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	<title>Hydra - Das endgute Satiremagazin &#187; alice</title>
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	<description>19.5.2012/5 Jahre Hydra/1.6.2012/Hydra liest Lotte</description>
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		<title>Wir sind hier nicht zuhause</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2009 11:17:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Alice war am Donauinselfestival 2009. Und zwar jeden Tag. Jeden gottverdammten Tag! Lest nach, wie das war und warum uns das SKUG die gute Alice förmlich aus den Händen reißt. (Aber wir würden nie wagen, Alice anzugrabschen, pfff, was denkt Ihr denn!)]]></description>
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		<title>Grammeln, Geld und Gaffa</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 13:13:50 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Tontechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Alice besucht Menschen aus der &#8220;zweiten Reihe&#8221;. Dieses Mal: Der Tontechniker Exklusiver Vorabdruck aus Hydra #4 (very extended Version) Wenn wir an der Tür vorbeigekommen sind und erwartungsfroh gen Bühne blicken, hat einer schon seit Stunden die Fäden, äh.. Kabel in der Hand: Der Tontechniker. Nun steht er wie immer im Dunkel, dezent, bescheiden, ohne dass wir das groß bedenken. Bis es pfeift zumindest &#8230; Alexander Bossew beschallt seit 18 Jahren von Alternative bis Hochkultur, von Firmenevents bis Theater so ziemlich alles, was ein Mikro braucht. Hydra: Du bist Tontechniker. Warum? Alexander Bossew: Ich wollte nicht in einem Büro sitzen und gratis auf Konzerte gehen. Ich habe erstmal Geologie studiert, da war ich viel draußen, habe aber bemerkt, dass ich deswegen auch nicht gratis auf Konzerte komme. Dann war ich mit der Band eines Studiokollegen im Proberaum, und habe festgestellt, dass der Sound irrsinnig mies ist. Da habe ich eben am Mischpult herumgedreht, mit dem Ergebnis, dass der Sound noch mieser war. Und die Boxen kaputt. Hydra: Du hast also nichts Technisches gelernt? AB: Nein, das war meine erste tontechnische Erfahrung. Mir war klar, dass ich mich näher damit beschäftigen muss. Ich dachte, wenn ich da lange genug herumschraub´, wird die Band berühmt und wir verdienen alle Geld. Und ich kann mein Studium sausen lassen. Hydra: Das hat ja funktioniert. AB: Ja, ich hab´s mir allerdings einfacher vorgestellt. Ich musste schon ein oder zwei Dinge lernen, Empirisch. Nach dem Ausschlussverfahren, was man alles besser nicht macht. Als ich entdeckt habe, dass einen auch die Salzburger Festspiele engagieren können, musste ich dann ein Schein machen. Die &#8220;Ausbildung zum Tontechniker und Elektroakustiker&#8221;. Die haben einen Nachweis verlangt. Hydra: Wo hast du angefangen? AB: Im BACH, in der &#8220;Kulturgruppe&#8221;, da haben wir immer die Kassettendemotapes durchgehört. Dann kam das WUK, Museumsquartier Halle E und G, Salzburger Festspiele, Donaufestival, die alte Szene Wien, Viennale, Theaterproduktionen, Industrie. Hydra: Da bist ja jetzt komplett etabliert. AB: Etabliert? Etabliert sind eine Menge. Hydra: Ja aber nicht so viele, die mir Gästelisten bringen. AB: [lacht] Stimmt. Aber etabliert bist du, ökonomisch, wenn du Kiddy Contest aufnimmst. Oder Fendrich bedienst. Oder die volkstümliche