Archive for the ‘Fake’ Category

Leak it up!

Posted by on Dezember 9th, 2010

Und noch ein räudiger Wortwitz ...

Und noch ein räudiger Wortwitz ...

Hier, ohne viel Drumherum, was unsere Informanten und undichten Stellen (sog. „Leaks“) preisgegeben haben:

Hydraleaks Enthüllung No. 1: US-Botschaftsreinigungskraft Hilde H. über Bundeskanzler Werner Faymann: Er habe überhaupt kein Interesse an den „geschrubbten Böden“ in der US-Botschaft gehabt, außerdem sei er bedeutend schmäler als sein Vize, und „wenn das“, so Hilde H., „sogar eine Putzfrau sieht, na dann Prost Mahlzeit, Guten Abend und Gute Nacht.“

Hydraleaks Enthüllung No. 2: Eine Geliebte des US-Botschaftssekretärs über Außenminister Michael Spindelegger. „Also diesen Namen neide ich ihm. Wie gerne würde ich von meinen Freundinnen hören: ‚Schaut mal, da kommt sie, die Spindeleggerische’. Da würden sie Ohren zu ihren Augen machen!“.

Hydraleaks Enthüllung No. 3: Ein Buchhalter der First American Bank über Raiffeisenchef Christian Konrad. „Diese fette Sau hat noch nie ein Konto bei uns eröffnet, aber die Fäden im Land ziehen, ja, das kann er!“

Hydraleaks Enthüllung No. 4: Diverse Passanten vor der US-Botschaft und anderen Gehwegen Wiens sind seit Tagen damit beschäftigt, sich billige Wortwitze zum Thema Wikileaks einfallen zu lassen. Z. B. Wikifreaks, Wikihicks, Wixieleaks, Wischileaks etc. Dazu ein ungenannt  bleiben wollender Medienexperte: „Es ist ganz normal, wenn jemand oder etwas derart öffentlich breit getreten wird, dass sich so mancher Idiot seinen Kopf darüber zerbricht. So etwas nennt man öffentliche Meinung.“ (Der Experte heißt Werner Hansinger, wohnhaft in der Staudergasse 17a/24, 1110 Wien, Tel. 0668/5552323, er ist Vegetarier, steht auf abartige Sexpraktiken, seine Frau hat die Maße 90/60/92, die Hauskatze hört auf den Namen Schnurrli … hier geht es um schonungslose Aufklärung und Aufdeckung, schon vergessen?)

Hydraleaks Enthüllung No. 5: Namhafte Meinungslieferanten versuchen seit Wochen zu argumentieren, wie Wikileaks der öffentliche Moral, Sitte, Anstand, Würde etc. in Misskredit bringt, und warum Wikileaks außerdem antidemokratisch, antidiplomatisch, antiwahrhaftaufklärerisch, etc. ist. Vorläufiges Zwischenergebnis: „Es ist einfach so! Und Julian Assange ist eine sich selbst zur Schau stellende Drecksau!“

Hydraleaks Enthüllung No. 6: Wenn man zu schnell ein kohlensäurehältiges Getränk zu sich nimmt, kann es zu ruckartigen Gasentladungen aus der Magengrube, kurz auch Rülpsen genannt, kommen.

Hydraleaks Enthüllung No. 7: Man kann das Wort „Internet“ auch mit dem Wort „Krieg“ verbinden. Dann entsteht daraus das Wort „Internetkrieg“. Dieses eignet sich hervorragend für Schlagzeilen.

Hydraleaks Enthüllung No. 8: Aber reden wir doch noch einmal über die österreichische Politik. Diese zeitigt nämlich „tatsächlich zunehmend bescheidene Leistungen“ weltweit und auch sonst wo. Gut, dass es Wikileaks gibt. Das hätten wir vorher nicht gewusst.

So. Das reicht wohl. Mehr Enthüllungen halten unsere blankgeschrubbten Nerven wirklich nicht aus.

Eva Leaks,
exklusiv für Hydraleaks

Das endguteste Hydra-Game!

