Kunstskandal!

fake art 300Der deutsche Kunstmarkt wird von einem Fälschungsskandal erschüttert. Bei dutzenden Bildern, die in den letzten Jahren um Millionen verkauft wurden, stellte sich im nach hinein heraus: Diese Bilder waren gar nicht echt. Sie waren vielmehr unecht. Hydra präsentiert Euch die wichtigsten gefakten Meisterwerke, denn namhafte Kunstkuratoren warnen, dass diese heimtückischen Kopien auch nach ihrer Entlarvung noch unter der Hand – vor allem an ahnungslose Kunstbanausen – weiterverkauft werden könnten. Solltet ihr also gerade ein paar hunderttausend Euro zuviel haben und diese für einen lukrativen Kunstkauf ausgeben wollen, seht Euch das an!

Le Faymann von Picasso
„Anhand des Ultramandarinzwetschkenblaus ist dieses Bild eindeutig als Fälschung zu erkennen“, so Kunstkurator Horst Tappert von Bonner Einheitsmuseum. Auch die auf dem Bildrücken angebrachte Notiz „Sieht mir gar nicht ähnlich“ stammte nicht von Werner Faymann, wie ein Handschriftenexperte nachweisen konnte. Trotzdem hält es eine Reihe von Insidern nach wie vor möglich, dass Picasso tatsächlich ein Bild von Werner Faymann gemalt haben könnte. Das Argument: „Picasso war sich für nichts zu schade.“

L’Agiteur von George Grosz
„Grosz hat seine humoristischen Skizzen nie koloriert, außerdem verwendete er vorwiegend Tuschestifte“, so der ob dieser dreisten Fälschung entrüstete Kunstexperte Hoss Carrington. Dass trotzdem ein aus dem rechten Milieu bekannter Briefmarkensammler dieses Gemälde anfertigte (das angeblich H. C. Strache zeigen soll), beweist im Grunde nur die völlige Absenz von Bildung und Geschmack in diesem Bevölkerungssegment. Nichts desto trotz muss man anmerken, dass dieses und weitere Portraits von H. C. Strache um mehrere Millionen Euro bei Sothebys versteigern wurden.

Le Fekteur von Modigliani
Tatsache ist, dass Maria Fekter tatsächlich dem berühmte französischen Maler Modell gesessen hat, Modigliani hat jedoch nach drei Fehlversuchen den Pinsel in den Aschenbecher geworfen und wütend gerufen: „Dieses verhärtete Grinsen, dieser doppelzüngige Goder, das ist eine Beleidigung für jede Leinwand.“ Umso schamloser also, dass diese Fälschung schließlich doch noch in der renommierten Wiener Galerie „Zur Schottergrube“ auftauchte.

Kreisky und seine Erben von Miró
Auch bekannt als der „Sonnenkönig mit dem Hängenden“. Sehr treffend ist die Symbolik des Bildes, im Zentrum der Sonnenkönig Bruno Kreisky, zu seinen Füßen die schwarz-roten Vasallen mit hängenden Köpfen, während die Blaunasen heiter durch die Landschaft schweben. Ein Bild dieser Art könnte der berühmte Miró tatsächlich gemalt haben, doch der berühmte Fälschungsexperte Nilf Holgerfon wies zu recht darauf hin, dass Miró niemals Schwänze gemalt hat.

Der Fall Strasser von Chirico
Giorgio de Chirico ist bekannt durch seine verschlüsselten, schwer zu entziffernden Gemälde. Könnte der Mann im Bild tatsächlich Ernst Strasser sein? Sind das Banknoten, die aus seinem Koffer entweichen? Eine österreichische Flagge im Hintergrund? Leere Plätze und verwaiste Gebäude als Metapher für eine ausgehöhlte Politik? Scheißegal, es ist eine Fälschung! Ernst Strasser hätte niemals irgendwo Geld liegen gelassen. Das wusste auch ein Künstler vom Kaliber eines Chirico.

Le rire de politicien von Erich Heckel
Der heimtückische Clou dieses Bildes: Es ist beinahe echt. Tatsächlich wurde im vergangenen Herbst der Astralleib von Erich Heckel wiederbelegt, um die Visage eines österreichischen Landesfürsten zu portraitieren. Dieser zeigte sich aber ob des Resultats („Ich habe kein derartig machtgeiles Idiotengrinsen! Außerdem sieht mir das gar nicht ähnlich!“) äußerst unzufrieden und ließ daraufhin den Sarg des Künstlers verstecken, weswegen dieser seither als ruhelose Seele über die Erde wandert. Die Kunst, sogar die gefälschte, ist eben ein unglaublich brutales Metier.

Weitere Kunstfälschungswarnungen folgen in Kürze!

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.