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Das Tagebuch der Jackie O.

Posted by on September 14th, 2011

Aus dem geheimen Tagebuch von Jackie O.

17. April 1961, 6.37 Uhr: Kellogs Cornflakes zum Frühstück. Wie jeden Tag! Heilige texanische Scheiße, wann wird in diesem Haus voller Stierhodenlutscher endlich etwas Vernünftiges gefrühstückt!

17. April 1961, 8.26 Uhr: Von wegen weißes Haus! Graues Haus!! Alles staubig und schmutzig hier. So schmutzig wie die Phantasien des verfickten Martin Fucker King!

17. April 1961, 10.04 Uhr: Poltergeräusche auf dem weißen Klo. Dann ein Gestöhne, als würde es eine texanische Hyäne mit einem Windhund aus North Dakota treiben. Muss mich wohl verhört haben, verfluchte Ketchupscheiße!

17. April 1961, 10.26 Uhr: J. F. unter der weißen Dusche! Seine Sekretärin Monica auch. Natürlich nacheinander. Trotzdem ist hier was faul. Ihr Höschen ist nass!!! Als ich sie zur Rede stelle, sagt sie, sie hat nur gelutscht, nicht inhaliert. Was zur verdammten Hölle ist los mit diesen Westküstentussis? Coca Cola am Arsch!

17. April 1961, 12.23 Uhr: T-Bone-Steak zum Mittagessen. Blutig, nicht gerührt. Ständig geht die weiße Tür auf und zu. Ein Beraterarsch nach dem anderen schneit herein. Ich habe aufgehört zu protestieren, J. F. hat seinen Du-weißt-doch-Schatz-dass-ich-der-Präsident-bin-Gesichtsausdruck aufgesetzt. Irgendetwas ist jedenfalls im Gange.

17. April 1961, 14.35 Uhr: Alle murmeln ständig etwas von einer Kubakrise. Keine Ahnung, wer zum Teufel ist Kuba? Noch so eine Schlampe, die er auf der weißen Toilette hinter meinem Rücken flachlegt? Mary-lin Cuba-Fucking Mon-roe?! Und was – in drei texanischen Teufelsnamen noch mal – sind Cruise Missiles? Sehen jedenfalls aus wie Lippenstifte!!! Mir kann J. F. nichts mehr vormachen.

17. April 1961, 16.34 Uhr: Geschlagene drei Stunden telefoniert er jetzt schon mit so einer Nikita. Irgendeine russische Überläufernutte vermutlich. Neben ihm steht dieser verknöcherte Lyndon B. Johnson und lauscht geifernd. Männer, echt! Gott sei uns allen gnädig, wenn dieses deformierte Aas jemals Präsident wird.

17. April 1961, 18.54 Uhr: Abendbrot. Steaks und Cornflakes. J. F. meint, er habe gerade die Welt gerettet und zwinkert mir zu. Mir wird ganz heiß. Das sagt er zwar jeden Tag, aber ich weiß, heute Abend wird er es mir so richtig präsidentschaftlich besorgen. Na gut, dann drücke ich halt noch einmal zwei Augen zu. Bei den heiligen Öltürmen von Texas! Ich bin die verfickte Präsidentengattin, ich muss eben Kompromisse eingehen. Wenn es nur nicht so schmutzig hier wäre!!!

18. April 1961, 6.39 Uhr: Kellogs Cornflakes zum Frühstück. Zwei Minuten später als gestern. Wenn das so weiter geht, wird hier alles noch den Bach runtergehen. (unleserlicher Eintrag) ficken.

Weitere Auszüge aus dem Tagebuch (Mensch, das ist doch bloß ein Ticker) wurden uns leider aus Copyrightlichen Gründen nicht erlaubt.

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Blondinenwitze

Posted by on Juli 29th, 2011

Der schlechteste Blondenwitz ever!

