Frühlingsburnout!

Burnout ist wieder da. Kein Wunder, nach einem derart beschissenen Winter und der alljährlich deprimierenden Umstellung auf die Sommerzeit. Aber Burnout ist in der Tat eine Volkskrankheit. Schätzungen zufolge ist fast ein Viertel der Erwerbstätigen in Österreich und Deutschland chronisch völlig am Ende, ausgelaugt, planiert, fix und fertig. Manche sägen sich gar ein Bein ab oder melden sich zur Polizei und verprügeln Ausländer, nur damit sie aus der „Arbeitshölle“ entkommen können. Völlig neu ist aber, dass Burnout nicht nur Menschen betrifft.

Auch Häuser leiden neuerdings unter Burnout. So deckte das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ auf, dass gerade Einfamilienhäuser mit Holzverkleidungen oder Villen mit Intarsienarbeiten unter einer ganz fatalen Form des Burnouts leiden. Eines ist jedoch anders bei dieser brandgefährlichen Immobilienauszehrung. Beim Menschen entscheidet die berufliche Position bzw. die Rangordnung: Je höher das Arbeitstempo, je weniger Kontrollmöglichkeiten, je unsicherer der Arbeitsplatz, um so eher droht der Motivationskollaps. Bei Häusern hingegen ist es umgekehrt. „Je billiger die Einrichtung, desto unbrennbarer“, so Hausbrennexperte Jens Flame im „Spiegel“. Und fügt feixend hinzu: „Je schöner die Villa, desto lichterloher brennt sie auch.“

Aber nicht nur Häuser, auch Kraftfahrzeuge sind immer öfter von Burnout betroffen. „Kommt der Frühling, setzten sich auch immer mehr Sonntagsfahrer – und besonders Sonntagsfahrerinnen – ans Steuer“, so ein anonymer Verkehrsexperte in deutschen „Focus“. Autos seien jedoch aufgrund der immer komplizierter werdenden Elektronik zu empfindsamen Wesen gediehen (Stichwort „Künstliche Intelligenz“).

Unsensible Schaltfehler, äffisches Hupverhalten oder subwooferverstärkte Musikabscheulichkeiten deprimieren Kraftfahrzeuge mit sensibler Elektronik zunehmends. Immer öfters kommt es zu spontanen Selbstverbrennungen, in Deutschland besonders bei Golf GTI-Lenkern (mit Blondinen auf dem Beifahrersitz) oder Golf GTI-Lenkerinnen (mit hirnamputierten Beifahrern, sog. „Neonazis“). In Österreich betrifft dies überwiegend die Automarke Skoda, insbesondere die sog. „preisgünstigen“ Modelle.

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Die bitterste Burnout-Variante hat jedoch das deutsche Sensationsmagazin „Stern“ ausgegraben. Das berüchtigte „Dog-out“ gilt als Haustierzivilisationskrankheit. Hunde, die von ihren Besitzern nicht mehr so verhätschelt werden wie ehedem, verkraften dies häufig nicht mehr und machen erst noch eine Zeitlang nervigen Beziehungsstress („Was, schon wieder zweitklassiges Chappi?“, „Heute echt nur eine Viertelstunde Gassi?“, „Du kraulst mich aber nicht mehr so wie früher!“), bevor sie sich schließlich als Suchhunde bei der Freiwilligen Feuerwehr melden. Offiziell behaupten die meisten Hunde zwar, sie würden dies tun, um ein wenig Anerkennung zu ernten, doch in Wahrheit geht es den meisten unter Dog-out leidenden Hunden nur darum, sich so schnell wie möglich in die nächste Feuersbrunst zu werfen.

Die heimischen Tierschutzorganisationen arbeiten bereits an einem psychotherapeutischen Notfallspaket für betroffene Hunde. Tierpsychologe Helmuth Wart rät einstweilen zur Vorsicht und empfiehlt Hundebesitzern, sich anstelle eines Viecherls eine Briefmarkensammlung zuzulegen.  ++Hydra++Schluss++

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