Archive for the ‘Fake’ Category

Nicht verwechseln bitte!

Posted by on September 7th, 2011

Immer mehr Deutsche kommen nach Österreich … und haben keine Ahnung von der österreichischen Kultur. Um peinlichen und unnötigen Verwechslungen vorzubeugen, hat HYDRA ein kleines Lexikon oft verwechselter Menschen erstellt.

Bruno Kreisky – ehemaliger Bundeskanzler. Für viele der Einzige, den Österreich je hatte.
Helmut Schelsky – Soziologe mit Nazivergangenheit. Ehemals einflussreich. (angeblich)
Pierre Littbarski – Aldi-Parfümmarke, die sich auf dem Markt nie durchgesetzt hat

Wilhelm Molterer – Ehemaliger Vizekanzler. (Mehr muss man nicht wissen.)
William Holden – Wenig bekannter Hollywoodschauspieler, der für Billy Wilder im Anzug schwimmen gegangen ist.
Wolfgang Kulterer – Ehemaliger Vorsitzender der Hypo Alpe-Adria-Bank. Schwimmt vermutlich auch.

Werner Faymann – Bundeskanzler. Amtierend. (Damit weiß man eigentlich schon zuviel.)
Fay Wray – Legendäre Hollywoodtussi, wird lexikalisch auch „Schauspielerin“ genannt. Der große Affe mochte sie gerne.
Faye Dunaway – Nicht weniger legendäre Hollywoodikone. Die “Bonnie” von Richard Clyderman. (Clayderman heißt der natürlich!)

Heinz-Christian Strache – Österreichischer Märchenonkel. Lebt noch.
Hans-Christian Anderson – Dänischer Märchenonkel. Schon lange tot.
Christian Henze – Deutscher Fernsehkoch. Kocht noch.

Walter Meischberger – Böser Junge! Sehr böser Junge. Aber … es gilt die Unschuldsverhütung.
Maische – Längst vergessene österreichische Band. (siehe Christian Fennesz)
Walter Mischberger – Irgendwer auf Facebook.

Harald Serafin – Niemals mürrischer Mörbischer Tausendsassa: „Wunderbar!“
Haralds Seractil – Schmerzstillendes Mittel, das benötigt wird, wenn man Harald Serafin länger zusieht.
Seraphina – Zum Glück längst vergessenes, deutsches Popsternchen. („Männer sind so Scheiße sexy“)

Nadja Tiller – ehemalige österreichische Schauspielerin. Heimatfilme und so.
Nadine Beiler – ehemalige österreichische Sängerin. Heimatmusik und so.
Naddel – auch: Nadja Abd El Farrag. Fernsehmoderatorinnennackedei.

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Kunstskandal!

Posted by on Juli 15th, 2011

fake art 300Der deutsche Kunstmarkt wird von einem Fälschungsskandal erschüttert. Bei dutzenden Bildern, die in den letzten Jahren um Millionen verkauft wurden, stellte sich im nach hinein heraus: Diese Bilder waren gar nicht echt. Sie waren vielmehr unecht. Hydra präsentiert Euch die wichtigsten gefakten Meisterwerke, denn namhafte Kunstkuratoren warnen, dass diese heimtückischen Kopien auch nach ihrer Entlarvung noch unter der Hand – vor allem an ahnungslose Kunstbanausen – weiterverkauft werden könnten. Solltet ihr also gerade ein paar hunderttausend Euro zuviel haben und diese für einen lukrativen Kunstkauf ausgeben wollen, seht Euch das an!

Le Faymann von Picasso
„Anhand des Ultramandarinzwetschkenblaus ist dieses Bild eindeutig als Fälschung zu erkennen“, so Kunstkurator Horst Tappert von Bonner Einheitsmuseum. Auch die auf dem Bildrücken angebrachte Notiz „Sieht mir gar nicht ähnlich“ stammte nicht von Werner Faymann, wie ein Handschriftenexperte nachweisen konnte. Trotzdem hält es eine Reihe von Insidern nach wie vor möglich, dass Picasso tatsächlich ein Bild von Werner Faymann gemalt haben könnte. Das Argument: „Picasso war sich für nichts zu schade.“

L’Agiteur von George Grosz
„Grosz hat seine humoristischen Skizzen nie koloriert, außerdem verwendete er vorwiegend Tuschestifte“, so der ob dieser dreisten Fälschung entrüstete Kunstexperte Hoss Carrington. Dass trotzdem ein aus dem rechten Milieu bekannter Briefmarkensammler dieses Gemälde anfertigte (das angeblich H. C. Strache zeigen soll), beweist im Grunde nur die völlige Absenz von Bildung und Geschmack in diesem Bevölkerungssegment. Nichts desto trotz muss man anmerken, dass dieses und weitere Portraits von H. C. Strache um mehrere Millionen Euro bei Sothebys versteigern wurden.

