Archive for the ‘Fake’ Category

Hitler’s Tagebücher nochmals entdeckt!

Posted by on April 20th, 2012

 2. Juni, 1941

Toller Tag! War Katzen-Schießen mit Göring. Ich mag ihn nicht. Ich gab ihm die Stelle bloß, weil er so lustig grunzt beim Essen. Da hab ich ihn gern dabei! Nach dem Katzen-Schießen lud ich ihn zum Spaß noch zum Diner ein. Es gab Boeff Stroganoff für uns und Schmalzbrot mit Mist für Rommel, das wir ihm als „une petite surprise avec beaucoup de Mist“ vorsetzten. Er hatte seit Geburt an keinen Geschmackssinn, was sehr zu unserer Belustigung beiträgt. Wir saßen in der Runde, Goebbels, Göring, Himmler und der ganze Verein halt und sahen dem Trottel zu, wie er ein halbes Kilo Mist in sich hineinschaufelte.

Grunzend bestellte er die Nachspeise: „Bringen Sie mir doch bitte noch etwas von dem Schweineschnauzen-Eintopf mit Fleischallerlei!“ (Ich will gar nicht ansatzweise erwähnen was wirklich hinter dem sogenannten „Schweineschnauzen-Eintopf“ steckt. Disgusting! – würde der verhasste Engländer sagen. Und damit hätte er verdammt Recht!) Und er fügte in einem Sing-Sang hinzu: „Und geizen Sie nicht mit den Pferdehoden, gnädige Frau!“ und an mich gewandt: „Einen vorzüglichen Hintern hat das Weib, nicht wahr!“

Ich konnt’s nicht glauben. „Das ist meine Frau, Sie hirnverbranntes Mistvieh!“ schrie ich ihn an. Mit Göring bin ich per Sie. Die einzigen zwei Menschen, die mich duzen dürfen sind Eva Braun und Goebbels. Eva, weil Sie mein Weib ist und Goebbels, weil er zu blöd ist. Tagebuch, du weißt wie schwer es ist, einem Kind das Siezen beizubringen. Dreimal schwerer ist es bei Goebbels. Mein Tagebuch, es deucht mir, ich bin von Schwachsinnigen umgeben.

„Entschuldigen Sie, mein Obernazi. Das konnte ich nicht ahnen.“ Er mampfte zur Ablenkung in sich hinein wie eine krasse Mistsau beim letzten Abendmahl.

„Ich halt’s nicht aus, der grunzt wie ein Schwein“ sagte ich laut und die Runde brüllte vor lachen. Görings Gesicht lief Rot an und er fraß noch schneller in sich hinein. Das macht er immer, wenn er sich schämt. In dem Moment war ich glücklich, dass ich ihn hatte. Gibt’s nicht! Grunzt wie ’ne Mistsau, der Göring.

3. September, 1942

Heute war ich im Theater. Öde Vorstellung, das Stück hieß „Drei Nazis in Südafrika“.  Die übliche Nazi-Hau-Drauf-Action halt. Um was es ging, na ja, blöde Frage, drei Nazis mischten wieder mal die Neger auf. Seit ich die absolute Gleichschaltung aller Medien und Unterhaltung befohlen habe, ist das Programm relativ eintönig. „Zwei Nazis außer Rand und Band“, „Vier Fäuste für ein Heil Hitler“, „Zwei Himmler-Hunde auf dem Weg zur Hölle“ und so Zeugs halt.

Vor meiner Zeit als Obernazi (wie mich nur meine engsten Freunde nennen, nicht Führer wie das gemeine Volk) war ich ja bekanntlich Kabarettist. Mein Programm bestand aus heiteren Tanzeinlagen und Hetzparolen gegen die Kommunisten. Mein Manager sagte mir immer, ich solle mich auf die Hetzparolen beschränken, da ich beim Tanzen wie ein „vertrottelter Dummarsch aussehe“. Das tat ich dann auch.