Musikschiene machst. Also den Kommerz. Hydra: Angenommen ich habe eine Veranstaltung und komm drauf, ich brauche einen Tontechniker, wie komme ich zu dir? AB: Über Mundpropaganda. Unter den Musikern und Kollegen und Kolleginnen, mit denen man Jobs austauscht. Wenn du einen guten Job machst, entwickelt sich da was weiter. Und ich arbeite viel für &#8220;Audiorama&#8221; vom Hans Holler, und &#8220;Sound Art Service&#8221;, als Angestellter. In letzter Zeit aber immer mehr Selbständig. Hydra: Was muß man dir zahlen, wenn man dich für eine Abend haben will? AB: Das kommt darauf an. Ob du eine arme oder reiche Band bist. Je nachdem wieviel Vorarbeit zu leisten ist, das Minimum ist zweihundert Euro. Und nach oben gibt es logischerweise keine Grenze. [lacht] Hydra: Du bist Live Tontechniker in erster Linie? AB: Ja. Ich hab die letzte Platte von &#8220;Maische&#8221; aufgenommen, das war schon o.k. Aber es liegt mir nicht, von ein und demselben Song 30.000 Versionen vor mir zu haben, und zu entscheiden, welche auf Platte kommt. Weil jede Version hat ihre Berechtigung. Das zu entscheiden überlasse ich lieber Berufeneren. Hydra: Wie bist du im Umgang mit Bands? Streng oder Lieb? AB: Wie sie´s brauchen. Grundsätzlich schon sehr freundlich, aber wenn ich merke, das bringt nichts muss ich halt mehr Ultimaten stellen, wegen der physikalischen Grundregeln. Wenn jemand leise singt, hast du das Schlagzeug im Gesangsmikro lauter als die Stimme. Das klingt dann nicht so super. Da bin ich autoritär, auch bei internationalen Bands. Es gilt: je handwerklich besser die Bands, desto leichter hat´s der Mischer. Je schlechter, desto mehr musst herumrudern Hydra: Plauder’ doch aus dem Nähkästchen! Die schlimmste Band? AB (ziert sich): OK, also XiuXiu beim letzten Donaufestival. Beide sehr arrogant und unsympathisch, und von ihrem Setup echt zum Verzweifeln. Sie stehen auf einer riesigen Bühne innerhalb von zwei Quadratmeter samt ihrem Schlagzeug und Instrumenten und singen gaaanz leise. Das war nicht zu mischen! Ich hab ihnen also beim Soundcheck drei Vorschläge gemacht: entweder lauter singen, oder leiser spielen, oder zwei Meter auseinander gehen. Die Antwort: &#8220;We don´t think that either of that is possible for us!&#8221; Gut, Ohren zu und durch. Der John vom rhiz (Tontechniker dort selbst, Anm. der Red.) kam dann beim Konzert und meinte, das Schlagzeug sei aber schon ein bisserl zu laut. Ich war froh, dass überhaupt etwas rauskommt. Hydra: Wie ist denn das Verhältnis Ton und Licht? Sagen die Tontechniker über die Lichtler, das die noch weniger können als sie selbst? AB: Quatsch! Die können eben etwas anderes! Das sind zwei Universen, wir respektieren uns, und in Wirklichkeit weiß der eine vom anderen nicht, was er genau tut. Es gibt Notwendigkeiten für Licht und es gibt Notwendigkeiten für Ton, da kann es schon mal passieren, daß etwas kollidiert. Aber das beredet man dann. Mich haben sie immer gleich am Mischpult geparkt. Hydra: Bei den Salzburger Festspielen bist du ja nicht der Obertonmeister, da bist du einer von den &#8220;Stagehands&#8221;. Wie ist das mit den Hierarchien, wo ihr doch alle per du seid in der Szene. AB: Am Anfang war ich natürlich auch &#8220;Stagehand&#8221;. Obwohl mich haben sie immer gleich am Mischpult geparkt. Wahrscheinlich weil ich handwerklich doch nicht so gut