Le Fekteur von Modigliani
Tatsache ist, dass Maria Fekter tatsächlich dem berühmte französischen Maler Modell gesessen hat, Modigliani hat jedoch nach drei Fehlversuchen den Pinsel in den Aschenbecher geworfen und wütend gerufen: „Dieses verhärtete Grinsen, dieser doppelzüngige Goder, das ist eine Beleidigung für jede Leinwand.“ Umso schamloser also, dass diese Fälschung schließlich doch noch in der renommierten Wiener Galerie „Zur Schottergrube“ auftauchte.

Kreisky und seine Erben von Miró
Auch bekannt als der „Sonnenkönig mit dem Hängenden“. Sehr treffend ist die Symbolik des Bildes, im Zentrum der Sonnenkönig Bruno Kreisky, zu seinen Füßen die schwarz-roten Vasallen mit hängenden Köpfen, während die Blaunasen heiter durch die Landschaft schweben. Ein Bild dieser Art könnte der berühmte Miró tatsächlich gemalt haben, doch der berühmte Fälschungsexperte Nilf Holgerfon wies zu recht darauf hin, dass Miró niemals Schwänze gemalt hat.

Der Fall Strasser von Chirico
Giorgio de Chirico ist bekannt durch seine verschlüsselten, schwer zu entziffernden Gemälde. Könnte der Mann im Bild tatsächlich Ernst Strasser sein? Sind das Banknoten, die aus seinem Koffer entweichen? Eine österreichische Flagge im Hintergrund? Leere Plätze und verwaiste Gebäude als Metapher für eine ausgehöhlte Politik? Scheißegal, es ist eine Fälschung! Ernst Strasser hätte niemals irgendwo Geld liegen gelassen. Das wusste auch ein Künstler vom Kaliber eines Chirico.

Le rire de politicien von Erich Heckel
Der heimtückische Clou dieses Bildes: Es ist beinahe echt. Tatsächlich wurde im vergangenen Herbst der Astralleib von Erich Heckel wiederbelegt, um die Visage eines österreichischen Landesfürsten zu portraitieren. Dieser zeigte sich aber ob des Resultats („Ich habe kein derartig machtgeiles Idiotengrinsen! Außerdem sieht mir das gar nicht ähnlich!“) äußerst unzufrieden und ließ daraufhin den Sarg des Künstlers verstecken, weswegen dieser seither als ruhelose Seele über die Erde wandert. Die Kunst, sogar die gefälschte, ist eben ein unglaublich brutales Metier.

Weitere Kunstfälschungswarnungen folgen in Kürze!

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Inside Hydra!

Posted by on Februar 11th, 2011

inside hydraBislang, nein eigentlich schon seit Anbeginn der Zeit, verband man Hydra mit einer einzigen Person: Sebastian Klug, Justus Ramm, Hermann Göring und Curt Cuisine. Und natürlich, nicht zu vergessen, das kleine Stofftierchen „Puschel“! Puschel war einst ein in China hergestelltes (garantiert kinderfreundlich produziert) Stoffkaninchen, doch der brilliante Gehirnchirurg Julian „Igor“ Assange konnte das mit asbesthaltigen Sägespänen gefüllte Stofftier zu echtem, biologischen Leben erwecken. Doch zu welchem Preis! Puschel ist seither ein Rottweiler und höchst unzufrieden damit. Vor allem da sich Puschel nichts sehnlicher wünscht, als einmal eine Hauptrolle in einem der vielen Hydra-Projekte zu spielen, namentlich in der geplanten Verfilmung „Die pikanten Abenteuer des Kommissar Muz“.

