Dgp5 : a beggar for the bottle

philosophie 5 aristotelesDie großen Philosophen, Kapitel 5: Aristoteles

Aristoteles ist nun wirklich einer der fadesten Philosophen wo gibt. Zumindest auf den ersten Blick. Eigentlich auch auf den zweiten. Aristoteles hat aber immerhin das Lykeion gegründet, das war mehr oder weniger der Vorläufer der heutigen Universität. Und die ist ja, wie wir mittlerweile wissen, ein cooler Ort. Da werden Partys gefeiert, da lungern Obdachlose herum, und es gibt lecker Gratissuppe. Und man kann wohl mit Fug und Recht behaupten: „Also so etwas hätte es unter Aristoteles nicht gegeben!“ Was ja auch ein geflügeltes Wort unter kulturpessismistischen Philosophen geworden ist, kein Wunder, schließlich hat Aristoteles die Empirie in die Philosophie eingeführt.

Empirie ist natürlich ebenfalls ein griechisches Wort und heißt übersetzt soviel wie „Erbsen zählen“. Damit hat Aristoteles mehr oder weniger die Grundlage dessen geschaffen, worum es in jeder Art von Wissenschaft heutzutage geht. Aber da den Griechen irgendwann die Erbsen ausgegangen sind, hat man ab dem 17. Jahrhundert ungefähr begonnen, alles zu zählen, was es irgendwo gibt. Bohnen, Sengurken, Zuseherzahlen, Oberweiten, Manschettenknöpfe, Käselöcher und so weiter. So war das. Aristoteles ist also in gewisser Weise der Almöhi aller Rankings.

Was kann uns Aristoteles heute noch mit auf den Weg geben?
Erbsen. Dutzende davon. 1000de vermutlich sogar. Mindestens aber Unmengen. Erbsen sind ja gesund, sagt man, weil nämlich wegen dem Vitamin B. Das hält wach, verbrennt Fett, beruhigt die Nerven zugleich, und steckt überhaupt in nahezu jedem Vitaminpräparat, das uns irgendwelche dubiosen Onlineversandhäuser als neueste, heiße Promidiät verchecken wollen. Da sieht man mal wieder, wohin uns diese ganze Wissenschaft geführt hat. In den Beschiss! Was uns Aristoteles also hinterlassen hat (neben diesem Riesenhaufen Erbsen) ist die Erkenntnis der Widersprüchlichkeit allen Seins. Du kannst so viele Erbsen zählen wie Du willst, am Ende haut man dich doch übers Ohr.

Nächste Woche geht’s dann ab zu den Römern. Und von Rom aus dann via die Via Appia quer durch Italien, immer höher, bis wir am Chiemersee kurz bei der Villa von George Clooney Rast machen. Einfach so? Einfach so.

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