Reif für die Insel

Sex mit 45: Episode 17
Wie jedes Jahr ging Frau Lotte auch heuer aufs Donauinselfest. Seit Jahren gibt es schon die Tradition, dass sich die drei Mädls wie sie sich nennen, treffen und mal wieder richtig die Sau raus lassen. Am Samstag treffen sie sich am führen Nachmittag, um ein paar Gläser Sekt zu trinken, um in die richtige Stimmung für die abendlichen Konzerte zu kommen.

Pünktlich um 2 läutet es an Lottes Tür und ihre zwei Girls, Susi und Resi, stehen davor, aber sie hatte nicht damit gerechnet dass die zwei männlichen Anhang mitnehmen. “Da wird mir aber fad werden “, denkt sie sich, doch gastfreundlich wie sie ist, bittet sie die Gäste hinein. “Wir haben dir wen mitgebracht “, kichert Susi, und tatsächlich ist zu ihrer Überraschung noch ein dritter Mann mitgekommen. Herbert hieß er und war ein Arbeitskollege von Resis Freund Werner.

Es war erst 14:15 und schon knallte der erste Sektkorken, und Resi verschüttete zuerst einmal die Hälfte des Sektes über den Tisch weil ihr neuer Freund sie kitzelte. „Ach lass das“, flüsterte sie ihm ins Ohr, und schenkte sechs Gläser des Sprudelwassers ein. Im Laufe des Nachmittages wurde es immer lustiger, und Lotte unterhielt sich mit Herbert, die von ihren Freundinnen auserkorene Begleitung, prächtig über Gott und die Welt; er war ein unheimlich guter Gesprächspartner, und was ihr besonders gut gefiel, erst 35 Jahre alt und sehr schön anzusehen.

Pünktlich um 16:00 verlässt eine leicht angetrunkene Gruppe Lottes Wohnung, denn sie wollen auf keinen Fall das Konzert von Reinhard Fendrich um 18:30 auf der Radio Wien Bühne verpassen, und davor will Resi noch so eine neumodische Pop-Band ansehen die gerade auf Ö3 rauf und runter gespielt wird. „Wird sicher lustig“, sagte sie, „die sind total gut.“ Fritz, Susis Begleitung, nahm sich noch ein Bier für den Weg aus dem Kühlschrank bevor sie gingen. „Wegbier“, meinte er, „sonst verdurste ich auf dem Weg“. Ihren Hund Joker brachte Lotte noch schnell zu ihrer netten Nachbarin Frau Hildegard, denn wer weiß, ob sie heute Nacht in ihrer Wohnung schlafen würde. Das machte sie immer so wenn sie einen netten Mann kennen gelernt hatte – und wo mehr passieren könnte. Ihre Nachbarin freut sich immer über ein bisschen Gesellschaft, seit dem ihr Mann letztes Jahr verstarb und Joker hatte sie auch sehr gerne.

In der U-Bahn war viel los, scheinbar wollte ganz Wien auf die Donauinsel, trotzdem tat das der tollen Stimmung keinen Abbruch, vor allem bei Lotte nicht denn Herbert war ein toller Mann der nur so vor Lebensenergie sprudelte. Frisch geschieden, wie er ihr erzählt hat. Seine Frau hat ihn für einen 23 Jährigen sitzen gelassen. Werner, Resis Freund, hat darauf lachend gemeint: „Nur auf einem alten Gaul lernt man das reiten, haha!“ Seine Scherze waren schon immer von der schlechteren Sorte, doch ab und zu hatte er auch recht.

Angekommen auf der Donauinsel wollte Fritz zuerst einmal ein Bier, doch Resi wollte so schnell wie möglich zur Ö3 Bühne, weil ihre Lieblingsband in 5 Minuten begann und sie mindestens 15 Minuten wegen des Gedränges gehen würden. Lotte fand die Band eher mittelmäßig, und deshalb beschloss sie gemeinsam mit Susi etwas trinken zu gehen. Werner blieb mit Resi vor der Bühne und die anderen vier machten sich auf den Weg zum nächsten Bierstand. „Ruf ma uns nachher zam“, rief ihr Resi hinterher, doch sie hörte es kaum noch, weil Herbert ihr wieder eine Geschichte aus seinem Dartclub erzählte.

Mit frisch gezapften Bier ging es rüber zur Radio Wien Bühne, wo in Kürze der Austropop Star Reinhard Fendrich beginnen sollte. Plötzlich bekam Susi einen Anruf von ihrer Mutter, ihr Vater ist kollabiert und liegt jetzt im AKH. Herzinfarkt vermutete der Notarzt. Keine Frage sie musste sofort los und Fritz kam natürlich mit, „zu moralischen Unterstützung“, wie er meinte.