Da für die Hauptrolle in diesem bahnbrechendem Meisterwerk (keiner der Hydra-Redakteure hat jemals einen Walt Disney Film gesehen, schon gar nicht „Cats&Dogs“) eine Katze vorgesehen ist, sucht Puschel gerade via Facebook nach einem begabten Veterinärmediziner, der ihn in eine Katze umwandeln kann. Und hier betritt Daniel Klugscheiß-Berg die Bühne. Daniel Klugscheiß-Berg war einst begeisterter Mitstreiter der Hydra und langjähriger Verfechter der zentralen Anliegen des Satireprojekts, die allerdings 1978 von einer vergesslichen Sekretärin in einer Schublade eines zwangsgeräumten Redaktionsbüros vergessen wurden. Seither weiß niemand mehr, was die Hydra eigentlich will, was aber, wie die Geschichte zu berichten weiß, dem nachfolgenden Weltruhm keinen Abbruch tat.

Klugscheiß-Berg blickt mit einem einerseits glücklichen und einem andererseits traurigen Auge zurück auf seine Zeit bei der Hydra (behauptet allerdings felsenfest, er könne beidseitig sehen, sei also weder Links- noch Rechtsseher), denn einerseits sei die Hydra, all ihre Mitstreiter(innen) und vor allem jede einzelne, noch so popelige ihrer Aktionen „genial“ gewesen, zugleich aber, so Klugscheiß-Berg, bestünde dieser „ganze Dreckshaufen“, diese „Arschgretzen“ in erster Linie aus „größenwahnsinnigen“ und vor allem „paranoiden“ Spießerarschkopfsautrotteldeppen.

Klugscheiß-Berg versucht nun einen Rund-um-270-Grad-Befreiungsschlag – und das in aller Öffentlichkeit. Dazu gehört sein Buch „Inside Hydra“, das er am heutigen Übermorgen in seiner 9 m² Wohnung aus dem Epson-Valdez-Drucker auf blütenweißen Lochstreifenpapier ausdrucken ließ. Und Klugscheiß-Berg gründete die Gegenplattform Harpyien. „Damit meine ich diese Weiber mit den Schlangen am Kopf, denn diese waren es, die die hirnamputierte Arschgeige von Chefkochredakteur eigentlich meinte, nur hat der nie auf Wikipedia nachgeschaut, ja, in Wahrheit hat der keine Ahnung von Titten und Blaskapellen“, so Klugscheiß-Berg.

Der aus Frauenheim stammende Klugscheiß-Berg war schon in jungen Jahren in diversen Hacker-Communities tätig, unter anderem als erster Unkrautjäter im Garten der Fürstin Dolorez Montalbon de Finci Gardena und im Klub der Gartenumhacker von Erlenscheidt-Langenscheidt-Bandscheidtenvorfall. Dort lernte er auch den späteren Hydra-Chefredakteur Curt Cuisine kennen, der damals noch unter dem Pseudonym Karl-Heinz Hasser operierte, welches er aber später an einen Hydra-Kommilitonen und Rotfrontisten ersten Grades und unbekannten Namens weiterreichte.

Nach dem Abschluss seines Studiums der Angewandten Denunziatik arbeitete er von 2005 bis 2009 beim Megakonzern „Megakonzern“, wo er Millionengelder veruntreute und sie an das Satireprojekt Hydra weiterleitete. Leider kamen diese dort nie an. Ein anderer unfähiger Hacker hatte sie aufgrund einer Reihe zufälliger Operationen auf das eigene Konto überwiesen. Ohne diese Finanzspritze, die üblicherweise das verlegerische Herzstück jedes modernen Medienprojekts darstellt, gelang es Hydra nur durch gezielte Fehlinformation globale Schlagzeilen vorzutäuschen.

Von diesen Fehlinformationen selbst geblendet sah Klugscheiß-Berg nun seine Stunde gekommen. „Im Zuge dieser weltweiten Wahrnehmung hat mir mein Anwalt und Finanzberater dringend empfohlen, ganz schnell ein Buch herauszubringen, denn, ich zitiere meinen Anwalt, ‚ganz egal was da drinnen steht, es wird garantiert ein Bestseller’. Und das habe ich jetzt auch gemacht“, so Klugscheiß-Berg. Auf die Frage, was denn seine Leistung in dieser ganzen Sache sei, ob das noch irgendetwas mit den ursprünglichen Intentionen des Projekts, dessen Herz und Seele er einst gewesen sei, zu tun habe, zuckte Klugscheiß-Berg mit den Achseln und sagte: „Sehen sie, wie schön ich mit den Achseln zucken kann. Ich hab’ sie sogar rasiert. Aber das verrate ich nur ihnen.“

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„face“&„book“ ab sofort verboten!

