Traditionelles Heißluft-Rennen hat begonnen

Wien. Bis zu 21 Teams gehen bei der diesjährigen Auflage des traditionellen österreichischen Heißluftballon-Rennens – heuer unter der Bezeichnung „Nationalratswahlkampf 2013“ – an den Start. Trotz dieses großen Starterfelds geben Experten aber nur wenigen Teilnehmern eine Chance auf den Sieg. Favorit bei den Buchmachern ist wie schon vor vier Jahren das Team „SPÖ“, deren ursprünglich roter Ballon über die Jahre allerdings viel Farbe verloren hat und heute hellrosa erscheint. „Ihre Vertreter, allen voran Steuermann Werner Faymann, produzieren Unmengen an heißer Luft, da werden sich die anderen Teams schwer tun“ so Hotair-Experte Curt Cuisine. Und sein Co-Analyst Stefan Kaltrotzki ergänzt: „Außerdem spricht Faymanns sprichwörtliche ‚sichere Hand‘ für die hellrosa Luftikusse.“ Punktechance bei 27 Grad Celsius

Knapp hinter den rosa Recken dürfte das Team „ÖVP“ liegen, welches ebenfalls heiße Luft in enormem Ausmaß produziert. „Das schwarze Feuer scheint erloschen, aber für ein laues Lüfterl reicht es immer noch“, so Cuisine, der die Punktechance bei 23 Grad Celsius ansiedelt. Lediglich Außenseiterchancen werden dem Team „FPÖ“ eingeräumt. „Braune Luft, auch als Toilettengas bekannt, ist mitunter unberechenbar“, weiß Kaltrotzki. Ebenso nur ein Fall für die hinteren Ränge scheint das Team „Stronach“ zu sein. „Obwohl hier mit echten Geldscheinen geheizt wird, kommt dieser Ballon nicht wirklich schneller auf Touren“, fachmeint Cuisine. Beide Steuermänner – H. C. Strache und Frank Stronach – wären zwar dazu imstande, schier unglaubliche Mengen an heißer Luft zu produzieren, aber etwaige Ausfälle im Verlauf des langen Rennens könnten durch die kleine Ersatzbank nur schwer ausgeglichen werden, so Stefan Kaltrotzki, dessen redaktionelle Herkunft aus der Sportredaktion sich kaum verleugnen lässt. Für ein belangloses Duell Stra vs. Stro im Mittelfeld ist jedenfalls gesorgt. Die Punktechancen liegen bei 17 Grad Celsius und 9 Grad Celsius.

Der mit Biogas angetriebene Ballon der „Grünen“ schwächelt wie stets vor dem großen Rennen. „Das grüne Heißluftprojekt krankt am Problem der Umweltverträglichkeit: Man will es allen Recht macht und keine Rückstände hinterlassen, also nähert man sich asymptotisch der Unsichtbarkeit“, gibt sich Cuisine besserwisserisch und räumt bloß eine Punktechance von 12 Grad Celsius ein. Noch trauriger die Chancen für das „BZÖ“. „Man setzte auf das Kärntner Implosionsgas – und setzte falsch“, feixt Kaltrotzki. Er schätzt die Punktechancen auf kaum mehr als 3 Grad Celsius. Für noch kleinere Teams wie die „die Christen“ oder „NEOS“ bleibt wohl der olympische Gedanke entscheidend: Dabei sein ist alles. Oder wie es im Ballonsport heißt: Hoch kommen ist alles, runter kommen sie sowieso.

 

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