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Acht Absurde Fakten über Gaddafi

Posted by on Oktober 28th, 2011

  

1. Gaddafi führte auf Reisen stets ein Zelt mit sich. Dieses vermochte er aber wegen der komplizierten Aufbau-Anleitung kaum jemals selbst aufzustellen, weswegen er meist gezwungen war, in den üblichen Neun-Sterne-Suites zu übernachten.

2. Gaddafi hielt sich eine Leibwache bestehend aus 40 weiblichen Bodyguards, die mit ihrem durchwegs katastrophalen Äußeren potentielle Attentäter schon von weitem abschrecken sollten (sg. Buchverkäuferinnen bzw. Amazonen).

3. Gaddafi war ein Freund grotesker Kostümierungen, die er allesamt am Bazar von Tripolis zu absoluten Ladenhüter-Schnäppchenpreisen erfeilschte (siehe auch: Wüstenklima-Niemals-Schluss-Verkauf!).

4. Gaddafi konnte weder lesen noch schreiben, weswegen er jeden einzelnen seiner Befehle in den warmen Wüstensand zeichnen musste.

5. Gaddafi litt an extremer Flugangst der übelsten Sorte, seltsamerweise aber nur bei Flügen über britischem Hoheitsgebiet.

6. Gaddafi konnte nicht mit ‘normalen’ Zahlen rechnen: Das arabeske Jahresbudget für Libyen erstellte er deshalb stets an seinem kleinen Abakus.

7. Gaddafi konnte nicht sprechen. Deshalb stammelte er oft unverständliches Zeug, das von internationalen Diplomaten oftmals fälschlich als eine rustikale Variante von Libysch mißinterpretiert wurde.

8. Gaddafis charakteristische geschwollene Augenlider stammten vom Durchlesen besonders langer und blödsinniger Listen.

[Sebastian Klug]

Die Republik Österreich hat einen Bundeskanzler und er heißt Werner Faymann.

Viel mehr gibt es da nicht zu sagen. Denn Satire benötigt immer einen Kondensationskern, an dem sie festmachen kann. Werner Faymann hingegen ist die personifizierte Antimaterie: Er ist weniger als nichts. Er ist das Produkt des Verlangens nach einem mikroskopisch kleinen kleinsten Nenner und somit winziger, als ein einziges Staubkorn. Er ist so uninteressant und nichtssagend, dass ihn selbst der dümmste und schlechteste Witz, die blödeste und oberflächlichste Äußerung größer machen würde. Er ist so uncharismatisch, dass die Vorstellung, dieser Mensch könnte jemals irgendeinen anderen Menschen für irgendetwas begeistern, gleichermaßen absurd wie surreal erscheint. Er ist in einer Art und Weise langweilig, wie man es nur erlernen kann, wenn man Jahre und Jahre darauf verwendet, und in einer Art und Weise unbeträchtlich in seinem Wirken, wie man es in solch verantwortungsvoller Position nur mit der denkbar größten Selbstbeherrschung erreichen kann. Er ist unselbstständiger als eine Marionette, durchschaubarer als ein Kleinkind und bedeutungsloser, als es jemals ein Kanzler in diesem unserem Österreich war.

Deshalb haben wir es noch niemals vermocht, Werner Faymann unsere geballte satirische Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Und dafür wollen wir uns heute bei ihm und unseren Lesern entschuldigen: ES TUT UNS VON HERZEN LEID!

Gott schütze Österreich!

Am Oktoberfest – Ein Biergedicht

Posted by on Oktober 3rd, 2011

Maß eins, Maß zwo – sind schnell bestellt!
Ich sitz am Tisch und zähl mein Geld.
Da fällt aus Ungeschicklichkeit
die Börs’ in Hopfenflüssigkeit.

Maß drei, Maß vier – folgen im Nu!
Wie’s Börslein trocknet, jammert’s mir zu:
„Neun Euro!!! So teuer wie in diesem Jahr
war es noch niemals, wirklich wahr!“

Maß fünf, Maß sechs – sind schon geordert!
Von der Börs’ ich jetzt gefordert:
„Sauf lieber Bier, anstatt zu klagen!“
Das lässt sie sich nicht zweimal sagen.

Maß sieben, Maß acht – folgen am Fuß!
Die Börs’ im Bier schwimmt mit Genuß
und lallt besoffen wie ein Schwein:
„S’Leben kann so schön *hicks* sein!“

Maß neun, Maß zehn – sind schon gezapft!
Das Leder naß, die Geldbörs’ stapft
am Tisch nun ihren Torkelgang
stimmt an den dümmsten Biergesang!

