let the sunshine in

alice frühlingHa, da reden sie schon von Frühlingsgefühlen. Well, wenn die Zeit haben für so was! Obwohl der Frühling ist natürlich was tolles, also diese ersten warmen Tage, die wir schon hatten! Schon sehr schön. Weil Wärme und Sonne verzaubern ja die Stadt des Grantes und der Niedertracht erstaunlich schnell in einen Ort des Lächelns und Srahlen. Beinahe fröhlich sind sie hier auf einmal! Und höflich!

An einem dieser warmen Tage hat mir keine einzige Rentnerin ihr Einkaufswagerl in die Achillessehnen gerammt! Und ich war in zwei Billa, einem Hofer und einem Zielpunkt! Was ja eh ein Beweis für partiell unausgegorene Organisiertheit ist, aber wenn’s warm ist, is‘ eh wurscht, dass die Frau wegen der Milch zum ersten Billa, und dann wegen der Milch zum zweiten Billa, und die Milch dann auch im Hofer nicht, und im Zielpunkt sowieso auch nicht mitnimmt. Ja, ein Post-it hätt’s halt mitnehmen können, aber es irritiert auch, wenn so plötzlich gar keiner mehr keift.

In Floridsdorf haben sie dieser Tage sogar echt schnell die Rolltreppen bestiegen! Flink geschmeidig und wendig bewegen sie sich auf einmal, da ist sich gar keine Tschick mehr für den Weg von der U6 zur Bim ausgegangen! Und siehe da, das schreiende Kind im Bus haben’s auch nur leicht säuerlich angegrinst. Ob ich wohl eh noch in der richtigen Stadt bin, hab ich mich schon gefragt, aber nein nein, es hat dann abends eh wieder alles gepasst.

Als die Frau Nachbarin im Lift mich anschaut, aber derart scharf, dass ich augenblicklich die Ipod Stöpsel aus den Ohren gezupft hab (weil ich hab ja noch Respekt vor diesen Damen mit diesem Sie Dienstmadl, sie Unfähiges-Blick) und herauspresst: „Oiso wissen´s, diese Hitz! Nicht zum Aushalten das! Ihnen wird das Grinsen auch noch vergehen!“ Ja, stimmt. Danke. Es ist doch Wien. ag

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