Mit Tippfehlern gegen die Krise!

news h4 vergriffenParis/Wien/Sonstwo (ots) – Die Finanzkrise hält auch die Medien fest in ihrer heimtückischen Umklammerung. Viele Medienmacher können sich keine Lektoren mehr leisten und sind gezwungen auf eigene geistige Kapazitäten zurückzugreifen. Curt Cuisine von der Hydra: „Dabei haben wir unsere Hirnzellen schon vor Monaten in Petrischalen outgesourced, um Humanressourcenebenkosten zu sparen. Besonders bei Chef-Co-Vize-Sub-Redakteur Sebastian K. funktionierte das leider schlecht, das Resultat sieht man ja in der aktuellen, vierten Ausgabe der Hydra.“

Dass es die HYDRA besonders hart getroffen hat, kommt nicht von ungefähr: Der beinharte neoliberale Kurs des Chefredakteurs manifestierte sich nicht zuletzt in Perversitäten wie Crossboarderleasing sämtlicher Großhirnrinden des Redaktionsteams und diverse Leerverkäufe grauer Zellen. Die Hydra ist nun gezwungen ihre Hirne von amerikanischen Großinvestoren zurückzuleasen. Für ein kurzfristiges Plus am Konto wurde diese Unfreiheit bewusst in Kauf genommen. HYDRA-Chef Cuisine: „Sehen Sie mich nicht so an. Wir stehen in beinharter Konkurrenz, die Performance unseres Portfolios würde sonst die CC-Benchmark nicht toppen – und woher sollte ich sonst die Scheinchen für das Erleuchten meiner Zigarren nehmen?“

Einstweilen kommt es in der HYDRA-Redaktion zum alltäglichen Schichtwechsel der Redakteure: Während die eine Gruppe von ihrer 36h Stunden Schicht in ihre wohlverdiente 30min Schlafpause am gefrorenen Steinfußboden geht, macht sich im Halbdunkel der Öllampen schon die nächste Gruppe bereit. Die Fußfesseln legt man sich hier noch selbst an. „Das spart Kosten“, so Cuisine. So läuft das Werk, Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr. Kurz vor Verlassen der Redaktion wickelt der im Whirlpool sitzende Chefhydrant Kaviar in ein Lachsfilet.  

Und der Erfolg gibt dem Chefredakteur Recht! Die vierte Ausgabe der HYDRA ist bereits wenige Wochen nach dem Erscheinungstermin restlos vergriffen. Unzählige lesebedürftige Existenzen konnten mit dem Überfluss an Tippfehlern in der aktuellen Ausgabe gerettet werden. Auch hier hat Chefredakteur Cuisine die richtigen Antwort parat: „Für die Chefs die Kohle, für die Vasallen die Sohle! So war es immer, so wird es immer sein.“ cc&mtrl

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