Meine Spezialität war es aber, das Publikum zu beschimpfen. Mein Eröffnungssatz war immer: „Guten Abend, ihr angepissten Saufnasen, willkommen bei meinem Programm politischen Spasses und produktiven Frohlockens zum Zwecke allgemeiner Leistungssteigerung, Sauerkraut, strunz und die strunz, schrmmpf schst drumm, rotzdidotz, abereidschibummbeidschibummbumm. Bei diesem Zeitpunkt flogen meist die ersten Stühle – oder Kleinkinder, was das Deutsche Volk halt so zur Hand hatte. Ich beschränkte mich also darauf, nur einzelne Personen oder Minderheiten zu beschimpfen: Dicke, Frauen, dicke Frauen oder Juden halt. Kam drauf an, wer so in der ersten Reihe saß. Da hatte ich so einige Brüller. Zum Beispiel brüllte ich einmal: „Du dicke Juden-Frau! Hast wohl zu viel  Shalomi gegessen, was.“

„Verpiss dich, du Karnickel!“ Schrie sie zurück und warf mir ihren Erstgeborenen an die Stirn. Zackprack, das haute mich von den Socken. In dem Moment wusste ich, ich würde einmal ein großer Redner werden.

 [Hitlers Tagebücher, Teil 2, wurden uns zugeschanzt von Michael Bichler, 1000jährigen Dank dafür.
Die Fotostrecke "Der alte Mann und das Meer" stammt aus dem längst eingestellten Satiremagazin "Pardon" ... denn welcher Tag ist heute?]

Frühlingsburnout!

Posted by on März 28th, 2012

Burnout ist wieder da. Kein Wunder, nach einem derart beschissenen Winter und der alljährlich deprimierenden Umstellung auf die Sommerzeit. Aber Burnout ist in der Tat eine Volkskrankheit. Schätzungen zufolge ist fast ein Viertel der Erwerbstätigen in Österreich und Deutschland chronisch völlig am Ende, ausgelaugt, planiert, fix und fertig. Manche sägen sich gar ein Bein ab oder melden sich zur Polizei und verprügeln Ausländer, nur damit sie aus der „Arbeitshölle“ entkommen können. Völlig neu ist aber, dass Burnout nicht nur Menschen betrifft.

Auch Häuser leiden neuerdings unter Burnout. So deckte das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ auf, dass gerade Einfamilienhäuser mit Holzverkleidungen oder Villen mit Intarsienarbeiten unter einer ganz fatalen Form des Burnouts leiden. Eines ist jedoch anders bei dieser brandgefährlichen Immobilienauszehrung. Beim Menschen entscheidet die berufliche Position bzw. die Rangordnung: Je höher das Arbeitstempo, je weniger Kontrollmöglichkeiten, je unsicherer der Arbeitsplatz, um so eher droht der Motivationskollaps. Bei Häusern hingegen ist es umgekehrt. „Je billiger die Einrichtung, desto unbrennbarer“, so Hausbrennexperte Jens Flame im „Spiegel“. Und fügt feixend hinzu: „Je schöner die Villa, desto lichterloher brennt sie auch.“

Aber nicht nur Häuser, auch Kraftfahrzeuge sind immer öfter von Burnout betroffen. „Kommt der Frühling, setzten sich auch immer mehr Sonntagsfahrer – und besonders Sonntagsfahrerinnen – ans Steuer“, so ein anonymer Verkehrsexperte in deutschen „Focus“. Autos seien jedoch aufgrund der immer komplizierter werdenden Elektronik zu empfindsamen Wesen gediehen (Stichwort „Künstliche Intelligenz“).

Unsensible Schaltfehler, äffisches Hupverhalten oder subwooferverstärkte Musikabscheulichkeiten deprimieren Kraftfahrzeuge mit sensibler Elektronik zunehmends. Immer öfters kommt es zu spontanen Selbstverbrennungen, in Deutschland besonders bei Golf GTI-Lenkern (mit Blondinen auf dem Beifahrersitz) oder Golf GTI-Lenkerinnen (mit hirnamputierten Beifahrern, sog. „Neonazis“). In Österreich betrifft dies überwiegend die Automarke Skoda, insbesondere die sog. „preisgünstigen“ Modelle.

