lernen mit strache

strache in serie mit 280Das Original: Zynismus
Man muss den FPÖ-Plakaten zugestehen, dass sie bereits im Original nicht fern jeglichen Humors sind. Die FPÖ-Linie ist gelebter Zynismus, oft sogar Sarkasmus. Dem Volke vorgaukeln, man sei für das Volke, sich staatstragend und familiennah präsentieren, während mehr noch als bei allen anderen Parteien das Gegenteil der Fall ist, das, ja das ist blanker Hohn.

Das Übliche: Bittere Häme
Der aufgemalte Hitlerbart verrät: „Ich habe ihn durchschaut. Durchschaut ihr ihn auch!“ Das ist … niedlich, aber trotzdem bierernst. Das weiß doch jeder. Und die es nicht wissen, wollen es nicht wissen. Egal. Geht als Geste in Ordnung („Wir sind da draußen und wir hassen dich!“), der Unterhaltungsfaktor ist aber gleich Null.

Das Bemühte: Witz mit Stil
Der Hitlerbart bei der Mutter. Ja, nicht schlecht. Zeugt von ein wenig ironischer Distanz, man sucht nach Mitteln und Wegen, um Aufsehen zu erregen. Einen Diskurs zu entfachen ist sicher auch intendiert (Warum immer auf die Mütter, etc.), und die künstlerische Intention offenbart sich nicht zuletzt am FPÖ-Logo: Hier wird noch einmal alles klar gemacht. Sehr fein, aber insgesamt … zu bemüht.

Das Optimale: Ironie am Stil
Endlich! Der Hitlerbart gehört einzig und allein dem Kind! Was heißt hier, das arme Kind kann gar nichts dafür?! (Übrigens: Tabubruch, sehr gut!) Politisches Bewusstsein beginnt im Kindergarten, eigentlich schon in der Wiege! Strache ist ja ein Idiot, der kann nichts dafür, die Mutter notorisch überfordert, aber das Kind, das hat wirklich Verantwortung – und vor allem Zeit, diese auszuleben. So wird’s gemacht!

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