war. Zuerst war ich einer von vielen, aber jetzt betreue ich eine Außenspielstätte, dort bin ich der &#8220;Meister&#8221;. Was nach mehr klingt, als es ist. Denn wir sind zu zweit. Also die Salzburger Festspiele haben schon den Plan, daß sie gerne eine ausgeprägte Hierarchie hätten. Aber in Wirklichkeit ist das wurscht, und jeder macht alles. Hydra: Mit wem warst du auf Tour, und wie ist das? AB: Mit Sofa Surfers und Jimi Tenor. Du geierst mit dem Nightliner herum, mischt am Abend, danach hast &#8220;Privatleben&#8221;, dann wieder in den Bus, fährst weiter, suchst dir in der Früh ein Dusche, frühstückst…Tourleben eben. Hydra: Ist das ein hartes Leben? AB: Überhaupt nicht. Hydra:Ist es großartig? AB: Ja. Wobei, das eine schließt das andere [...]]]></description>
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		<title>Szene bleibt!</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 13:18:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[HYDRA trauert um die Szene Wien, die natürlich nicht gestorben ist, aber doch nicht mehr ganz dieselbe ist bzw. sein wird. Das glauben Sie nicht? Dann vergleichen Sie folgende Szenen: A ) Der Tresen ist voll mit bunten Flyern, in kaltem weiß erleuchtet ein „Eristoff“ Schild den gelangweilt am Kühlschrank lehnenden langhaarigen Barman. Die Gästin klaubt frohen Mutes Geld während er an die Kette seine Geldbörse durch die Finger zieht und mit verkniffenen Augen ein Ziel in der ferne anvisiert. Ein Konzert ist im vollen Gange. Niemand sonst ist am Tresen. Die Gästin hat die angemessene Anzahl von Münzen parat und ist bestellbereit. Der Barmann rührt sich nicht. Gästin sucht Blickkontkat. Barmann rührt sich nicht. Gästin klappert mit Münzen. Barmann rührt sich nicht. Die Distanz zwischen beiden beträgt eineinhalb Meter. Gästin fixiert Barmann. Barmann rührt sich nicht. Gästin richtet sich zu voller Größe auf und sagt: „Hallo?“ Barmann wirft sein Haar nach hinten, dreht sich um, zündet eine Zigarette an, und belehnt wieder den Kühlschrank. Gästin winkt. Barmann sieht zu Boden, holt tief Luft, schüttelt den Kopf, hebt langsam den Arm vom Kühlschrank, macht eine Schritt, bleibt einen Meter vor Tresen und Gästin stehen und schreit: „Wos wüst?“ Gästin: einen weißen Spritzer. Barmann: „Wos?“ Gästin lauter: „Einen weißen Spritzer bitte, wenn das irgendwie ginge. Danke“. Barmann: „Hearst, wos is?“ Gästin, deutet die Zahl eins und ein geschwungenes Glas, schreit: „Könnte ich einen weißen Spritzer bekommen?“ Barmann: „Wos?“ Gästin brüllt: „An weissn Spritza!“ Barmann: „Hearst geht des freindlicha? Bei der Scheissdreckmusik soll i ah no wos hearn!“ Die „Scheissdreckmusik“ war TransAm, die im Rahmen des Gravity Festivals das Planet Musik bespielt haben. B) Der Tresen ist klein und belagert von verschwitzten Menschen. Zwei Barfrauen klappern mit Bechern. Die Gästin klaubt frohen Mutes Geld. Die Barfrauen rotieren wendig zwischen Zapfhahn und Tresen.Hinter Ihnen an der Wand überträgt ein kleiner Monitor ein Konzert im vollen Gange Die Gästin hat die angemessene Anzahl von Münzen parat und ist bestellbereit. Barfrau eins schiebt drei Bier über die Bar, grinst weil der Empfänger noch Geld sucht, fixiert derweil Gästin und nickt. Gästin lehnt am Tresen und wartet. Barfrau beugt sich nach vor, neigt den Kopf nach links und sagt: „Ja?“ Gästin: „Einen weißen Spritzer bitte.