Frauen lesen Lotte

Lotte geht durch die Presse. Na gut, immerhin durch das Internet. Und das hat ja auch eine Presse. Viele Pressen sogar. Nur nennt man die im Internet Kompressen. Und tun manchmal weh … Wo war ich? Ach ja, lest hier Auszüge aus den ( fast) hymnischen Reviews zu unserem jüngsten Buch „Sex mit 45“. Verfasst von vier großartigen, vier großartig kritischen, vier großartig großartigen Frauen …

Noch bevor Lotte erschien, präsentierte eine gewisse Kathrin auf ARSCHGEWEIHT bereits kurz und knackig unseren Lieblingsschund: „45 mal (!) wird Lotte  leidenschaftlichen, schmutzigen, missglückten, romantischen und/oder witzigen Sex haben. Sie mag Flirten im Internet (wir auch) und CSI Miami (wir auch) und Rollerskaten auf der Donauinsel (wir nicht). Außerdem tanzt sie gerne Salsa zu ihrem Lieblingslied von Toto. […] Endlich ist sie also da, die Chance SchundautorIn zu werden. Toll. […] Stellt sich Lotte also nur noch die Frage: Zu mir oder zu Ihnen?“ Diese Frage ist korrekt. Danke, liebste Kathrin, für diesen Aufruf … wer immer du auch sein magst.

Ein „moderner Roman“

Eine hand- und sattelfeste Review schrieb Hannah Poppenwimmer auf VIENNARAMA: „Sex. Ein allseits beliebtes Thema. Jeder hat ihn gerne, doch nicht jeder redet gerne darüber. […] Mit ‚Sex mit 45 – das turbulente Liebesleben von Lotte Zusatz-Zahl’ bringt [die Hydra] einen modernen Liebes-Roman der anderen Art heraus. VIENNARAMA hat sich durch 23 schicksenhafte Kapitel gearbeitet.“

Und weiter: „Schon das Buchcover macht klar, in diesem Buch erwartet uns Erotik durch und durch. Das Bild eines weiblichen Schoßes. Die Beine gehüllt in schwarze Strapse, dazu eine rote Korsage. Unten rechts das Bild einer lüstern schauenden Frau. Dürfen wir bekannt machen: Lotte Zusatz-Zahl, die Protagonistin des Werkes. Sie und ihr turbulentes Liebesleben gilt es auf 94 Seiten kennenzulernen. Ob man das überhaupt möchte, ist man sich bei manchen Geschichten jedoch nicht ganz sicher. Denn brachte die eine oder andere Geschichte einen noch zum Schmunzeln, denkt man sich bei manchen Details, dass man auch ohne sie gut weiterleben hätte können.“

Tja, bei welchem Detail darf man sich das nicht denken? Dennoch waren wir von Hannahs Fazit sehr geschmeichelt: „Eines steht fest. Lotte Zusatz-Zahl und ihre Autoren nehmen sich nicht zu ernst und haben ein schnelllebiges Werk geschaffen. Manche Geschichten bringen einen zum Schmunzeln, mache erschrecken und lassen die Scham in einem hochsteigen und manch eine Geschichte hätte man sich sparen können. Eines steht fest: Wenn man denkt, Lotte kann nicht noch mehr sexuelle Grenzen überschreiten, tut sie es. Wer auf der Suche nach einem modernen Frauen-Sex-Roman ist, der sollte das Buch jedoch sicherlich lesen.“

Flüstern über Pornographie

In ihrem Blog LITERATURGEFLÜSTER näherte sich Eva Jancak wiederum zunächst sehr klassisch unserem schundigen Werk. Erst werden ausnahmslos alle Autorennamen zitiert, dann immerhin ein Geständnis: „das Ganze sieht wirklich täuschend echt, wie ein Romanhefterl aus, ist nur ein bißerl dicker und ich habe, ich gestehe es, die Bastei Liebes- Fürsten- etc, Romane, als Jugendliche ganz gern gelesen und es ist auch ganz in diesem Stil mit Blumenrändchen und den vielen Werbeseiten aufgemacht.“