Lotte wollte sich die gute Laune aber nicht verderben lassen, und Herbert lies sich auch nichts anmerken. „Schauma halt nur zu zweit zur Bühne, is sicher auch toll“, nachdem sie sich von Susi verabschiedet hatte. Gemeinsam standen sie vor der Bühne und ein wie immer großartiger Fendrich gab ein tolles Konzert. Bei „I am from Austria“ legte er seinen Arm um sie. Lotte fand es richtig toll, denn er hatte starke muskulöse Arme. Nach dem Konzert schaute Lotte ihn an und sagte: „Jetzt hab ich richtig Lust auf ein Eis.“

Beim Eisverkäufer angekommen bestellte sie wie immer Viennetta von Eskimo, Herbert wollte ein Cornetto. Wie es sich für einen Gentleman gehört, bezahlte er natürlich. Dafür bekam er von Lotte einen Kuss. Schlagartig verlor der sonst eher schüchterne Herbert seine Zurückhaltung und erwiderte den Kuss, und die beiden begannen wie zwei verliebte Teenagerin aller Öffentlichkeit zu knutschen. Hand in Hand gingen sie zur U6 und Lotte flüsterte in sein Ohr: „Zu mir oder zu dir.“

„Ich wohn gleich bei Spittelau, also zu mir.“, antwortete er.

In der U-Bahn küssten sich die zwei weiter, und als Lotte ihre Hand auf seinen Oberschenkel legte merkte sie dass er eine Erektion bekam. Das gefiel ihr. Fünf Minuten nachdem sie ausgestiegen waren schloss er schon die Wohnungstür auf. Als Herbert sie fragte, „willst du was trinken“, schüttelte Lotte nur den Kopf und öffnete seinen Gürtel. Sich gegenseitig küssend stolperten sie ins Schlafzimmer und verteilten auf den Weg dorthin ihr Gewand in der gesamten Wohnung.

Lotte ließ sich rücklings aufs Bett fallen und Herbert beugte sich langsam über sie. Er griff ihr zwischen die Beine um festzustellen dass sie feucht ist. Während Lotte sein steifes Glied massierte holte er geschickt ein Kondom aus der Lade, denn „Sicherheit geht vor“, meinte er. Sie stöhnte laut auf als Herbert eindrang. So lange wie er hatte selten ein Mann durchgehalten. Nach dem tollem Sex schlief Lotte in seinen starken Armen ein.

Bevor sie aufstanden hatten sie nochmals Sex, der noch besser war als der in der Nacht. Es war schon fast Mittag als Lotte aus dem Bett stieg, aber da Sonntag war, störte es die Beiden nicht. Herbert machte ihr noch einen Kaffee, denn viel mehr hatte er nicht daheim. Er musste erst seine neue Wohnung einrichten und hatte noch keinen Kühlschrank.

Als Lotte die Wohnung verließ holte sie wie immer ihr Handy aus der Handtasche. Ein Blick aufs Display zeigte 10 Anrufe in Abwesenheit und 7 SMS, alle von Resi, die sie anscheinend verzweifelt gesucht hat. Schnell tippte sie ihre Nummer ein und Resi war sofort dran: „Geht’s da eh gut?“, fragte sie besorgt. „Du Resi i muss da unbedingt was erzähln. Kommst zu mir, koch ma uns was schönes. Du wirst nicht glauben was gestern passiert ist! Um 5 bei mir“, sagte sie ihrer Freundin und machte sich mit einem Lächeln am Gesicht auf den Weg zur U-Bahn. Die gestrige Nacht hatte ihr viel Spaß bereitet, und sie hoffte dass sich Herbert bald bei ihr melden würde. Sie hätte nichts gegen eine Wiederholung.

[Text: Ronni Berger]

Soweit die aktuelle Episode zu unserem Mitmach-Schundroman „Sex mit 45 – die heißblütigen Abenteuer von Lotte Zusatzzahl“. Nicht vergessen, auf sexfick.at gibt es alle Infos zum Mitmachen. Und wenn ihr auch eine ebenso authentische, wie vergnügliche Episode schreibt, wie unser Gastautor Ronni Berger, dann winkt die Aufnahme in den am Ende nach allen Regel der Buchdruckerkunst gefertigten Schundroman. Ronnie hat es schon mal geschafft. 

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