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Die bitterste Burnout-Variante hat jedoch das deutsche Sensationsmagazin „Stern“ ausgegraben. Das berüchtigte „Dog-out“ gilt als Haustierzivilisationskrankheit. Hunde, die von ihren Besitzern nicht mehr so verhätschelt werden wie ehedem, verkraften dies häufig nicht mehr und machen erst noch eine Zeitlang nervigen Beziehungsstress („Was, schon wieder zweitklassiges Chappi?“, „Heute echt nur eine Viertelstunde Gassi?“, “Du kraulst mich aber nicht mehr so wie früher!“), bevor sie sich schließlich als Suchhunde bei der Freiwilligen Feuerwehr melden. Offiziell behaupten die meisten Hunde zwar, sie würden dies tun, um ein wenig Anerkennung zu ernten, doch in Wahrheit geht es den meisten unter Dog-out leidenden Hunden nur darum, sich so schnell wie möglich in die nächste Feuersbrunst zu werfen.

Die heimischen Tierschutzorganisationen arbeiten bereits an einem psychotherapeutischen Notfallspaket für betroffene Hunde. Tierpsychologe Helmuth Wart rät einstweilen zur Vorsicht und empfiehlt Hundebesitzern, sich anstelle eines Viecherls eine Briefmarkensammlung zuzulegen.  ++Hydra++Schluss++

Nicht verwechseln bitte!

Posted by on September 7th, 2011

Immer mehr Deutsche kommen nach Österreich … und haben keine Ahnung von der österreichischen Kultur. Um peinlichen und unnötigen Verwechslungen vorzubeugen, hat HYDRA ein kleines Lexikon oft verwechselter Menschen erstellt.

Bruno Kreisky – ehemaliger Bundeskanzler. Für viele der Einzige, den Österreich je hatte.
Helmut Schelsky – Soziologe mit Nazivergangenheit. Ehemals einflussreich. (angeblich)
Pierre Littbarski – Aldi-Parfümmarke, die sich auf dem Markt nie durchgesetzt hat

Wilhelm Molterer – Ehemaliger Vizekanzler. (Mehr muss man nicht wissen.)
William Holden – Wenig bekannter Hollywoodschauspieler, der für Billy Wilder im Anzug schwimmen gegangen ist.
Wolfgang Kulterer – Ehemaliger Vorsitzender der Hypo Alpe-Adria-Bank. Schwimmt vermutlich auch.

Werner Faymann – Bundeskanzler. Amtierend. (Damit weiß man eigentlich schon zuviel.)
Fay Wray – Legendäre Hollywoodtussi, wird lexikalisch auch „Schauspielerin“ genannt. Der große Affe mochte sie gerne.
Faye Dunaway – Nicht weniger legendäre Hollywoodikone. Die “Bonnie” von Richard Clyderman. (Clayderman heißt der natürlich!)

Heinz-Christian Strache – Österreichischer Märchenonkel. Lebt noch.
Hans-Christian Anderson – Dänischer Märchenonkel. Schon lange tot.
Christian Henze – Deutscher Fernsehkoch. Kocht noch.

Walter Meischberger – Böser Junge! Sehr böser Junge. Aber … es gilt die Unschuldsverhütung.
Maische – Längst vergessene österreichische Band. (siehe Christian Fennesz)
Walter Mischberger – Irgendwer auf Facebook.

Harald Serafin – Niemals mürrischer Mörbischer Tausendsassa: „Wunderbar!“
Haralds Seractil – Schmerzstillendes Mittel, das benötigt wird, wenn man Harald Serafin länger zusieht.
Seraphina – Zum Glück längst vergessenes, deutsches Popsternchen. („Männer sind so Scheiße sexy“)

Nadja Tiller – ehemalige österreichische Schauspielerin. Heimatfilme und so.
Nadine Beiler – ehemalige österreichische Sängerin. Heimatmusik und so.
Naddel – auch: Nadja Abd El Farrag. Fernsehmoderatorinnennackedei.