“ Barfrau zuckt kurz mit den Schultern, beugt sich weiter vor, und sagt: „Es is zeimlich laut, das war ein weißer Spritzer?“ Gästin nickt, Barfrau flitscht zum Zapfhahn, schaut in die Runde, nickt dem nächsten Gast zu, schiebt schließlich eine Becher über den Tresen, beugt sich wieder vor, nennt einen Betrag: „Das ist mit Bechereinsatz. Und sorry, bei der Lautstärke der Jungs ..“ und hält Ohr Richtung Gästin: Gästin: „Mich wundert´s daß du das aushältst“ Barfrau lacht: „ich mag´s ja nicht mehr so, aber das paßt schon. Das muß so laut sein.“ Die Band waren „The Beasts Of Bourbon“, die die Szene Wien bespielt haben. Entscheiden Sie nun, welche Begebenheit mehr Ihrer Vorstellung einer feinen Location entspricht. Unabhängig Ihrer musikalsichen Vorlieben. Eben. Im Sinne der Feinstofflichkeit und im Sinne der seltenen Grandezza, Gästen das Gefühl zu geben komplett wahrgenommen und geschätzt zu werden, nehmen wir Abschied. Von der Szene Wien. Lesen Sie nach, wie eine Kulturinstitution von großartiger Vielfältigkeit abgeschossen wurde und unterstützen Sie szenebleibt ag]]></description>
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		<title>Testosteron. Dreck. Rock &#8216;n&#8217; Roll.</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 17:07:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Anlässlich des bevorstehenden Konzerts schwärmt unsere gute Alice von den "Beasts of Bourbon". Und zwar so richtig. Ohne Rücksicht auf Verluste. Glaubt diesen Worten einer Frau. Sagt sie selbst. Doch. Doch. ]]></description>
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		<title>let the sunshine in</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 11:04:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ha, da reden sie schon von Frühlingsgefühlen. Well, wenn die Zeit haben für so was! Obwohl der Frühling ist natürlich was tolles, also diese ersten warmen Tage, die wir schon hatten! Schon sehr schön. Weil Wärme und Sonne verzaubern ja die Stadt des Grantes und der Niedertracht erstaunlich schnell in einen Ort des Lächelns und Srahlen. Beinahe fröhlich sind sie hier auf einmal! Und höflich! An einem dieser warmen Tage hat mir keine einzige Rentnerin ihr Einkaufswagerl in die Achillessehnen gerammt! Und ich war in zwei Billa, einem Hofer und einem Zielpunkt! Was ja eh ein Beweis für partiell unausgegorene Organisiertheit ist, aber wenn&#8217;s warm ist, is&#8217; eh wurscht, dass die Frau wegen der Milch zum ersten Billa, und dann wegen der Milch zum zweiten Billa, und die Milch dann auch im Hofer nicht, und im Zielpunkt sowieso auch nicht mitnimmt. Ja, ein Post-it hätt&#8217;s halt mitnehmen können, aber es irritiert auch, wenn so plötzlich gar keiner mehr keift. In Floridsdorf haben sie dieser Tage sogar echt schnell die Rolltreppen bestiegen! Flink geschmeidig und wendig bewegen sie sich auf einmal, da ist sich gar keine Tschick mehr für den Weg von der U6 zur Bim ausgegangen! Und siehe da, das schreiende Kind im Bus haben&#8217;s auch nur leicht säuerlich angegrinst. Ob ich wohl eh noch in der richtigen Stadt bin, hab ich mich schon gefragt, aber nein nein, es hat dann abends eh wieder alles gepasst. Als die Frau Nachbarin im Lift mich anschaut, aber derart scharf, dass ich augenblicklich die Ipod Stöpsel aus den Ohren gezupft hab (weil ich hab ja noch Respekt vor diesen Damen mit diesem Sie Dienstmadl, sie Unfähiges-Blick) und herauspresst: „Oiso wissen´s, diese Hitz! Nicht zum Aushalten das! Ihnen wird das Grinsen auch noch vergehen!“ Ja, stimmt. Danke. Es ist doch Wien. ag]]></description>