Posted by on November 27th, 2010

gameworld300bWien/Leipzig/Montreal – Gemeinsam mit den Entwicklerstudios „Yuppiesoft“ arbeitet das Wiener Kunstprojekt „Hydra“ an einem bahnbrechend innovativen Videospiel namens „Word of Wartaft – The Age of the Wordmastercounterstrikechief“, welches bei der diesjährigen Gamesconvention in Leipzig erstmals der versammelten Fachpresse vorgestellt wurde. „Outstanding“, jubelte etwa der „Zillertaler Handarbeitsbote“ und ein Level-120-Orc auf „World of Whorecraft“ meinte gar: „Dufte“.

Worum geht’s? Der Spieler übernimmt die Rolle eines Protagonisten namens „Prota Gonist“, der sich in einer offenen Spielewelt namens „Spielewelt“ auf der Suche nach einem Artefakt namens „Das Artefakt“ begibt. Ihm stellen sich in bewährter Manier unzählige Horden von Gegnern in den Weg, die in diverse Charakterklassen eingeteilt sind, etwa „Feige Feinde“, „Fiese Feinde“ oder „Fatale Feinde“. Alle Feinde stehen im Dienste des bösen Gegenspielers, genannt „Der Böse“ oder auch „Mächtig Böser Endgegner“ oder ganz kurz „Fieses Arschloch“. Eine attraktive Verstärkung gibt es auch, denn an der Seite des Spielers kämpft als NPC eine bezaubernde, bildhübsche, vollbusige Buchstabenkombination namens „Die Partnerin“.

Wie sieht es aus? Revolutionär, um nicht zu sagen unverbraucht ist die Grafik des Spiels, denn alle Charaktere sind als Buchstabenreihen in Szene gesetzt. „Das gab es noch nie“, schwärmt Chefprogrammierer Hachi Gesu Ndeit von „Youbesoft“, „denn Charaktere aus Buchstaben, das gab es noch nie, weil … so was gab es eben noch nie. Verstehen sie? Nie!“ Das Spiel wurde darum auch sofort in den engen Kreis der Favoriten für den begehrten Preis für bestes Gamedesign, genannt „Begehrter Preis für bestes Gamedesign“, gewählt.

Wie spielt es sich? Der Spieler feuert permanent aus allen Rohren, indem er Buchstaben auf seine Widersacher spuckt. Gelingt es ihm, die gespuckten Buchstaben zu sinnvollen Sequenzen anzuordnen, etwa „Arschficker“, „Kanaille“ oder „Kotzfurunkel“, dann erhöht sich die Trefferquote exponentiell. „Natürlich“, so Hachi Gesu Ndeit, „kann man den Gegnerhorden auch mit völlig zusammenhangslosen Buchstabensalven wie ‚Zitzenzutz’, ‚Zumpflulu’ oder ‚Walempfehlung’ eins auswischen, aber die Mördermegapoints gibt es nur für richtig sinnvolle Worte.“

Unser Fazit: Also sprach Chefentwickler Curt Cuisine: „Wir wollten das definitive Crossover zwischen einem Buch und einen Killergame schaffen, um zu beweisen, dass es nichts Schädlicheres gibt als ein Buch, denn Lesen ist schlecht für die Augen und nichts verdirbt den Charakter mehr als abstraktes Töten.“ Dieser Meinung sind wir auch keinesfalls, da kommt also etwas ganz Großes auf die krisengeschüttelte Spielebranche zu. Chefentwickler Cuisine bestätigte auch gleich die Gerüchte, ob „Brubruwars“ auch mit der neuen Bewegungssteuerung „Kinect“ für die XBOX360 kompatibel sei: „Klar, unser Plan ist, dass man das Game mittels Zumpferlrotation spielen kann!“

Word of Wartaft – The Age of the Wordmastercounterstrikechief soll im August 2011 im Handel sein, ein Betatest wird demnächst verfügbar sein. PS Die Entwicklerschmiede HYDRA sucht noch kompetente Spieledesignerinnen für die Postproduktionsphase (Aufnahmebedingung: blond). Anmeldung am 3.12. beim großen Hydra-Westbahnhof-Opening http://www.westbahnhof-opening.com/

The secret diary of lady gaga

Posted by on November 4th, 2010

(c) transgender studies

(c) transgender studies

23/10/10
ron sagt, ich soll ein onlinetagebuch führen. Das sei der neueste scheiß. Glaub ich nicht, hab ich gesagt. Außerdem führt eine kunstfigur kein tagebuch. Du tust verdammt noch mal, was ich sage, darauf er. Na, warte, denke ich. Dir werd ich’s noch geben. Künstlerische freiheit ist ein hundstrümmerl im vergleich zu dem, was ich mit dir machen werde, wenn ich erstmal die weltpopherrschaft an mich gerissen habe.