Kunstskandal!

Posted by on Juli 15th, 2011

fake art 300Der deutsche Kunstmarkt wird von einem Fälschungsskandal erschüttert. Bei dutzenden Bildern, die in den letzten Jahren um Millionen verkauft wurden, stellte sich im nach hinein heraus: Diese Bilder waren gar nicht echt. Sie waren vielmehr unecht. Hydra präsentiert Euch die wichtigsten gefakten Meisterwerke, denn namhafte Kunstkuratoren warnen, dass diese heimtückischen Kopien auch nach ihrer Entlarvung noch unter der Hand – vor allem an ahnungslose Kunstbanausen – weiterverkauft werden könnten. Solltet ihr also gerade ein paar hunderttausend Euro zuviel haben und diese für einen lukrativen Kunstkauf ausgeben wollen, seht Euch das an!

Le Faymann von Picasso
„Anhand des Ultramandarinzwetschkenblaus ist dieses Bild eindeutig als Fälschung zu erkennen“, so Kunstkurator Horst Tappert von Bonner Einheitsmuseum. Auch die auf dem Bildrücken angebrachte Notiz „Sieht mir gar nicht ähnlich“ stammte nicht von Werner Faymann, wie ein Handschriftenexperte nachweisen konnte. Trotzdem hält es eine Reihe von Insidern nach wie vor möglich, dass Picasso tatsächlich ein Bild von Werner Faymann gemalt haben könnte. Das Argument: „Picasso war sich für nichts zu schade.“

L’Agiteur von George Grosz
„Grosz hat seine humoristischen Skizzen nie koloriert, außerdem verwendete er vorwiegend Tuschestifte“, so der ob dieser dreisten Fälschung entrüstete Kunstexperte Hoss Carrington. Dass trotzdem ein aus dem rechten Milieu bekannter Briefmarkensammler dieses Gemälde anfertigte (das angeblich H. C. Strache zeigen soll), beweist im Grunde nur die völlige Absenz von Bildung und Geschmack in diesem Bevölkerungssegment. Nichts desto trotz muss man anmerken, dass dieses und weitere Portraits von H. C. Strache um mehrere Millionen Euro bei Sothebys versteigern wurden.

Le Fekteur von Modigliani
Tatsache ist, dass Maria Fekter tatsächlich dem berühmte französischen Maler Modell gesessen hat, Modigliani hat jedoch nach drei Fehlversuchen den Pinsel in den Aschenbecher geworfen und wütend gerufen: „Dieses verhärtete Grinsen, dieser doppelzüngige Goder, das ist eine Beleidigung für jede Leinwand.“ Umso schamloser also, dass diese Fälschung schließlich doch noch in der renommierten Wiener Galerie „Zur Schottergrube“ auftauchte.

Kreisky und seine Erben von Miró
Auch bekannt als der „Sonnenkönig mit dem Hängenden“. Sehr treffend ist die Symbolik des Bildes, im Zentrum der Sonnenkönig Bruno Kreisky, zu seinen Füßen die schwarz-roten Vasallen mit hängenden Köpfen, während die Blaunasen heiter durch die Landschaft schweben. Ein Bild dieser Art könnte der berühmte Miró tatsächlich gemalt haben, doch der berühmte Fälschungsexperte Nilf Holgerfon wies zu recht darauf hin, dass Miró niemals Schwänze gemalt hat.

