Mensch, diese stoßseufzende, bedrängte Kreatur, erfährt, dass er nicht behalten, sondern alles geben muss.

Diese durchdialektisierte Erkenntnis sei auch dein Anspruch, Arbeiter! So, wie die Proletarier nichts zu verlieren und eine Welt zu gewinnen haben, gilt es, am Klosette alles zu geben und nichts zu behalten. Es ist der natürliche Stolz des Proleten, kein Werkstück unvollendet zu lassen und es gebricht ihm das Herz, sieht er einen Hammer auf der Werkbank liegen, anstatt an der richtigen Stelle zu hängen.

Bedenke, dass die Schüssel von Deinesgleichen gegossen, geschmiedet und geschwurbelt wurde! Bedenke, dass Deinesgleichen auf der ganzen Welt wie du im Lauf der Kämpfe und Kriege zwischen den Klassen innehalten um ihre ureigensten Geschäfte zu verrichten, in ihrem, deinem, in eurem Interesse! Bedenke, dass Deinesgleichen Kraft ihres Klassenbewusstseins Deinesgleichen damit einen Thron errichtet haben, von dessen Anhöhe ihr die Aurora des Friedens und der Freiheit schaut.

Und wischt, ihr Arbeitsleute, ob am Rhein, am Ebro oder an der Moldau, wischt, wie ihr es der Partei und die Partei es euch gelehrt hat! Nichts kann ohne Widerspruch sein, und jeder Druck erfordert den Gegendruck von Millionen. Mit dem gleichen Handstreich, mit dem der homo sovieticus die Tyrannei von Reaktion und Klerus hinfortgewischt hast, wischt du. Um im Gegensatz zu den Bauer- und Noske-Betrügern spaltest du nicht, sondern einst, durch deine ausgestreckte Hand.

Genosse, behalte nichts! Gib alles!

PS Schon gewusst? Wer in der Google-Bildersuche das Wort „Scheißtrümmerl“ findet, findet vor allem Hydra-Einträge … (und Hader! Hader, bitte schön, auch)

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33 jahre verstopfung …

Posted by on Mai 15th, 2011

jemen 300Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh ist seit 1978 an der Macht (und weigert sich beharrlich zurückzutreten, aber das nur nebenbei). 33 Jahre an der Spitze des Staates und kein Gedanke daran, das Zepter niederzulegen oder gar den Löffel abzugeben. 33 Jahre krampfhaftes Festhalten am eigenen Stuhl … wie hart muss es da wohl im Gedärm rumoren … Hydra hat die jährlichen Neujahrgrußbotschaften des jemenitischen Staatsoberhaupts minutiös recherchiert um herauszufinden, mit welchen Slogans sich die Macht an die Macht klammert.

1978: Voran mit neuem Elan!

1979: Auch im zweiten Jahr: Saleh steht für Erneuerung!

1980: Auf ein Neues! Wir machen es besser!

1981: Wir machen den Jemen noch lebenswerter!

1982: Fünf Jahre und kein bisschen müde!

1983: Jemen für immer!

1984: Jemen! Jemen! Jemen!

1985: Dem Vorjahrsslogan ist nichts hinzuzufügen!

1986: Was lange währt, hat sich bewährt!

1987: Immer noch stehe ich für Erneuerung und ein besseres Lebensgefühl!

1988: Zehn Jahre Stabilität!

1989: Auch nach dem Fall der Mauer (die uns nie interessiert hat, im Übrigen): Jemen! Jemen! Jemen!

1990: Heuer ist uns nichts eingefallen, aber Ihr könnt es Euch ohnehin nicht aussuchen!

1991: Für eine gute Ernte und für reichlich Nachwuchs!

1992: Liebe Grüße auch von meiner Zweitfrau!

1993: Neujahrsgrußbotschaft wegen Erkältung abgesagt!

1994: Ich mache weiter, ob ihr wollt oder nicht!

1995: Ich lasse mir mein Land nicht krank nörgeln, nur weil ich schon 17 Jahre im Amt bin.

1996: Unzulässige Kritik wird nicht geduldet!