Maß elf, Maß zwölf – sind abbestellt!!!!
Die Börs’ pöbelt herum im Zelt
und starrt der Schankkraft auf den Busen!!
Um sie danach wild abzuschmusen.

Maß dreizehn, vierzehn – aus die Maus!
Hals über Kopf flücht ich nachhaus
und schwöre dort mir insgeheim:
„Wennst wieder säufst: laß Geld daheim!“

 

[Sebastian Klug]

endlager für fb-betroffenheit

Posted by on September 21st, 2011

In Unterforgettingen (Rheinland) wird dieser Tage das weltweit erste professionelle Endlager für hochgiftigen Betroffenheitsmüll eröffnet. Wir haben uns dort umgesehen!

„Wir sind hier das weltweit erste professionelles Endlager für Betroffenheitsmüll“, weiß der geschäftsführende Leiter des Endlagers zu berichten. „Sie befinden sich hier im Rheinland!“ Wertvolle Informationen prasseln auf uns nieder wie gefährlicher, radioaktiver Fallout: „Im menschlichen Meinungskraftwerk werden in einem hochkomplexen, durch mediale Falschnutzungsenergie befeuerten Core-Prozess Persönlichkeiten gespalten – dabei werden zwei Endprodukte erhalten: echte Langweilerpersönlichkeiten mit wenig Meinung, kaum Einstellung und wenig Aktionspotential – so genannte ‘Lahmärsche’ – und zweitens hochgiftige Facebookpersönlichkeiten, die mit ihrem prätentiösen Scheißgehabe unsere ganze schöne Umwelt vergiften! Unsere Aufgabe ist es, die schlimmsten und gefährlichsten Aspekte von solchem Befindlichkeitsmüll fachgerecht endzulagern, damit der Nachwelt kein massiver Schaden entsteht.“

Ein Arbeiter lenkt einen Caterpillar geschickt zwischen Haufen aus gelbem Scheißdreck hindurch. „Sehen Sie diese Haufen aus gelbem Scheißdreck? Das sind die Buttons, die noch vor wenigen Monaten jeder Mensch der westlichen Zivilisationen auf seinem Profilfoto haben musste, andernfalls hat ihn die Stasi geholt und abgeknallt. Ich kann das bezeugen, ich habe selbst Facebook und war auch bei der Stasi!“  Der Baggerfahrer fährt mit seiner Schaufel richtig brutal in den Haufen hinein und bugsiert sein Vehikel danach gefährlich nahe an uns vorbei: wir können die Verdummungshitze der echauffierten Gemüter sogar noch unter unserer Schutzbekleidung spüren! Besonders alarmierend: wir vermeinen für den Bruchteil einer Sekunde sogar so etwas wie eigene Betroffenheit in uns wahrzunehmen. Betroffenheit darüber, dass sich Menschen nur deswegen für wenige Wochen in einen Meinungsumbildungsprozess hineinziehen lassen, um ihrem Erschütterungsgedöns kurzfristig adäquat Ausdruck verleihen zu können – und um sich in der Welt der Oberflächlichkeitsplattärsche einen Platz zu sichern, den ihnen ohnehin niemand streitig machen will.

Wir finden, dass das hochegoistisch ist! Sollte denn die Darstellungssucht dieser unserer Generation zu Lasten der nächsten Generationen gehen? Sind denn nicht auch Meinungen Gegenstände wie du und ich, die in einem langen Vorgang der Selbstfindung kultiviert und aufgepäppelt werden sollten, bis man sie in ihre wohlverdiente Freiheit des rationalen Diskurses entlassen kann? Sollte denn nicht die vehementeste und selbstloseste Ablehnung “ATOMKRAFT? NEIN DANKE!” länger bestehen, als lediglich ein paar kärgliche Wöchlein und somit genau so lange, wie der am stärksten meinungsmodebewusste Facebookfreund dieses in Preis und Verständlichkeitsniveau heruntergesetzte Affekt-Kleid einer vermutlich guten, freilich kaum gelebten Weltanschauung in seinem dunklen Schrank namens Unterbewusstsein wieder verschwinden lässt?*

