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Die besten Metaphern aller Zeiten

Posted by evakiel on Mai 19th, 2010

metaphern 300Metaphern werden von dir häufig verwendet, wenn du etwas beschreiben willst und keine präzisen Begriffe dafür auf der Festplatte gespeichert hast, z. B. „Ihre Beine waren so schlank wie ein abgenuckelter Kugelschreiber.“ Schon weiß der/die Leser/in inutitiv, was du gemeint hast, ohne dass du Fremdwörter wie grazil, lasziv oder promiskuitiv verwenden musstest. Im Grunde aber ist das eine Art Gleichnis (nona): Du vergleichst eine beliebige Sache mit einer anderen beliebigen Sache.

Das lässt sich auch auf Sachverhalte oder ganze Geschichten ausdehnen, z. B. „Der Witz hat einen Bart, der so lang ist wie die Irrfahrt des Odysseus.“ Klar? Wobei das eigentlich gleich zwei Gleichnisse auf einem Haufen waren, denn Witze haben ja keine Bärte in echt … aber seht ihr, genau das ist ein Gleichnis.

Manche Leute lieben Gleichnisse, andere tun sich schwer damit, Literaturkritiker hingegen meckern oft und sagen, dass Gleichnisse nur Leute verwenden, die gar nicht richtig schreiben können. Aber das stimmt gar nicht, viele berühmte Schriftsteller haben Gleichnisse verwendet, ja, sie haben richtig damit um sich geworfen, wie ein Schneeschaufler im Winter mit dem Streusalz. Trotzdem gibt es kaum etwas Peinlicheres als ein schlecht umgesetztes Gleichnis. Hier darum ein paar Gleichnisse, die außer dir niemand kennt (garantiert!) und die wie die Faust aufs Nudelauge passen.

Ich werde schweigen wie eine Handgranate.
Eine ganz wichtige, oft gebräuchliche Phrase und ein Gleichnis, das an Drastik und Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Kann auch hübsch ausgeschmückt werden, z.B. „Ich werde schweigen wie eine Handgranate im Winter“ oder „Ich werde schweigen wie eine pinkfarbene Handgranate aus Krokodilsleder“ …

Ich liebe dich wie bügeln.
Für den Smalltalk zwischen Turteltäubchen unverzichtbar. Wird oft und gerne gerade von Männern in Anschlag gebracht. Nicht zuletzt wegen der koketten Analogie zum „Niederbügeln“ und „jemanden mal richtig durchbügeln“. Ergo: Sexy und rabiat zugleich, eine Metapher fürs Leben.

Er durchschreitet das Zimmer wie ein Westentaschentsunami.
Eine launige Charakterumschreibung, die erst von wenigen Jahren in Mode gekommen ist. Früher beispielsweise, um das en passant zu erwähnen, schrob man etwa: „Er durchschreitet das Zimmer wie ein Gestapo-Offizier“ oder „Er durchschreitet das Zimmer wie ein Konzentrationslagerleiter“. (Wobei man damals noch „durchschrottete“ schrob). Besonders die letzte Metapher war wegen der wunderschönen Alliteration von „Konzentrationslagerleiter“ (das muss man sich einfach auf der Zunge zergehen lassen) sehr beliebt.

Sie war so schön wie eine echte Schönheit.
Überrasche dein literarisches Umfeld mit einer sogenannten Nullsummenmetapher. Wenn du nach einer atmosphärischen Lesung den Blick von deinem Manuskript erhebst und mit diesem typischen Das-hättet-ihr-jetzt-nicht-gedacht-Blick in die Runde blickst, ist dir der durchschlagende Erfolg gewiss.

Er hatte Augen so schwarz wie gepresste Kohle.
Die Kurzform einer Metapher, die ursprünglich so lautete: „Er hatte Augen so schwarz wie jahrtausendelang unter enormen Druck und gewaltiger Hitze gepresstes Sedimentgestein“.

Mein Leben ist wie im Arsch.
Ist offensichtlich keine Metapher. Du sollst Literatur und Autobiographie immer streng voneinander trennen. Gaaanz wichtig!