24/10/10
der gig im hyde-park heute war geil. Hab dreimal auf der bühne masturbiert (auf meine übliche, meditative art). Nicht mal ron hat es bemerkt. Hihi. Ich brauche mehr federboas bei meinen auftritten. Tausende federboas. Und irgendwann muss ich den gag(a) mit dem schwanz in meiner hose wiederholen. Obwohl … Ist überholt, so was von gestern. Ich verkleide mich als dinosaurier und walze die wallstreet platt. Waltzing the wallstreet. Hey, cool! Das ist ja schon ein ganzer songtext. Fast so eloquent wie Papapapokerface … Doch nicht so blöd, so ein tagebuch.

16/10/10
ich bin größer als madonna. Als sie es je war. Das kann man/frau/ich, glaube ich, schon behaupten. Obwohl. Es liegt dann doch mehr an den highheels. Die konnten damals noch nicht so hohe machen. Das waren ja fürchterliche zeiten, diese 80er. Keine federboas. Absätze kaum höher als zehn zentimeter. Vermutlich waren die männerschwänze auch nicht größer. Drum diese ganzen fönfrisuren. Hihi. Bin ich froh, dass ich das nicht durchmachen musste. Es hätte mich aber doch interessiert, was elvis so unter der haube hatte.

17/09/10
Gestern habe ich mich von einem labrador oder wie die heißen durchstrutten lassen, während ron mir meinen wikipedia-eintrag vorgelesen hat. Weswegen ich dann gekommen bin, weiß ich nicht mehr. Ron hat ständig kühle ideen. Zieh dich sexy an, spitz die lippen, geh endlich mal zum gesangsunterricht. Aber ich muss doch die ganze facebookfanpost lesen, die ich mir täglich von meinen sekretärinnen ausdrucken und als dickes buch binden lasse. Ich hasse dieses ganze neue medienzeux. Viel lieber würde ich auf einem bauernhof leben. Wegen der stiere und den torreros. Und wegen dem Bio.

34/08/10
Hitlers tagebuch gelesen. Glaub nicht, dass das eine fälschung war. Diesen goebbels, den täte ich brauchen. War sicher cooler als ron. Ich glaube, ein paar ns-uniformen bei meinem nächsten gig würden gut passen. Die essen alle eiernudelsalat. Coole beats dazu. Und aus hitlerreden sampelt housemaster mc einen rap über gemüse. Schwarzbraun ist die haselnuss oder so. wird sicher ein hit in deutschland. Die waren ja lange vor mir schon total gaga.

08/15/10
So. Die woche ist um. Also ein tag fehlt noch, aber bin ich eine göttin, dass ich alle sieben tage schuften muss? Das tagebuch hat gar nichts gebracht. Bin immer noch entsetzlich berühmt. Das muss auch ron einsehen. Eine andere idee muss her. Wir könnten meine abgezwickten fingernägel verkaufen. Sauteuer natürlich. Oder ich mach eine restaurantkette auf. Rinderfilet a là gaga. Sauce gaga. Gagaburger. Obwohl … muss auch nicht sein. Alleine schon wegen dem Bio nicht. Ist das mühsam, heutzutage eine popikone zu sein. (das wort sollte man überhaupt nur mit betonung auf dem i aussprechen, by the way.) jedenfalls, für mich ist hier schluss. Haltet die ohren steif und auch sonst was, wenn ihr mich seht.

Gefunden und mit Gänseleberfederkiel transkribiert
von Lady Eva Kiel

Ein Klick kann die Welt verändern!