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		<title>f riendly u ser t est</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 17:16:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Herrschaftszeit, was für eine Vorgabe! Es ist also so:  Erlaubt beim Inselplattenabend sind zwei Menschen und 20 Platten. Macht zehn pro Mensch. Und das müssen genau jene sein, die Mensch auf eine Insel mitnehmen täte.  Also quasi die, mit denen Mensch (und Sonntags sind diese Menschen Frauen, also schluß mit Geschlechterneutral!) am liebsten am feinkörnigen Strand eines rettenden Eilands nach dem Sturm angeschwemmt werden möchte. Während also der alte Kahn, der bisher so tapfer als Gefährt durch Wind und Wellen diente, endgültig am Riff zerschellt, sich ächzend zur Seite neigt und voll Wasser kriegt, der Masten eingeknickt zwischen der draußen schäumenden Gicht pendelt, dieTakelage noch scheppert und die Möwen kreischend nach dem Kaviar schnappen (na was habt ihr gedacht? Dass Ladies wie wir im Ruderboot stranden? Also echt!), rappelt sich frau in der Lagune auf und denkt:  Gut ist dass ich meine zehn Platten mithab. Mehr brauch ich nicht zum glücklich sein. Klingt sehr nach matrosigem Seefraukitsch? Zu offensichtlich die Metapher auf das Leben? Ach papperlapap! Das ist eben das Setting. Imaginär natürlich. Frau muss nicht salzverkrustet und stinkig sein, auf diese Art Glaubwürdigkeitsgetue dürfen wir verzichten. Nur unsere zehn Stücke Musik müssen dabei sein. Nicht mehr und nicht weniger. Nix für Entschiedungsschwache, das kann ich Euch sagen! Und was heißt das? WIR legen auf. Und IHR kommt hören und freudig sein. IHR nehmt keine Platten mit! Weil IHR, liebste Leutinnen da draußen, IHR seit ja auch nicht auf der Insel! Ok. So streng soll es nicht sein, aber so sind wir Frauen eben. So frisch angelandet und sollen schon gesellschaftsfähig sein? Vergesst es! Wer sein Zeug gehört haben will, wird bedient werden! Don´t worry. Alles ein Frage der Contnenance, meine Herren! Der Grad der Bestechlichkeit kann durchaus alle 2 Songs auf´s neue ausgetestet werden. hehe. Und meine Damen? Bring your brilliant music! ag FLUC, Sonntag, 24.2.2008, ab 21:00 INSELPLATTEN. 10 Stück Musik. Gut aufgelegt. von ANGELA the Strangela und ALICE in der Stadt]]></description>
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		<title>Silvesterknalltüten!</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Dec 2007 17:23:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Folgende Handlungsoptionen standen jahreswechslerisch realiter zur Verfügung: Knallen oder Knallen lassen. Und in Folge: Abknallen oder Abknallen lassen. Weil, warum? Weil diese ganze verdammte Stadt vor und nach dem Jahreswechsel knallt. Sie verwandelt sich in eine entwürdigte Lärmproduktionstheaterkulisse. Die, und das meine ich ernst und frei von jeder Ironie, jegliche zivilisatorische Errungenschaften ad absurdum führt! Wir haben evolutionär (und sonst gar nix! Gar nicht erst auf einen Schöpfungsgedanken kommen, Leute!) links und rechts vom Kopfe zwei zarte kluge Orgänchen bekommen, die uns Genuss, Freude und Frohmut bereiten. Unsere Ohren dienen uns still und brav durch Jahr und Tag, tragen unser Gleichgewicht, und erinnern uns allgegenwärtig an das schöne Sein im dreidimensionalen Raum. Wir sind bedacht mit stereophoner Wahrnehmung und haben im Laufe der Zivilisation gelernt, diese zarten feinen Muschelchen mit wohlklingendem Ge-Töns zu erfreuen.  