1997: In Allahs Namen! Hört auf zu kritisieren!

1998: Auch heuer werden wir Oppositionelle rücksichtslos inhaftieren, foltern und erschießen. (Nicht in dieser Reihenfolge … zwinker)

1999: Okay, die Grußbotschaften der letzten Jahre waren ein wenig hart, egal. Hauptsache, ich bleibe Jemens Staatsbürger Numero Uno.

2000: Donnerwetter, schon ein neues Jahrtausend. Das habe ich mir immer gewünscht!

2001: Gähn. 24 Jahre und kein bisschen müde. Na gut, ein bisschen schon, aber mein Arsch ist einfach auf diesem Stuhl eingeschlafen, echt, wenn ich noch etwas fühlen würde in den Arschbacken, würde ich aufstehen und gehen.

2002: 2001 war ich meist mürrisch und schlecht gelaunt, aber heuer bin ich wieder staatstragender Laune. Ganz ehrlich!

2003: Ich mache sowieso, was ich will.

2004: Heuer tragen alle Staatsbürger das ganze Jahr über pinkfarbene Röcke! Warum? Weil ich Euer verficktes Staatsoberhaupt bin!

2005: Hat irgendjemand eine Idee, was ich mir für dieses Jahr vornehmen könnte?

2006: Jemen! Jemen! Jemen! (Überraschung. An diesen Spruch hat sich sicher niemand mehr erinnert, oder?) 2006 ist ja so was von 1984 … lol roffl knatter grunz)

2007: Heuer wird eine große Sintflut kommen! Und dann werden uns Aliens überfallen und  Heike Makatsch wird meine nächste Gattin. Haha, nur ein Scherz, wollte nur wissen, ob Ihr mir das auch abkauft.

2008: Das Land muss wieder … ach, Scheiß drauf.

2009: Voriges Jahr habe ich mir einen Flachbildschirm gekauft. Wirklich, ich glaube, alle Einwohner von Jemen sollte sich auch so ein Teil kaufen. Es macht zufriedener, ausgeglichener. Nichts ist leichter zu regieren als ein Land voller Couchpotatoes. Überlegt Euch das mal. Und jetzt ab in Eure Wohnzimmer Ihr Arschgeigen!

2010: So wie die Dinge sind, so sollten sie auch bleiben. Ganz ehrlich.

2011: Diese Idee mit den Scharfschützen, die auf Demonstranten zielen, die finde ich wirklich gelungen. Wollte ich nur pro forma erwähnen. Mich kriegt niemand von meinem Sessel runter. Saleh (das bin ich) for ever!

Wir sind alle mächtig gespannt auf die Ansage im Jahr 2012. Und erlauben uns, diesen Beitrag ganz besonders dem Land Niederösterreich zu widmen.

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projekte in cis-dur

Posted by on April 29th, 2011

wurstsemmeln 250Hydra ist eine Ideenschmiede par excellence. Kaum ein Tag vergeht, an dem das Hydra-Team nicht eine bahnbrechende Idee hat, wie die Welt unterhalten, zugleich gestürzt, zugleich auf suversiv-infantile Weise zu einer Besseren gemacht werden kann. Doch nicht jedes Projekt lässt sich verwirklichen. Lest hier Auszüge aus den berüchtigten Hydra-Redaktionsprotokollen und erfährt, warum manche Projekte nie Wirklichkeit geworden sind.

Der Eiertank

Peter: Wir kaufen 1000 Ostereier, laden sie in ein Auto, fahren damit zu einer Tankstelle und versuchen damit zu zahlen!
Curt: Weil, wie, was?
Stefan: Weil das ÖAMTC in einer Presseaussendung mitteilte, dass die Preise für Ostereier nicht annähernd so stark gestiegen sind, wie für Benzin. Könnte man also mit Ostereier zahlen …
Curt: Schon kapiert. Das ist also ein Witz, mit dem man vor allem einer desillusionierten, unterbezahlten Tankwartin auf die Nerven geht?
Peter: …  müsste man mitfilmen, dann wäre es vielleicht …
Sebastian: … und in einem Off-Kommentar erklären, was eigentlich der Witz bei der Sache ist?
Curt: 1000 Ostereier kaufen für einen nicht-selbsterklärenden Witz?
Peter: Das wäre schon irgendwie Hydra.
Curt: Wäre es, ja, in der Tat.