Posted by on Oktober 23rd, 2010

Die Welt kann eine bessere sein! Wenn wir alle das wollen! Und es geht so leicht! Ein Klick genügt! Ja, Hydra hat endlich die Macht des Web 2.0 behirnt. Und nützt sie nun endlich, um diese Welt zu einer viel besseren zu machen. Macht mit, wenn ihr auch an die Macht der Knöpfe glaubt! Und hier sind die Buttons, die die Welt verändern!

the bbutton 0Klickt hier, um den Welthunger binnen 5 Sekunden, nein, bleiben wir realistisch, binnen 10 Sekunden von derzeit 100 % auf 0 % zu reduzieren!

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the bbutton 1Klickt hier, um den sofortigen Weltfrieden zu sichern! Ohne Herumtheoretisieren, ohne Wenn und Aber! Nein, Friede now! Garantiert!

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the bbutton 2Klickt hier, um Maria Fekter in ein rosarotes Schaukelpferd zu verwandeln! (Es wird aber trotzdem schwarze Pünktchen haben, manchmal fordert auch der beste Internetzauber seinen Preis.)

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the bbutton 3Klickt hier, um alle Audimaxsäle dieser Welt mit protestierenden StudentInnen zu befüllen! (Jetzt neu! Garantiert ohne deutsche Berufsprotestierer!)

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the bbutton 4Klickt hier, um ganz Wien autofrei zu machen! (Aber Achtung! Diese Autos fahren dann den ganzen Tag durch Niederösterreich, völlig verwirrt und ziellos, weil sie die Südosttangente nicht finden!)

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the bbutton 5Klickt hier, um Spammails und Viren im Internet ein für allemal zu beseitigen! (Aber Achtung! Der Klick auf diesen Button könnten ihren Rechner kurz zuvor noch mit einer Milliarde Viren überfluten!)

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Warnung des Internetministeriums: Wenn sich trotz des Klickens und wider Erwarten keine automatische Weltverbesserung einstellt, versuchen Sie es nicht per Mauslick, sondern per Daumendruck am Bildschirm (genau dort, wo sich der Button befindet). Im Zweifelsfall empfehlen wir einen ruckartigen, mit vollem Elan ausgeführten Schlag auf den Bildschirm. Wir versprechen: Wenn heute alle Menschen mit voller Kraft auf die Bildschirme dieser Welt dreschen, dann sieht die Welt morgen früh ganz anders aus! Darauf geben wir Euch unser Wort!

Schickt uns ein Mail, wenn ihr noch mehr Klicks benötigt, um die Welt besser zu machen. Wenn Euch eure Freundin wieder gern haben soll, wenn der Nachbarshund endlich still sein soll, wenn Mutti mehr Taschengeld springen lassen soll … Hydra und das Internet machen es möglich! (cuisine & weecee)

975 Meter!

Posted by on September 8th, 2010

matrattel k2Herr Hammer war nicht am Gaisstein. Nicht ganz zumindest. Und auch Christian Stangl war gar nicht am K2. Der Mann, den sie auch „nicht einmal eine Fußnote in der alpinen Geschichte“ nennen, hat alles gestanden. Schuld daran ist das berüchtigte Bergsteiger-Burnout. HYDRA hat recherchiert und herausgefunden, dass Stangl und Hammer nicht alleine sind.

Wien – „Wir müssen die Bergsteiger verstehen“, so Univ.-Prof. Erhart Hillery von den Montanuniversität in Leoben, „die unerträgliche Monotonie des Kletterns, die Fadesse einer endlos beeindruckenden Landschaft, der wochenlange Sauerstoffmangel, das immer wiederkehrenden Campieren in viel zu kleinen Zelten, die Frostbeulen auf den Zehen … es ist kein leichtes Leben als Individual-Extrem-Hochalpinist.“ Hillery ist der Experte auf dem Gebiet. Neben seiner Vorlesung „Der metaphorische Reiz von Gletscherspalten“ betreibt er mit der Psychotherapeutin Clara Womann eine Praxis für gefrustete Extremsportler.

