Ein Schwätzchen mit dem Hass-Griechen

Die Tageszeitungen waren wieder einmal bestens informiert: Tatsächlich reiste für das Europacupspiel Rapid gegen Saloniki auch der berühmte Hass-Grieche nach Wien. HYDRA traf den sportlichen Hellenen im überraschend feinen Zwirn in einem Ringstraßen-Café zu einem wirklich frühen Frühstück. Bei Schinkensemmerl, weichem Ei und Melange erzählte er uns, wie er den gestrigen Tag erlebte.

HYDRA: Grüß Gott, Herr Hass-Grieche! Können sie uns erzählen, wie der gestrige Tag für sie war?
Hass-Grieche: Es war fantastisch! Das Wetter war ja optimal für einen Städteausflug. Am Vormittag sind wir nach Schönbrunn raus gefahren – ich interessiere mich ja sehr für den Architekturstil des Barock. Dann waren wir Mittag essen, ganz klassisch. Ich hab mir einen Tafelspitz bestellt, meine Gattin hat ein Fiakergulasch gegessen und die zwei Kleinen haben ein Schnitzerl bekommen. Am Nachmittag sind wir durch die Innenstadt geschlendert – herrlich! Am Abend waren wir dann im Burgtheater.

HYDRA: Sie haben sich also gar nicht das Fußballspiel angeschaut?
Hass-Grieche:Nein. Fußball interessiert mich überhaupt nicht, das haben die ganzen Zeitungen ja eh geschrieben.
HYDRA: Und warum treffen wir uns hier in aller Herrgottsfrüh? Wollten sie nicht einmal ausschlafen?
Hass-Grieche:
Das ist leider nicht drin. Schon zu Mittag muss ich wieder meinem Job als Versicherungskaufmann nachgehen, denn freibekommen habe ich leider nur den Donnerstag. Aber ich maule nicht. Irgendwer muss sich immerhin auch um die griechische Wirtschaft kümmern.

HYDRA: Wie gefällt Ihnen Wien ingesamt? Werden sie wieder kommen?
Hass-Grieche: Ich liebe Wien! Mir gefällt diese mondäne Athmosphäre. Und ganz besonders mag ich die Wiener. Unglaublich wie freundlich man hier behandelt wird. Die Wiener sind ja bekannt für ihre Gastfreundschaft gegenüber Ausländern vom Balkan. Ich komme sicher wieder.

HYDRA: Herr Hass-Grieche, wir bedanken uns bei ihnen für das Gespräch und wünschen noch eine schnelle und angenehme Heimreise!

(Das Gespräch führten Stefan Kalnoky und Herr Hammer.)
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