längstes wort endlich entdeckt

Im Untertitel der Wundsalbe Hirudoid (gegen stumpfe Verletzungen) entdeckten führende Wissenschaftler vom Wiener Institut für Hydradermie heute Morgen das längste Wort der Welt. Es lautet „Mucopolysaccharidpolyschwefelsäureester“.

„Bin ich froh, dass das endlich geklärt ist“, so Hydra-CEO Curt Cuisine erleichtert. Und fügt hinzu: „Damit können wir endlich diese Suche aufgeben und uns neuen Herausforderungen stellen.“ Diese Herausforderungen ergeben sich durch den Fund selbst. „Mit Mucopolysaccharidpolyschwefelsäureester können wir die dringlichsten Probleme unserer Zeit lösen“, so Peter Raritäter, wissenschaftlicher Leiter im Hydrademie-Institut. Versuchsreihen an randalierenden Londoner Probanden ergaben, dass das Erlernen des Wortes (unter Strafandrohung!) die Bereitschaft, ganze Stadtteile zu verwüsten, um 62% reduziert. „Das vermag zwar nicht die Ursache beheben, aber es bringt uns der Lösung einen ganz schönen Schritt näher“, so Raritäter.

Auch bei internationalen Börsenmaklern zeigt das Wort seine Wirkung. Je länger die Worte sind, die in den Berichten von Ratingagenturen und Investitionsexperten auftauchen, desto weniger werden sie von Anlegern verstanden. Mit dem Wort „Mucopolysaccharidpolyschwefelsäureester“ kann dieser Effekt selbstverständlich maximiert werden. Die Folge: „Keine Kursabstürze mehr, keine verspekulierten Milliarden, stattdessen endloser Reichtum für alle“, schwärmt sein Forscherkollege Sebastian Klug.

„Mit dieser Strategie hätten wir schon den zweiten Weltkrieg verhindern können“, so Klug weiter, räumt aber ein, dass die neue Methode nicht alles kann. Schwule Hunde und polynekrophile Katzen können noch immer nicht von ihrem Leiden erlöst werden. „Aber“, so Klug, „das macht nichts, denn zum Glück hat mein Kollege Raritäter die längste Praline der Welt.“

Schnell also zurück zum Kollegen Raritäter, der aber meint: „Wie jetzt? Soll das eine Anspielung sein oder was? Was soll das heißen, längst Praline?“ Er verweist uns erneut auf den Hydra-CEO, der wiederum meint: „Also wenn schon, dann heißt das Praliné, junger Mann, ja? Bitte mitschreiben: Praliné! Aber es ist typisch für Euch Journalisten, dass ihr immer nur an das eine denkt, sogar dann, wenn die Lösung für alle Probleme so greifbar nahe ist. Und diese Lösung lautet, ich sage es noch mal, Mucopolysaccharidpolyschwefelsäureester!“ 

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