9/11: Eine Chronik des Schreckens

7:38 Uhr: Mohammed Atta checkt in Boston für American-Airlines-Flug 11 ein. Wenig später betritt er das Flugzeug – und muss dieses sofort wieder verlassen: überbucht!

11:47 Uhr: Nach über vier Stunden Wartezeit auf einem unbequemen Metallbänkchen, ersteht Atta bei Starbucks einen Caffe Latte. Die Plörre enttäuscht ihn maßlos. Er droht der Servicekraft mit heiligem Krieg und wünscht ihr noch alles Gute.

12:49 Uhr: Aus Langeweile und Mangel an Alternativen kauft sich Atta einen weiteren Kaffee.

13:04 Uhr: Und noch einen!

13:27 Uhr: Bei einem routinemäßigen Sicherheitscheck fallen Attas ungewöhnlich geweitete Pupillen und der aus seinem Kaftan hevorlugende Krummsäbel auf.

14:03 Uhr: In der Röntgenröhre wird die Echtheit des Säbels vom Zoll bestätigt: Atta darf ihn behalten, wird aber für 36 Stunden in Gewahrsam genommen und zum gemeinnützigen Dienst in der Flughafenputztruppe verdonnert, da er mit den achtlos weggeworfenen Kaffeebechern gegen das ungeschriebene Flughafengesetz verstoßen hätte.

23:06 Uhr: (nächster Tag) Ein komplett übernächtigter Atta hat weder Anschlußflug, noch Hotel; er beschließt zerknirscht, sich in Allahu’s Nacktbar in Flughafennähe ein paar Stündchen zu entspannen.

23:37 Uhr: Nach einem Piccolo um 39€ pennt Atta weg und wird von den leichten Damen um seine Wertgegenstände erleichtert (inkl. Paß).

06:13 Uhr: Atta wacht mit einem Brummschädel auf der Landebahn auf und wünscht der ganzen Welt den heiligen Krieg.

09:28 Uhr: Endlich: Atta findet den selbstgemalten Ersatzpaß in seinem Schlüpfer und darf nun endlich weiterfliegen! („Wir haben eine Lösung für Sie gefunden, Herr Atta!“)

10:27 Uhr: Ernüchterung: in der einmotorigen Cessna sitzt die Weltmeisterin im Schnellessen & Rülpsen neben ihm. Aus den Lautsprechern wimmert stundenlang beschissenes Fahrstuhlgedudel. Der Pilot will von seinen gutgemeinten Flugtipps nichts wissen („Mehr aufs Gas! In der Kurve mit der Handbremse arbeiten“).

19:24 Uhr: Völlig gerädert landet Atta am Flughafen seiner Heimatstadt Hamburg. Er beschließt nie wieder zu fliegen und kippt sich auf der Reeperbahn mächtig einen hinter die Birne.

Drei Monate später: Mohammed Atta wartet noch immer auf sein Gepäck.

 

[Sebastian Klug]

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