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Von Fleischästen … auch Zümpfe genannt

Posted by mazirki on Januar 13th, 2010

mustard schwänze“Der wahre Penis ist im Kopf.
Und ist er nicht im Kopf,
so ist er nirgendwo” Franzi H.

Eine Abhandlung über den Zumpf bedarf einer besonderen Herangehensweise, die per se nicht verkopft sein kann oder darf, geschweige denn soll. Das wäre nämlich Brainfuck …

Wie verhält es sich nun mit dem Penis? Wer ihn hat, hat das Sagen in Kunst, Kultur, Sport, Wissenschaft, Forschung, Lehre, Politik, Religion, Internet, Stammtisch und Beziehung. Das tun die PenisträgerInnen nicht einmal mit Absicht. Das ist einfach so, ergibt sich aus eingeübten Mustern, die eine phallozentrische Kultur eben (re)produziert.

Dessen und dem großen Einfluss eines Pipsis eingedenk, können wir getrost sagen, dass der kleine Fleischast in der männlichen Leistengegend unmöglich dafür verantwortlich sein kann, dass seine TrägerInnen auf die Butterseite der Brotschnitte die wir Welt nennen … nein, das ist blöd … auf die Butterseite der Gesellschaft purzeln.

Gesellschaften haben keine Butterseiten. Butterbrote und -striezel haben Butterseiten. Und die hat vorher jemand draufgeschmiert. Diese Butter wird aber nie mit einem Penis “appliziert” (Renee Schroeder, 2008). Daraus folgern wir, dass der Penis auch kein Messer, stärker als ein Messer und vermuteter Weise keine Waffe ist. Weiter, dass NudelträgerInnen sich nicht mit dem Schmieren abgeben, sondern gebuttert werden also StriezelverzehrerInnen oder Striezel sind.

Butterkekse sind weder Waffen noch haben sie eine Butterseite. Sie sind nicht einmal Waffeln.

A part ca ist festzustellen, dass nicht einmal mehr kluge Menschen den Unterschied zwischen Idealismus und Altruismus kennen. Meistens meinen sie A. (er hat auch einen Penis, den er durch Wiedererfahrung und Bestätigung seiner selbst immer wieder neu erwirbt) und sprechen vom I. Das ist aus idealistischer Perspektive auch nur konsequent und folgerichtig, denn wenn ich es so will, ist es so, da kann Wittgenstein sich hundertmal mit seinen Wörterreinigungen brausen gehen.

Das gilt analog (kein Käse!) auch für die posessio penibus, die Schwanzbestückung.

Klar? Nein? Ach so, nicht Wittgenstein, sondern die Dominanz des Idealismus.

Womit wir wieder bei der Kopfgeburt sind. Der I. ist eine, der Spatz nicht, nicht das kleinste Spatzi. Aber – und hier beißt sich die Katze in den (Obach, Kalauer!) Schwanz – der wahre Schwanz wird im Kopf gemacht und dort bleibt er auch. Er ist also die echte Kopfgeburt und nicht, was damit gemeint ist.

Wer das Lulu am rechten Fleck (Kopf) hat, und es auch immer brav zur Schau stellt, hat nichts zu befürchten, was sich nicht durch eine Vorhaut abwenden ließe.

Haben Sie schon einmal eine Vorhaut ohne Penis gesehen? Sehen Sie! Denken Sie darüber nach.

MaZirki, 25,
hat es sich zur Aufgabe gemacht Wittgenstein und Pimmel auf einer Seite zumindest einmal im selben Text zu verwenden und lebt in St. Pölten, Pottenstein, Wien und Bad Vöslau. In seiner Freizeit pendelt er und kauft Fahrkarten

PS An den Chefredakteur
Jetzt hab ich vergessen es zu sagen: der Artikel ist deswegen so kurz, weil lange Texte niemand liest, denk ich mir. Und es wäre schade ums Pulver, oder?

