die großen philosophen, teil 2

philosophie 2 sokratesSokrates & Platon, aber mehr von Sokrates für’s erste (Kapitel 2)

Sokrates war die erste Frau in der Philosophiegeschichte, zumindest wenn man diese Gendersache endlich mal gelten lässt. In der Tat wurde Sokrates permanent von Platon in den Arsch gefickt, was nur fair ist, schließlich hat auch Sokrates Platon in den Arsch gefickt. Der Unterschied ist: Sokrates hat es wirklich gemacht, denn er war stockschwul und Platon sein Schüler (nur war das damals kein Priesterseminar, sondern ein allgemein für cool befundener Sittenverfall), während Platon das auf literarische Weise erledigt hat, indem er Sokrates endlose Mono- und Dialoge in den Mund gelegt hat. Denn der gute alte Sokrates hat in seinem ganzen Leben kein einziges Wort schriftlich festgehalten. Nein, das hätte er wirklich verachtet.

Sokrates war mehr auf Plaudern aus, und insbesondere mochte er blöde Fragen. Mit denen konnte er andere solange nerven, bis sie sagten: „Okay, du altes Scheusal, du hast ja recht.“ Dann hatte Sokrates einen Ständer, der sich gewaschen hatte. (Obwohl, es ist nicht überliefert, wer dann seinen Ständer wusch, aber es ist anzunehmen, dass es häufiger Burschen als Mädchen waren.) Die ganze Sache ging aber am Ende doch eher  schlimm aus. „Ein Knabenarsch zuviel“, lautete das Urteil des Weisenrats von Athen, und Sokrates musste einen Becher mit Gift hinter die Binde kippen. Das war’s dann mit der fröhlichen Philosophieorgie von Athen.

Was kann uns Sokrates heute noch mit auf den Weg geben?
Zunächst die Erkenntnis, dass „um jeden Preis recht haben wollen“ eine Eigenart ist, die zu den eher homosexuellen Komponenten in der Philosophie gehört. Leute wie John Wayne beispielsweise haben nie lange diskutiert, sondern gleich geschossen. Das ist natürlich insgesamt auch bereits einer der Gründe, warum es die Philosophie heute so schwer hat. Genau. Gut aufgepasst. Weil John Wayne schon lange tot ist. Darum werden Schwule kaum mehr diskriminiert und keiner regt sich auf, weil die immer recht haben wollen. Abgesehen davon lehrt uns die Geschichte von Sokrates, dass man Stereotypen rund um Homosexualität (und insbesondere über die Eigenheiten von Männern und Frauen) nicht ganz so ernst nehmen sollte. Außerdem die wichtige Erkenntnis, dass es nicht immer reicht, „dass es ja eh alle anderen auch tun“, denn es gibt immer die Möglichkeit eines Bauernopfers.

Nächste Woche geht es weiter mit Folge 3: The empire (and Platon) fucks back

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.