Die Leute kommen immer wieder zu uns und fragen: Der Humor der Hydra, wie ist es um den eigentlich bestellt? Wir sagen dann meist, wenn ihr etwas bestellen wollt, müsst ihr zur Bar gehen. Okay, der war schlecht … so schlecht wie ein Blondinenwitz. Blondinenwitze sind zwar ein Klassiker des chauvinistischen Humors, aber letztlich nur eine Variante des Stereotypenwitzes. Und der wiederum wird oft mit dem Stereotreppenwitz verwechselt. Fragt uns aber nicht, was das jetzt wieder ist. Egal. Hier unser Volkshochschulkurs zum Thema Blondinenwitz:

Drei klassische Blondinenwitze

Warum nimmt eine Blondine ein Surfbrett mit zum Computer?
Damit sie besser durchs Internet surfen kann!

Warum sind Blondinen auf der Damentoilette so verwirrt?
Weil sie ihr Höschen selber runterziehen müssen!

Eine Blondine bekommt Zwillinge und sagt danach unter Tränen zum Arzt:
„Ich weiß gar nicht, von wem das zweite ist.“

Drei Klassiker in politisch korrekter Form

Warum nimmt ein Blonder ein Surfbrett mit zum Computer?
Damit er es gleich auf ebay stellen kann!

Warum sind Blonde auf der Damentoilette so verwirrt?
Sonst wären sie ja überhaupt nicht dort gelandet!

Ein Blonder kommt mit Zwillingen zum Arzt und sagt unter Tränen:
„Ich weiß echt nicht, warum das nicht eine der beiden Mütter erledigen kann!“

[Man merkt sofort, gegendert ist das nur halb so witzig, aber wir beharren jetzt ganz einfach (und auch ein wenig vorausschauend) auf der political correctness.]

Die Bolano Variationen*

Warum können Blondinen nicht bis 70 zählen?
Weil sie bei 69 bereits den Mund voll haben.

Was macht eine Gehirnzelle im Kopf eine Blondine?
Tourismus.

Was macht das Gehirn einer Blondine in einem Teelöffel?
Oben schwimmen.

[* Diese Witze stammen nicht von uns, sondern aus dem Buch „2666“ von Roberto Bolano. Wer jetzt Schlimmes denkt: Erstens sind das ursprünglich nicht Blondinen- sondern sogar Frauenwitze, zweitens gibt es in „2666“ noch viel ärgere Witze, drittens steht das dort natürlich in einem bestimmten Kontext. Aber den verraten wir natürlich nicht. Lest das Buch doch selbst! ]

Die gegenderten Bolano Variationen*

Warum können Blonde nur bis 44 zählen?
Weil sie 45 den Krieg verloren haben.

Was macht eine Gehirnzelle im Kopf eines Blonden?
Sie sucht den Anschluss.

Was macht das Gehirn eines Blonden in einem Teelöffel?
Neuen Lebensraum erobern.

[Holla! Da haben wir wohl etwas mit der Haarfarbe falsch verstanden. Aber wenn wir schon bei den Geschmacklosigkeiten sind …]

Die norwegischen Variationen

Was hält eine Blondine von Neonazis?
Meistens den Schwanz.

Wofür braucht eine Blondine Kunstdünger?
Um Sexbomben zu basteln.

Was macht eine Blondine in einem Ego-Shooter?
Dasselbe wie sonst auch: Sie dient als Aufputz!

[Und hier selbstverständlich die gegenderte Version] 

Die norwegische Idiotie

Was hält ein Blonder von Neonazis?
Wissen wir mittlerweile.

Wofür braucht ein Blonder Kunstdünger?
Wissen wir leider auch mittlerweile.

Was macht ein Blonder in einem Ego-Shooter?
Das hätten wir lieber gar nicht erst erfahren.