PS Sebastian an MaZirki
Wenn’s für die hp ist, dann gebe ich dir Recht!
Da kann man sagen: Zu lang ist schlecht.
Das war ein Reim.
Ich esse niemals Leim. 

Religionsfreiheit? Nein, danke!

Posted by mazirki on Januar 2nd, 2010

gotlibs gottklub 500Wenn Jesus ertränkt und nicht gekreuzigt worden wäre, dann stünde in jedem Klassenzimmer Österreichs ein Aquarium …

Ich bin gegen die Religionsfreiheit. Darf ich das? Freilich, denn die Meinungsfreiheit erlaubt es mir. Die Meinungsfreiheit sagt aber, dass ich die religiösen Gefühle der Menschen (Ali, Gupta, Yitzhak, Christian …) nicht verletzen darf. Mit den Worten meines liebsten Kaisers, Ferdinand des Gütigen, als er dunnemals im 48er-Jahr den marodierenden Mob in Wiens Straßen sah: “Ja, dürfen’s denn des?”

Nein, dürfen Sie nicht. Meine Meinungsfreiheit muss einschließen, mein Bein an jeder Religion und jedem und jeder Gläubigen zu heben. Umgekehrt darf jeder dahergelaufene Christ sein Bein an mir heben. Ja, viele gehen sogar zu weit, zu meinen (nicht glauben, aber auch), ich käme in die Hölle. Das ist ein tolles Stück, aber es sei ihnen vergönnt. Gott würfelt nicht.

Deshalb gehen auch alle Religionen davon aus, dass sie allumfassende Wahrheit anbieten. Das müssen sie auch. Sonst wäre es vergebene Liebesmüh’ und ziemlich unnütz zu glauben und zu fragen, nümm? Dem folgend, kann ich annehmen, dass alle, die anderen Religionen folgen, verdammt sind. Und vice versa.

Glaube ist keine Meinung. Religion ist Privatsache. Und als solche hat sie keinerlei Unterstützung durch den Staat zu erfahren. Und darüber hinaus darf auch keine Glaubensgemeinschaft Ansprüche an die Gesellschaft oder den Staat richten, sondern einzig und allein an die Gläubigen. Folglich hat sie auch aller Güter, die nicht unmittelbar der Glaubensausübung dienen, enteignet zu werden. Ich denke an Weingüter, Zinshäuser, Schulen, Zeitungen, Verlage, Altersheime, Notschlafstellen.

Es soll keinen Religionsunterricht geben und auch keine Zeit dafür im regulären Schulunterricht, um das nachzuholen. Es soll kein Konkordat geben. Kirchen, die nicht erhalten werden können, werden dann eben selbstverwaltete Jugendzentren oder was weiß ich. Der Staat soll sich doch um Arme kümmern. Und den Reibach dafür holen wir uns vom Klerus. So einfach ist das. Ja, wirklich! Das ist nicht polemisch. Sondern demokratisch, schließlich bestimmen WIR im Staat. In der Glaubensgemeinschaft nicht.

Religionsfreiheit muss also nur als Freiheit von Religion verstanden werden. Sind wir ehrlich, welchem Katholik ist denn noch bewusst, was sich aus seiner Gottesebenbildlichkeit ableitet? “Ich glaub schon an Gott, aber nicht so wie die Kirche sagt, dass da ein alter Mann mit Bart im Himmel hockt, ja.” – Na, die Kirche, die das sagt, möchte ich sehen. “Ja, als Christin würde ich mich schon bezeichnen, also so christliche Werte und Überzeugungen, aber deswegen kann ich ja trotzdem an Wiedergeburt glauben, oder?” …

Die Religion ist am absteigenden Ast und wir müssen nur kräftig weitersägen! mazirki

PS Die Zeichung stammt vom französischen Comickünstler Marcel Gotlib. Neben diesem Comic namens “Gods Club” wurde Gotlib unter anderem mit dem Geschichtenband “Peter Pervers” und “Superdupont”, einer französischen Verarsche von Superman bekannt (kein Witz!). Das war allerdings in den 1980er Jahren. Heutzutage gibt es Gotlib eher kindergerechter, der Mann will ja auch von etwas leben.

