Brot & Suppe für die Modewelt

skandalerfolg event 200Wien (ots) – „Unterernährung und Schlankheitswahn sind die ersten Schritte zu einem unglücklichen Dasein als Frau“, so Sebastian Klug, Initiator der Aktion „Brot & Suppe für die Modewelt“ der Aktionsgemeinschaft HYDRA. Durch ein erstmaliges und unverbindliches Verköstigungsangebot von Linsensuppe vor Ort bei der „Miss Vienna Wahl“ am 27.2.2009 im Hotel Marriott (1010 Wien), will die Aktionsgemeinschaft auf die Gefahren des Schlankheitswahnsinns hinweisen. „Die Models können zu uns kommen und von der leckeren Suppe kosten und sich durch den kulinarischen Genuss davon überzeugen lassen, dass Schönheit nicht alles ist in der Welt“, so Initiator Klug. Und ergänzt: „Wir wollen die Models wissen lassen, dass wir sie als Menschen, nicht bloß als Körper schätzen. Sie können auch füllig, mollig oder einfach nur gut ernährt sein, denn wir respektieren und lieben sie als Frauen.“

Die Aktionsgemeinschaft HYDRA (übrigens keine Splitterorganisation der deutschen Selbsthilfegruppe für Prostituierte selbigen Namens) wurde 2007 gegründet und widmet sich seither sozialen und humanitären Anliegen durch originelle Aktionen und Kampagnen. 2008 etwa wurde anlässlich der EURO die „Bußballkampagne“ gestartet, die als Angebot des Trostes für enttäuschte Fußballfans konzipiert war. „Die Frustration damals war allerdings so gewaltig, dass wir maßlos überfordert waren, hier wäre ein nationaler Aktionsplan erforderlich gewesen“, so Klug.

skandalerfolg schlank 200Das Ausspeisungsangebot bei der Miss Vienna Wahl ist der Auftakt zu einer mehrteiligen Initiative der Aktion „Brot und Suppe für die Modewelt“. Der Initiator: „Wir werden in Zukunft keine Modenschau und keine Misswahl auslassen, um Frauen durch unser Angebot vom falschen, weil genussfeindlichen Weg abzubringen.“ Mit Zwang will die Aktion jedoch nicht vorgehen, denn, so Klug: „Das Umdenken muss im Kopf beginnen. Und der beste Weg dorthin führt über den Magen, nicht über Schläge.“

Ein besonderes Anliegen ist den Initiatoren des Projekts auch das Problem der Silikonbrüste. Denn, wie es in den Bewerbungsausschreibungen zur Misswahl heißt, sei ein „diesbezüglicher unleugbarer Beweis nur schwer zu erbringen wäre“, weswegen die „die Miss Austria Corporation keinen Grund“ sieht, Silikonbrüsten die Teilnahme zu verweigern. Kandidatinnen mit Silikon dürften also ohne Angst vor einer Disqualifikation antreten, aber, wie in den Ausschreibungsunterlagen ebenso steht, werden „sie dann keine Kinder mehr stillen / säugen können“. Die Aktionsgemeinschaft fordert daher auch „semipermeable Brunstimplantate für alle Frauen“. Denn „fast so wichtig wie eine gute Ernährung ist die Möglichkeit zur Mutterschaft“, meint Projektinitiator Sebastian Klug. 

PS Nicht vom Text am Header dieser Homepage irritieren lassen. HYDRA war vielleicht einst ein Satiremagazin, doch wir haben uns eines Besseren belehrt und setzen uns nun für die wirklich wichtigen Dinge ein.

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