So. Das war’s für heute. Mehr hilfreiche Tipps findest du natürlich in unserem brandneuen Lebensratgeber (Werbeeinschaltung No. 318). Klick auf „Abo“ und er gehört fast schon dir.

lernen mit strache

Posted by evakiel on Mai 11th, 2010

strache in serie mit 280Das Original: Zynismus
Man muss den FPÖ-Plakaten zugestehen, dass sie bereits im Original nicht fern jeglichen Humors sind. Die FPÖ-Linie ist gelebter Zynismus, oft sogar Sarkasmus. Dem Volke vorgaukeln, man sei für das Volke, sich staatstragend und familiennah präsentieren, während mehr noch als bei allen anderen Parteien das Gegenteil der Fall ist, das, ja das ist blanker Hohn.

Das Übliche: Bittere Häme
Der aufgemalte Hitlerbart verrät: „Ich habe ihn durchschaut. Durchschaut ihr ihn auch!“ Das ist … niedlich, aber trotzdem bierernst. Das weiß doch jeder. Und die es nicht wissen, wollen es nicht wissen. Egal. Geht als Geste in Ordnung („Wir sind da draußen und wir hassen dich!“), der Unterhaltungsfaktor ist aber gleich Null.

Das Bemühte: Witz mit Stil
Der Hitlerbart bei der Mutter. Ja, nicht schlecht. Zeugt von ein wenig ironischer Distanz, man sucht nach Mitteln und Wegen, um Aufsehen zu erregen. Einen Diskurs zu entfachen ist sicher auch intendiert (Warum immer auf die Mütter, etc.), und die künstlerische Intention offenbart sich nicht zuletzt am FPÖ-Logo: Hier wird noch einmal alles klar gemacht. Sehr fein, aber insgesamt … zu bemüht.

Das Optimale: Ironie am Stil
Endlich! Der Hitlerbart gehört einzig und allein dem Kind! Was heißt hier, das arme Kind kann gar nichts dafür?! (Übrigens: Tabubruch, sehr gut!) Politisches Bewusstsein beginnt im Kindergarten, eigentlich schon in der Wiege! Strache ist ja ein Idiot, der kann nichts dafür, die Mutter notorisch überfordert, aber das Kind, das hat wirklich Verantwortung – und vor allem Zeit, diese auszuleben. So wird’s gemacht!

Mehr praktische Lebenstipps gibt’s im großen Hydra-Lebensratgeber.
Ab Juni im Buchhandel erhältlich.

jetzt neu: kritzelwitz!

Posted by evakiel on Mai 2nd, 2010

kritzelwitz 300Sebastian hat ein Buch gemacht!

Eigentlich wollten wir ja heute schon erste Infos zu unserer brandneuen Ausgabe, dem großen Hydra-Lebensratgeber (siehe Bild rechts) bringen, aber nachdem es eh noch gut zwei Wochen braucht, bis das gute Stück erhältlich sein wird, und es darüber hinaus noch etwas Wunderbares zum Ankündigen gibt, folgt hier jetzt eine schamlos abgeschriebene Eigenwerbung (nein, haben wir natürlich kopiert, haltet ihr uns für Idioten oder was?):

“Der AusnahmeVerlag leistet der deutschsprachigen Komik Entwicklungshilfe – mit einer Serie von zeitgenössischen Witzbildzeichnern, die im regelmäßigen Abstand als Einzelausgaben erscheinen. Die Reihe wird eröffnet von Matrattels sensationellem Witzbildband »Ficken Sie mit mir Schmäh«. Mit verblüffendem Minimalismus und schockierender Präzision zaubert der Wiener Shootingstar fast 100 Seiten Einbildwitze aus dem Hut – hier ist ein Meister der Perspektive und des Schattenwurfs am Werk wie ihn die Witzzeichnerszene lange vermisst hat.”

http://www.ausnahmeverlag.de/site/index.php?page=Programm&regal=Autor&autor=28%3Cbr%3E%28Bitte

PS Unsere Philosophiefreunde müssen wir leider um eine Woche vertrösten. Schopenhauer hat Schnupfen und Fichte kann gerade die Kräuterteesäckchen nicht finden. Darum kann die Philosophie diese Woche nicht fröhlich weiter sterben …

die hydra springparty

Posted by evakiel on April 1st, 2010

springparty 300Redaktionsproblembär Curt ist aus dem Winterschlaf aufgewacht und terrorisiert Grafikeichhörnchen Peter mit einer blöden Idee: Das Stinktierduo Sebastian & Stefan, Igel Max und Biberjunge Justus haben den ganzen Winter nur Vorräte geplündert uns sind ganz schön in die Breite gegangen! Jetzt heißt es ganz schnell abnehmen um irgendwelchen Scheißklischees zu entsprechen!