Plötzlich stürzt ein Mann mit Schutzmaske und einem quäkendem Detektionsgerät für Moralinsäure auf uns zu. Er keuchhustet in sein Maske, sodass es lustig blechern schallt: „Sie sind kontaminiert!!! Schnell jetzt! Sofort entseuchen, dann eine ordentliche Reinigung der Großhirnrinde und dann gleich eine vierfache Überdosis Kamillentee, zwotausendachthundert Milligramm, geschüttelt nicht gerührt, gut ziehen lassen, ich sagte: GUT ZIEHEN LASSEN! Los jetzt, bringt sie mit dem Aufzug rauf!“

In einem top-ausgerüsteten und behaglichen Krankenwagen verlassen wir das Gelände des weltweit ersten Endlagers für Betroffenheitsmüll. Der Betreiber winkt uns noch freundlich hinterher – selbstverständlich winken wir zurück. Gerne kommen wir wieder!

[Fotomontage: Peter Raritäter; Text: Sebastian Klug]

* Dieser aufgrund radioaktiver Grammatik bis zur Unkenntlichkeit zerstrahlte Satz wurde aus unserer kommenden Publikation “Kritik des Schimpfens” entfernt und hier endgelagert. 

9/11: Eine Chronik des Schreckens

Posted by on September 12th, 2011

7:38 Uhr: Mohammed Atta checkt in Boston für American-Airlines-Flug 11 ein. Wenig später betritt er das Flugzeug – und muss dieses sofort wieder verlassen: überbucht!

11:47 Uhr: Nach über vier Stunden Wartezeit auf einem unbequemen Metallbänkchen, ersteht Atta bei Starbucks einen Caffe Latte. Die Plörre enttäuscht ihn maßlos. Er droht der Servicekraft mit heiligem Krieg und wünscht ihr noch alles Gute.

12:49 Uhr: Aus Langeweile und Mangel an Alternativen kauft sich Atta einen weiteren Kaffee.

13:04 Uhr: Und noch einen!

13:27 Uhr: Bei einem routinemäßigen Sicherheitscheck fallen Attas ungewöhnlich geweitete Pupillen und der aus seinem Kaftan hevorlugende Krummsäbel auf.

14:03 Uhr: In der Röntgenröhre wird die Echtheit des Säbels vom Zoll bestätigt: Atta darf ihn behalten, wird aber für 36 Stunden in Gewahrsam genommen und zum gemeinnützigen Dienst in der Flughafenputztruppe verdonnert, da er mit den achtlos weggeworfenen Kaffeebechern gegen das ungeschriebene Flughafengesetz verstoßen hätte.

23:06 Uhr: (nächster Tag) Ein komplett übernächtigter Atta hat weder Anschlußflug, noch Hotel; er beschließt zerknirscht, sich in Allahu’s Nacktbar in Flughafennähe ein paar Stündchen zu entspannen.

23:37 Uhr: Nach einem Piccolo um 39€ pennt Atta weg und wird von den leichten Damen um seine Wertgegenstände erleichtert (inkl. Paß).

06:13 Uhr: Atta wacht mit einem Brummschädel auf der Landebahn auf und wünscht der ganzen Welt den heiligen Krieg.

09:28 Uhr: Endlich: Atta findet den selbstgemalten Ersatzpaß in seinem Schlüpfer und darf nun endlich weiterfliegen! (“Wir haben eine Lösung für Sie gefunden, Herr Atta!”)

10:27 Uhr: Ernüchterung: in der einmotorigen Cessna sitzt die Weltmeisterin im Schnellessen & Rülpsen neben ihm. Aus den Lautsprechern wimmert stundenlang beschissenes Fahrstuhlgedudel. Der Pilot will von seinen gutgemeinten Flugtipps nichts wissen (“Mehr aufs Gas! In der Kurve mit der Handbremse arbeiten”).

19:24 Uhr: Völlig gerädert landet Atta am Flughafen seiner Heimatstadt Hamburg. Er beschließt nie wieder zu fliegen und kippt sich auf der Reeperbahn mächtig einen hinter die Birne.

Drei Monate später: Mohammed Atta wartet noch immer auf sein Gepäck.

 

[Sebastian Klug]


Das grenzenlose Unglück – Ein Klagegedicht bzw. Klagesonett in Reinform (und Reimform)

Oh ihr Kurse! Ihr dümmsten Schweine ohne gleichen!
Wie ihr mit eurem Gang bescheuert
meine Angst ihr stets erneuert -
Lang zählt’ ich zu den ohne gleichen Reichen!

