“Das ist Satire für ganz arme Leute!”

Johannes Gudenus, FP
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GMÜND*

die 10 langweiligsten städte österreichs

(*1.platz beim europäischen wettbewerb für besonders öde gegenden)

642

seit dem konzil von nikea in diesem jahr (anno domina) steht geschrieben das maria nicht nur Jesus' sondern auch Gottes Gebärerin war. Wer sich diese Tatsache kurz verbildlicht wird feststellen, dass hier ein kleines chronologisches Problem vorliegt.

Das perfekte Weihnachtsgeschenk!

Du hast sicher irgendein Talent!

Brenn für uns!

Lüg' jetzt nicht! Wir haben Dich beobachtet! Du hast nachts mit der Taschenlampe unter der Decke Dein erstes Modemagazin gelayoutet. Damals warst du 14.

Mit 16 bist du nackt durch Wien geflitzt, weil Du damit noch mehr WWF- und Greenpeace-Abos verkaufen konntest.

Mit 19 hast du den Server des Bundeskanzleramtes lahm gelegt. Zumindest wollte Dir das der Typ vom Verfassungsschutz einreden.

Mit 21 hast Du Dein erstes Gedicht geschrieben. Um einen Scheißjob in einer Scheißwerbeagentur zu kriegen. Vergeblich natürlich!

Leugnen hat keinen Zweck! Du bist

* Layouter/in
* Exhibitionist/in
* Medienprofi/in
* Autor/in
* PR-Zampano/in

Und Du hast Humor! Weil Du über Dich selbst lachen kannst. Und dann umso mehr über den alltäglichen Wahnwitz, in dem wir leben.

Also bist Du bei uns richtig!

Moment mal? Geld? Meinst Du das ernst? Richtig Kohle? Zaster? Knödel? Lego? Tschingeminge?

Keine Chance!

Wir machen die HYDRA, weil wir dafür brennen.

Schreib uns eine Mail, wenn Du Feuer gefangen hast.

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Oder besuch weiter unsere Website, einfach so.

Apropos: Wir suchen auch Medienpartner, FörderInnen, Sponsoren und aus der Nervenheilklinik entlaufene Investoren.


Advent ohne Gewissensnöte

Advent ohne Gewissensnöte

Gregor Fröhlich
Gastbeitrag

Advent und Weihnachten sollte die Zeit sein, in der man sich gemütlich zurücklehnt im Gefühl, wieder ein Jahr halbwegs über die Runden gebracht zu haben. Und in der man das hart erarbeitete Geld hemmungslos in Konsumgüter umsetzt, denn wenn die Vergangenheit etwas gelehrt hat, dann, dass man nie weiß, was die Zukunft wohl bringen mag. Also feiern sie 2014 solange es noch da ist!

Leidergottes werden einem diese simplen Genüsse alljährlich durch medialen Tugendterror und missionarische Mitmenschen verleidet. Sie wollen einem einreden, dass mit unserer Gesellschaft und der Welt im Allgemeinen etwas nicht in Ordnung wäre. Meist steht handfestes monetäres Interesse, etwa ein Spendenaufruf, dahinter, oft genug, vor allem im familiären Kontext handelt es sich aber um Personen, die schlicht und einfach die tatkräftige Freude am Fest durch pessimistische Nachdenklichkeit verderben wollen.

Auch wenn die meisten von uns ganz natürlich mit Ablehnung auf solche Ansinnen reagieren kann es trotzdem vorkommen, dass sich innerlich ein Gefühl des schlechten Gewissens ausbreitet. Dies beeinträchtigt Ihre persönliche Feststimmung sowie die Ihrer Liebsten, lässt sich aber leicht vermeiden, wenn man sich nur der richtigen Argumente bewusst ist. Folgende Zeilen wappnen Sie gegen Gutmenschenattacken von außen wie aus dem Inneren Ihrer Seelenlandschaft:

Gewissensnot Nummer Eins: Ich weiß ja, dass diese Bettler einer Mafia angehören, aber irgendwie tun sie mir halt schon leid.
Natürlich ist so ein Bettler kein schöner Anblick, vor allem wenn ihm diverse Gliedmaßen fehlen. Trotzdem sollten Sie sich stets vor Augen halten, dass ein Almosen keinem nutzt, ja nur bestehende Abhängigkeitsverhältnisse verfestigt. Aus der „Krone“ und der „Österreich“ wissen Sie, dass diese ohne Zweifel armen Bettler ja sowieso ihr gesammeltes Geld einem Kapitalverbrecher übergeben müssen, der anstatt vor Gericht zu stehen sich inzwischen auf Capri eine gute Zeit macht (wie hieß der noch gleich?).

Außerdem: Die Summe, die Sie spenden, können Sie nicht mehr konsumieren. Dadurch verliert der Staat Steuereinnahmen und der ohnehin schon schwachen Konjunktur wird weiterer Schaden zugeführt. In Zeiten der Krise gilt es, Verantwortung zu übernehmen! Denken Sie stets daran: Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut! Oder wollen Sie etwa in Zukunft auch Österreicher betteln sehen?

