Wie finde ich die richtige Wohnung?

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Ein ewiger Burner unter den kleinen Detailproblemchen, die das Leben für uns alle bereit hält. Wir raten Euch jetzt nicht a) einfach Geld zu haben oder b) zu einem absoluten Geheimtipp-Immo-Magazin, denn wir sind ja keine Sadisten. Stattdessen haben wir einen Tipp für Euch, der Nerven aus Stahl und stählerne Nerven verlangt. Und beides ist ja durchaus erschwinglich, oder?

Also, küble den ganzen Immobiliensuchedotcommüll. Vergiss Bazar, Immorent, Hausversteigerung, etc.. Du steigst ins Auto oder die Straßenbahn und suchst dir eine schicke Wohnung, genauso wie sie dir gefallen würde. (Ja, kann auch ein Haus sein.) Dann klingelst du und fragst ganz höflich, wer hier jetzt wohnt, wie alt sie oder er ist, ob da eine Familie dran hängt, vielleicht etwa gar ein paar Erben, was man hier so zahlt für diese noble Absteige und wann man gefälligst daran denkt, endlich auszuziehen.

Das war schon eine ganz passable Vorstellung, aber fürs erste reicht das natürlich nicht. Du musst morgen wieder kommen, und übermorgen auch. Aber Achtung, nicht unhöflich werden, das ist der Trick daran. Denn wirst du ungeduldig oder rabiat, hält man dich in Nullkommapenthouse für einen Stalker und könntest behördlich entfernt werden. Aber wenn du ganz unschuldig nachfragst, immer wieder und immer wieder mit ausgesuchter Höflichkeit, dann erzeugst du ganz von selbst einen absolut nervigen Druck, gegen den niemand etwas unternehmen kann.

„Verdammt, ich habe ihnen schon gestern und vorgestern gesagt, dass wir nicht daran denken, auszuziehen.“
„Ja, aber es hätte doch sein können, dass sie ihre Meinung inzwischen ändern.“
„Lassen Sie uns auf der Stelle in Ruhe, sonst rufen wir die Polizei!“
„Sehen Sie, ich frage hier ganz höflich nach, schließlich bin ich nur ein armer Schlucker, sie leben aber in einer feudalen Traumwohnung, und schon drohen Sie mir mit der Polizei, also wirklich, ich glaube, ich komme morgen mit einem Anwalt und einer Handvoll Zeugen.“ Etc.

Noch ein guter Tipp zum Schluss. Ein klein wenig Menschenkenntnis ist vielleicht ganz hilfreich, möglicherweise gibt es Mieter, die weniger Nerven und manche wiederum, die noch stählernere Nerven haben als ihr selbst. Die solltet ihr eher meiden. Aber sonst verspricht dieses Vorgangsweise den direktesten Weg zu einer Wohnung. Fest versprochen!

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