Nach Zusammenschluss: Rattenplage eskaliert

news rattenBedrohliche Nachrichten aus Österreichs Tierwelt. Nach dem Zusammenschluss von Kanal- und Landratten (Hydra berichtete exklusiv nicht, dafür alle namhaften Tierzeitungen Österreichs), droht das Land in einer Rattenplage zu versinken. Wald-, Flur- und Wiesenschäden sind noch nicht abzuschätzen, gehen aber jetzt schon in die Milliarden, warnen namhafte Experten.

„Die Ratten sind wieder vereint“, strahlte Rattenfusionschef H. C. Ratte unlängst in der Nachrichtensendung „Tier im Bild“. Und fügte hinzu: „Jetzt ist wieder zusammen was zusammengehört!“ Dieser neuen, strahlenden, Kraft durch Freude bereitenden Zusammengehörigkeit vorangegangen sind offenbar geheime Verhandlungen in finsteren Rattenlöchern irgendwo in der Kanalisation des Landes. Nicht alle Vertreter der Landrattenfraktion dürften in diese Gespräche involviert gewesen sein, umso blauäugiger präsentierte sich die unwissende Restfraktion den Kameras der tiergeilen Sensationspresse: „Das war ein rattenglatter Putsch“, so der Klagenfurter Landrattennestchef Bücher.

Die Land- und Kanalratten Österreichs waren seit Jahren verfeindet. Ursache des Streits war ein riesiger Haufen verschimmelter Käse, der in der Nähe von Knittelfeld abgeladen wurde und um dessen Verteilung lange Jahre keine Einigung erzielt wurde. Als der ehemalige Landesrattenchef Jörg Nager schließlich mit 180 Sachen und einer Überdosis Emmentaler in eine Mausefalle donnerte, war das Rennen um den erneuten Zusammenschluss der Ratten eröffnet. Aber wie es Rattenart ist, wurde natürlich stets dementiert, dass ein derartiger Zusammenschluss im Raum stünde oder dass es dabei gar darum ginge, noch mehr Löcher in den Staatskäse zu bohren.

Der Durchbruch kam mit schließlich mit einem neuen Bundeslandesrattenchef, der die alten Zusammengehensbedenken endgültig verscheuchte. Der Zusammenschluss kam im Übrigen zu einem höchst günstigen Zeitpunkt, wurde doch nur wenige Tage vorher bekannt, dass die Alpenkäsefabrik der Landesratten durch grottenschlechte Geschäftsführung Milliardenverluste an Cheddar und Emmentaler produzierte. Dass dies bereits auf eine Reihe von – für Ratten naturgemäß – hirnlose Entscheidungen seitens des früheren Landesrattenvaters (der mit den 180 Sachen) zurückging, wies der Oberrattenaufscheucher mit keckem Grinsen zurück: „Alles Käse!“

Doch wie reagieren die anderen Tierparteien auf den Zusammenschluss? Josef Prall, Chef der Österreichischen Volksferkelpartei gibt sich zuversichtlich: „Mit den wiedervereinten Ratten ist sicher gut Kirschen stehlen, außerdem würden sie sich nie trauen, in unserem Schweinetrog zu wildern, alles paletti also.“ Eher schweigsam hingegen der wie üblich schweigsame Parteichef der Sozialistischen Phraserei Österreichs, Werner Feigmann: „[…]“ Aus gut informierten Kreisen hingegen ist zu vernehmen, dass beide Regierungsparteien der Taktik der Rattenpartei durchaus etwas abgewinnen können: „Man weiß natürlich, dass diese Methode erfolgreich ist, und alleine dadurch, dass sie erfolgreich ist, kann sie so schlecht nicht sein, oder?“, so ein Regierungsmitglied, das nicht genannt werden will, zur Hydra.

Dass ein solches Liebäugeln mit dem Rattenschwanz der Macht gefährlich sein kann, sollte nicht unerwähnt bleiben. Schließlich gehört es zur Eigenart von Ratten, meist nur in blökenden Rudeln aufzutreten, ihren Lebensraum zuzuscheißen, und dabei eine Reihe von recht(s) ansteckenden Krankheiten in Windeseile zu verbreiten. Seien sie also gewarnt: Wenn es irgendwo in ihrer Nähe nach Kleinmist stinkt, dann ist das vielleicht schon die sich ausbreitende Rattenplage. Unternehmen Sie besser etwas dagegen – oder wir alle ertrinken in Rattenkot. eki

1 Comment
  • peter

    19. Dezember 2009 at 04:18

    also, tuts bei der nächsten wahl keinen käse wählen!