Der Fall Strasser von Chirico
Giorgio de Chirico ist bekannt durch seine verschlüsselten, schwer zu entziffernden Gemälde. Könnte der Mann im Bild tatsächlich Ernst Strasser sein? Sind das Banknoten, die aus seinem Koffer entweichen? Eine österreichische Flagge im Hintergrund? Leere Plätze und verwaiste Gebäude als Metapher für eine ausgehöhlte Politik? Scheißegal, es ist eine Fälschung! Ernst Strasser hätte niemals irgendwo Geld liegen gelassen. Das wusste auch ein Künstler vom Kaliber eines Chirico.

Le rire de politicien von Erich Heckel
Der heimtückische Clou dieses Bildes: Es ist beinahe echt. Tatsächlich wurde im vergangenen Herbst der Astralleib von Erich Heckel wiederbelegt, um die Visage eines österreichischen Landesfürsten zu portraitieren. Dieser zeigte sich aber ob des Resultats („Ich habe kein derartig machtgeiles Idiotengrinsen! Außerdem sieht mir das gar nicht ähnlich!“) äußerst unzufrieden und ließ daraufhin den Sarg des Künstlers verstecken, weswegen dieser seither als ruhelose Seele über die Erde wandert. Die Kunst, sogar die gefälschte, ist eben ein unglaublich brutales Metier.

Weitere Kunstfälschungswarnungen folgen in Kürze!

Inside Hydra!

Posted by on Februar 11th, 2011

inside hydraBislang, nein eigentlich schon seit Anbeginn der Zeit, verband man Hydra mit einer einzigen Person: Sebastian Klug, Justus Ramm, Hermann Göring und Curt Cuisine. Und natürlich, nicht zu vergessen, das kleine Stofftierchen „Puschel“! Puschel war einst ein in China hergestelltes (garantiert kinderfreundlich produziert) Stoffkaninchen, doch der brilliante Gehirnchirurg Julian „Igor“ Assange konnte das mit asbesthaltigen Sägespänen gefüllte Stofftier zu echtem, biologischen Leben erwecken. Doch zu welchem Preis! Puschel ist seither ein Rottweiler und höchst unzufrieden damit. Vor allem da sich Puschel nichts sehnlicher wünscht, als einmal eine Hauptrolle in einem der vielen Hydra-Projekte zu spielen, namentlich in der geplanten Verfilmung „Die pikanten Abenteuer des Kommissar Muz“.

Da für die Hauptrolle in diesem bahnbrechendem Meisterwerk (keiner der Hydra-Redakteure hat jemals einen Walt Disney Film gesehen, schon gar nicht „Cats&Dogs“) eine Katze vorgesehen ist, sucht Puschel gerade via Facebook nach einem begabten Veterinärmediziner, der ihn in eine Katze umwandeln kann. Und hier betritt Daniel Klugscheiß-Berg die Bühne. Daniel Klugscheiß-Berg war einst begeisterter Mitstreiter der Hydra und langjähriger Verfechter der zentralen Anliegen des Satireprojekts, die allerdings 1978 von einer vergesslichen Sekretärin in einer Schublade eines zwangsgeräumten Redaktionsbüros vergessen wurden. Seither weiß niemand mehr, was die Hydra eigentlich will, was aber, wie die Geschichte zu berichten weiß, dem nachfolgenden Weltruhm keinen Abbruch tat.

Klugscheiß-Berg blickt mit einem einerseits glücklichen und einem andererseits traurigen Auge zurück auf seine Zeit bei der Hydra (behauptet allerdings felsenfest, er könne beidseitig sehen, sei also weder Links- noch Rechtsseher), denn einerseits sei die Hydra, all ihre Mitstreiter(innen) und vor allem jede einzelne, noch so popelige ihrer Aktionen „genial“ gewesen, zugleich aber, so Klugscheiß-Berg, bestünde dieser „ganze Dreckshaufen“, diese „Arschgretzen“ in erster Linie aus „größenwahnsinnigen“ und vor allem „paranoiden“ Spießerarschkopfsautrotteldeppen.

