projekte in cis-dur

wurstsemmeln 250Hydra ist eine Ideenschmiede par excellence. Kaum ein Tag vergeht, an dem das Hydra-Team nicht eine bahnbrechende Idee hat, wie die Welt unterhalten, zugleich gestürzt, zugleich auf suversiv-infantile Weise zu einer Besseren gemacht werden kann. Doch nicht jedes Projekt lässt sich verwirklichen. Lest hier Auszüge aus den berüchtigten Hydra-Redaktionsprotokollen und erfährt, warum manche Projekte nie Wirklichkeit geworden sind.

Der Eiertank

Peter: Wir kaufen 1000 Ostereier, laden sie in ein Auto, fahren damit zu einer Tankstelle und versuchen damit zu zahlen!
Curt: Weil, wie, was?
Stefan: Weil das ÖAMTC in einer Presseaussendung mitteilte, dass die Preise für Ostereier nicht annähernd so stark gestiegen sind, wie für Benzin. Könnte man also mit Ostereier zahlen …
Curt: Schon kapiert. Das ist also ein Witz, mit dem man vor allem einer desillusionierten, unterbezahlten Tankwartin auf die Nerven geht?
Peter: …  müsste man mitfilmen, dann wäre es vielleicht …
Sebastian: … und in einem Off-Kommentar erklären, was eigentlich der Witz bei der Sache ist?
Curt: 1000 Ostereier kaufen für einen nicht-selbsterklärenden Witz?
Peter: Das wäre schon irgendwie Hydra.
Curt: Wäre es, ja, in der Tat.

Die Excelparty

Sebastian: Wir laden alle unsere Freunde auf Facebook zu einer Microsoft-Excel-Party auf den Excel-Berg. Mit dem Motto: Bring your own Tabelle.
Stefan: Könnte man sich von Microsoft sponsoren lassen.
Curt: Was bitte könnte man sich da sponsoren lassen?
Sebastian: Na, die Excelparty auf dem Excelberg.
Curt: Der heißt Exelberg.
Sebastian: Gott, bist Du ein Pedant!
Curt: Und was passiert dort?
Sebastian: Na, wir feiern die Tabelle … die Tabelle an sich … oder so …
Curt: Und dafür sollen die Leute zwei Stunden Anfahrtszeit in Kauf nehmen?
Peter: Wir richten einen Shuttledienst ein.
Stefan: Könnte man sich von IKEA sponsoren lassen.
Peter: Nein, besser, wir entführen den IKEA-Bus!
Sebastian: Das ist gut. Und zwingen die IKEA-Leute, uns aus den hässlichen Regalen eine Excel-Tabelle zu bauen.
Peter: Genau!
Stefan: Genau!
Curt: Stöhn.

Die Alienmucke

Peter: Wir entführen einen Außerirdischen und lassen ihn vor dem Stephansdom Limbo tanzen.
Justus: Ja, aber das sehen nicht genügend Leute, da müssen wir auf dem Stephansplatz große Leinwände installieren …
Curt: Burschen …
Stefan: … da könnten wir gleich eine Rave-Party daraus machen.
Sebastian: … mit diesem David Kletta oder wie der heißt.
Curt: Burschen …
Justus: Nein, Rave ist 1997, wir machen was viel moderneres, keine Ahnung jetzt, was, aber wir machen es.
Peter: Ich entwerfe die Pläne für die Rakete.
Stefan: Rakete?
Peter: Na, müssen wir nicht erst den Außerirdischen holen fliegen?
Curt: Burschen …
Sebastian: Okay, Peter, Du fliegst los und holst den Außerirdischen, wir schreiben einstweilen in Excel einen Brief an diesen Kletta …
Justus: Kein Rave! Wir brauchen Elektromucke! Und riesige Zelte! Gewaltig große Zelte. Die Stenzel übernehme ich, die seife ich in Nullkommanix ein.
Curt: Burschen! Der nächste Planet ist …
Stefan: Mit Dir kann man echt nichts planen.

Der McFake

Justus: Wir eröffnen in der Pilgramgasse eine zweite McDonalds Filiale und verschenken dort einen Tag lang gratis Cheeseburger.
Stefan: Die Leute lieben Gratis-Cheeseburger.
Flo: Aber woher sollen die Leute wissen, dass es Gratis-Cheeseburger gibt? Da braucht es eine großangelegte Kampagne, Zettelverteiler in der ganzen Stadt.
Sebastian: Das machen Stefan und ich in einer Vorlesungspause.
Curt: Ganz zu schweigen davon, dass man erst eine Filiale erbauen müsste.
Peter: Könnte auch ein McDonalds Bauchladen sein.
Justus: Genau. Viel besser. Ich gehe zu McDonalds, die sollen uns 1.000 Cheeseburger schenken, die machen das sicher. Ist ja Werbung.
Flo: Du meinst, die schenken uns 1.000 Cheeseburger dafür, dass wir die in einem gefakten McDonaldsstand neben ihrer Filiale verschenken?
Justus: Die Leute werden schon kapieren, dass das satirisch gemeint ist.
Stefan: Wenn wir das vorher auf Facebook ankündigen?
Flo: Dass wir Cheeseburger verschenken?
Peter: Dann nehmen wir halt Wurtsemmeln. Herrgott, seid doch nicht so pingelig!
Curt: 1.000 Wurtsemmeln? Wofür gleich noch mal?
Peter: Einfach so.
Stefan: Müsste man am Gründonnerstag machen. Dann hätte es Witz.
Flo: Der war vorige Woche.
Sebastian: Man könnte die Wurstsemmeln mit einer Exceltabelle verschenken.
Stefan: Nein, die Leute sollen ihre Exceltabelle bringen, dann kriegen sie eine Wurstsemmel.
Peter: Nein, sie sollen ihre alten Ostereier bringen. Dann haben wir auch genug Ostereier für die Tankstellen-Aktion.
Curt: Burschen …
Justus: War Ostern nicht schon?
Stefan: Dann verschenken wir die Eier halt zu Pfingsten!
Peter: Genial!
Curt: Aber wir verschenken gar keine Ostereier, wir …
Sebastian: Pedant!
Stefan: Nörgler!
Peter: Miesmacher!
Flo: Jetzt seid mir nicht böse, aber das kann einfach nicht funktionieren. Wir haben viel zu wenig Butterbrotpapier, um die Wurstsemmeln zu verpacken.
Peter: Stimmt. Verpackung ist alles.
Stefan: Ohne Verpackung geht gar nichts.
Justus: Gut, dann reden wir beim nächsten Mal über Verpackungen, der Rest wird sich dann schon finden.

Curt Cuisine,
der natürlich stets der Spielverderber und damit der einzige Grund ist, warum diese Projekte niemals Wirklichkeit geworden sind 😉

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.