Niemals Vergessen! Paris mahnt zu gutem Humor.

hydra_krztÖsterreich in Europa angekommen. Endlich auch hier Morddrohungen gegen SatirikerInnen.

Wir, das Satirekonglomerat HYDRA, freuen uns immer über sachliche Kritik an unseren Werken. Wir freuen uns auch über die vollkommen unsachliche Kritik, die Peter Strasser in seinem Artikel über unseren Reiseführer „Wien wie es wirklich scheint“ übt, da sie uns beweist, die richtigen Leute zu verärgern.

Wir halten folgendes fest:

  1. Satire, die niemanden verärgert, verdient keine Bezeichnung als solche.
  2. Terroristen, die unseren Reiseführer benötigen, um Anschlagsziele in Wien ausfindig zu machen, verdienen ebenfalls keine Bezeichnung als solche.
  3. Die Attraktivität des AKH als potentielles Terrorziel ist eine Tatsache, für die wir uns nicht verantwortlich fühlen. Wir haben aber vollstes Vertrauen, dass genannte Tatsache sowohl den Betreibern der Anstalt als auch den zuständigen Sicherheitsbehörden bekannt ist und das Bestmögliche zur Verhinderung eines solchen Anschlages getan wird.
  4. Aus unserem Text eine grundlegende Befürwortung oder Bewerbung des Terrorismus herauszulesen, zeugt von einer massiven Inkompetenz in Sachen Textverständnis, die jedes desaströse österreichische Ergebnis im PISA-Test in den Schatten stellt.
  5. Wir sind allerdings von der Krone auch nichts besseres gewohnt.

Wir möchten ergänzen, dass in den Kommentaren auf der Webseite der Krone, Kommentare, die laut den Angaben der Krone vor ihrer Veröffentlichung von Mitarbeitern geprüft werden, zu unserer Erschießung aufgerufen wird (siehe Bild rechts unten). Wir stellen die Frage, inwieweit sich solches Gedankengut von jenem unterscheidet, das gerne sogenannten radikalen Islamisten zugeschrieben wird und erbitten Auskunft, ob dies der offiziellen Blattlinie der Krone entspricht. Wir würden in diesem Falle die Kronenzeitung als geringfügig bedrohlicher empfinden als ohnehin schon längst.

krone_kommentare_highlightedAbschließend möchten wir betonen, dass wir die Meinung unseres geschätzten Verlegers nicht teilen, wonach unser Text nach den Pariser Anschlägen nicht mehr zeitgemäß sei. Wir sind der festen Überzeugung, dass die traurige Tatsache des Terrorismus satirisch bearbeitet werden darf. Das einzige, was Satire in diesen Zeiten nicht darf ist, sich vor den Karren selbsternannter abendländischer Kulturverteidiger spannen zu lassen.

Für die Hydra:
Curt Cuisine, Maximilian Zirkowitsch, Gregor Fröhlich
Rückfragen bitte an office@hydrazine.at

 

 

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