Killergemüse

matrattel vdlm 400Der „Standard“ listet auf, dass neben Gurken auch Paradeiser, Cherrytomaten sowie Melanzani potentiell gefährlich sind. In der Nacht von Samstag auf Sonntag etwa lauerten zwei Melanzani dem ahnungslosen Pensionisten Hubert M. auf und versetzten ihm einen Schlag in die Magengrube. Hubert M. hatte auf der Stelle Diarrhöe. Nach dem flüchtigen Gemüse wird derzeit gefahndet.

„Alle verhaften!“, forderte inzwischen „Heute“-Chefredakteur Wolfgang Ainetter. Sein mutiger Vorstoß stieß bei der Wiener Bundespolizeidirektion indessen auf wenig Gegenliebe. „Wir haben nicht das geeignete Equipment dafür“, ließ ein Insider durchblicken. Gurken seien heimtückisch, kaum lege man ihnen Handschellen an, seien sie auch schon wieder entwischt. Ein in aller Eile veranstaltetes Fortbildungsseminar zum Thema „Wie verhafte ich Gurken“ dürfte ein gewaltiger Reinfall gewesen sein. Nach völlig erfolglosen Versuchen, die Gurken dingfest zu machen, setzten die Beamten „Warnschüsse“ ein. Die AKH-Notaufnahme war bis zu den Morgenstunden völlig überlastet.

Unter „Schock“ stehe laut „Krone“ die heimische Bio-Szene. „Gestern noch war es nur eine harmlose Gurke, ich habe mit ihr gekuschelt und sie mit ins Bett genommen“, berichtet Hilde K., eine heimische Bio-Bäuerin, die sich seit dem Wochenende nicht mehr in ihr eigenes Bett traut. „Die liegt dort immer noch und wartet auf mich!“ Ebenfalls auf „krone.at“ war der Hinweis zu lesen, dass man sich nicht wundern dürfe, dass immer mehr vergammelte und verdorbene Früchtchen aus deutschen Landen bei uns eintreffen. „Man muss ja nur mal an die Uni gehen!“, empörte sich ein anonymer Poster im Krone-Forum.

Makaber: Ebenfalls im Umlauf sind bereits erste Witze rund um den Gurkenwahn. Nach dem Motto „Sagt ein Schweinsschnitzel zum Gurkensalat …“ werden vor allem in Betriebskantinen diverser Magistratsabteilungen geschmacklose Bonmots herumgereicht. Ebenfalls geplant: Die deutsche Skandalautorin Charlotte Bosch will sich unter dem Arbeitstitel „Keuchgebiete“ mit den “großen“ Themen Tod, Sex und Gemüse auseinandersetzen.

Fazit: Letztendlich stehen im Raum Wien und Umgebung sagenhafte neun Bio-Gemüsehändler unter Verdacht, deutsches Killergemüse importiert zu haben (siehe Liste auf http://derstandard.at/1304553170306/EHEC-Keim-Gurken-im-heimischen-Handel-unter-EHEC-Verdacht). Zu Recht also leben, wie „Heute“ berichtet, Hundertausende in Angst und Schrecken. HYDRA empfiehlt, die nächsten vier Jahrzehnte die Finger von jeglichem Gemüse zu lassen. Köstliche Alternativen sind indes keine Mangelware, z.B. der von Jamie Olive immer wieder empfohlene „Zigarettensalat“.

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