„Immer mehr Austeiger wollen austeigen“, bestätigt die Psychotherapeutin. „Der Leistungs- und Erwartungsdruck auf Extremsportler und Gipfelsturmfetischisten hat sich drastisch verstärkt. Viele wollen sich keine Höchstleistungen mehr abringen, wollen nicht mehr um jeden Preis beweisen, dass sie etwas Besonderes sind, respektive etwas Außergewöhnliches vollbringen können.“ Eine kurze Umfrage in einschlägigen Kreisen bestätigte diese Einschätzung. „Ich träume von einem stinknormalen Bürojob“, bestätigte der der vierfache Achttausenderbesteiger, Justilio Rammirez. „Einfach nur grantig jeden Morgen aufstehen, grantig den Kaffee hineinleeren, grantig in der U-Bahn sitzen, grantig im Büro ankommen und den ganzen Tag grantig eine hirnlose Arbeit erledigen, die völlig unter meinen Möglichkeiten ist.“ Rammirez seufzt gedankenverloren.

Aber nicht nur Hochalpinisten sind davon betroffen. Auch Mountainbiker wissen davon ein Liedchen zu singen. Bikerass und Jugendvizeweltmeister Sebastian Trug bestätigt: „Jetzt darf ich es ja endlich sagen: Ich habe nie den Kahlenberg bezwungen, bin immer nur den Flötzersteig rauf und runter gefahren. Mir war das einfach zu stressig. In Wahrheit wäre ich viel lieber eine Maus. Aber nur, wenn endlich jemand die ganzen Mäusefallen aus dem Weg räumen würde.“

Der Erwartungsdruck fordert seine Opfer indes überall. Guiness-Weltrekordler Stefan Garfield, der sich als erster Mensch der Geschichte sieben Stunden hindurch selbstverliebt auf einem Sofa rekelte, gibt zu, dass sein Weltrekord erschummelt war. „Ich bin mehrmals aufgestanden, um mir die Füße zu vertreten. Ich habe diese Monotonie einfach nicht ausgehalten. Ich wäre viel lieber Walkandidat.“ Hillery: „Es ist eine Krankheit, die ein gravierendes Problem in unserer Gesellschaft aufzeigt. Herausforderungen sind öde geworden. Monotonie ist das neue Steckenpferd der Kick-Hedonisten. Aber“, schränkt der Experte ein, „Wale sind auch ganz groß im Kommen. Vor allem beim klassischen Küstenfick.“ +++ schluss +++

Für die Hydra  berichtete: Konrad Gregor

Speibblockade

Posted by on September 6th, 2010

speibDieser alte Curt. Kann immer speiben, der glückliche Mann. Selbst in der Arbeit hat er Zeit dazu. Na gut, er macht das ja auch schon lange. Kann auf Kommando speiben. Irgendwas. Einfach so. Speibt drauf los. Ohne Wenn und Aber, ohne Inhalt. Und dann kommt er daher und liegt mir in den Ohren: Speib du doch auch! Über den Sommer hätte ich zwei mal kotzen sollen. “Die anderen haben das auch geschafft”, sagt er. Aber ich kann das nicht. Nicht auf Befehl. Ich speibe, wenn mir danach ist, wenn ich etwas loswerden will, wenn ich das brauche. Und dann ist es meistens besser. Oder sogar gut.
Und Sebastian. Hat so viel Zeit zum Kotzen, der Bub. Ich beneide ihn. Speiben kann heute doch schon jeder, sagt er. Online. Das sei die Internet-Revolution. Toll! Das sieht dann aber meistens auch nur aus wie hingekotzt und nicht weggewischt. Nicht bei ihm natürlich. Aber bei all den anderen Speiberlingen, die glauben, die Kotze mit dem Löffel gefressen zu haben. Mir wird schlecht, wenn ich an soviel Speibe denke. Ich steck mir den Finger in den Hals, aber nix passiert. Ich fresse doserlweise salzige Snacks, doch es kommt nix. Curt wird schon grantig. “Du sollst nicht fressen, du sollst speiben!” faucht er mich an. Für meine Speibblockade hat er kein Verständnis.
Auch Max nicht, aber der ist zum Glück so selten da. Statt Spaß zu haben, will er lieber wieder speiben, ganz viel. Max kotzt mit einer Leichtigkeit, das ist beeindruckend. Wenn der einmal angefangen hat, hört er nicht mehr auf. Bis sein Magen leer ist speibt er. Und das kann lange dauern. Löst aber leider mein Problem nicht.
Wie mich das ankotzt! Irgendwann, denk ich mir, sag ich mir, kann ich auch wieder drauf los speiben. Über Campingplätze, Strände, über die gesamte Cote d’Azur und über die Provence werd ich speiben. Da wird der Curt Augen machen. Und dann wird er mich anspeiben, mir lobend auf die Schulter klopfen. Aber ich speib mich davor an, dass es bis dahin noch länger dauern könnte.