Posted by on Februar 9th, 2011

fakebook 300Die fast internationale Nachrichtenagentur „kat“ berichtet, dass „facebook“ in Europa gelungen ist, was in den USofA bislang nicht klappte. Bereits 2004 beantragte das „Freundesnetzwerk“ das „Patent“ für das Wort „Face“, welches es „2006“ bis zum Jahr „2014“ auch bewilligt bekam. Jetzt möchte sich die „soziale Plattform“ auch den „Begriff“ „Book“ schützen lassen.

Und „kat“ weiter: Auch wenn „Websites“ wie „Teachbook“ schon eine Menge Scherereien mit „Face“-„Book“ alleine des Namens wegen schon hatten, in Zukunft müssten sie mit noch viel größeren Schwierigkeiten richten, sobald sie auch nur die Wörter „Face“ oder „Book“ andenken. Denn, so Experte Dieter Liebhart vom Wiener E-Commerce-Center, die Gültigkeit beziehe sich auf den gesamten Bereich „Telekommunikation“, mithin also auf alles, was jemals irgendwo „online“, „offline“ oder „wäscheline“ geht. Völlig aussichtslos ist es, jemals wieder eine „soziale Plattform“ zu gründen, die irgendetwas mit „Gesichtern“ oder „Büchern“ zu tun hat, aber „Schönheitschirurgen“ können ruhig „Faces“ verwenden, schließlich werden diese danach ohnehin verändert, so dass die Anwälte von „Face“-“Book“ ihre Anklageschriften mit jeder OP neu aufsetzen müssten.

So! Und das war nun die letzten „Pressemitteilung“ ever, in der die Worte „Face“ oder „Book“ unentgeltlich vorkamen (zur Sicherheit stets als Zitat, falls doch noch ein Klagsregen auf unsere „Faces“ niederprasselt).

Eva Kiel,
schrieb live für HYDRA von standard.at ab, die es wiederum von „kat“ hatten, die das wiederum von ernest borgnine abschroben, den alle welt wiederum als „the b-movie-face“ kennen, was diesen wiederum in rage versetzte!

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hydra goes lyrik!

Posted by on Januar 7th, 2011

chat 260 bGlaubt es oder nicht, HYDRA gibt heuer erstmals ein Lyrikbändchen heraus. Die zarten, empfindsamen Romantiker im Hydra-Team lieben es zu reimen und zu dichten. Da das gemeinsame Oeuvre bereits 2.236 Gedichte umfasst, werden wir wohl nicht drum herum kommen, diese Gedichte exklusiv verlegen zu lassen.

Vorbestellungen auf diesen Gedichtband werden gerne unter office@hydrazine.at entgegen genommen. Hier dreieinhalb erste Kostproben.

Die Postweihnacht

So eine Postweihnacht-
sparty ist ein Fest,
bei dems bestimmt nie kracht,
man fünf g’rad sein lässt.

Man sitzt im Kreis und spricht
von den Verwandten
- man mag sie, naja …  nicht -
und manchmal Bekannten.

Alles war voll der Scheiß
und so heuchlerisch.
Die Suppe war zu heiß,
das Festessen Fisch.

Alle Studis fuhr’n heim,
Oma besuchen,
wo sie bis Sonntag blei’m
und essen: Kuchen.

Überhaupt wurd viel ge-
völlert und -fressen,
sehr teure und bill’ge
Delikatessen.

Kaum ist Weihnachten ‘rum,
flieht man das Idyll,
schaut kurz ein bisserl dumm
und entsorgt den Müll.

Dann heißt’s Partys besuch-
en und wehklagen,
gehüllt in feines Tuch
mit ’nem Reizmagen-

syndrom und Geschichten
über Kitsch und Streit.
Ja, nichts ließ sich schlichten,
alle sind entzweit.

Dabei entsteht viel Hass.
Und wirklich, ich wag’
es ihnen zu sagen, dass
ich Weihnachten mag.

Ja, ich mag das ganz echt,
Herzen und Kerzen,
und gedünsteten Hecht,
Knatsch und die Terzen …
… mein Gott, der Reim ist schlecht?!

Von Max von Zirkowitsch

Die Leiden des jungen Grasser

Gegen Vertuschung, für mehr Licht
für mehr Transparenz im Dickicht.
Wiener Sportklub gegen Lainz
knapper Sieg – 2 zu 1!