[Fuck! Was ist denn hier los!? Das sind doch keine harmlosen Blondinenwitze mehr! Richtig ... also überlegt es Euch zweimal, bevor ihr das nächste Mal Witze über Frauen reißt ... ] 

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Sarah Palins Praymails

Posted by on Juni 15th, 2011

palindromeUnlängst wurden in den USofA 1000de Mails der ehemaligen (und womöglich zukünftigen) Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin geleaked. Hydra hat sich für Euch durch diesen umfangreichen Stapel gewühlt und dabei die Gute-Nacht-Gebete der Tea-Party-Ikone Palin entdeckt.

Lieber Gott,
komm’ doch mal,
es steht schon an die nächste Wahl,
und da brauch’ ich Sonderzahl,
Investorenkapital!

Lieber Gott,
bin ich auf Zack,
anders als Obama Barack!
Dem sein liberales Pack
geht mir ziemlich auf den Sack!

Lieber Gott,
Gott sei Dank,
hab’ ich Tassen viel im Schrank.
Ich bring’ Frieden, die anderen Zank,
bin außerdem ger(s)tenschlank!

Lieber Gott,
ich frag’ zahm:
Sind die Medien alle lahm?
Warum schreib’n die keine Hymnen
über unbefleckte Hymen?
Ähem.

Lieber Gott,
das letzte Mail,
ging vielleicht ein wenig fehl.
Ich wollt’ ihr hätt’ es nicht verschickt,
es wurde leider doch geleaked!

Lieber Gott,
gib mir Macht,
gib mir Geld und deinen Segen,
ich versprech’ dafür das Land zu hegen,
wie dereinst Herr Ronald Reagan!

Und zum Schluss,
ein letztes Wort:
Feg’ die Journalisten fort!
Denn die schreiben doch nur Stuss,
den ich dann ertragen muss!
Danke!

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Keine Zeit

Posted by on Juni 8th, 2011

not time toulouse 550Ich habe heute definitiv keine Zeit für einen Beitrag auf dieser Website. Woher soll ich die Zeit auch nehmen? Ich habe heute früh einen Termin in Tokyo, mittags bin ich beim Lunch in Kopenhagen und abends treffe ich mich mit dem Argentinischen Landwirtschaftsminister. In Sydney.

Im Ernst. Ich habe so wenig Zeit, dass ich praktisch jeden Tag ein Minuszeitbudget verwalte. Ein paar Minuten die hier fehlen, ein halbe Stunde dort. Ich bin derart im Zeitverzug, dass ich, gäbe es einen Schöpfer, diesen täglich eine Rechnung präsentieren müsste, wie viele Stunden er mir schuldet, weil er idiotischer Weise eine Stunde nur mit 60 Minuten und den Tag bloß mit 24 Stunden erschaffen hat. Aber alleine dieser Beschwerdebrief würde so viel Zeit verschlingen, dass es den Aufwand nicht lohnt. Andererseits, man soll einen lohnenden lawsuit nie von der Bettkante stoßen.

Ich habe so wenig Zeit, dass mir zwischen den Terminen oft nicht einmal Zeit zum Luftholen bleibt. Ja, ich habe so wenig Zeit, dass mir nicht einmal Zeit bleibt, um auf die Uhr zu schauen, wie viel Zeit mir noch bleibt. Ich habe in der Tat so wenig Zeit, dass ich noch nie in meinem Leben in ein Uhrenfachgeschäft gegangen bin, um mir eine Seiko Quarz aus der Edition Swarovski (Griffini-Prasser) zu kaufen. Und diese danach in einem Anfall von Erleuchtung wutentbrannt zu zertreten.

Mein Zeitbudget ist so begrenzt, dass ich begonnen habe, freie Sekunden in meinem iPhone-Kalender einzutragen. Und weil es dort keinen Sekundeneintrag gibt, habe ich eine Klage gegen aPple eingebracht, für die ich natürlich keine Zeit habe. Aber daran sind wiederum nur aPple und das iPhone schuld. Stunden scheiße ich täglich damit herum. Stunden, die ich nicht habe!!!