Scheiß Speibblockade!

Parademachos und Alltagsluschen

Posted by on Mai 30th, 2010

mr properDer Hydra-Männerreport 2010
Das Wichtigste vorweg: Die Zeit des patriarchalischen Dominanz ist vorbei. Männer stehen heute endlich auch am Herd oder hinter dem Staubsauger. Allerdings steht trotzdem meist eine Frau zwischen Mann und Herd, vorzugsweise bekleidet mit einer rüschchenverzierten Schürze. Das hat den Vorteil, dass Mann bei Frau hinten herum nicht viel frei machen muss, um seinen Arbeitsanweisungen den richtigen Nachdruck zu verleihen.

„80 Prozent aller Männer haben schon einmal das Wort Staubsauger gehört, und die meisten Männer können das Wort sogar fehlerfrei ausschreiben“, so Studienautorin Polly Duster. Männer sind also definitiv softer geworden. „Nur noch 5 von 10 Männern befürworten „eine gesunde Ohrfeige“ für die Partnerin als angemessenes Züchtigungsmittel“, so Duster. Die Aufzucht von Frauen in schicken Gemeindewohnungskäfigen sei ebenfalls aus der Mode gekommen. „Frauen haben heute mehr Auslauf als früher, sie müssen auch nicht mehr bellen, wenn der Mann nach Hause kommt. Daran wird deutlich, wie sehr sich Männer mittlerweile den Wünschen der Frauen angepasst haben“, so Duster.

Sorge macht der Studienautorin hingegen die Einkommensschere. „Dieses biestige kleine Ding klemmt dauern und reißt beim Schneiden das Papier ein – eine völlige Fehlkonstruktion aus meiner Sicht.“ Duster empfiehlt stattdessen die völlig neu designte Auskommensschere. „Viele Männer finden mit nur drei oder vier Frauen das Auskommen, während Frauen wiederum von einem Mann schon die Schnauze voll haben. Hier klafft ein großes Loch, das nicht einmal der größte Macho zu füllen vermag … na ja, ein Afrikaner vielleicht“, so Duster.

Erhoben wurden in der Studie auch zeitgenössische Männertypen. „Der Parademacho von einst hat ausgedient, ebenso wie der Pomademacho, der Panademacho und der Pastramimacho.“ Auf dem Vormarsch seien hingegen die Alltagsluschen. „Typen, die versuchen Frauen zu verstehen, sogar extra Palmersunterwäsche anprobieren,  um sich in die Rolle einer Frau hineinzuversetzen.“ Duster macht keinen Hehl daraus, was sie von solchen Männern hält. „Mir hat es bislang kein noch so softer Bobo richtig besorgen können, ich brauche Sex, bei dem ich abgrundtief verachtet werde. Aber“, räumt die Studienautorin ein, „es kann natürlich sein, dass nicht alle Frauen so denken wie ich, schließlich habe ich Karriere gemacht. Und das hätte ich wohl kaum können, ohne unzählige Schw … estern im Geiste, oder?“

Dusters Fazit aus dem Männerreport:  „Was sich wirklich geändert hat ist, dass Männer heute versuchen die Frauen zu verstehen – und sie trotzdem unterdrücken. So wissen die Männer heute mehr denn je, was sie uns antun. Mir persönlich ist das aber Essig, ich brauche kein Verständnis durch Männer, ich will harte, erigierte … “ [Hier wurde das Interview aus uns unbekannten Gründen seitens der Studienautorin abgebrochen. Das finden wir sehr bedauerlich. Zum Trost singen wir jetzt alle ein kleines Liedchen im Chor. Eins, zwei, vier: Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo. Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.Tiamo Ti-Aaaamo. Tiamo Ti-Aaaaamo. TiamoTiamoTiamoTiamo Ti-Aaaaamo.]

 
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