Gegen Drogen, für Benzin
gegen Grasser, für (ihn) Strychnin.
gegen Spekulationen, für Kalkül
gegen Rhythmus, für selbstbestimmtes Taktgefühl!

Von Peter Pampfinger

Toni Innauer slight return

Stunk und Zoff,
das liebt Horst Skoff!

Wachs und faule Eier,
Go, go, go, Hermann Maier!

Sexy Girls im heißen Schauer?
Toni Innauer!

Wen wollen wir schänden?
Alte Sportlegenden!

Von Konrad „Sportskanone“ Gregor

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Leak it up!

Posted by on Dezember 9th, 2010

Und noch ein räudiger Wortwitz ...

Und noch ein räudiger Wortwitz ...

Hier, ohne viel Drumherum, was unsere Informanten und undichten Stellen (sog. „Leaks“) preisgegeben haben:

Hydraleaks Enthüllung No. 1: US-Botschaftsreinigungskraft Hilde H. über Bundeskanzler Werner Faymann: Er habe überhaupt kein Interesse an den „geschrubbten Böden“ in der US-Botschaft gehabt, außerdem sei er bedeutend schmäler als sein Vize, und „wenn das“, so Hilde H., „sogar eine Putzfrau sieht, na dann Prost Mahlzeit, Guten Abend und Gute Nacht.“

Hydraleaks Enthüllung No. 2: Eine Geliebte des US-Botschaftssekretärs über Außenminister Michael Spindelegger. „Also diesen Namen neide ich ihm. Wie gerne würde ich von meinen Freundinnen hören: ‚Schaut mal, da kommt sie, die Spindeleggerische’. Da würden sie Ohren zu ihren Augen machen!“.

Hydraleaks Enthüllung No. 3: Ein Buchhalter der First American Bank über Raiffeisenchef Christian Konrad. „Diese fette Sau hat noch nie ein Konto bei uns eröffnet, aber die Fäden im Land ziehen, ja, das kann er!“

Hydraleaks Enthüllung No. 4: Diverse Passanten vor der US-Botschaft und anderen Gehwegen Wiens sind seit Tagen damit beschäftigt, sich billige Wortwitze zum Thema Wikileaks einfallen zu lassen. Z. B. Wikifreaks, Wikihicks, Wixieleaks, Wischileaks etc. Dazu ein ungenannt  bleiben wollender Medienexperte: „Es ist ganz normal, wenn jemand oder etwas derart öffentlich breit getreten wird, dass sich so mancher Idiot seinen Kopf darüber zerbricht. So etwas nennt man öffentliche Meinung.“ (Der Experte heißt Werner Hansinger, wohnhaft in der Staudergasse 17a/24, 1110 Wien, Tel. 0668/5552323, er ist Vegetarier, steht auf abartige Sexpraktiken, seine Frau hat die Maße 90/60/92, die Hauskatze hört auf den Namen Schnurrli … hier geht es um schonungslose Aufklärung und Aufdeckung, schon vergessen?)

Hydraleaks Enthüllung No. 5: Namhafte Meinungslieferanten versuchen seit Wochen zu argumentieren, wie Wikileaks der öffentliche Moral, Sitte, Anstand, Würde etc. in Misskredit bringt, und warum Wikileaks außerdem antidemokratisch, antidiplomatisch, antiwahrhaftaufklärerisch, etc. ist. Vorläufiges Zwischenergebnis: „Es ist einfach so! Und Julian Assange ist eine sich selbst zur Schau stellende Drecksau!“

Hydraleaks Enthüllung No. 6: Wenn man zu schnell ein kohlensäurehältiges Getränk zu sich nimmt, kann es zu ruckartigen Gasentladungen aus der Magengrube, kurz auch Rülpsen genannt, kommen.

Hydraleaks Enthüllung No. 7: Man kann das Wort „Internet“ auch mit dem Wort „Krieg“ verbinden. Dann entsteht daraus das Wort „Internetkrieg“. Dieses eignet sich hervorragend für Schlagzeilen.

Hydraleaks Enthüllung No. 8: Aber reden wir doch noch einmal über die österreichische Politik. Diese zeitigt nämlich „tatsächlich zunehmend bescheidene Leistungen“ weltweit und auch sonst wo. Gut, dass es Wikileaks gibt. Das hätten wir vorher nicht gewusst.

