Insekten abschaffen!

Der Sommer wird heiß und regnerisch, wie Carl Michael Belcredi exklusiv der HYDRA verraten hat. Und mit so einem Sommer kommen nicht nur die Tränen, sondern auch die unnötigsten Viecher der Welt: Insekten. HYDRA fordert daher: „Insekten abschaffen“ (endlich eine vernünftige Aufgabe für die Politik) oder zumindest einen „Führerschein für Blutsauger“ (noch eine vernünftige Aufgabe für die Politik).

Aber bis ein entsprechender Gesetzesantrag eingebracht, begutachtet, revidiert, neubeantragt, den Gang durch die Gremien absolviert, eingetütet, neu verpackt und in der nächsten Legislaturperiode wieder unter den Tisch fallen gelassen wurde, vergeht bekanntlich viel Zeit. Darum gibt es hier den großen Hydra-Insektencheck 2010. Welche Tiere euch diesen Sommer nerven! Und was ihr dagegen tun könnt!

all the insectsDie Mücke
Platz 1 unter den chitinummantelten Nervtötern. Die Mücke aus dem Stamm der Arthropoda teilt sich ein in Fenster-, Lid-, Zuck-, Stech- und Etcmücken. Sie kommt gerne in der Dämmerung aus ihrem Gemeindebau und hinterlässt beim Blutsaugen ein Jucksekret auf der menschlichen Haut. Eine Mücke macht bekanntlich noch keinen Sommer, versaut ihn aber doch ziemlich sehr. Gegen Mückenstiche hilft ein flinker Schlag mit der rechten oder linken Hand, Kettenrauchen und ausgiebiges Rülpsen und Furzen. Mitunter helfen auch branchenübliche Frauenparfüms. Mückensprays sind erfahrungsgemäß völlig nutzlos.

Die Gelse
Ist eigentlich auch eine Mücke, aber weil sie so eingebildet ist, hat sie sich einen eigenen umgangssprachlichen Namen zugelegt. Gelsen sind über 100 Millionen Jahre alt, man sollte also keine Scheu haben, sie zu erschlagen, denn diese Viecher leiden alle an Altersdemenz. Wenn man eine Gelse aufbläst (ungefähr auf Menschengröße), erlebt man meist eine große Überraschung, denn plötzlich hat man es mit einem ausgewachsenen Vampir zu tun. Entgegen anderslautenden Meldungen stammen Vampire nämlich von diesen Blutsaugern ab und nicht von Fledermäusen. Ein entsprechender Antrag zur Neuverfilmung sämtlicher Hollywoodfilme über Vampire wurde von Arnold Schwarzenegger bereits eingebracht. Gegen Gelsen hilft am besten radikale Blutarmut.

Die Zikade
Die Zikade ist die Zicke unter den Insekten. Sie sticht nicht, dafür nervt sie, weil sie auf ihrem Rücken einen Schallplattenspieler befestigt hat, der aber ständig hängt (kein Wunder, diese Dinger halten keine Minute still). Durch das Hängen der Schallplatte entsteht ein trommelartiger Ton, der durch Wälder und Fluren scheppert. Auch die Zikaden erschlägt man am besten mit der flachen Hand. Macht aber unangenehme, durchaus eklige Flecken.

Die Politschnake
Ebenfalls ein echter Blutsauger. Beschließt mit Vorliebe einschneidende Blutsparpakete, die vor allem Familien und Mittelschichtszweibeiner den letzten Cent rauben. Geht dann gerne in Sommerpause mit lausigen Ausreden oder verschiebt drastische Maßnahmen auf Nachwahlzeiten. Es wurde noch keine Politschnake gesichtet, die das Wort Vermögenssteuer in den Mund nahm. Lebt und gedeiht im Millionärs- und EntscheiderInnenmilieu, wildert und blutsaugt mit Vorliebe im Rest der Bevölkerung. Abhilfe: Abwählen! (Aber Achtung: Alternativen sind Mangelware!)

Die Fliege
Hat einen pelzigen Körper und einen oder mehrere Stacheln, mit denen sie auf bösartige Weise zusticht. Manche Fliegen sterben danach, man nennt sie dann Bienen, andere werden nach diesem ersten Stich als Hornissen wiedergeboren. Fliegen können so groß wie Adler werden, aber nur in einigen US-Bundestaaten. Dort werden sie dann zu Militärhubschrauben dressiert. Ansonsten gilt die Faustregel: Alles was Flügel hat fliegt, alles was Stacheln hat ist eine Stachelbeere. Unser Tipp: Erschlagen ohne Wenn und Aber.

Die Miezekatze
Beist selten, schnurrt dafür aber ziemlich nervig. Ein felliges Wollknäuel an einem heißen Sommertag, das sich gegen verschwitzte Haut pressen will, ist nicht weniger lästig als mit einer Wollmütze in den Swimmingpool zu springen. Gegen Miezekatzen ist ein Schlag mit der flachen Hand nur die zweitbeste Lösung, an erster Stelle steht ein sanfter, aber nachdrücklicher Tritt. Aber Achtung: Miezis können nur nachts fliegen, tagsüber sind sie zu faul dafür.

Eva „die Mücke“ Kiel

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