Doch nun DAS: Fort ist mein Geld, ohne Vorzeichen!
“Alles Paletti!“ hat’s Brokerarschloch noch beteuert
Von € 40 Millionen morgens auf den Markt gefeuert (unversteuert)
mittags nur 39,97(!) Mille mir blieben…(Anm.: muß man sich mal vorstellen!!) Des ungnädigen Schicksals Weichen?

Oh Fortuna! Der härtesten Fügungen Schmiederin, gib Kunde:
Wie soll ich Geprügelter durchs Leben mich nun schlagen?
Wer wird ein Zuhülfmireiler wenn Möbbe (vgl. ‚Mob’) plündern wie die Hunde?

Werden auslangen Champagnerflaschen deren täglich sieben und wohlig runde
Eskortdamen deren täglich acht mal acht bei den Gelagen?
Muß ich nun leben bitterärmstens von fei(n)ster Goldhand in den Munde?? (Anm.: 24-Karat-Klunker!)

 

 

[Sebastian Klug]

The Börsencrush

Posted by on August 5th, 2011

Die Stimmung am internationalen Partnermarkt wird zurzeit ganz stark von Misstrauen und bad moods bestimmt! :-( Wir wollten wissen, warum das so ist und haben deshalb hinter die Kulissen der drei großen Rating-Quatschtanten Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s geschaut! Lest alles über die persönlichen Zukunftsprognosen für die trendigsten Societypärchen an der Börse!

Viel Spaß und alles Liebe,
Eure Hydra.

 


Fiat & Chrysler

Moody’s: Heeey, Fiat und Chrysler sind sooo süß, die beiden Frischverliebten!
S&P: Ja, total! Seit der Fiat bei Chrysler eingezogen ist, ist er nicht wieder zu erkennen. Die beiden sind echt totale Business Angels zusammen :-)
Fitch: Ich find es ja auch schon ur süß, wie Fiat ständig Open Interest an Chrysler gezeigt hat. Diesen Mut haben nicht viele! Und nach dem Rückschlag ein Secondary Offer zu wagen war ein Zeichen, dass Fiat es wirklich ernst gemeint hat!
Moody’s: Angeblich hat Chrysler aber bis zur Naked Position abgewartet, bevor sie den Merge vollzogen haben…
Fitch: Naja, das versteh ich aber. Wer kauft schon gern die Cat in the sack?

Dow Jones & DAX

Fitch: Hey, was wisst ihr über diesen Dow Jones, der immer in der Gold-Bar tanzt?
Moody’s: Finger weg von dem! Der ist ein Hallodri! Er tanzt die Frauen zuerst wie ein wilder Bulle an, dann nimmt er sie tief unten auf dem Floor in der Baisse, und dann vögelt er sie oben auf der Benchmark weiter. Nix mit geregeltem Freiverkehr!
Fitch: Aber hallo! Das hör ich heute zum ersten Mal!! Apropos erstes Mal: Hat Linde endlich einen gefunden, der sie bumst?
S&P: Heeey, Fitch, du Bitch! Linde ist schon seit Jahren ungedeckt…die steht bald vor ihrem Verfallstag sag ich mal, ihr Zeitwert sinkt ständig.
Fitch: Traurig so was.
Moody’s: Ja. Traurigtraurig. Hoffentlich verspekuliert sie sich da nicht! Wird Zeit, dass sie mal wer callt und anbrüllt: KAUFEN –VERKAUFEN – KAUFEN!!! Sie sollte ihr eigener Inhaber sein!!
Fitch: Stimmt. Und sie könnte mal ruhig diesen DAX anquatschen, der öfters in der Gold-Bar ist. Der ist zwar bisschen auf Index-Inzest, aber hey: Wir leben in einem freien Markt! Jedenfalls: Sie hätte doch jede Menge Options!

Wienerberger & bwin

Moody’s: Apropos: Wienerberger und bwin haben sich jetzt ein Haus gekauft! In Port d’Folio, direkt am Meer. Ur schön!
S&P: Echt? bwin? Die perverse Sau, die auf kleine Japanerinnen steht, Nikkei und was weiß ich…?
Moody’s: Ja, genau. Wienerberger hatte ja quasi null Eigenkapital, die Rücklagen haben einfach nicht gereicht! Da war das die beste Option, sich an bwin ranzuschmeißen…
S&P: Schlimm so was.
Moody’s: Ja. Schlimmschlimm.