Ich habe so wenig Zeit, dass ich nicht einmal Zeit habe, diesen Satz hier hinzuschreiben. Ich habe ihn nur, hastend von einem Termin zum nächsten, flüchtig und atemlos gedacht, dann ist er mir aus dem Kopf gefallen, und irgendein arbeitsunwilliger, sozialschmarotzender Freizeitimperialist hat ihn aufgeklaubt und abgeschrieben.

Ich gehe noch weiter und behaupte: Jeder Mensch, der Zeit zum Luftholen hat, der nicht pro Tag Termine für 25 Arbeitsstunden hat, ist ein kläglicher Versager, ein Pausendoodle, ein SebastianguckindieLuft, ein Wirtschaftsparasit, ein Sozialschädling der übelsten Sorte. Aber natürlich habe ich keine Zeit, diesen Gedanken bis zu seinem faschistischen Ende zu denken.

Aber wenigstens habe ich gerade Ihnen ein paar Minuten Ihrer Zeit geklaut. Das beruhigt eigentlich doch ungemein. Denn … ihre Zeit möchte ich haben.

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Looking for Homor

Posted by on Mai 24th, 2011

voyeuristic 400Pedro P. hat seinen Homor verloren. Entsetzt wachte er heute Morgen auf, blickte überall umher, aber er fand ihn einfach nicht. Pedro wusste genau: Ohne Homor kann man den Tag nicht überstehen. Panisch begann er unter dem Sofakissen, der Zuckerdose oder dem Dreckwäschehaufen vor der Waschmaschine zu suchen. Aber ein Homor ist nichts, was man verlegt wie eineiige Socken.

Pedro suchte dennoch weiter. In der Küchenkredenz, unter dem Sofatisch. Aber der Homor war nirgends zu finden. Er schlug die Tageszeitung auf, las die Schlagzeilen: „Exklusiv: Nackte Kindfrau mit Katze im Arsch! Außerdem: Soll man Mehl zum Backen sieben?“ Pedro schlug die Zeitung mürrisch wieder zu. Auch hier war der Homor nicht.

Pedro blickte auf seinen Gehaltszettel und … wieder nichts! Kein Homor zu finden. Tschuldigung … Allmählich reichte es Pedro. Er überlegte sich ernsthaft, einen Brief zu schreiben … Tschuldigung, darf ich hier kurz unterbrechen … Pedro wusste noch nicht, an wen, aber … Ich unterbreche wirklich ungern, aber …
Ja, was ist denn!?
Tschuldigung, ich wollte nur sagen …
Ja?
Ich bin die vergessene Pointe aus dem letzten Beitrag.
Was denn? Welche Pointe? Es gab keine Pointe im letzten Beitrag.
Ja, eben. Hier bin ich. Ich habe mich verirrt. 
Was heißt hier verirrt?! Eine Pointe, die nicht existiert, kann sich nicht verirren: Sie existiert nicht!
Ich aber doch!
Trotzig auch noch sein, wie?!
Bitte, ich kann ja wieder gehen.
Ja, gut, hau ab, verschwinde aus diesem Beitrag!
Ja, aber, es ist nur so …
Was ist denn noch?!
Ich wäre so gerne …
Was?
Ich wäre so gerne die Pointe in einem Sebastian-Kurz-Witz.
Geh bitte, Sebastian-Kurz-Witze sind out! Schnee von Gestern. Absolut laaaangweilig. Keine Sau interessiert sich mehr für diesen Typen!
Aber er ist doch noch Staatssekretär …
Und?
Na, wenn er wieder ein Interview gibt? Irgendwas Blödes sagt?
Was? Hat er etwa schon etwas Vernünftiges gesagt?
Nein, aber ich meine nur.
Ja, bitte, das kennen wir schon. Eine Pointe mit Meinung. So weit kommt’s noch.
Ich könnte auch eine Pointe in einem Spindelegger-Witz sein.
Ja, ja, eine spindeldürre Pointe vielleicht.
Der war schlecht.
Ja, aber es war eine Pointe. Deine Pointe! Begnüg dich damit! Das Leben ist nun mal unfair.
Nein, diese Pointe bin ich nicht. Das reicht mir nicht. Ich will eine gute, ein richtig knallige Pointe sein.
Hör mal, um eine gute Pointe zu werden, braucht es mehr als nur Humor, es braucht …
Ja?
Na, es braucht Homor.
Simpson?
Nein, Homor! H. O. M. O. R.
Also wie Humor, nur mit einem O.
Wenn Du es darauf runterbrechen willst.
Also ich weiß auch nicht, wo soll denn da der Witz sein?
Typisch Pointe! Ihr Pointen müsst immer alles irgendwie kleiner machen, oder? Stets bereit für ein billigen Lacher, der die Dinge in den Dreck zieht, sie klein und mickrig macht.
Kurz irgendwie.
Der war schlecht! Der war echt schlecht.
Du kannst mich ruhig beleidigen. Mach nur. Wie du meinst. Aber ohne mich kriegst du diesen Text hier nie fertig … ohne mich hast du einfach keinen guten Ausstieg.
Was? Wie meinen? Du glaubst echt, ich brauche Dich, um diesen Scheißtext fertig zu kriegen. Hör mal zu, Du kleine Pointenfotze! Ich brauche Dich nicht, niemand braucht Dich! Genau das unterscheidet Homor von Humor. Homor braucht keine Pointe.  Homor scheißt auf Pointen. Homor darf alles, kann alles, macht alles.
Ein Schweinchen, das alles macht.
Klappe, du Arsch! KLAPPE, DU ARSCH! HALTE DEINE GOTTVERDAMMTE SCHEISSKLAPPE!
Echt, Witze. Wenn sie nicht lustig sind, glauben sie, dass es mit ein wenig Lautstärke oder Drastik noch richten können.
RAUS! RAUS AUS MEINEM TEXT! VERPISS DICH! HAU AB, DU VERHURTE DRECKSARSCHSAUPOINTE! WIXGESICHT! ARSCHWITZ!