So. Das reicht wohl. Mehr Enthüllungen halten unsere blankgeschrubbten Nerven wirklich nicht aus.

Eva Leaks,
exklusiv für Hydraleaks

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Das endguteste Hydra-Game!

Posted by on November 27th, 2010

gameworld300bWien/Leipzig/Montreal – Gemeinsam mit den Entwicklerstudios „Yuppiesoft“ arbeitet das Wiener Kunstprojekt „Hydra“ an einem bahnbrechend innovativen Videospiel namens „Word of Wartaft – The Age of the Wordmastercounterstrikechief“, welches bei der diesjährigen Gamesconvention in Leipzig erstmals der versammelten Fachpresse vorgestellt wurde. „Outstanding“, jubelte etwa der „Zillertaler Handarbeitsbote“ und ein Level-120-Orc auf „World of Whorecraft“ meinte gar: „Dufte“.

Worum geht’s? Der Spieler übernimmt die Rolle eines Protagonisten namens „Prota Gonist“, der sich in einer offenen Spielewelt namens „Spielewelt“ auf der Suche nach einem Artefakt namens „Das Artefakt“ begibt. Ihm stellen sich in bewährter Manier unzählige Horden von Gegnern in den Weg, die in diverse Charakterklassen eingeteilt sind, etwa „Feige Feinde“, „Fiese Feinde“ oder „Fatale Feinde“. Alle Feinde stehen im Dienste des bösen Gegenspielers, genannt „Der Böse“ oder auch „Mächtig Böser Endgegner“ oder ganz kurz „Fieses Arschloch“. Eine attraktive Verstärkung gibt es auch, denn an der Seite des Spielers kämpft als NPC eine bezaubernde, bildhübsche, vollbusige Buchstabenkombination namens „Die Partnerin“.

Wie sieht es aus? Revolutionär, um nicht zu sagen unverbraucht ist die Grafik des Spiels, denn alle Charaktere sind als Buchstabenreihen in Szene gesetzt. „Das gab es noch nie“, schwärmt Chefprogrammierer Hachi Gesu Ndeit von „Youbesoft“, „denn Charaktere aus Buchstaben, das gab es noch nie, weil … so was gab es eben noch nie. Verstehen sie? Nie!“ Das Spiel wurde darum auch sofort in den engen Kreis der Favoriten für den begehrten Preis für bestes Gamedesign, genannt „Begehrter Preis für bestes Gamedesign“, gewählt.

Wie spielt es sich? Der Spieler feuert permanent aus allen Rohren, indem er Buchstaben auf seine Widersacher spuckt. Gelingt es ihm, die gespuckten Buchstaben zu sinnvollen Sequenzen anzuordnen, etwa „Arschficker“, „Kanaille“ oder „Kotzfurunkel“, dann erhöht sich die Trefferquote exponentiell. „Natürlich“, so Hachi Gesu Ndeit, „kann man den Gegnerhorden auch mit völlig zusammenhangslosen Buchstabensalven wie ‚Zitzenzutz’, ‚Zumpflulu’ oder ‚Walempfehlung’ eins auswischen, aber die Mördermegapoints gibt es nur für richtig sinnvolle Worte.“

Unser Fazit: Also sprach Chefentwickler Curt Cuisine: „Wir wollten das definitive Crossover zwischen einem Buch und einen Killergame schaffen, um zu beweisen, dass es nichts Schädlicheres gibt als ein Buch, denn Lesen ist schlecht für die Augen und nichts verdirbt den Charakter mehr als abstraktes Töten.“ Dieser Meinung sind wir auch keinesfalls, da kommt also etwas ganz Großes auf die krisengeschüttelte Spielebranche zu. Chefentwickler Cuisine bestätigte auch gleich die Gerüchte, ob „Brubruwars“ auch mit der neuen Bewegungssteuerung „Kinect“ für die XBOX360 kompatibel sei: „Klar, unser Plan ist, dass man das Game mittels Zumpferlrotation spielen kann!“

Word of Wartaft – The Age of the Wordmastercounterstrikechief soll im August 2011 im Handel sein, ein Betatest wird demnächst verfügbar sein. PS Die Entwicklerschmiede HYDRA sucht noch kompetente Spieledesignerinnen für die Postproduktionsphase (Aufnahmebedingung: blond). Anmeldung am 3.12. beim großen Hydra-Westbahnhof-Opening http://www.westbahnhof-opening.com/

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