Je suis betroffen …
1564 Wörter, geschrieben von curtcuisine

Man ist ja fast sprachlos. Zunächst über die Tat an sich, die wie jede Gewalttat unfassbar ist. Sich diese kaltblütig ausgeführten Morde, diesen jähen, finalen Gewalteinbruch in das Leben der Redakteure von Charlie Hebdo und natürlich das Leid, den Schmerz, den Schock der Hinterbliebenen auch nur ansatzweise vorzustellen, macht sprachlos. Diese Sprachlosigkeit muss ich jetzt schnell in einem Posting loswerden. Moment. So. Schon passiert.

Hydra Jahresrückblick 2014
641 Wörter, geschrieben von curtcuisine

Es war ein ödes Jahr, das kann man ruhig so sagen. Um euch darüber hinweg zu trösten, gibt es hier drei exklusive Auszüge aus dem Hydra-Bauernfänger-Kalender.

Josef Moser: „Das Geld muss wieder bei der Wirtschaft ankommen!“
742 Wörter, geschrieben von kerstin kellermann

Ein Sittenbild zu den Hypo-Folgen: Die Kaufkraft des gemeinen Steuerzahlers ist erschöpft. Ausgerechnet zu Weihnachten. Und im Fernsehen lauter Politiker, die bei Hypohypo nicht dabei gewesen sein wollen. Eine Satire nach dem echten Leben, von Kerstin Kellermann

Advent ohne Gewissensnöte
989 Wörter, geschrieben von gregor froehlich

Advent und Weihnachten sollte die Zeit sein, in der man sich gemütlich zurücklehnt im Gefühl, wieder ein Jahr halbwegs über die Runden gebracht zu haben. Und in der man das hart erarbeitete Geld hemmungslos in Konsumgüter umsetzt, denn wenn die Vergangenheit etwas gelehrt hat, dann, dass man nie weiß, was die Zukunft wohl bringen mag. Also feiern sie 2014 solange es noch da ist!

Du hast sicher irgendein Talent!

Brenn für uns!

Lüg' jetzt nicht! Wir haben Dich beobachtet! Du hast nachts mit der Taschenlampe unter der Decke Dein erstes Modemagazin gelayoutet. Damals warst du 14.

Mit 16 bist du nackt durch Wien geflitzt, weil Du damit noch mehr WWF- und Greenpeace-Abos verkaufen konntest.

Mit 19 hast du den Server des Bundeskanzleramtes lahm gelegt. Zumindest wollte Dir das der Typ vom Verfassungsschutz einreden.

Mit 21 hast Du Dein erstes Gedicht geschrieben. Um einen Scheißjob in einer Scheißwerbeagentur zu kriegen. Vergeblich natürlich!

Leugnen hat keinen Zweck! Du bist

* Layouter/in
* Exhibitionist/in
* Medienprofi/in
* Autor/in
* PR-Zampano/in

Und Du hast Humor! Weil Du über Dich selbst lachen kannst. Und dann umso mehr über den alltäglichen Wahnwitz, in dem wir leben.

Also bist Du bei uns richtig!

Moment mal? Geld? Meinst Du das ernst? Richtig Kohle? Zaster? Knödel? Lego? Tschingeminge?

Keine Chance!

Wir machen die HYDRA, weil wir dafür brennen.

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Oder besuch weiter unsere Website, einfach so.

Apropos: Wir suchen auch Medienpartner, FörderInnen, Sponsoren und aus der Nervenheilklinik entlaufene Investoren.


Je suis betroffen …

Je suis betroffen …

Curt Cuisine
& und die Redaktion

… ergo poste ich. Über Charlie Hebdo, den unvermeidlichen Diskurs darüber und die (folgenlosen) Folgen.

Man ist ja fast sprachlos. Zunächst über die Tat an sich, die wie jede Gewalttat unfassbar ist. Sich diese kaltblütig ausgeführten Morde, diesen jähen, finalen Gewalteinbruch in das Leben der Redakteure von Charlie Hebdo und natürlich das Leid, den Schmerz, den Schock der Hinterbliebenen auch nur ansatzweise vorzustellen, macht sprachlos. Diese Sprachlosigkeit muss ich jetzt schnell in einem Posting loswerden. Moment. So. Schon passiert.

Sprachlos machen natürlich auch die Hintergründe der Tat. Den Fanatismus, den es dafür benötigt, den von Verbitterung vollgesogenen Hass, der jeden Funken Ironie über die eigene jämmerliche Existenz vermissen lässt. Und Ironie, das wissen wir, ist eine der größten Errungenschaften unserer europäischen Zivilisation, die, wie uns

viele Kommentatoren versichern wollen, ganz weit vorne liegt im internationalen Weltdurchschnitt. Vor wenigen Jahren war es zwar noch verpönt, im Zusammenhang mit islamischer Radikalisierung von „tiefstem Mittelalter“ zu sprechen („Wir, die christlich-aufgeklärten Fortschrittlichen, sie, die fundamentalistisch Rückschrittlichen.“), aber diese Barriere ist längst gefallen. Einen „Rückfall in die Barbarei“ orten längst unzählige Kommentatoren, auch in renommierten Feuilletons. Zuletzt anlässlich des vor zwei Wochen erfolgten Anschlags der Taliban auf eine Schule im pakistanischen Peschawar. 132 Schulkinder wurden dabei getötet – und das ohne vorausgehende Verunglimpfung eines Propheten. Natürlich ist das entsetzlich, aber wir müssen nun wirklich nicht ins Mittelalter

zurückblicken, um diese „Barbarei“ auch bei uns zu finden. Und heute wissen wir jedenfalls eines mit Bestimmtheit: Moslems waren unter den Nazis äußerst selten. Moment, das muss ich schnell posten.

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