Bis zum Ende des Jahres. Denn dann kommen die Böllerwerfer. Und, machen wir uns wieder nix vor, die weibliche Form brauchen wir hier auch nicht, gell? Diese wahnsinnigen kleine und großen Testosteronbeidln, die ohne auch nur eine Sekunde innezuhalten, Monatslöhne verpulvern und darob auch noch Applaus erwarten. Ok, der Terstosteronbeidl an sich erwartet sich für vielerlei Schmonzens Applaus, ist bekannt, aber am 31. Dezember läuft das Fass … äh … der Beidl über! Lasset uns, dieses Verhalten untersuchen. Weil was wir nicht ändern können, müssen wir verstehen wollen! Und was uns am Sack geht, muß geklärt werden! Am Anfang jeder Untersuchung steht eine Frage. Diese: Warum tut jemand so was? Und eine sinnvolle Einschränkung. Diese: Was ist denn das am – Fenster &#8211; sitzen – und – Böller &#8211; hinauswerfen für eine Art Handlung? Welches Ziel kann hinter dem Werfen von Knallkörpern stecken? Nicht dass zielloses Handeln irgendetwas Schlechtes wäre, Gott bewahre (verdammt!), au contraire macht ja nachgerade das sinnentleerte tun am meisten Spaß! Wobei, es steckt auch hinter dem ziellosen Gebaren ein tiefer Sinn. Wenn nur lang genug nachgedacht wird, entfaltet sich im blödesten Tun der Grund für selbiges! Ich sage nur: im Stammlokal bis morgens um 8:00 rumlungern! Sinn? Vielleicht bedankt´s der Wirt ja mal mit einem Messingschild an der Bar: „Diese Einrichtung möglich gemacht hat: Vorname Nachname“. Und schon haben wir eine Beweis unseres Seins. Und genau darum geht es ja. Wir sind doch every second danach bestrebt uns real existierend und lebendig zu fühlen (das gilt natürlich nicht für unsere katholischen Freunde) und das gelingt indem wir wahrgenommen werden. Ganz einfach. Wir sind, weil uns jemand dabei sieht. Oder hört. Jemand, den wir wider wahrnehmen. Das wollen wir so, das brauchen wir, das macht uns Freude. Schießen womöglich diese vermaledeiten Falotten nur deswegen Böller rum, weil sie wahrgenommen werden wollen? Haben wir es hier mit Hilferufen zu tun? „Hör mich an, ich bin da!“? Ist das Böllern zur Silvesterzeit ein beweis für das Versagen aller sozialen Netze? Denn ist es in Wahrheit so, dass es arme einsame Seelen gibt, die da jahrein jahraus hinter den Fenstern dümpeln und unbemerkt siechen? Bis sie zu Silvester, endlich, am letzten Tag des Jahres, vom Leidensdruck ins Handeln gezwungen werden, von der Einsamkeit angestachelt das Fenster aufreissen, ein Feuerzeug zart berühren, und eine Batterie von Schweizern und Piraten mit Absicht, Verve und Freude runterpfeffern, und uns in diesem Akt des Willens offenbaren: HÖR MICH! SIEH MICH! AUCH ICH BIN DA! Und, liebe Freunde und Freundinnen, wie sollen wir mit diesem letzten verzweifelten Versuch, mit uns in Kommunikation zu treten würdig umgehen? Was kann die Antwort auf soviel Offenbarung im Schmerz nur sein? Richtig: GEHT´S SCHEISS´N! Oiso: Nicht laut sein, außer in der Liebe und in der Musik, gell? Und schon wird´s ein gutes Jahr! ag]]></description>
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