Klugscheiß-Berg versucht nun einen Rund-um-270-Grad-Befreiungsschlag – und das in aller Öffentlichkeit. Dazu gehört sein Buch „Inside Hydra“, das er am heutigen Übermorgen in seiner 9 m² Wohnung aus dem Epson-Valdez-Drucker auf blütenweißen Lochstreifenpapier ausdrucken ließ. Und Klugscheiß-Berg gründete die Gegenplattform Harpyien. „Damit meine ich diese Weiber mit den Schlangen am Kopf, denn diese waren es, die die hirnamputierte Arschgeige von Chefkochredakteur eigentlich meinte, nur hat der nie auf Wikipedia nachgeschaut, ja, in Wahrheit hat der keine Ahnung von Titten und Blaskapellen“, so Klugscheiß-Berg.

Der aus Frauenheim stammende Klugscheiß-Berg war schon in jungen Jahren in diversen Hacker-Communities tätig, unter anderem als erster Unkrautjäter im Garten der Fürstin Dolorez Montalbon de Finci Gardena und im Klub der Gartenumhacker von Erlenscheidt-Langenscheidt-Bandscheidtenvorfall. Dort lernte er auch den späteren Hydra-Chefredakteur Curt Cuisine kennen, der damals noch unter dem Pseudonym Karl-Heinz Hasser operierte, welches er aber später an einen Hydra-Kommilitonen und Rotfrontisten ersten Grades und unbekannten Namens weiterreichte.

Nach dem Abschluss seines Studiums der Angewandten Denunziatik arbeitete er von 2005 bis 2009 beim Megakonzern „Megakonzern“, wo er Millionengelder veruntreute und sie an das Satireprojekt Hydra weiterleitete. Leider kamen diese dort nie an. Ein anderer unfähiger Hacker hatte sie aufgrund einer Reihe zufälliger Operationen auf das eigene Konto überwiesen. Ohne diese Finanzspritze, die üblicherweise das verlegerische Herzstück jedes modernen Medienprojekts darstellt, gelang es Hydra nur durch gezielte Fehlinformation globale Schlagzeilen vorzutäuschen.

Von diesen Fehlinformationen selbst geblendet sah Klugscheiß-Berg nun seine Stunde gekommen. „Im Zuge dieser weltweiten Wahrnehmung hat mir mein Anwalt und Finanzberater dringend empfohlen, ganz schnell ein Buch herauszubringen, denn, ich zitiere meinen Anwalt, ‚ganz egal was da drinnen steht, es wird garantiert ein Bestseller’. Und das habe ich jetzt auch gemacht“, so Klugscheiß-Berg. Auf die Frage, was denn seine Leistung in dieser ganzen Sache sei, ob das noch irgendetwas mit den ursprünglichen Intentionen des Projekts, dessen Herz und Seele er einst gewesen sei, zu tun habe, zuckte Klugscheiß-Berg mit den Achseln und sagte: „Sehen sie, wie schön ich mit den Achseln zucken kann. Ich hab’ sie sogar rasiert. Aber das verrate ich nur ihnen.“

„face“&„book“ ab sofort verboten!

Posted by on Februar 9th, 2011

fakebook 300Die fast internationale Nachrichtenagentur „kat“ berichtet, dass „facebook“ in Europa gelungen ist, was in den USofA bislang nicht klappte. Bereits 2004 beantragte das „Freundesnetzwerk“ das „Patent“ für das Wort „Face“, welches es „2006“ bis zum Jahr „2014“ auch bewilligt bekam. Jetzt möchte sich die „soziale Plattform“ auch den „Begriff“ „Book“ schützen lassen.

