Skandal: Miss Erfolg bei Miss Wahl

skandalerfolg 200Wien (ots) – Der Versuch, auf genuss- und gesundheitsfeindliche Tendenzen des Schlankheitswahnsinns durch ein unverbindliches Angebot an Linsensuppe bei der Wahl zur „Miss Vienna“ im Hotel Marriott am 27.2.2009 hinzuweisen, wurde durch ein brüskes Eingreifen der Veranstaltungsleitung verhindert. Die Aktionsgemeinschaft Hydra musste unverrichteter Dinge das Feld räumen, kein Model konnte gerettet werden.

„Es ist ein Skandal, dass unser humanitäres Anliegen, welches sich noch dazu als unverbindliches Angebot versteht, so wenig Verständnis fand“, so Projektinitiator Sebastian Klug von der Aktionsgemeinschaft Hydra. Klug fügt jedoch selbstkritisch hinzu: „Wir haben leider auch einen Fehler gemacht.“ Denn der Aktiongemeinschaft HYDRA wurde seitens der Agentur „Metas“ glaubhaft versichert, dass die Erlaubnis des Veranstalters eingeholt wurde. „Unser Kontakt war ein Herr Schneider, der sich angeblich um alles gekümmert habe und uns versicherte, die Sache sei geritzt.“ Doch „die Sache“ war alles andere als geritzt, eine Genehmigung für die Veranstaltung wurde nie erteilt.

„Trotzdem spricht es natürlich Bände, dass unser harmloses Angebot auf derart brüske Ablehnung stieß“, so Klug. Sämtliche Mitglieder der Aktionsgemeinschaft erhielten nicht nur Hausverbot, auch böse Worte wie „Besitzstörung“, „Polizei“ oder „Klage“ wurden strapaziert. „Die Veranstalter zeigten keinerlei Verständnis für unser Anliegen, ich denke es ist nicht verfehlt, hier von einem mangelnden Unrechtsbewusstsein, ja, von einem ethischen Vakuum zu sprechen.“ Denn die TeilnehmerInnen der „Miss Vienna“ Wahl sahen mehrheitlich derart dürr oder abgemagert aus, dass hier eine Linsensuppe keineswegs geschadet hätte.

„Selbstverständlich stehen wir nicht hinten an, wenn es darum geht, uns in aller Form bei den Veranstaltern zu entschuldigen“, so der Projektinitiator. Eine „Störung der Veranstaltung“ kann Klug jedoch beim besten Willen nicht orten, schließlich ließ die Aktionsgemeinschaft sogar einen Koch der renommierten „Chaines de Rotisseurs“ aus Clemont Ferrand (Frankreich) einfliegen (siehe Bild oben), der das Linsengericht in stilgerechter Weise kredenzte. „Ich sehe nicht, wie wir hier der Würde und Eleganz der Veranstaltung irgendeinen Abbruch getan hätten.“ Dennoch scheiterte die Aktion. Klug abschließend: „Hier kann man also wirklich nur von einem MISSerfolg sprechen. Allerdings: Wir haben unsere Lektion gelernt. Mit diesem Herrn Schneider haben wir zum letzten Mal gesprochen!“  schluss (cui)

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