Deswegen organisieren sie die große SPRING PARTY um durch intensives Hüpfen ganz schnell schlank zu werden. Dank des ersten VIENNA KITTY MARATHONs erhofft sich Redaktionskätzchen Sophie in Topform fürs Gelangweiltaufdemfensterbrettliegen zu kommen. Die Maulwurfsbrüder Andi & Andi mixen zusammen mit Steinmarder Matthi schon mal die angesagtesten Getränke (Vodka Isostar, Müsliriegel on the rocks, Sex on the Katzenkistlbeach, Whiskas Cola, Long Whiskers Katzenkraut Iced Tea…), während 12-Enderin Alice die Soundanlage mit ihrem Geweih aufspießt und die flinken Hasendamen Klara, Karin, Natascha und Nati am Waldrand darauf warten, dass ihnen der Jäger endlich die Dreckszigaretten vorbeibringt … und wo Kröte Lilli ist, weiß wieder einmal niemand!

Wieder mit dabei: der beliebte HYDRA-BIERWÜRFEL! (Bier um 1, 2 oder 3 Euro)

Bring deine Freunde mit, aber lass deinen Kater daheim! (wg. der Kätzchen)

Deine Hydranten

An den drehbaren Waldmusik-Trampolinen: Die gutaussehenden und wohltönenden DJs LAMINAT, DJane MIARA und DJAne Austen.

Wir danken jetzt schon und immer wieder und immer wieder gerne: Ottakringer & Audiorama für den unverzichtbaren Support.

babsi rosenkranz 4ever!

Posted by evakiel on März 30th, 2010

rosenkranz gedichtMit Tränen in den feuchten Augen, weil wir gerade in eine Pfütze gefallen sind, präsentieren wir unsere vierte und letzte Finalistin. Radegund wurde in einem Keller geboren und großgezogen, aber das ist nicht weiter schlimm, weil ihre ganze Familie im Keller lebte. Es war auch kein böser Patriarch daran schuld, sondern die Landesbank, die den Kredit fürs Eigenheim wegen nicht rechtzeitig getilgter Raten kündigte und Radegunds Familie in den Ruin trieb. Tja, hahahaha, wen wundert es, dass Radegund so eine richtige, lausige Verlierermentalität entwickelt hat und gerne Regenwürmer quält (ausländische, versteht sich). Radegund hat aber auch eine sensible Seite, sie dichtet. Nicht ganz richtig, aber immerhin.

Jedenfalls: Wir gratulieren, Radegund, auch du wirst an unserer großen Schlußverlosung nach der Präsidentinnenwahl teilnehmen.

zur “räson” hat man sie gedrängt,
ihr garst’ge strafen umgehängt.
sie musste sich entschuldigen
der demokratie huldigen!

und alles nur, weil dieses kasblatt
ihre ideen als “straftat” abtat.
ich frage mich: was soll sie sagen
um nicht mit dichand sich zu plagen?

sie sagt halt einfach wie es ist
und spart sich diesen linken mist
von freiheit, würd’, demokratie
den schwachsinn glaubert ich ihr nie.

ich sag nur eins: die frau, die kanns.
ich mag dich, barb’ra rosenkranz!

Radegund, 10 Jahre

Erneut: Pädophiler Kirchenausrutscher!

Posted by evakiel on März 19th, 2010

kirchenfickDrama in Wien Mauer
[Vorsicht Kinder, nicht weiterlesen! Absolutes Jugendverbot!]