Die Excelparty

Sebastian: Wir laden alle unsere Freunde auf Facebook zu einer Microsoft-Excel-Party auf den Excel-Berg. Mit dem Motto: Bring your own Tabelle.
Stefan: Könnte man sich von Microsoft sponsoren lassen.
Curt: Was bitte könnte man sich da sponsoren lassen?
Sebastian: Na, die Excelparty auf dem Excelberg.
Curt: Der heißt Exelberg.
Sebastian: Gott, bist Du ein Pedant!
Curt: Und was passiert dort?
Sebastian: Na, wir feiern die Tabelle … die Tabelle an sich … oder so …
Curt: Und dafür sollen die Leute zwei Stunden Anfahrtszeit in Kauf nehmen?
Peter: Wir richten einen Shuttledienst ein.
Stefan: Könnte man sich von IKEA sponsoren lassen.
Peter: Nein, besser, wir entführen den IKEA-Bus!
Sebastian: Das ist gut. Und zwingen die IKEA-Leute, uns aus den hässlichen Regalen eine Excel-Tabelle zu bauen.
Peter: Genau!
Stefan: Genau!
Curt: Stöhn.

Die Alienmucke

Peter: Wir entführen einen Außerirdischen und lassen ihn vor dem Stephansdom Limbo tanzen.
Justus: Ja, aber das sehen nicht genügend Leute, da müssen wir auf dem Stephansplatz große Leinwände installieren …
Curt: Burschen …
Stefan: … da könnten wir gleich eine Rave-Party daraus machen.
Sebastian: … mit diesem David Kletta oder wie der heißt.
Curt: Burschen …
Justus: Nein, Rave ist 1997, wir machen was viel moderneres, keine Ahnung jetzt, was, aber wir machen es.
Peter: Ich entwerfe die Pläne für die Rakete.
Stefan: Rakete?
Peter: Na, müssen wir nicht erst den Außerirdischen holen fliegen?
Curt: Burschen …
Sebastian: Okay, Peter, Du fliegst los und holst den Außerirdischen, wir schreiben einstweilen in Excel einen Brief an diesen Kletta …
Justus: Kein Rave! Wir brauchen Elektromucke! Und riesige Zelte! Gewaltig große Zelte. Die Stenzel übernehme ich, die seife ich in Nullkommanix ein.
Curt: Burschen! Der nächste Planet ist …
Stefan: Mit Dir kann man echt nichts planen.