Aber Hallo, Eva! Sowas aber auch. Wir haben diesen Schund nie gelesen … 😉 Aber weiter im Text. Zunächst schmeichelt Eva uns mit einem weiteren Zugeständnis, dass nämlich Lottes „dreiundzwanzig Liebesabenteuer, […] für eine, die sich nicht gerade als Spezialistin in erotischen Romanen bezeichnen kann, sehr spannend zum Lesen“ sind. Und dann: „Was mir natürlich besonders gut gefällt ist die Realistik und der aktuelle Wien-Bezug in manchen Szenen, so besucht Lotte das Donauinselfest oder fährt mit der U-Bahn dorthin und als sie beim Schuheinkaufen mit dem schönen Erwin gerade unter der Budel liegt, der auf ihr Kokain ausprobiert, erscheinen die Damen Susi Jerusalem und Maria Vassilakou und befreien sie, so daß Lotte fortan beschließt “grün” zu wählen“ …

Wow! Eva hat Lotte wirklich aufmerksam gelesen. Nett finden wir auch Evas Verweise darauf, dass sich mittlerweile einige Autorinnen (ja, innen) mit dem Metier der Groschenromane kreativ auseinander setzen. Aber da bei uns (wir gestehen es) leider nur zwei Frauen mitgeschrieben haben, geht auch Evas Fazit völlig in Ordnung. Nachdem sie nochmals „einige originelle Episoden“ lobt, etwa „wo die Tochter mit der Mutter gemeinsam Bingospielen geht oder die von dem Sado-Maso-Cafe am Naschmarkt, wo man aus Hundeschüßeln und aus Damenschuhen trinkt“, meint sie: „Ja, so geht’s mit den satirischen Sexromanen, ein Mißverständnis scheint aber dabei zu sein, die Bastei Hefterl waren eigentlich nicht pornografisch und die vorliegenden dreiundzwanzig Kapitel sind wahrscheinlich nicht jugendfrei.“ Hm. Zum Glück erledigt die Zielgruppenansprache das Problem von selbst … 😉

Auf den Leib geschrieben

Ebenfalls großartig gefallen hat uns schließlich Isabellas Ankündigung unserer Releaseparty auf LE COOL. Wir zitierten zur Gänze und ziehen galant und dankbar unseren Seidenstrumpf vom Kopf: „Veeing. Passiing. Antiing. Würden wir dem „Hydra“- Magazin Glauben schenken, wären dies die upcoming Trends der Digitalen Posen im Internet. Armin Wolf war demnach wohl der Letzte der „planking“ veranstaltete. Aber um das geht es jetzt eigentlich gar nicht. Worum es geht ist Sex mit 45.  Der Protagonistin Lotte Zusatz- Zahl wurden kleine Schund- Geschichten an den Leib geschrieben und diese dann zu einem Buch gepaart. Die Releaseparty dieses hocherotischen Werkes findet in niemand geringerem als in Ragner…ehm, ich meine in Nichts geringerem als im Ragnarhof statt. Neben Sektempfang (finde ich ja beinahe süffisant) gibt es ein Line- Up (EdFaber, OFF THE HOOK und „♥♥♥♥“ Love ‘em till the last beat) welches dann doch mehr professionell als satirisch ist. Die ersten 50 Gäste bekommen eine Ausgabe der aktuellen „Hydra“ geschenkt – ich werde Gast Nr. 45 sein.“

Liebe Isabella … für Fans wie dich leben wir, arbeiten wir, ruinieren wir uns. Echt. Das ist jetzt kein Schund nicht … 😉

 

Die Bilder stammen aus der Lotte-Fotostory, die es in Technicolor nur hier zu betrachten gibt:
http://issuu.com/hydra/docs/lotte_fotostory

Und hier geht’s zu den einzelnen Reviews.

http://www.arschgeweiht.at/lotte-ist-ein-flittchen/

http://viennarama.at/2012/04/27/buch-review-sex-mit-45/#more-5470

http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/04/04/sex-mit-45/

http://wien.lecool.com/wien/de/current_issue

 

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