Bank Austria & Uni Credit

Moody’s: Habt ihr schon gehört? Erste Bank und Uni Credit streiten uuur oft!
Fitch:  Naja, kein Wunder. Uni Credit nimmt das mit der Treue nicht ganz so genau. Wie die Italiener eben so sind!
S&P: Ich hab schon vor zwei Jahren gesagt:  Das hält nie, das wird gesplittet! Das war doch schon vorhersehbar, nachdem sich Uni Credit die Liebe der Erste Bank um diesen unverschämten Dirty Price quasi erkauft hat.
Fitch: Stimmt. Diese Italiener glauben einfach immer, dass sie mit ihrem Eigenkapital das Genussrecht an jedem kriegen können. Für mich ein totaler Mistrade!!!

Euro & Franken

S&P: Oh Gott, der Euro ist innerlich total eingebrochen und der Franken hurt nur noch auf den internationalen Märkten herum! Keine Spur von Settlement.
Moody’s: Ja, weil er im Moment dauerhart ist! Echt heftig. Bailout über Bailout, eine einzige Daueremission. Für mich sitzt der klar auf der Short Position.
S&P: Ja. Und dann kommt er nach Hause und sagt so schleimige Sachen wie „Du bist mein Schatzschein!“
Fitch: So ein Arsch! Glaubt der, auf dem Markt herrscht Freiverkehr?
Moody’s: Der Euro wollte halt einfach nicht mehr nur Depot des Franken sein. Er hat eh schon genug Tränen ausgeschüttet deswegen.
S&P: Ja, aber der Euro ist auch ziemlich dumm. Angeblich war er nach einem Long Call und einem billigen Mantel – Cheapest to deliver! – später wieder halbwegs besänftigt …
Fitch: Manche lernen‘s eben nie! Sehr viel gemeinsame Restlaufzeit geb’ ich denen nicht mehr…

NYSE & Deutsche Börse

Fitch: Was ist eigentlich mit der Deutschen Börse und NYSE? Wollten die nicht auch heiraten? Ich weiß nur, dass sie bald ein kleines, süßes Aktienbündel erwartet!
S&P: Ahhh! Vorzeitige Ausübung von Vorbörslichem Handel??? Ist das nicht gegen alle guten Usancen?
Moody’s: Wenn ihr mich fragt, ist dieser NYSE sowieso das Allerletzte! Sein dummes inflationäres Geldgewäsch: Wer soll das noch haushalten? Seine Versprechen sind doch reiner Leerverkauf am letzten Handelstag. Der bietet doch überhaupt keine Sicherheiten!! Und im Bett ist er ganz ein Passiva angeblich …
S&P: Hast Recht, die Deutsche Börse ist eigentlich ganz eine Arme. Und jetzt auch noch das kleine Bündel! Die hat sich ihr Final Settlement sicher auch ganz anders vorgestellt! Wollte immer ein schmuckes Häuschen und sitzt jetzt auf einem Kredit für diese faule Immobilie …
Moody’s: Wieso zieht sie nicht wieder zurück nach Hause?
Fitch: Naja, sie kommt angeblich mit dem Continental-Klima überhaupt nicht zurecht.
S&P: Armes Ding! Bilanz der Beziehung: Ein Fiasko. Am Ende des Börsentages wird abgerechnet!
Moody’s: Arg so was.
Fitch: Ja. Argarg.

Gold & Silber

Fitch: Ich sag’s euch, Gold geht’s jetzt viel besser seit seinem Going Public! Glänzt über das ganze Gesicht.
Moody’s: Aaaahaaa? Interessant. Mit dem Gold ist irgendwas anders, das ist mir schon auch aufgefallen … mit mir wollte Gold sogar einmal einen Swap ausprobieren!! War mir dann aber zu hart. Wie es mit dem wohl weitergeht? Ich glaube, hier müsste wieder mehr in eine Beziehung mit Silber investiert werden!
Fitch: Kann schon sein. Vielleicht hat Gold aber auch nur die Dividende seiner letzten Bindung an den Dollar nicht verkraftet?
S&P: Oh Fistfuck! Ich muss jetzt leider gehen. Perfektes Timing :-) Es regnet bald Defizite und ich muss los…Darf ich mir deinen Euro-Rettungsschirm ausborgen, Moody’s? Mir ist das Ausfallrisiko aus den Wolken einfach zu hoch.
Moody’s: Ja, klar, nimm ihn dir ruhig!
S&P: Ciao Mädels!
Moody’s & Fitch: Ciao!

[Text: Stefan Rathmanner & Sebastian Klug, Icon: Bartlomiej Szatkowski]

 
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