Das große Heisenbergpingpong

Posted by mazirki on Dezember 14th, 2009

Heisenberg und seine berühmte Formel: Hydra ist scharf zum Quadrat

Heisenberg und seine berühmte Formel: Hydra ist scharf zum Quadrat

“Man kann mit Kanonen auf Spatzen, aber nicht mit Medizinbällen auf Pingpongbälle schießen”

Was besagt die Heisenberg’sche Unschärferelation? Ich frag mal schnell Google. Google ist aber leider, leider, ein Trottel und weiß nichts. Es schickt mich immer zu Wikipedia. Die sagt mir dann folgendes: “Die heisenbergsche Unschärferelation oder Unbestimmtheitsrelation ist die Aussage der Quantenphysik, dass zwei Messgrößen eines Teilchens nicht immer gleichzeitig beliebig genau bestimmbar sind. Das bekannteste Beispiel für ein Paar solcher Messgrößen sind Ort und Impuls. Die Unschärferelation ist nicht die Folge von Unzulänglichkeiten eines entsprechenden Messvorgangs, sondern prinzipieller Natur. Sie wurde 1927 von Werner Heisenberg im Rahmen der Quantenmechanik formuliert.”

Erstens, schreibt sie Heisenberg klein. Das hat sich der Mann nicht verdient. Er hat immerhin eine Unschärferelation gesetzt. Sagt man setzen? Ich denke, ja. Man setzt etwas in Relation. In dem Fall eben Unschärfe.

Zweitens, was besagt der lustige Absatz genau? Eins. Dinge bestehen aus kleinen Dingen. Diese kleinen Dinge haben nocheinmal kleinere Bestandteile. Und irgendwan sind sie so klein, dass wir sie nicht mehr sehen. Vielleicht sind sie aber auch so schnell, dass wir sie nicht sehen. Das wissen wir nicht. Aber wir können auf sie schießen. Ich kann einen Pingpongball in einen Raum werfen, in dem ein Medizinball flitzeschnell herumsaust. Den sehe ich nicht, aber ich sehe, wenn der Pingpongball plötzlich zurückkomt, weil er abprallt. Dann weiß ich, dass der flitzeschnelle Medizinball zu diesem Zeitpunkt an dieser Stelle war. Werfe ich mehrere Pingpongbälle, weiß ich mehr. Ich kann sogar ganz oag viele Pingpongbälle werfen. Je mehr, desto lustiger und – das ist das wissenschaftiche – desto mehr nähere ich mich dem Wissen um die Bewegung des flitzeschnellen Medizinballs an.

Genau kann ich es aber nie wissen, weil selbst der flitzeschnellste Medizinball nicht mehr flitzt, wenn der Raum voller Pingpongbälle ist. Das kommt zwar manchmal vor, aber dann ist Weihnachtsfeier am Institut für Quantenphysik und die Ordinarii und Ordinariae zucken voll aus und planschen nackich in der Bowle. Das dürfen sie auch, denn Pingpongbälle werfen macht durstig.

Wo liegt aber die Unschärfe? In der Relation natürlich! Irgendwann, wenn ich immer weiter frage “und was kommt dann?”, bin ich bei Teilchen, die so klein sind, dass sie nicht einmal der Herr o.Univ.Prof.Dr.mult.Dr.hc.mult. MMMMag. mit dem grooooooßen Mikroskop sehen kann. So klein! Das muss man sich einmal vorstellen!

Also wirft er wieder, aber womit? Im Vergleich mit diesem Wuziwuzikleinen Teilchen sind sogar Pingpongbälle wie Medizinbälle. Und wenn ich einen Medizinball auf einen Pingpongball werfe, verändere ich die Bahn und die Bewegung. Oder er wird kaputt. Das heißt dann CERN. Die machen das ja ständig. Mit Anlauf in ihrer Teilchenrennebahn unter der Erde.  Mazirkistan

 
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