Wien, 18. März 2010. In den frühen Morgenstunden kam es zu einem skandalösen Zwischenfall in der Kirche. Genauer gesagt waren zwei Kirchen beteiligt. Während die Wienerinnen und Wiener sanft schliefen, schlich sich der Stephansdom kurz von seinem Platz weg, um sich in unzweideutiger Weise über die Fritz Wotruba Kirche in Wien Mauer herzumachen.

Die Fritz Wotruba Kirche, die erst im Jahre 1976 fertig gestellt wurde, muss im Vergleich zum Durchschnittsalter österreichischer Kirchen eindeutig als minderjährig bezeichnet werden, tatsächlich muss man fast von einem Kirchensäugling sprechen. Ein unbescholtener Passant, Helmuth Wart, Frühpensionist, entdeckte den Stephansdom bei seinem unsittlichen Berührungsversuch und verständigte das kirchliche Sittendezernat. Seine erste Aussage: „Ja, der Stephansdom kam hier den Hügel hoch, man konnte gleich sehen, dass er Böses im Schilde führt, und dann … nein, es war schrecklich, er hat versucht mit seinen Türmen, nein, ich kann es nicht beschreiben.“

Der Stephansdom wurde verhaftet und vorerst unter Hausarrest am Stephansplatz gestellt. Er war zu keiner Stellungnahme bereit. Sein Pressesprecher ließ uns allerdings mitteilen, dass sich der Stephansdom keiner Schuld bewusst sei. Vielmehr seien die ständigen Renovierungsarbeiten schuld. Zitat: „Die schmirgeln und streicheln sein Mauerwerk schon seit Jahren, na, ist es da ein Wunder, dass er geil wie ein Kleinstadtpfarrer wird?“

Papst Benedikt Benediktus entschloss sich umgehend, einen Kirchenbrief zu verfassen, der sein gesammeltes Schweigen zum Thema enthält. „Briefe wie dieser“, so ein Sprecher des Vatikans, „eignen sich hervorragend, um Kirchen zu spalten. Und eine gespaltene Kirche richtet, wie wir wissen, keinen weiteren Schaden mehr an. Die Türme haben dann nämlich ünerhaupt keine Steifigkeit mehr.“ Wie erfolgreich die Maßnahme der Kirchenspaltung tatsächlich sein wird, ist noch unklar. In der Bevölkerung herrscht einstweilen tiefgreifende Verunsicherung über die Unsittlichkeit der Kirchen. „Unfassbare 75% glauben nicht mehr an Gott“, berichtet etwa die Tageszeitung „Heute“ heute. Wir sind der Sache nachgegangen, doch „Unfassbare 75%“, ein im Waldviertel ansässiger Performancekünstler, war ebenfalls zu keiner Stellungnahme bereit.

Eva Kiel, inspiriert durch eine Anregung von Andreas Teufel [Kein Witz …]

ein hoch auf unsere präsidentin!

Posted by evakiel on März 12th, 2010

hydralandMit Stolz und Freude, um nicht zu sagen mit Freude und Stolz präsentieren wir unseren ersten Finalisten. Werenfried kommt aus dem Realgymnasium in der Seyswarthstraße 88. Er hat uns geschrieben, dass er gerne durch die Natur wandert, Vater und Mutter ehrt und stramme Waden bei einem Mädchen nicht hässlich in seinen Augen sind. Er schätzt auch gute Bücher und Unterhaltung, soferne wahre Tugenden darin nicht zu kurz kommen. Wir gratulieren, Werenfried, du wirst an unserer großen Schlußverlosung nach der Präsidentinnenwahl teilnehmen.

Und hier ist Werenfrieds (titelloses) Gedicht:

Ich tanze einen Freudentanz
zu Ehren Barbara Rosenkranz.
Die Krone ist auf unserer Seite,
das wird eine Fischer-Pleite!

Mit ihrem strammen deutschen Mann
kommt sie bei jung und Alt gut an.
Und ihre fast ein Dutzend Gschrappn,
die haun den Linken in die Papp’n!

Drum macht vom Wahlrecht ihr Gebrauch,
wählt Rosenkranz – ich tät es auch.
Und macht die Ostmark stark und stramm
für uns’ren Deutschen Menschenstamm!

Werenfried, 14 Jahre

 
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