Das ist aber jetzt kein witziges Ende.
Mir wurscht! Abflug!
Mit mir wäre es besser geworden.
Ich fass es nicht, dass Du immer noch in meinen Text reinscheißt …
Ich will ja nur helfen.
Wegen Dir Arsch ist dieser Text viel zu lange geworden. Glaubst Du, dass den noch irgendwer liest? Ich meine, wo sind wir denn hier, verdammt? Im verfickten Internet, oder? Nicht im Feuilleton der Züricher Zeitung! Nicht in einer verschissenen Wochenendbeilage! Drei Sätze, dann ist Schluss! Mehr geht einfach nicht.
Na, komm, schau Dir mal die anderen Beiträge hier an. Alle viel zu lang.
Ich fang jetzt nicht mit Dir zu diskutieren an.
Schade.
Jetzt schmoll hier nicht auch noch herum … aber sag’ mal, bist Du eigentlich ein Junge oder ein Mädchen?
Wieso fragst Du?
Nur so.
Ich weiß auch nicht. Diese Frage hab’ ich mir noch nie gestellt.
Du könntest ja mal den Fummel ausziehen. Dann wissen wir es.
Meinst Du echt?
Ja, ja, mach schon … ja, so ist’s gut … aber Hey, Wow, da sind ja richtige, Du meine Güte … ja, leck mich doch …
Was machst Du denn da?
Na, komm schon, hab’ Dich nicht so …
Oh, Gott … Nein!
Oh, Baby, gottverdammt …
Oh, Nein …
Oh doch!
Oh, Nein!
Oh doch …
Nein.
Doch.
Nein.
Dooohohoaarghhh!




Pfff … jetzt ist mir leichter. Willst Du auch eine Zigarette?
Ja, gerne. Aber sag’ mal, was ist eigentlich aus dem Anfang geworden?
Dem Anfang?
Na da oben, dieser Text mit Pedro und so.
Ach Gott, der war eh nicht auszuhalten.
Na, dann ist’s ja gut.
Ja, jetzt ist alles fein.

