Pflicht oder Lust?

Berufsheer oder Wehrpflicht, das ist hier die Frage. Hydra hat alle Optionen gecheckt, hat alle Formen von Berufsheeren und wehrpflichtigen Tötungsverbänden miteinander verglichen.

Die Fremdenlegion
Die Fremdenlegion gilt als definitive Berufsarmee, ist vermutlich der Söldnerheaven. Tatsächlich sind die Fremdenlegionäre reguläre Soldaten der französischen Armee – und wahren dementsprechend vor allem nationale Interessen. Sie stürzen keine afrikanischen Diktatoren für einen sagenumwobenen Goldschatz (wer das jetzt etwa vor Augen hatte … das ist bloß Hollywood :-). Die Fremdenlegion steht für die fröhliche Freiwilligkeit zu morden, ist ein echtes Berufsheer also.

Die Armee der Klonkrieger
Hierbei sollte es sich eigentlich um ein Berufsheer handeln, aber wie heißt es im allwissenden Jedipedia:  „Die Kaminoaner betrachteten die von ihnen gezüchteten Klonsoldaten als ersetzliche Produkte. Dinge wie Menschenrechte, Freizeit oder persönlicher Besitz waren den Klonen größtenteils verwehrt. Rechtlich gesehen, waren bedrohte Pflanzen- und Tierarten in der Republik besser geschützt als Klone.“ Wenn das ein Berufsheer sein soll … Danke! Es kann sich hier nur um Wehrpflicht nach österreichischem Muster handeln. Very uncool.

Wehrpflicht vs. Berufsheer: 0 : 1

Kindersoldaten
Zwischen 1990 und 2000 sind zwei Millionen Kinder und Jugendliche in bewaffneten Konflikten gefallen. Kindersoldaten werden überwiegend in Berufsarmeen oder überhaupt illegalen Kampfverbänden eingesetzt, etwa bei der Lord’s Resistance Army in Uganda, die als paramilitärische Söldnertruppe endete. Kinder in den Krieg zu schicken ist natürlich indiskutabel, ein klarer Punkt gegen jede Art von Berufsheer (und gegen dictator-shit sowieso).

Soldatenkinder
Allerdings geht es Kindern von Soldaten auch mies, egal ob Papi Berufssoldat oder bloß wehrverpflichtet war. Eine Studie zeigte jüngst, dass sogar noch Enkel unter den Kriegserfahrungen des soldatischen Großvaters leiden können. Ein absoluter Downer dieses Thema, ginge es hier nicht um die Entscheidung Berufsheer vs. Weiterwurschteln, man müsste glatt für den Frieden auf der Welt stimmen.

Wehrpflicht vs. Berufsheer: 1 : 1

Freizeitkrieger
Seien wir uns ehrlich: In den Krieg ziehen mittlerweile alle Burschen ab 14. Und immer öfter auch Mädchen. Wir leben im Zeitalter der geilsten Kriegsspiele ever. Virtuelles Töten ist einfach sexy, da können Moralaposteln unken, wie sehr sie wollen. Zeigt mir einen 16-jährigen, der nicht 1000e Bildschirmsoldaten abgemurkst hat und eine heiße Stirn von den Schlachtfeldern in „Call of Duty“ kriegt! Und nicht wenige Jugendliche würden dieses „Handwerk“ wirklich, wirklich gerne auch berufsmäßig ausüben.

Teilzeitkrieger
Wer hingegen wagt, aus virtuellen Aggressionen echte werden zu lassen, etwa auf dem, sagen wir, Spielfeldrand, der ist Nullkommajosef zum sozialen Abschaum, zum Empfindungsmammut, zum Hassgriechen gestempelt. Und das natürlich zu Recht! Es gibt nichts Idiotischeres als Gewalt, siehe Fußballfans (hey, nicht alle natürlich).

Wehrpflicht vs. Berufsheer: 1 : 1
(Resultate gestrichen wegen völliger Unsinnigkeit der Ausgangsfrage)

Fazit
Die ganze Bundesheer-Abstimmung ist Schrott. Die einzig vernünftige Wahlalternative kann nur ein Friedens- oder ein Liebesheer sein. Acht Monate Zwangsverpflichtung für jede ÖsterreicherInnen mit Kursen für Gruppenkuscheln, zivilen Ungehorsam, freie Liebe und soziales Verantwortungsbewusstsein. Außerdem inkludiert: mindestens drei Monate Auslandsaufenthalt als humanitäre/r Helfer/in im Ausland (nein, nicht in Beverly Hills). Erst danach Entlassung als halbwegs mündiger Staatsbürger und also Erwerb des Wahlrechts … 😉

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