Der McFake

Justus: Wir eröffnen in der Pilgramgasse eine zweite McDonalds Filiale und verschenken dort einen Tag lang gratis Cheeseburger.
Stefan: Die Leute lieben Gratis-Cheeseburger.
Flo: Aber woher sollen die Leute wissen, dass es Gratis-Cheeseburger gibt? Da braucht es eine großangelegte Kampagne, Zettelverteiler in der ganzen Stadt.
Sebastian: Das machen Stefan und ich in einer Vorlesungspause.
Curt: Ganz zu schweigen davon, dass man erst eine Filiale erbauen müsste.
Peter: Könnte auch ein McDonalds Bauchladen sein.
Justus: Genau. Viel besser. Ich gehe zu McDonalds, die sollen uns 1.000 Cheeseburger schenken, die machen das sicher. Ist ja Werbung.
Flo: Du meinst, die schenken uns 1.000 Cheeseburger dafür, dass wir die in einem gefakten McDonaldsstand neben ihrer Filiale verschenken?
Justus: Die Leute werden schon kapieren, dass das satirisch gemeint ist.
Stefan: Wenn wir das vorher auf Facebook ankündigen?
Flo: Dass wir Cheeseburger verschenken?
Peter: Dann nehmen wir halt Wurtsemmeln. Herrgott, seid doch nicht so pingelig!
Curt: 1.000 Wurtsemmeln? Wofür gleich noch mal?
Peter: Einfach so.
Stefan: Müsste man am Gründonnerstag machen. Dann hätte es Witz.
Flo: Der war vorige Woche.
Sebastian: Man könnte die Wurstsemmeln mit einer Exceltabelle verschenken.
Stefan: Nein, die Leute sollen ihre Exceltabelle bringen, dann kriegen sie eine Wurstsemmel.
Peter: Nein, sie sollen ihre alten Ostereier bringen. Dann haben wir auch genug Ostereier für die Tankstellen-Aktion.
Curt: Burschen …
Justus: War Ostern nicht schon?
Stefan: Dann verschenken wir die Eier halt zu Pfingsten!
Peter: Genial!
Curt: Aber wir verschenken gar keine Ostereier, wir …
Sebastian: Pedant!
Stefan: Nörgler!
Peter: Miesmacher!
Flo: Jetzt seid mir nicht böse, aber das kann einfach nicht funktionieren. Wir haben viel zu wenig Butterbrotpapier, um die Wurstsemmeln zu verpacken.
Peter: Stimmt. Verpackung ist alles.
Stefan: Ohne Verpackung geht gar nichts.
Justus: Gut, dann reden wir beim nächsten Mal über Verpackungen, der Rest wird sich dann schon finden.

Curt Cuisine,
der natürlich stets der Spielverderber und damit der einzige Grund ist, warum diese Projekte niemals Wirklichkeit geworden sind ;-)

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The Eastermovie-factsheet

Posted by on April 26th, 2011

Schusswechsel_MatrattelDIE HARTESTEN FACTS ZUM FILMGENRE OSTERN-WESTERN:

- Eggio Morricone komponierte die Filmmusik von ‘Für eine Hand voll Dotter’, ‘Für ein paar Dotter mehr’ und ‘Spiel mir das Lied von dem, was nach dem Tod kommt’.

- Die Hauptrolle in ‘Der mit dem Eiermann tanzt’ spielte Kevin Ostner, Hollywoods attraktivster Hasendarsteller.

- Clint Easterwood spielte auch in ein paar Filmen mit. Etwa ‘Kocht es heißer!’, ‘Dirty Hasi’ oder ‘Ungebraten’.

- Karl-May-Filme (Winnetou und Old Hasenpfotenhand Teile I bis XXIV) wurden mit einem Budget von weniger als 83 Eiern gedreht.

- Eierbad Spencer und Terence Grabhill waren beliebte Darsteller in Ostern-Western-Komödien, in denen es meist leider nur darum ging, einem magersüchtigen Jesusdarsteller eins überzubraten.

- In ‘Die glorreichen Sieben’ geht es um den weißbärtigen und schöpferisch tätigen Vater eines langhaarigen Westernhelden, der in nur sieben Tagen eine fast echte Westernstadt erbaut, die sich dann aber als billige Kulisse entpuppt. Schade.

- Das Genre Italo-Ostern-Western konnte sich nie wirklich durchsetzen, da sich ja Italien eher von Nord nach Süd, als von Ost nach West erstreckt.

- Für fast jedes Eierwurf-Duell wurden Stuntmen bzw. Doubles eingesetzt. Begründung der Regisseure: “Zu gefährlich.”

- Reitszenen auf Hasen mussten oft nachgedreht werden, da Hasen nie so genau das machen, was Regisseure eigentlich wollen (Rammeln, Haken schlagen, Wiederauferstehung feiern).

- Der klassische Duellablauf: Linker Haken – Rechter Haken – In der Luft herumschnüffeln – Hakenschlagend davonlaufen – Fertig.

- Darsteller, die ihre Waffen (Eier) besonders schnell ziehen konnten, ließen diese dann auch besonders oft runterfallen.

- Als Filmrequisiten kamen fast nie echte Goldeier zum Einsatz. Jetzt danach zu suchen macht also wirklich keinen Sinn, ganz im Ernst … Und ich muss jetzt los, ähm sorry!

Sebastian Klug

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