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Das allerneueste Fremdenrecht

Posted by on Februar 24th, 2011

Wer weiß, was dieses Bild zeigt, kriegt ein Hydra-Leckerli ...

Wer weiß, was dieses Bild zeigt, kriegt ein Hydra-Leckerli ...

Das neue Fremdengesetz wird doch noch einmal völlig umgeschrieben. Innenministerin Maria Fekter bestätigte heute gegenüber der HYDRA, dass sie das „alles“ so nicht „gemeint“ habe. Selbstverständlich werde man die zahlreiche Kritik am neuen Fremdengesetz „ernst“ nehmen. Hier die neuerlichen Änderungen im Detail!

Anwesenheitspflicht: Menschen, die auf der Suche nach Schutz nach Österreich kommen, sollen in Zukunft bereits in der Heimat stets anwesend und jederzeit auffindbar sein. Wir „haben“ da ein Modell in Planung, bestätigt die Ministerin. Von „Hausarrest“ will Fekter aber nichts wissen. Man denke eher daran, sämtliche Familienhäuser östlich der EU-Außengrenzen mit Brettern zuzunageln. Die Abstimmung mit den Behörden der Nachbarländer könnte „allerdings“ ein klein „wenig“ heikel werden, räumte Außenminister Michael Spindelegger ein. Für ein Wählerstimmenleckerli sei „er“ jedoch für „alles“ zu haben, so der Minister.

Rechtsberatung: Asylsuchende sollen auch weiterhin kostenlos über ihre Rechte belehrt werden. Mir „schweben“ als Beispiel die coolen US-amerikanischen Krimiserien „vor“, so die Ministerin. „Sie haben das Recht zu schweigen, und auch das Recht, während sie die Klappe halten, das Land auf der Stelle zu verlassen.“ An „dieser“ Formulierung, so Fekter, müsse man aber „noch“ feilen. Auf jeden Fall werde man den Flüchtlingen nichts dafür in Rechnung stellen. Noch nicht.

Aufenthaltssicherheit: Wurde laut Fekter ersatzlos gestrichen. Ich bin Innenministerin, nicht Versicherungsvertreterin, soll die Ministerin bei einem inoffiziellen Bankett verlautbart haben. HYDRA liegen unveröffentlichte Dokumente vor, laut denen der Begriff „Aufenthaltssicherheit“ in Zukunft überhaupt vom Sachbestand eines Aufenthalts abgekoppelt werden soll. In einer Expertise heißt es etwa: „… überhaupt wäre es für das Staatswohl besser, jederzeit jedes beliebige Individuum irgendwohin abschieben zu können … man denke nur an den ersparten Bürokratieaufwand … und unsere Fluglinien wären sonst sowieso bald wieder pleite …“

Schubhaft: Man werde „einen“ Vertrag mit Libro abschließen, so die Innenministerin, damit Filzstifte und Malblöcke in ausreichender Zahl in Schubhaftgefängnissen vorhanden seien. Es könnte immerhin sein, dass Kinder doch länger als „ein bis zwei Tage“ in Schubhaft genommen werden. Mit den entstandenen, gewiss fröhlichen Kinderzeichnungen könne man dann gleich die Zellen für nachfolgende Familien dekorieren. Dem Terminus „lebenslange Schubhaft“ kann Fekter jedoch „nichts“ abgewinnen. Sehr alte Menschen könne man getrost auf freien Fuß setzen, schließlich kämen diese mit ihren Rollstühlen ohnehin nicht weit.

Integration: „Es gibt Internet“, stellte die Ministerin unmissverständlich klar. Damit scheint nicht nur die Frage geklärt, wie MigrantInnen bereits vor ihrer Einreise zu perfekten Deutschkenntnissen gelangen können, auch für die österreichische Schul- und Bildungspolitik scheint dieses Verdikt richtungsweisend zu sein. Wer Internet hat, braucht keine Schul- oder Ausbildungsangebote, weswegen es glatter Irrsinn wäre, hier über Budgeterhöhungen nachzudenken.

