Hoch mit den Fäustchen!

mustard revolutionDas basisdemokratische, antiheteronorm … normo … normalo … dings eben Redaktionskollektiv Hydra hat umgehend nach Bekanntwerden der Besetzungen diverser Hochschulen Arbeitsgruppen zu folgenden sensationellen Spitzenthemen gebildet: 

„Besetzung als politisches Kampfmittel“
„Besatzung als polnisches Krampfmittel“
„Besetzung als Ausdruck nonkonsumistischer Leitkultur“ (sic!)
„Wessen Uni? Keine Ahnung!!“

Die Berichte der einzelnen ArGes zu den Besetzungen mussten leider wegen Unterbesetzung entfallen. Nach einem politischen Willkürakt in Form spontaner Solidarisierung ohne demokratische Kontrolle konnte nicht mehr getagt werden und auch nicht mehr genachtet und auch sonst nichts, fuck! Immerhin, die Gruppe „Wessen Uni?“ präsentierte ihr Ergebnis. Es lautet: „Vermutlich der Bundesimmobiliengesellschaft, aber genau wissen wir das auch nicht. Vielleicht auch einem KHG-Kompagnon? Man weiß es eben wirklich nicht so genau.“ Dem Ergebnis wurde vorsichtshalber zugestimmt, gleichzeitig wurde dieses Ergebnis für „Jetzt eigentlich nicht so gut. Also jetzt das Ergebnis der Arbeitsgruppe, nicht der Abstimmung.“ befunden.

Nach eingehender und ausschließlicher Verwirrung im Plenum wurde dem Antrag auf erneute Abstimmung knallhart stattgegeben und die Solidaritätsadresse gelangte somit unumwunden und abermals zur ebensolchen (Abstimmung nämlich), die allerdings wegen „irgendeinem völlig unerwarteten Scheißdrecksgewitter“ unterbrochen werden musste (Angst, Panik, Lesben usw).

Im Anschluss wurden auf Antrag Komitees gebildet, die erörterten ob Wahlen in basisdemokratischen Strukturen diskriminierend sein können, wenn sie nicht offen durchgeführt werden. Die Komitees erklärten sich im Anschluss für nicht zuständig, nichtsdestotrotz seien sie „ziemlich sexy-geile Strukturen“. Diese Aussage wurde von Seiten der einen politischen Seite für inakzeptabel befunden, von Seite der anderen politischen Seite aber auch. Von Seiten der Saiten drang der leise Wunsch nach Erhöhung der Spannung sanft an das revolutionäre Ohr.

Schließlich konnte man sich mit einer recht klassisch-altbackenen Mehrheit zum Antrag durchringen, demzufolge Komitees „hochvernünftige Institutionen, aber nicht sexy-geil“ seien. Dieser Antrag wurde mit fast gar keiner Gegenstimme als „nicht ganz ungeil“ abgesegnet. Schlussendlich wurde über das Wahlprozedere auf vollkommen untotalitäre Art und Weise  gemeinsam abgestimmt und der unumwundenen Erklärung „unserer endlosen Solidarität mit eh allem“ ward furios Bahn gebrochen!

Nie wieder Faschismus in Österreich!
Nie wieder Fleischlaberl in der Mensa!
Hoch die internationale Unisolidarität!
Lang lebe der Kaiser!

Für die ArGe „Wessen Uni?“ zeichnen: mazirki/matrattel/kiel

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