Und „kat“ weiter: Auch wenn „Websites“ wie „Teachbook“ schon eine Menge Scherereien mit „Face“-„Book“ alleine des Namens wegen schon hatten, in Zukunft müssten sie mit noch viel größeren Schwierigkeiten richten, sobald sie auch nur die Wörter „Face“ oder „Book“ andenken. Denn, so Experte Dieter Liebhart vom Wiener E-Commerce-Center, die Gültigkeit beziehe sich auf den gesamten Bereich „Telekommunikation“, mithin also auf alles, was jemals irgendwo „online“, „offline“ oder „wäscheline“ geht. Völlig aussichtslos ist es, jemals wieder eine „soziale Plattform“ zu gründen, die irgendetwas mit „Gesichtern“ oder „Büchern“ zu tun hat, aber „Schönheitschirurgen“ können ruhig „Faces“ verwenden, schließlich werden diese danach ohnehin verändert, so dass die Anwälte von „Face“-“Book“ ihre Anklageschriften mit jeder OP neu aufsetzen müssten.

So! Und das war nun die letzten „Pressemitteilung“ ever, in der die Worte „Face“ oder „Book“ unentgeltlich vorkamen (zur Sicherheit stets als Zitat, falls doch noch ein Klagsregen auf unsere „Faces“ niederprasselt).

Eva Kiel,
schrieb live für HYDRA von standard.at ab, die es wiederum von „kat“ hatten, die das wiederum von ernest borgnine abschroben, den alle welt wiederum als „the b-movie-face“ kennen, was diesen wiederum in rage versetzte!

hydra goes lyrik!

Posted by on Januar 7th, 2011

chat 260 bGlaubt es oder nicht, HYDRA gibt heuer erstmals ein Lyrikbändchen heraus. Die zarten, empfindsamen Romantiker im Hydra-Team lieben es zu reimen und zu dichten. Da das gemeinsame Oeuvre bereits 2.236 Gedichte umfasst, werden wir wohl nicht drum herum kommen, diese Gedichte exklusiv verlegen zu lassen.

Vorbestellungen auf diesen Gedichtband werden gerne unter office@hydrazine.at entgegen genommen. Hier dreieinhalb erste Kostproben.

Die Postweihnacht

So eine Postweihnacht-
sparty ist ein Fest,
bei dems bestimmt nie kracht,
man fünf g’rad sein lässt.

Man sitzt im Kreis und spricht
von den Verwandten
- man mag sie, naja …  nicht -
und manchmal Bekannten.

Alles war voll der Scheiß
und so heuchlerisch.
Die Suppe war zu heiß,
das Festessen Fisch.

Alle Studis fuhr’n heim,
Oma besuchen,
wo sie bis Sonntag blei’m
und essen: Kuchen.

Überhaupt wurd viel ge-
völlert und -fressen,
sehr teure und bill’ge
Delikatessen.

Kaum ist Weihnachten ‘rum,
flieht man das Idyll,
schaut kurz ein bisserl dumm
und entsorgt den Müll.

Dann heißt’s Partys besuch-
en und wehklagen,
gehüllt in feines Tuch
mit ’nem Reizmagen-

syndrom und Geschichten
über Kitsch und Streit.
Ja, nichts ließ sich schlichten,
alle sind entzweit.

Dabei entsteht viel Hass.
Und wirklich, ich wag’
es ihnen zu sagen, dass
ich Weihnachten mag.

Ja, ich mag das ganz echt,
Herzen und Kerzen,
und gedünsteten Hecht,
Knatsch und die Terzen …
… mein Gott, der Reim ist schlecht?!

Von Max von Zirkowitsch

Die Leiden des jungen Grasser

Gegen Vertuschung, für mehr Licht
für mehr Transparenz im Dickicht.
Wiener Sportklub gegen Lainz
knapper Sieg – 2 zu 1!

Gegen Drogen, für Benzin
gegen Grasser, für (ihn) Strychnin.
gegen Spekulationen, für Kalkül
gegen Rhythmus, für selbstbestimmtes Taktgefühl!

Von Peter Pampfinger

Toni Innauer slight return

Stunk und Zoff,
das liebt Horst Skoff!

Wachs und faule Eier,
Go, go, go, Hermann Maier!

Sexy Girls im heißen Schauer?
Toni Innauer!

Wen wollen wir schänden?
Alte Sportlegenden!

Von Konrad „Sportskanone“ Gregor

 
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