Gerüchte, dass die Rot-Weiß-Rot-Karte in Zukunft als deutlich sichtbare Plakette auf Mantel oder Burka getragen werden müssen, wurden bislang nicht bestätigt. „Diese Zeiten sind vorbei“, bestätigte ein Ministeriumssprecher. Und sein PR-Berater ergänzt: „So plump sind wir zum Glück nicht mehr.“

Für Hydra berichtete
Eva Kiel

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Stilfragen der Humoristik

Posted by on Februar 16th, 2011

birnenmatrattel 350Die Leute kommen immer wieder zu uns und fragen: „Hydra … wo ist denn da eigentlich der Witz? Habt ihr überhaupt eine Ahnung von guten Humor?“ Nun, wir können beruhigen, die Hydra hat Humor. Wir haben ihn extra aus Nicaragua importieren lassen, wo er auf  probiotischen Witzknollenfeldern angebaut und geerntet wurde, um danach auf rostigen Ex-Kriegsschiffen direkt nach Europa transportiert zu werden. Jeder Hydra-Witz ist fair getradet und international geerdet. Darüberhinaus führen wir auch Homor, Hümor und Homür in unserem Sortiment.

Um das zu beweisen, haben wir einen Witzologen angestellt, der sich mit Humor aller Art beschäftigt. Er hat für uns eine vergleichende Studie angefertigt, in der er die Charakteristik des derzeit im Handel erhältlichen Humors analysierte. Hier ist sein Ergebnis, das keine offene Fragen lässt, welchen Humor es heute gibt und welcher Platz dabei der Hydra gebührt.

Der klassische Witz
Wie viele Burgenländer (Ostfriesen, Schwule, Frauen, Juden, Politiker etc.) braucht man, um eine Glühbirne reinzuschrauben? Antwort: Drei! Einer hält die Glühbirne, die anderen beiden drehen den Tisch.

Der österreichische Kabarett-Witz I (Version Dorfer)
Meischberger, Plech und Grasser drehen eine Glühbirne rein. (vom Band eingespieltes Lachen) Meischberger sagt Plech, was zu tun ist. Plech erkundigt sich, wo seine Leistung war. (vom Band eingespieltes Lachen) Grasser erklärt, dass er supersauber sei und mit der Sache nichts zu tun habe. (vom Band eingespieltes Lachen) Das Zimmer bleibt dunkel. (frenetischer Applaus; vom Band)

Der österreichische Kabarett-Witz II (Version Hader)
Grüß Gott, mein Name ist Josef Hader, ich schraube Glühbirnen rein. Gibt’s Fragen?

Der österreichische Kabarett-Witz III (Version Qualtinger)
Also wir haben ja vor 1945 keine einzige Glühbirne irgendwo reingedreht. Nein, niemals. Und nach 1945, da hätten wir uns alle Finger nach einer Glühbirne abgeleckt. Aber die ham’s ja alle wegbr … die waren nimmer mehr da. Bitte – es geht mi nix an. Ich mache meine Arbeit, ich kümmere mich nicht um Politik, ich schaue nur ironisch zu und behalte es für mich.

Der deutsche Comedy-Witz I
Göring, Göbbels und Osterwelle wollen eine Glühbirne reindrehen. Sie rufen im KZ an und lassen alle jüdischen Elektroinstallateure erschießen. (Nur die Schwulen nicht.) Dann feiern sie ausgelassen (mit Prosecco und Weizenbier) ihren Endsieg. Das Zimmer bleibt dunkel.

