wer sind denn die könige des leon?

the smashers 200

Viel besser als die Könige von Leon: The Smashers (click on it!)

Wer sind eigentlich die Könige des Leon?
Nun, ganz genau kann man das heute nicht mehr sagen, aber die Legende berichtet, dass die Könige des Leon im vorvorvorvorvorigen Jahrhundert raubend, mordend und brandschatzend über die Täler des Westens in Richtung Süden, dann drei Treppen hoch und entlang des Äquators, etwa nördöstlich von Kentucky quer rüber und dann gleich da unten bei Linz zu uns gekommen sind.

Die Könige des Leon waren eigentlich nur ein König, aber der hatte sich dreimal den Schädel gespalten, weil er soviel Nudelsuppe aß. Daraus sind dann Nudeln gewachsen, die sich zu festen, teigigen Klumpen verdichteten. Und weil sich die Nudeln irgendwann sagten, dass sie ja nun so etwas wie Windungen seien, beschlossen sie gleich Hirne zu sein. Vier sogar. So wurden aus dem König von Leon die Könige von Leon.

Die Könige von Leon erkennt man heute an ihren, nun, wir würden sagen, komischen Ärschen. Ihre Arschbacken liegen so weit auseinander, dass sie mit der einen Arschbacke links im Flugzeug sitzen können, am Sitz 27C etwa, während die andere Arschbacke im Cockpit bequem Platz findet. Man sagt sprichwörtlich auch, wenn du mir deine Arschbacke hinhältst, dann sage ich es den Königen von Leon.

Sehr bekannt ist auch die Mutter der Könige von Leon. Das war natürlich Mama Leone. Und die wiederum war die Tochter von Ma-Ma Baker. Diese wiederum war das uneheliche Kind einer gewissen Lady Marmelade. Und so geht es dann weiter, bis in alle Ewigkeit. Von den Königen des Leon sind darum viele unflätigen Beschimpfungen inspiriert, die sich auf familiäre Missstände beziehen. Du bist der Sohn einer räudigen Löwin. Du bist der Sohn einer tollwütigen Löwin. Du bist der Sohn einer gottverdammten Löwin. Der Blitz soll deine Mutter beim Löwenficken treffen. etc.

Als die Könige des Leon des Mordens, Raubens, Brandschatzens überdrüssig waren, nahmen sie die Gitarren in die Hand. Schwer fühlten sie sich an, diese Dinger. Irgendwie ungewöhnt. Und so kalt und glibberig. Igitt. Sie warfen die Gitarre wieder in eine Ecke und taten nur so als ob. Das nannte man in jenen Tagen auch Musik. Seither tingeln sie in Hallen mit räudiger Akustik durch die Welt und überall wo sie hinkommen, beschimpfen sie die Leute mit unflätigen Mamidiskriminierungen, nennen ihre Hirne Nudelsalat und zeigen ihre breitarschigen Ärsche her. Man nennt das auch einen „Hype“.

Musik- und Kritikkritiker Konrad Gregor exklusiv für Hydra
PS Wer sich vor diesem Konzert wirklich gut amüsieren will geht hier hin:

http://www.westbahnhof-opening.com/

3 Comments
  • lobo

    2. Dezember 2010 at 06:29

    das ist aber nicht gerecht. die sind schon gut. und ihre hintern sind eigentlich ganz normal. für us-amerikaner halt. ich sage jetzt auch noch zz-top.

  • ArtGenosse (Barbara Rett for the win)

    4. Dezember 2010 at 17:51

    Herrlicher Artikel selten so gelacht!

  • cosima

    9. Dezember 2010 at 12:41

    chapeau! wir danken für die blumen. schon ein hydra-abo?