Gewissensnot Nummer Zwei: Aber irgendwas muss man doch für diese armen Bettler tun. Oder sie zumindest aus dem Straßenbild verschwinden lassen.
Nichts leichter als das! Falls Sie Unternehmer sind, dann verlagern Sie Ihre Produktion nach Rumänien oder Bulgarien. Dadurch schaffen Sie heimatliche Arbeitsplätze für die bettelnden Menschen und ermöglichen Ihnen dauerhaft aus ihrer unwürdigen Existenz zu entkommen. Außerdem sparen Sie Lohnkosten und können so wiederum mehr konsumieren. Eine Win-Win Situation! Nicht zuletzt befreien Sie dadurch die heimischen Ordnungskräfte vor der unappetitlichen Aufgabe, Bettler händisch zu entfernen.

Falls Sie Arbeitnehmer sind, weisen Sie Ihre Vorgesetzten auf diese Möglichkeit hin. Sie werden es Ihnen danken.

Gewissensnot Nummer Drei: aber zumindest den Augustinverkäufern sollte ich etwas geben, das nutzt denen ja wirklich.
Nein und nochmals Nein! Printmedien haben keine Zukunft. Durch den Kauf eines „Augustin“ halten Sie diese aussichtslose Zeitung nur künstlich am Leben und verhindern, dass die Obdachlosen sich zeitgerecht nach einer Erwerbsalternative umsehen. Weisen Sie den Kolporteur lieber auf die Möglichkeiten von Twitter hin.

Gewissensnot Nummer Vier: Darf man sich zu Weihnachten noch richtig freuen, wenn doch ein neuer Kalter Krieg droht?
Wenn Sie den Kalten Krieg als etwas Negatives sehen, sind Sie entweder zu jung oder schon zu alt und verkalkt, um sich richtig zu erinnern. Österreich ging es nie besser als zu Zeiten des Kalten Kriegs! Vollbeschäftigung, keine Ausländerproblematik und auch sicherlich kein so ein scheiß Sommer wie heuer! Mal ehrlich, was war schlecht am Kalten Krieg? Dass die Grenzen zum Osten zu waren? Dann kommt wenigstens das Gesindel nicht zu uns herüber! Und wie oft fahren Sie schon wirklich nach Ungarn oder Tschechien? Uhrenimitate kauft man heute im Internet und nicht mehr in Sopron. Die einzige Reiseroute auf die es ankommt, die zur Adria, war und bleibe frei.

Sollte trotzdem jemand beim Weihnachtsessen die Sorgenfalten runzeln, so antworten Sie im folgenden Sinne: Wir sollten uns alle nach 25 Jahren eingestehen, dass 1989 ein Fehler war, Putin ist bloß der erste, der es ausspricht. (Falls die sorgenvolle Person den Grünen nahesteht, können Sie auch folgende Replik gebrauchen: Im Kalten Krieg kam die FPÖ kaum über 5%).


Advent ohne Gewissensnöte

Gewissensnot Nummer Fünf: Während wir hier feiern ersaufen Flüchtlinge im Mittelmeer. Tragen wir da nicht eine Verantwortung?
Ja, wir kennen das. Bricht man angesichts ertrinkender Afrikaner nicht in Tränen aus, gilt man schnell mal als gefühlskalt oder gar rassistisch. Dabei hat ein nüchterner Blick auf die Tatsachen nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, im Gegenteil! Natürlich gibt es klare demographische Gründe dafür, dass wir Einwanderung benötigen. Ebenso einleuchtend sollte aber die Tatsache sein, dass wir nur Immigranten mit gewissen Qualifikationen am heimischen Arbeitsmarkt brauchen können. Im Gegensatz etwa zu indischen IT-Spezialisten können Afrikaner meist nur ihre körperliche Arbeitskraft anbieten. Und da sollte es doch gerechtfertigt und wirtschaftlich angebracht sein, dass wir uns in Europa die fittesten aussuchen! Wer Lampedusa schwimmend erreicht, stellt am Arbeitsmarkt ohne Zweifel eine wertvolle Kraft dar. Wer sich hingegen von einem Boot retten lässt von dem ist anzunehmen, dass er auch in Zukunft beabsichtigt, von Leistungen des Sozialstaats zu leben. Und das können wir uns halt einfach nicht leisten! Was nutzt es den Afrikanern, wenn wir pleite gehen?

Sollten Sie trotz dieser einleuchtenden Argumente immer noch ein wenig schlechtes Gewissen verspüren, dann schaffen die Tage nach Neujahr Abhilfe. Stecken Sie beim Besuch der Sternsinger dem Schwarzen („Melchior“) einfach einen Fünfer extra zu mit den Worten: „Der ist aber nur für dich!“

In diesem Sinne ein ungetrübtes Fest wünscht Ihnen die HYDRA!

Von Gregor Fröhlich für Hydra


Advent ohne Gewissensnöte