Der deutsche Comedy-Witz II
Die Glühbirne also. Das ist auch so ein Teil. So ein Scheißteil. Ich sage, wer braucht den schon Glühbirnen! Mit den Glühbirnen ist es wie mit den Weibern. Oder wie mit den Hunden. Weiber, Glühbirnen und Hunde! Wer braucht so ein Scheißteil! So ein Drecksscheißteil! Ich sage, sollen das doch die Ossis machen! (frenetischer Applaus & Jubel; nicht vom Band)

Der deutsche Satire-Witz (Version Titanic)
Angela Merkel schmust mit einem pädophilen Priester. Dem fällt eine Glühbirne aus dem Arsch. Auf der steht ganz klein eingraviert: „Ich bremse auch für Mohammedaner!“ (Coverentwurf der Ausgabe 7/2011)

Der katholische Witz
Max, Sibylle und Petra wollen eine Glühbirne reinschrauben. Frage: Wen muss Pater Hermann anfassen, damit es hell im Zimmer wird?

Der Managerwitz
Wie viele Mitarbeiter muss die Vorstandsdirektion der Glühbirnenfabrik entlassen, damit die Aktienkurse wieder steigen und sich die gewinnorientierten Leistungsanteile der Managergehälter verdreifachen? Antwort: Alle natürlich. Die Firma wird aufgelassen (nur PR-Abteilung und Sekretariat bleiben erhalten) und in einer chinesischen Freihandelszone neu errichtet. (He, Moment mal, das ist ja gar kein Witz!)

Der Feuilleton-Witz (z.B. Leitartikel in der „Presse“)
Die Glühbirne hat kein Österreicher erfunden. Das tut zwar gar nichts zur Sache, aber ich habe mir das jetzt aus den Fingern gesogen, um eine gute Einleitung für meinen Kommentar zu haben. In Österreich haben ja immer schon die falschen Menschen mitgeredet, wenn es um Kunst, Politik, Sport oder Glühbirnen geht (mich hätte man fragen sollen, mich, mich, mich!). Darum weiß heutzutage niemand in Österreich, wie man eine Glühbirne richtig elegant in die Fassung schraubt. Sind alles Trotteln (außer mir), aber das würde ich so nicht hinschreiben, denn das wäre gar nicht elegant und darum nicht mein Stil.

Der österreichische Society-Witz
Gehen drei Glühbirnen zu einer Party. Die erste Glühbirne trifft Richard Lugner und zerplatzt auf der Stelle. Die zweite Glühbirne trifft Dominik Heinzl und lässt sich mit ihm vor laufender Kamera fotografieren, während Heinzl ein paar anzügliche Witze über Glühbirnenfassungen macht. Die dritte Glühbirne kokst inzwischen auf der Toilette mit ein paar Vorstandsdirektoren.

Der linke Witz
Marx, Castro und Che Guevara versuchen eine Glühbirne in die Fassung zu drehen. Sagt Marx: „Dieses Scheißteil ist rechtsdrehend, das fasse ich nicht an.“ Castro und Che Guevara setzen sich an den Tisch und diskutieren über den Kampf der Arbeiterklassen mit der Glühbirne. Maria Vassilakou fährt mit einem probiotisch hergestellten Fahrrad ins Zimmer und lächelt freundlich in die Kamera (neben ihr steht Dominik Heinzl und erzählt ein paar Witze über die fetten Ärsche von Griechinnen).

Der Hydra-Witz
Drei Elektroninstallateure betreten ein Zimmer, in dem sich ein Tisch, eine Glühbirne und eine leere Fassung befinden. Der erste Elektroinstallateur sucht die Wände nach einem Ausweg ab. Der zweite Elektroinstallateur kotzt sich auf die Schuhe (harte Nacht gestern, der Westbahnhof musste eröffnet werden). Er versucht, nicht auf die Sauerei am Teppich zu starren, tut es dann aber doch, weil er total lustige Muster in seiner Kotze entdeckt. Ihm fallen eine Menge Wortwitze dazu ein, aber am Ende druckt er die Kotze auf ein T-Shirt, das überraschenderweise keiner kaufen will. Der dritte Elektroinstallateur hält inzwischen eine Pressekonferenz ab, in der er der Welt erklärt, dass die Glühbirne erfolgreich in die Fassung geschraubt werden konnte. Im Zimmer ist es einstweilen immer noch finster.

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