Hydra-Stiftung für Hype-Opfer

icebucket_hydraHydra gründet Stiftung für Hype-Opfer im Internet

Menschen, die von Internethypes geschädigt wurden, die davon aus der Bahn geworfen wurden, die zerrüttet oder total zerstört sind, soll nun endlich geholfen werden. Mit einer neuen Stiftung, die vom österreichischen SatireSozialprojekt Hydra ins Leben gerufen wurde. „Es war höchste Zeit, diese Stiftung zu gründen“, erklärt Hydra-CEO Curt Cuisine. „In unseren Facebook-Beratungsstellen mehren sich täglich verzweifelte Hilferufe von Menschen, die aktiv oder passiv von Internet-Hypes erfasst wurde und es bitter bereuten.“

Die meist lieber anonym bleiben wollenden Anrufer seien häufig deprimiert, zornig, niedergeschlagen. Einen Eindruck davon geben auch manche Youtube-Videos. So etwa das Video eines gewissen Patrick Stewart, offenbar ein großer Alkoholiker vor dem Herrn, der seine Alkoholsucht öffentlich mit der sogenannten „Icebucket-Challenge“ rechtfertigt. [Hype-Opfer Stewart] Oder nehmen wir etwa dieses tragische Opfer von Freiluftexhibitionismus [Icebucketmountainchallenge] oder sein noch traurigerer Gegenspieler, dieser arme russische Tauchanzugsfetischist [russianicebucketdivingsuit].

Internet-Experte Ingo Sofinger erklärt die Hype-Risiken: „Der Internet-Hype ist ein heimtückisches Phänomen. Für wenige Augenblicke wähnen sich die vom Hype Ergriffenen als Teil eines großen Ganzen, die Augen der Öffentlichkeit scheinen auf sie gerichtet zu sein.“ Doch am nächsten Tag folgt das traurige Erwachen: „Die Pantoffel sind immer noch gleich abgelatscht, der Kaffee schmeckt immer noch fad, trotz all der Espressokapselmüllberge, die man inzwischen verursacht hat.“

Aber nicht nur unter den Hype-Mitläufern gibt es dramatische Effekte. Der Stratosphärenbezwinger Felix Baumgartner ist seit dem von ihm ausgelösten Hype Opfer unzähliger Beschimpfungen und Diffamierungen geworden. Baumgartner fühle sich zutiefst missverstanden, wie gut informierte Kreise berichten. „Für ihn sind alle, die ihm widersprechen, Trotteln“, erzählt ein Ex-Freund, der ihm widersprochen hatte. Auch die Grumpy-Cat ist ein Opfer ihres eigenen Hypes geworden. Warum schaut sie wohl so grumpy drein? Eben, weil ihr das alles zum Hals raus hängt, weil sie Hypes und Selbstläufer zum Kotzen findet. Ein gewisser Herr Kony wiederum leidet darunter, dass sich seit Abklingen des Hypes niemand mehr für ihn interessiert. Darum, wenig verwunderlich sind diese drei Herren (samt einer unbekannten Icebucket-Teilnehmerin) die ersten Donatoren der nun gegründeten Hydra-Stiftung.

„Aufgabe unserer Stiftung ist es, die Menschen wieder zum Lachen zu bringen, sie wieder dazu motivieren, an der fröhlichen Welt des Engagements per Buttonklick mit Schwung und Elan teilzunehmen“, so Cuisine.

Wenn Sie für die „Hydra-Stiftung für Hype-Opfer“ spenden wollen, dann senden Sie bitte ein kurzes E-Mail an office@hydrazine.at, wir übermitteln Ihnen vertraulich unsere Bankdaten.

++ Schluss ++

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